Stehpinkler? Nein danke!

Ich kann vor der eigenen Kloschüssel stehend pinkeln, ohne dabei auch nur die geringsten Spuren zu hinterlassen, doch Männer, denen mein Badezimmer fremd ist, sind dazu einfach nicht in der Lage oder Willens. Selbst die alte, augenzwinkernde und extra der Haltbarkeit wegen von mir bereits vor 15 Jahren laminierte Fotokopie eines Hinweisschildes einer asiatischen Fluglinie hielt die penetranten Stehpinkler auf meiner Toilette nicht von ihrem Tun ab, so dass ich gestern wegen des neuen und sauberen Badezimmers (das der alten Wohnung war sowieso verhunzt und Marke Eigenbau aus den 80er Jahren) ein neues Schild in Augenhöhe angebracht habe (klick ggf. aufs Foto = lesbar größer). Ob es Wirkung zeigt, muss sich erst noch erweisen.

Wie unangenehm es ist, nach dem Besuch eines dieser steinzeitlichen Prinzip-Pinklers ihre Spuren zu beseitigen, das brauche ich wohl nicht besonders auszuführen. Nochmal: Ich kann spurlos im Stehen das kleine Geschäft erledigen, notfalls gibt es auch so etwas wie Toilettenpapier, und weil eben ich das sehr gut kann, erwarte ich es auch von anderen. Die Erfahrung lehrt aber, dass abseits ihres eigenen heimischen Toilettengangs, wozu ich mir keine Wertung erlaube, den meisten Zeitgenossen ihre Hinterlassenschaften schlichtweg egal sind (Thema öffentliche Toiletten) – sie glauben also, und ich unterstelle ihnen hierbei nicht einmal eine böse Absicht – dass Spritzer in gewisser Weise zur biologischen Normalität gehören und dass irgendwelche Haus- oder Putzfrauen sich erfahrungsgemäß schon darum kümmern werden. Ihre Mütter sind somit die eigentlich „Schuldigen” an der Misere, da deren Erziehung ihrer Jungens in dieser Hinsicht kläglich versagt hat. Nun, wie dem auch sei, deutlicher als jetzt kann ich den Delinquenten das Thema ihrer falsch verstandenen Männlichkeit kaum mehr in Erinnerung rufen, nicht wahr?

Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort

Schier am Verzweifeln bin ich. Jawohl. Denn nachdem ich gestern zum ersten Mal seit 3 Jahren (!) meine schwarze Dockers-Cap aus Baumwolle per Hand gewaschen habe (die glänzte schon und fühlte sich an, als sei sie wie ein Toastbrot mit Margarine bestrichen worden), verwandelte sich ihre Farbe in ein geschecktes fieses Braun. Jaja, ich weiß, selber Schuld, denn neben Spüli (weil fettlösend), konnte ich’s nicht lassen, auch einen großen Schluck Chlorreiniger dafür zu verwenden. Normalerweise erledigt der jeden noch so hartnäckigen Schmutz – tja, tat er auch, aber leider verwechselte er die Farbpigmente mit allgemeinen Gebrauchsspuren. Nun denn, etwas Verlust ist immer, das weiß man, schließlich besitze ich 3 dieser Kappen und 2 Lederkappen. Also wollte ich eine von ihnen mal eben schnell aus den Schrank nehmen und schon mal an den Haken der Garderobe hängen. Jetzt kommt die Verzweiflung ins Spiel: Wo sind die?

Mit 100-prozentiger Sicherheit weiß ich, dass sie beim Umzug letzten November in einen Karton gepackt wurden. Nur finde ich sie partout nicht mehr. Kann so etwas möglich sein? So groß ist meine kleine Hütte ja nun nicht. Selbst wenn ich 4 Mal hintereinander sämtliche Schubladen, Kommoden, Regale und Restkartons durchstöbere, die Kappen sind nicht mehr auffindbar. Wie verhext ist das.

Also habe ich bei Amazon schon mal vorsorglich neue bestellt, die aber erst vom 8. bis 14. August geliefert werden (kommen direkt aus China). Bis dahin muss ich dann die vergammelte tragen? Ehrlich?

Inneres Ich: „Lass sie doch ganz weg.”

