Miss Germany

Mir war und ist die Wahl zur „Miss Germany” sowieso völlig wumpe, doch die Aufregung bei den jüngeren Zeitgenossen über die aktuelle Miss Germany kann ich schon gut nachvollziehen. Eine fast 40-jährige Iranerin ist Miss Germany? Ob jemals eine Bio-Deutsche auch Miss Iran werden könnte? Jaja is’ klar, gibt’s im Mullah-Land sowieso nicht; aber selbst später, wenn es dort irgendwann vielleicht erlaubt werden sollte? Der Wettbewerb bräuchte einfach nur einen anderen Namen, dann wäre alles wieder gut. „Miss Vielfalt” oder so. Ich meine, die Kritiker der diesjährigen Wahl sollten eigentlich froh sein, dass kein Mann zur Miss Germany gewählt worden ist, nicht wahr?

Regen

Jetzt gerade im Moment ist es noch Montag, der 26. Februar. Eigentlich gehört dieser Eintrag – für mich – noch zum Montag, mein Frühstück ist vielleicht eine halbe Stunde erst her. Am gestrigen späten Abend (also heute Mittag gegen 14 Uhr) hatte ich keine Zeit, da ich den angenehmen Besuch in meinem Küchenerker genoss. Die Aussicht im Erdgeschoss ist bekanntlich toll, darüber habe ich ja schon genug geschrieben, doch heute gab es nur den kompletten Tag lang ohne Unterbrechung das Platschen der Regentropfen in die großflächigen Pfützen zu bestaunen. Wer kann, bleibt drinnen. In der übrigen Zeit, da ich alleine war, hatte ich die drei Rollos die meiste Zeit zugezogen: durchgehender Regen ist kein beschaulicher Anblick. Es gab auch kaum Betrieb unter den gefiederten Gesellen. Sie kamen zwar, aßen schnell und flogen wieder davon, doch wahrscheinlich kauerten sie mit in den Federn versenkten Köpfen in irgendwelchen regengeschützten Ecken und harrten auf das Ende der sintflutartigen Gottesbestrafung und auf Noah, der ihnen ein trockenes Plätzchen im Bauch seines Rettungsschiffes zuweisen würde. Nun, die Arche kam nicht, der Regen hörte dann abends auf, doch da war es schon wieder dunkel und die Vogel-Schlafenszeit hatte begonnen.

Ein Tag zum Abstreichen auf dem Kalender, der überflüssig war wie ein Kropf und hoffentlich in Vergessenheit gerät. Bemerken Fische eigentlich den Regen? Und falls ja, was halten sie davon? Würde solch ein Dauerregen ihre Evolutions-Gene triggern und sie in Versuchung geraten, kurze Landausflüge zu unternehmen? Der neue Mensch und so.

Den prasselnden Regen über Stunden hinweg zu beobachten, das fördert allerhand philosophische Gedanken vom Sinn und Sein, das muss man diesem Wetter ja lassen. Es gibt sogar Sender fürs Internetradio, die ohne Unterbrechung rund um die Uhr das Geräusch von Regen zur Entspannung senden. Jajaja, ‘s gibt schon komische Menschen, wat 🙂

Kein Geld von Nazis!