Keinesfalls! Mein blanker Schädel ist leider nicht wie bei anderen Zeitgenossen wohlgeformt. Ohne Kappe sieht meinereiner schlichtweg verboten aus. Und Assi-Kappen mit Schirm setze ich ganz bestimmt nicht auf, eher würde ich ein Trockentuch mit 4 Knoten an den Enden tragen.

Jetzt kannst du, liebe Leserin und lieber Leser, natürlich sagen: „Du hast vielleicht Probleme! Wenn solche Nichtigkeiten meine einzigen Sorgen wären, wäre ich ein glücklicher Mensch.” Der Schein trügt allerdings, denn mein ganzes Selbstwertgefühl hängt an einer solchen Kappe, jawohl!

Inneres Ich: „Wenn dem so ist, dann kann es mit dem Begriff ‘Wert’ in deinem Selbstgefühl aber nicht so weit her sein, nicht wahr?”

Auch das stimmt nur bedingt. So etwas ist nämlich immer nur dann leicht gesagt, wenn man selber nicht davon betroffen ist. Es gibt Frauen, die können nicht ungeschminkt in die Öffentlichkeit gehen. Werden sie dazu aus irgendwelchen Gründen mal gezwungen, dann verstecken sie sich wie ein Häufchen Elend. So ähnlich ist das auch bei mir mit der Kappe, weshalb ich diese Frauen sehr gut verstehen kann.

Nichtsdestotrotz hatte ich genau für einen solchen Fall in weiser Voraussicht schon seit 10 Jahren vorgesorgt. Dass mir nicht mehr einfällt, wo sich die Reserve-Kappen befinden, das bin ich im Grunde auch selber Schuld. Denn exakt das kommt davon, weil ich mich innerlich ständig über Joe Bidens Demenz lustig mache; so etwas geschieht dann immer, ich hätte es wissen können, ja, wissen müssen; denn kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort. Umgehend. Stante pede. Nu’ hab ich den Salat.

Wenn eine eine Reise tut …

Erkennst du auf dem Foto (eventuell draufklicken = größer), was in meinen heiligen Hallen angesagt ist? Dat Carolin nimmt uns, die Reisegruppe Yuyunskaya, wieder in den kommenden 5 Wochen täglich im Livestream in ihren Jahresurlaub nach Rumänien mit. Seit 2019 verfolge ich die Reisen virtuell. Heute gibt’s nur Autobahn zu sehen mit allgemeiner Erzählerei (man kann live mit ihr chatten), die Anfahrt halt mit Zwischenstopp in Tschechien, danach geht’s weiter. Wenn sie in Rumänien angekommen sein wird, gibt’s eine Rundreise durchs Land mit langen (4 bis 12 Stunden) Besichtigungstouren der unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten. Die Videos laufen bei mir immer mit einen Tag Verzögerung quasi als Konserve, was mich aber überhaupt nicht stört (das verhindert ein Ruckeln bei den Aussetzern wegen Funklöchern). Es läuft täglich quasi im Hintergrund oder nebenher und erinnert mich nach wie vor an die 90er Jahre, als die ARD nach Sendeschluss nachts die Bahnfahrten aus dem Führerstand abspielte. So etwas finde ich ungemein beruhigend und entspannend. Heute „nur” 4 Stunden lang 🙂

Wohlbefinden

Du glaubst ja gar nicht, wie schön es im Moment bei mir ist. Draußen regnet es seit zwei Stunden in Strömen aber ich habe heute arbeitsfrei, muss nirgendwo hin, nicht einmal einkaufen, sitze im Küchenerker wie in einem Wintergarten im Warmen bei 25 Grad und im Stillen (Doppelfenster) mit einem genüsslichen Teechen samt E-Dampfe und beobachte das Prasseln des Regens im bis zum Fenster angrenzenden Park. Einfach nur herrlich!

Gerüchteküche

Warum hört und sieht man eigentlich nichts von Präsident Biden? Gerüchte in den USA besagen, er sei bereits tot. Deshalb die ungewöhnliche Form des Kandidaturverzichts und der Empfehlung für Harris nur schriftlich. So sagen es die Gerüchte. Selbst falls er sich von Corona in Isolation erholt, stünde einem aktuellen Video schließlich nichts im Wege.

Ich glaube das eigentlich 😉 nicht!

Wenngleich dieses Gerücht einen kolossalen Reiz für Spekulationen bietet (spekulieren macht halt Spaß). Und für Hollywood-Thriller ist so etwas sowieso bestens geeignet. Es kann aber genauso gut sein, dass Biden wegen seiner Demenz eventuell aufs Gesicht gefallen ist und nun ein paar Tage nötig sind, um die schlimmsten Blessuren ein wenig abklingen zu lassen oder sein Gesicht wieder schminktauglich zu machen. Oder dass er als Dementer von seinem Verzicht usw. gar nichts mehr wissen will und nun von seiner Familie eine gewisse Zeit zwangs-festgehalten und ihm eine andere Realität vorgegaukelt wird (wie man das ja mit solchen Erkrankten nicht selten macht). Nur so als Beispiele, meine ich. Also es gibt immer mehrere Möglichkeiten, da wäre es m.E. falsch, vom absurdesten auszugehen. Trotzdem: Seltsam (im Sinne von nicht normal) finde ich dieses Versteckspiel und die ausschließlich schriftliche Kommunikation schon, gerade angesichts der entscheidenden Wendungen.

Alles läuft im Grunde auf die Frage hinaus: Wer regiert wirklich seit ein, zwei Jahren die USA? Biden ist es sicher längst nicht mehr.

Es ist jetzt 7:50 Uhr: Bin wieder da und guten Morgen (für mich Abend) erst mal.

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Edit, 17 Uhr:

[Die republik. Kongressabgeordnete Lauren Boebert fordert ein Lebenszeichen]
[Spekulationen über Bidens Unterschrift]

Edit, 18:30 Uhr:

Sie haben ihn in einen Anzug gesteckt und für ein Statement morgen Abend schon mal nach Washington gekarrt: [ Er ist wieder da! 🙂 ]

Kleine Stichelei

Da bin ich mal zwei Tage/Nächte nicht bzw. kaum online und schon bewegt sich politisch allerhand. Trotzdem kamen weder der späte Verzicht Bidens auf die Präsidentschaftskandidatur, noch der Glaube, Vizepräsidentin Harris könne der Stimmung der Wähler in den USA einen Umschwung zu Links bereiten, überraschend – es wird nicht geschehen. Harris hatte schon einmal versucht, Präsidentin zu werden, wurde dafür aber auf dem Parteitag von den Delegierten der Demokraten heftig abgestraft. Warum sollte sich daran heute etwas ändern? Die Frau ist als Hardcore-Sozialistin so unbeliebt in den USA und im Rest der Welt wie ein Kropf. Schon mehrfach hatte ich geschrieben, einzig Michelle Obama könne den Wahlsieg der Republikaner ernsthaft gefährden. Ob es zu ihrer Kandidatur kommen wird, ist seriös heute nicht zu sagen; vieles spricht dagegen, einiges jedoch dafür – eine klare Aussage dazu wird von ihr bis jetzt verweigert; jede Spekulation wäre also nur ein Herumstochern im Nebel. Es gilt nach wie vor einfach die Tugend der Geduld: Abwarten und Tee trinken.

Eines fand ich allerdings richtig schön am Verzicht Bidens: Wir erleben unseren sogenannten „Qualitätsjournalismus” in reinster Blüte, denn noch wenige Stunden vor seinem Rückzug sagte der „Experte” Elmar Theveßen im ZDF (beim ZDF sitzt man in letzter Reihe), Joe Biden säße wieder fester im Sattel. Peng, Biden zeigte all den „Experten” das genaue Gegenteil. Realität schlägt Wunschdenken.

18:55 Uhr, guten Morgen! Gleich bin ich wieder auf dem Weg zur Arbeit. Diese kleine Stichelei musste aber unbedingt noch sein 🙂

Blick in die Glaskugel

Jenseits der 60 Jahre befindet sich jeder Mensch außerhalb der biologisch vorgesehenen Lebenserwartung. Das ist unstrittig. Wo genau eine solche Grenze liegt, also ab 30, 40 oder 50 Jahre, darüber wird seit Jahrhunderten diskutiert; mit 78 oder 82 hat man sie aber definitiv überschritten. Wie entwickelt sich ein solch alter Mensch? Was ist von ihm im Alter zu erwarten?