Man hört und sieht sie wie Pilze, die aus dem Boden sprießen, die Hinweisschilder vor Marktständen und Geschäften, dass Nazis unerwünscht seien. „Kein Brot für Nazis” zum Beispiel. Sehr lobenswert findet auch Thilo Schneider diese Aktion der Bäckerei „Karlchens Backstube” (original mit angedeutetem Deppenapostroph) und stellt ein paar zwingend notwendige Fragen hierzu. In den Kommentaren zu seinem Artikel wurde ich – da ich bisher über solche Aktionen nie wirklich nachgedacht habe – erst auf die logischen Konsequenzen aufmerksam, denn wenn „wir alle” solche Aktionen dem Wesen nach gutheißen, weshalb fordern dann nicht Kirchen oder die GEZ ebenfalls „Kein Geld von Nazis”? Das wäre doch mal eine weitgreifende Aktion, nicht wahr? Also stelle dir einmal vor, die GEZ würde den Rundfunkbeitrag allen Nazis zurückzahlen oder zumindest ab dem Bekenntnis „Ich bin ein Nazi” nicht mehr von ihnen erheben. Oder der Staat: Es würden deine kompletten Steuern erlassen werden, da die grün-linke Regierung als moralische Instanz und Vorreiter des einzig wahren Guten sämtliches Geld von Nazis empört zurückweisen würde. In einem solchen Fall wäre ich sofort ein bekennender Nazi, ich meine, wenn ich sowieso andauernd als Nazi beschimpft werde, na, dann bitteschön – was meinst du, wie viele Nazis wir plötzlich im Lande hätten? Leider, leider lassen sich der Staat, die Kirchen und der öffentlich-rechtliche Rundfunk aber reinen Gewissens auch weiterhin von Nazis bezahlen.

Nickerchen

Huch, da war ich doch glatt letzte Nacht auf dem Sofa eingeschlafen. Nur mal ebkes für ein paar Minuten hinlegen, so die Idee. 5 Stunden später tauchte ich aus einer erlebnislosen Zeitreise wieder auf. Du schaust auf die Uhr, sie zeigt 3 Uhr in der Nacht und im nächsten Augenblick ist die Uhr um 5 Stunden vorgesprungen. Schon irre, was?

Nachlässigkeit

Seit 29 Jahren bewege ich mich fast täglich im Internet. Da sollte man eigentlich jeden Betrugsversuch kennen. Kenne ich ja auch, doch mit der Zeit hält die Schludrigkeit Einzug. Dinge, die beinahe automatisiert ablaufen, werden zusehends unbeachtet durch das Innere Ich erledigt. Nun hatte es vor etwa einer Woche ein Mal nicht aufgepasst:

Eine Mini-Software (neudeutsch: Applikation oder kurz App), die ich der Bequemlichkeit halber kurz benötigte und anschließend wieder löschte, lud ich von einer Webseite der ehemaligen Computer-Fachzeitschriften, die sich alle schon längere Zeit als bloße Werbeträger für Hersteller missbrauchen lassen, kostenlos herunter aber klickte zu schnell auf „weiter”, „weiter” usw., ohne die Installation manuell durchzuführen. Die geneigte erfahrene Leserin und ebendieser Leser weiß natürlich, was langsam folgte 🙂

An den ersten beiden Tagen lief alles seinen gewohnten Gang. Dann wurde der Seitenaufbau diverser Internetseiten spürbar langsamer. Den Höhepunkt bildete ein traniges schleppendes Verhalten des gesamten Rechners. Wie gut, dass ich nicht einen schnellen Rechner besitze, der genug Rechenleistung aufbringt, um den Geschwindigkeitsverlust auszugleichen, sondern zwei, manchmal drei, langsame Rechner betreibe, die einzeln bereits bei drei oder vier gleichzeitigen Arbeiten zu ächzen beginnen, parallel betrieben aber im Ergebnis den schnellen Maschinen oft gleichwertig sind. Denn dadurch bemerkte ich die versteckt im Hintergrund installierte und nun täglich forscher arbeitende Malware recht früh. Es war ein sogenannter „Optimizer”. Das letzte Mal, dass mir so etwas passierte, ist bestimmt 15 Jahre her, wenn nicht länger.

Quintessenz: Trotz allen Wissens und einer „eigentlich” kompetenten Routine, können sich die blödesten Fehler nach wie vor einschleichen. Nun war es keine wirklich bösartige Malware, eher eine lästige, weil sie sich immer wieder neu installieren wollte und erst nach einer Änderung in der Registrierung dauerhaft entfernt werden konnte, aber immerhin: wäre sie bösartig gewesen, und hätte sie die Kontrolle über den Rechner übernommen, so wäre sie wohl nur durch eine Komplett-Neuformatierung des Rechners zu entfernen gewesen. Und das zeigt auch die Antwort auf die Frage, wieso die simpelsten Methoden ihrer Verbreitung immer mal wieder Erfolg haben: man passt im Alltag und bei langweiligen Arbeiten einfach nicht mehr ausreichend auf.

Bluetooth-Steuerung

Ha! Es war mir zu unbequem, mit dem Fußschalter und den Reglern auf der Sofa-Armlehne die Soundanlage hinterm Vorhang fürs Küchenradio (und für andere Bluetooth-Geräte) zu bedienen. 30 Euro für ein Höckerchen/Schränkchen bei Amazon investiert und siehe da. Es verrutscht nichts, der anthrazitfarbene Filz-Unterleger ist mit doppelseitigem Klebeband auf dem Beistelltischchen fixiert und der Fuß klemmt das weiße Stromkabel ausreichend fest auf ihn 🙂

Was man fotototechnisch wegen des Blitzlichts nicht sehen kann, ist der tolle Schattenwurf der Figur im Normallicht. Dazu bediene dich einfach deiner Fantasie.

Klick aufs Bild = größer. Jetzt gleich geh ich zur Arbeit. Bis übermorgen.

Serientipp: „Constellation”

Inneres Ich: „Oh, das ist eine Serie genau nach deinem Geschmack.”

Ende zweite Folge: Die Mutter ruft „Wo ist sie?” und bückt sich zu ihrem um die zehn Jahre alten Kind. „Hast du sie denn nicht gesehen?” „Wen?” fragt das Kind. „Dich! Komm, wir müssen los!”, schreit Mutter durch die geöffnete Haustür einer Blockhütte hinaus in den Schneesturm. „Wir müssen sie suchen!” „Wen?”, antwortet die Tochter voller Verzweiflung. „Komm schon! Es ist zu kalt, sie erfriert, wir müssen sie suchen”, treibt Mutter sie an und zerrt sie hinter sich her nach draußen in die frostige nordische Nacht. „Aber wen denn?”, ruft erneut flehentlich die Tochter. „Dein anderes Ich”, antwortet die schon im Laufen befindliche Mutter …

Die ersten drei Teile der neuen Apple-Serie „Constallation” sind verfügbar. Für die anderen fünf muss ich nun je Teil eine Woche warten. Das ist grausam! Denn die Serie gefällt mir bis jetzt außerordentlich gut. Spannend von der ersten bis zur letzten Sekunde. Gebannt saß ich vorm Monitor und bemerkte nicht, wie die Zeit verrann. Genau darum ging’s auch bis jetzt: Ein wissenschaftliches Experiment auf der ISS, ein Unfall, eine Notevakuierung mit zwei Sojus-Kapseln und äußerst merkwürdige Dinge im Erleben der Astronautin mit dem Zeitverlauf. Und ich ahne nicht im Geringsten, was da wohl hinterstecken mag, was jetzt noch kommt.

Inneres Ich: „Du hast ja noch eine Episode!”

Genau! Deshalb bin ich nun auch wieder raus aus dem Internet und dem Tagebuch. „Lass mich! Ich muss jetzt gehen!” „Wohin?” „Bin des Rätsels Lösung auf der Spur …”

Wieder Kriegslust in steigender Intensität

Fernsehen gucke ich bekanntlich nicht mehr. Seit 2017/18 übrigens. Als begeisterter Radiohörer und Internet-News-Konsument bekomme ich aber schon mit, was in den Hauptmedien insbesondere der „Tagesschau” gesendet wird. Es fällt seit diesem Jahr, seit 2024 also, auf, wie extrem sich die Hauptmedien verändert haben. Die Veränderung wurde durch den Hyper-Moralismus seit 2015 langsam spürbar, aufgefallen war sie mir aber schon vorher, nämlich seit der Finanzkrise 2007, als Steinbrück und Merkel in der Tagesschau durch einen gemeinsamen Auftritt die Bürger beruhigten. Ihre Angst, dass am nächsten Tag die Leute ihre Sparguthaben von der Bank abholen würden, was den Zusammenbruch des Bankenwesens auch hierzulande zur Folge gehabt hätte, war so gewaltig, dass sie nicht um die Vergabe von medialen Beruhigungspillen umhin kamen.