Da gibt es zwei Möglichkeiten, zwei Gleise, die ab einer bestimmten Weiche in zwei verschiedene Richtungen laufen. Die eine Schiene führt in die Senilität, in die Altersdemenz und die andere in Richtung Weisheit.

Bei den (noch) aktuellen Präsidentschaftsanwärtern der USA erkennt jedes Kind, dass Joe Biden sich auf der Reise „in den Sonnenuntergang” befindet, während Donald Trump in seiner ruhig gehaltenen Abschlussrede auf dem Parteitag der Republikaner ungewöhnlich milde Worte fand, die an Weitsicht nichts vermissen lassen und denen eben die Weisheit erkennbar inne wohnt. Auch wenn sie eine kommende Konfrontation der USA mit China beinhalten, die m.E. fatal wäre, so ist das Kommende – ohne hier und jetzt eine Schuldfrage zu stellen – rein faktisch seit Jahren nicht zu übersehen. Konkret als Bedrohung wird sich damit wahrscheinlich erst Trumps Nachfolger, James David Vance, beschäftigen müssen. Dieses Thema heute aber beiseite lassend, so sieht Trump die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den USA sowie in der westlichen Welt glasklar vor seinen Augen. Er bietet echte Rezepte und konkrete Vorgehensweisen an, ihnen zu begegnen. Die linken Psychopathen und Extremisten werden natürlich wütend um sich schlagen, doch so laut sie auch aufschreien, sie waren und sind eine kranke Minderheit. In den USA genauso wie bei uns.

Nun, was wären die Kernpunkte einer weisen Politik? Dazu zitiere ich Jokob Fröhlich von „Tichys Einblick”, der die anderthalbstündige Rede Trumps mit folgenden Punkten zusammenfasst. Trump sagte:

Wir werden keine Länder zu uns lassen, die uns die Arbeitsplätze wegnehmen und unsere Nation ausplündern (zum internationalen Handel).

Keine Steuern auf Trinkgelder (zur Entlastung der Mittelklasse).

Wir wollen unsere Geiseln zurück. Und sie sollten besser zurück sein, bevor ich mein Amt antrete. Sonst werden sie einen sehr hohen Preis zahlen (zur Hamas).

Stoppt die Invasion, schließt unsere Grenzen (zur Einwanderung).

Bohre, Baby, bohre (zur heimischen Ölindustrie).

Wir werden keine Männer mehr im Frauensport zulassen (zur Transgender-Politik der Biden-Administration).

 

Donald Trump lobte insbesondere Victor Orban.

Dazu ergänze ich; dessen Friedensinitiative angesichts des Krieges in der Ukraine im gleichen Maße weise und beispielgebend für eine neue europäische Außenpolitik steht. Auch Orbans Standhalten gegen die aggressive Einflussnahme der sog. Wokeness innerhalb der irrsinnig gewordenen EU und die Bewahrung der kulturellen Identität Ungans stehen hier lobenswert ganz vorne. Die Politik Orbans wird sich auf lange Sicht zweifelsohne in Europa durchsetzen. Die jetzige EU befindet sich hingegen in ihrem Niedergang. Ob sie reformiert werden kann oder eine Neugründung erfahren wird, ist heute ungewiss; ein „Weiter wie bisher” wird es in wenigen Jahren allerdings nicht mehr geben.

Nunja, diese Einschätzung ist heute nicht mehr als eine Schwurbelei über die Bilder in der Glaskugel eines unbedeutenden für den Mindestlohn tätigen Zeitgenossen – und doch, die Bilder sind unübersehbar: Die Zeit der links-grünen Wokeness des westlichen dekadenten Salon-Sozialismus ist gottlob vorbei. Was wir heute erleben, sind die letzten Zuckungen, ein Aufbäumen, ein Glaube an den Endsieg, wie ihn jede Sekte in ihrer Endphase erlebt. Die reale Gefahr besteht, dass diese Sekte am Ende ihres Seins noch alles zerstört und mit sich in den Abgrund reißt, doch Donald Trump, J.D. Vance und Victor Orban sind als führende Köpfe in der Lage, uns vor dieser Götterdämmerung zu beschützen.