Danach gaben sich die Flüchtlingskrise, Coronakrise, Klimakrise, Energiekrise, Wirtschaftskrise – und seit diesem Jahr eine seltsame Kriegslust ein Stelldichein. Noch 2012 schrieb ich hier ins Tagebuch, ein europäischer Krieg sei heutzutage nicht mehr möglich, wenn, dann bräche ein 3. Weltkrieg in Asien aus und wir drohten höchstens durch eine Verstrickung daran teilzunehmen. An einen konventionellen Krieg mit all seiner Zerstörung mitten in Europa glaubte zu diesem Zeitpunkt niemand. So etwas war schlicht nicht vorstellbar. Genau das hat sich überraschenderweise in einer ungeahnten Geschwindigkeit verändert.

Überall wird zunehmend völlig offen von der Notwendigkeit eben eines solchen Krieges in Europa geredet. Wir rüsten auf, was das Zeug hält. Auf der Münchener Sicherheitskonferenz wurde erstmalig davon gesprochen, ein Atomkrieg sei durchaus möglich, wenn er nur mit kleineren Atombomben geführt werde, und es wurde von mehreren Vortragenden sogar behauptet, ein solcher Krieg sei gar nicht schlimm, lediglich unsere Angst davor sei irrational groß. Vor wenigen Jahren galten solche Meinungen in der Politik als absolutes Ausschlusskriterium für die vortragenden Politiker und Wissenschaftler; es hätte als Skandal deren berufliches Ende bedeutet – heute werden diese Leute gefeiert.

Die Hauptmedien bereiten den Boden vor, indem sie die Bevölkerung für die Notwendigkeit eines Krieges mental vorbereiten. Die Kriegsbegeisterung wird sich also in der nächsten Zeit noch steigern. Wenn man die Hysterien der vergangenen Krisen dabei zu Grunde legt, kann man sich leicht ausmalen, welche Kriegsbegeisterung die Folge sein könnte. Persönlich hoffe ich auf die rechtzeitige Abwahl unserer Regierung und auf korrigierende Eingriffe in den Hauptmedien, damit diese neuerliche Krise, die Kriegslüsternheit, noch abgewendet werden kann. Das wäre aber nicht vor 2025 möglich und bis dahin fließt eine Menge Wasser den Rhein herunter, wie man so schön sagt. Ich darf gar nicht daran denken, was noch alles geschehen kann, um die Opposition mundtot zu machen. Wer weiß heute mit Sicherheit, ob es überhaupt im nächsten Jahr eine demokratische Bundestagswahl geben wird?

In gewisser Hinsicht sehe ich beinahe täglich mehr Parallelen zum Jahrzehnt vor dem 1. Weltkrieg – mit dem Unterschied, dass heute alles erheblich schneller abläuft: Entwicklungen, die früher ein Jahr brauchten, geschehen jetzt in Wochen. Alles hat sich ungeheuer beschleunigt, was eine gesicherte Zukunftsprognose unmöglich macht.

Wir sind es, die Bürger dieses Landes und des Kontinents, die entscheiden, wie wir in Zukunft leben wollen. Wir haben es in der Hand, welche Regierung uns führt. Wieso lassen wir uns in der aufgeklärtesten Epoche aller Zeiten von den dummen Medien dermaßen beeinflussen und sogar wieder und wieder in Hysterie versetzen? Die Bilder, die wir alle in der Schule sahen, als Soldaten begeistert in die Züge stiegen, die Waggons beschriftet mit „Auf nach Paris!” und dergleichen, diese Bilder waren den nachfolgenden Generationen angesichts des folgenden Gemetzels unbegreiflich fremd. Man schüttelte die Köpfe und konnte die außer Rand und Band geratene Kriegshysterie nicht mehr verstehen. Und heute erleben wir das Anbahnen gerade dieser Dinge erneut. Mehr und mehr Menschen sehnen sich regelrecht wieder nach Krieg. Was ist bloß los mit den Leuten?