Wir werden sehen. Es kann auch immer alles anders kommen als gedacht. Glaube ich zwar nicht, falls aber doch, so wären die Bilder meiner Glaskugel nichts anderes als Spiegelbilder der eigenen Altersdemenz.

Wie siehst du es? Was wird in den nächsten Jahren auf uns zukommen?

Sommer

Inneres ich: „Wat is? Wo bleibste heute? Nu mach ma hinne!”

Jaja, bin schon hier. Gibt aber nichts Neues. Ein paar nette Unterhaltungsfilme habe ich mir angeschaut, doch wenn ich am nächsten Tag angestrengt überlegen muss, was es denn nun genau war, das ich gesehen hatte, dann wird klar, dass sie eine ausführliche Rezension wohl eher weniger wert sind. Was nicht heißt, dass sie schlecht wären oder dass ich sie nicht mochte; ich fühle mich dahingehend wohl schon ziemlich bidig (opahaft). Oder präsidial oder wie auch immer – however-anyway-mäßig 🙂

Gleich gegen 11 Uhr gehe ich Quark und Käse kaufen (keine Ahnung, warum ich darauf seit Wochen so abfahre), danach mit meinem Nachbarn ein Stündchen spazieren, dann muss ich noch 3 E-Dampfen wickeln, was ich ständig aufschiebe, da es Überwindung kostet, mich daran zu setzen (hatte ich jüngst schon hier erklärt) und dann schaun wir mal, ob ich noch etwas zu schreiben habe.

Inneres Ich: „Was für’n Leben!”

Naja, im engen Fokus vielleicht. Erweitere ihn um ein, zwei Tage, dann siehst du, dass dein zugehöriger Körper sich am Wochenende wieder auf den Arbeitsweg begibt.

Also genieße auch du, liebe Leserin und lieber Leser, das schöne Sommerwetter, Sonntag ist es schon wieder vorbei. Kaum isses da, schon isses wieder wech. Bleibt der Klimasekte keine Zeit für hysterische Angstmeldungen.

Inneres Ich: „Die sind sowieso im Urlaub.”

Stimmt auch nu’ wieder. Na dann, ade erst mal.

Rest In Peace

Och, wie schade. Ein emotionales Tränchen verklärter Vergangenheit trübt meine Sicht und lässt mich kurz übers Auge wischen: Meine uralte externe Festplatte, ein für heutige Verhältnisse riesiger schwerer Klotz in der Größe einer flachen Zigarrenkiste, hat ihren Geist aufgegeben. Rest In Peace! Sie benutzte ich bis jetzt immer noch für die Datensicherung diverser eher kleiner Dateien, also keine Filme usw., wozu sie am Linux-Netzwerkrechner quasi so nebenher angeschlossen war. 750 GB, betrieben mit einem separaten schon vor Jahren durch ein neues ausgetauschtes 12-Volt-Netzteil, das war im Jahre 2000 eine kaum vorstellbare Größe für einen Wechseldatenträger. Sogar mehr passt heute bereits auf eine recht billige Mini-SD-Karte. Daran sieht man die wahnsinnige Geschwindigkeit der technischen Entwicklung. Nun gut, 24 Jahre ist auch schon eine gewaltige Zeit. Es spricht gleichsam für die hervorragende Qualität zumindest damaliger Produkte von „Western Digital”.

Inneres Ich: „Was ist denn kaputt an ihr?”

Sie startet nicht mehr. Es hat sich in den letzten beiden Wochen bereits angekündigt, da lief sie manchmal an und ein andermal eben nicht. Es wurde zur Glückssache. Seit gestern bewegt sich endgültig nichts mehr. Auch mit einem alternativen Netzteil nicht und auch ohne irgendwo angeschlossen zu sein nicht. Strom hat sie (Leuchtdiode), allein es fehlt der entscheidende Schubs, damit sich die innere Platte dreht. Das dauerte übrigens immer knapp 3 Sekunden, bevor sie aus ihrem Ruhemodus erwachte. Auch das ist für heutige Verhältnisse natürlich viel zu lange, hat mir aber nie etwas ausgemacht, im Gegenteil, denn im Geiste munterte ich sie bei Bedarf stets mit freundschaftlichen Worten auf: „Nun komm schon, altes Haus, ein klein wenig Bewegung tut dir bestimmt gut.” Man ist ja manchmal arg bescheuert, wie leicht technischen Geräten eine Seele eingehaucht wird, nicht wahr?