Serientipp: True Detecktive – Night Country

Hachja, erst einmal musste ich dringend die 4. Staffel „True Detective” zu Ende schauen.

Inneres Ich: „Und? Wie fanst’es so?”

Tja, eigentlich bin ich der Falsche, den man dazu fragen kann, denn ich sehe diese Serie komplett gegensätzlich als fast alle anderen Filmkritiker. Allgemein wird überall geschrieben, die 1. Staffel sei mit Abstand die Beste gewesen und die 2. Staffel die schlechteste (auch dieses „mit Abstand” wird überall unterstrichen). Das möchte ich so nicht stehenlassen, denn für mich war die 2. Staffel die – Achtung: mit Abstand – beste Staffel, gefolgt von der neuesten 4. Staffel. Denn in der 2. Staffel wurde eine gelungene morbide Grundstimmung erzeugt, die ich ähnlich empfand wie bei Taylor Sheridans Serie „Mayor of Kingstown”. Die 4. Staffel nun verbreitet ebenfalls eine fremdartige Grundstimmung, ein Gemisch aus Morbidität und Mystik. Eher an ihren Leben bzw. an den Berufen gescheiterte Personen geben sich vor dem Hintergrund einer angedeuteten nordischen Sagen- oder Mythenwelt ein Stelldichein. Diese morbiden Atmosphären der 2. sowie der 4. Staffel machen für mich das Besondere dieser Serie aus, nicht aber der vordergründig geschilderte Kriminalfall.

Betrachte ich die Staffeln nur rein logisch, so müsste ich den Kritikern zustimmen: der Mordfall der 1. Staffel ist komplexer als alle anderen der weiteren Staffeln. Ich befürchte aber, dass beispielsweise das Lob der 1. Staffel allein der Sensationsgier für das Böse geschuldet ist (ähnlich wie bei „Hannibal Lecer”), das der 3. Staffel hauptsächlich mit dem Rassismus der amerikanischen Südstaaten zu begründen ist und das den Zuschauern zeigen soll, wie er sich bis in die 1960er Jahre aufrecht erhalten konnte. Das große („mit Abstand”) Lob scheint mir also vornehmlich politisch begründet zu sein. In der nun 4. Staffel wird erneut dasselbe Muster verwendet, allerdings tauscht der Rassismus als Grundtenor mit der Mystik, die heutzutage ebenfalls modern und angesagt ist, seinen Platz. Natürlich sind die wirklich Bösen die Kapitalisten, deren Firma mächtig und unangreifbar erscheint, da Politik und Polizei allesamt von ihr gekauft wurden und sie ihr Geld auf Kosten der Ureinwohner erzielen kann. In dieser Hinsicht bleibt die Intention genauso billig wie bei der 3. Staffel, in der letztlich ebenso alle Menschen von der Macht eines bösen reichen Plantagenbesitzers, Industriellen und Lokalpolitikers korrumpiert wurden. Also insgesamt wird bei „True Detective” immer penibel darauf geachtet, einem modernen, woken, linken Publikum genug Stoff zu bieten, der ihre naive Schwarz-Weiß-Weltsicht untermauert.