Jetzt ist also ihr Ende gekommen – und nein, mir kam nicht der Gedanke, sie draußen unter einem Strauch zu beerdigen.

Inneres Ich: „Was machst du denn mit ihr, mit der Leiche eines ehemaligen HighTech-Gerätes? Entsorgen?”

Nein, das nu’ auch wieder nicht. „Erst mal” kommt sie in einen Kramkarton, vielleicht baue ich sie ja irgendwann auseinander und schaue, ob sich damit noch spiel- und lerntechnisch etwas anfangen lässt. Falls nicht, zerstöre ich dann mechanisch die metallene Platte rabiat und für immer.

Tja, so ist es, alles vergeht, nichts bleibt ewig. – Bis auf die Küchenuhr 🙂

Das Ende der Presse- und Meinungsvielfalt?

Sie wissen, dass sie nur noch ein Jahr an der Macht sein werden. Daher hauen sie nun alles raus, was sie noch können. Das politisch rechte Magazin „Compact” wurde heute von Nancy Faeser verboten.

Was kümmert es mich, denken wohl die meisten Leute achselzuckend. Sind ja eh nur Nazis, so plappern sie dem medialen Gleichklang von Tageschau & Co. nach. O nein, das politische Spektrum reicht in einer funktionierenden Demokratie von links bis rechts. Demokratie bedeutet, andere Meinungen als die eigene zuzulassen, auszuhalten.

Boris Reitschuster schreibt in seinem überaus lesenswerten Artikel u.a. dazu:

Ohne jede Gleichsetzung sei an dieser Stelle an ein Zitat des Pfarrers Martin Niemöller über die NS-Zeit erinnert:

“Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.

Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.”

Jeder von uns kann morgen der Nächste sein. Ein unvorsichtiger Kommentar im Internet reicht. Oder die Denunziation eines Nachbarn, dass er das falsche Lied singt. Wollen Sie in so einem Gesinnungsstaat leben?

 

Die Hervorhebung (Fettschrift) stammt von mir. Weiter schreibt Boris Reitschuster:

Dem großen Denker Voltair wird folgender Ausspruch zugeschrieben – es ist wohl kein wörtliches Zitat, trifft aber völlig seine Denkweise: “Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.”

Genau diesen Ausspruch mache ich mir auch zu eigen. Gerade weil – und nicht obwohl – ich ganz andere Ansichten als Elsässer habe, kämpfe ich dafür, dass er seine Meinung sagen darf.

 

Exakt so denke ich ebenfalls und sehe die Gefahr einer links-grünen Diktatur, falls die Mehrheit von uns diesen Angriff auf die freie Meinungsäußerung lethargisch geschehen lässt.

Auch sehr lesenswerte weitere Artikel: Tichys Einblick, „Politische Willkühr ersetzt den Rechtsstaat”; NiUS, „ARD will ‘Meinungsfreiheit’ zum Unwort des Jahres machen”.

Inneres Ich: „Was kann man denn dagegen tun?”

Viel! Klar und deutlich öffentlich und privat seinen Unmut gegen das Verbot äußern. Bei der kommenden Bundestagswahl jene Parteien wählen, die sich eindeutig gegen das diktatorische Vorgehen von Links-Grün wenden.

So, nachher muss ich zur Nachtschicht, konnte aber tagsüber einfach nicht mehr als 3 Stunden Schlaf finden, denn ich hatte vergessen das Telefon und die Türklingel auszuschalten. Der einzige Nachteil, wenn man Parterre wohnt; sämtliche Lieferdienste für die Nachbarschaft meinen, bei mir klingeln zu müssen und die Pakete abgeben zu können. Geht halt schneller so für sie 🙁 Und vom Telefon will ich ja gar nicht erst anfangen, nicht wahr? Das kennste sicher selber.

Aber ich möchte nicht negativ enden, denn eigentlich ist meine Laune hervorragend: Der Fitzek-Roman ist nämlich der helle Wahnsinn! Wenn die Augen kommende Nacht nicht körper-zwangsbedingt zufallen, verspricht’s im Dunkel der Nacht wieder ein schauriges spannend-skurriles Leseerlebnis 🙂