In der 4. Staffel tritt dies aber klar in den Hintergrund und es wird vielmehr versucht, das Publikum der angesagten Mystery-Serien und Filme zu unterhalten. Das ist gar nicht schlecht gemacht, finde ich, da damit nicht übertrieben wird. Obwohl dies arg auf Kosten des Kriminalfalls geht, denn hierzu fehlt der Staffel eine Menge. Fast erscheint das Ende bzw. die Auflösung wie zum Schluss einfach mit einem Hefter angetackert. Viele Dinge bleiben im Dunkel oder einfach unerwähnt, was mein Interesse an dieser Staffel nicht befriedigt. Aber – es folgt ein großgeschriebenes ABER – die 4. Staffel punktet enorm durch ihre Schauspieler und durch die wunderbaren Bilder einer dunklen Eislandschaft am Polarkreis. So etwas habe ich dann bisher auch noch nicht gesehen. Es fasziniert und erklärt schließlich die allgemeine Depression der Menschen des Nordens. Ein halbes Jahr ohne Sonnenlicht, das macht schon etwas mit denjenigen, die jahrelang dem ausgeliefert sind. Natürlich: es ist Hollywood und die Serie ist für ein westliches Publikum erschaffen, da wird auf das Seelenleben der Ureinwohner kein bisschen eingegangen. Nur von unserer westlichen Zivilisation assimilierte Hauptdarsteller der Ureinwohner dürfen vorkommen, echte Ureinwohner bleiben Statisten, die lediglich den Rahmen der Geschichte ausschmücken. Naja, schaue dir diese 4. Staffel selber an, sie lohnt allemal.

Abschließend die Gesamtbewertung der Staffeln aus meiner Sicht in „Georg-Punkten”:

Staffel 1 = 7 Punkte
Staffel 2 = 9 Punkte
Staffel 3 = 7 Punkte
Staffel 4 = 8 Punkte

Podcast-Tipp: Die Sonntagsrunde beim Kontrafunk

Heute Morgen zufällig im Radio gehört. Kontrafunk, die Sonntagsrunde. Eine Stunde Leidenschaft pur mit Gloria Thurn und Taxis, Peter Hahne und Burkhard Müller-Ullrich. Das mit Abstand Beste, was ich seit Monaten gehört habe. Klartext vom Feinsten. Ein unbedingter Podcast-Tipp.

Kannst du hier streamen oder runterladen. Beides ist zu empfehlen. Sensationell, glaube es mir, das musst du einfach hören!

Herdentiere

Unfassbar! Unsere Regierung bekommt es nicht einmal auf die Reihe, einen Haushalt ordentlich zu verabschieden aber bürgt seit vorgestern für die Ukraine und Selenskyjs korrupte Regierung. Nicht nur, dass Deutschland für diese Bürgschaft keine Gegenleistung bekommt (Gasleitungen öffnen zum Beispiel), nein, wir als Bürgen bezahlen auch noch Milliarden Euro dafür. Wie irre ist das denn? Für einen Krieg, der uns überhaupt nichts angeht. Für eine Zukunft der Ukraine, die heute nicht ansatzweise absehbar ist. Für eine nicht bezifferbare Summe, die von den ukrainischen Oligarchen eingesackt wird. Ohne jede Begrenzung, ohne Kontrolle. Eine solche Bürgschaft ist nicht nur dumm, sie ist auch ungeheuer frech, da keine Bürger, die dieses Geld ja nun bezahlen, gefragt wurden. Es interessiert die Damen und Herren der Ampel einfach nicht, ob sie damit einverstanden sind. So sieht das Demokratieverständnis der Regierung „Schützt unsere Demokratie” in Wirklichkeit aus. Wie gesagt: es ist unfassbar!

Apropos Demokratieverständnis. Bundeskanzler Scholz hat durch sein Veto verhindert, dass die durch dubiose Machenschaften geschasste und nach oben aus dem Fokus weggelobte Ex-Verteidigungsministerin und heutige EU-Kommissionspräsidentin, von der Leyen, den von ihr angestrebten NATO-Vorsitz als Generalsekretärin bekommt; und schon äußert sich die gute Frau, dass sie dann aber wenigstens gerne weitere 5 Jahre erneut die EU-Kommission anführen wolle. Wieder wird kein Bürger über diese Personalie gefragt (die EU-Kommission wird nicht durch das gewählte EU-Parlament, sondern hinter verschlossenen Türen in Geheimverhandlungen von den Regierungen ernannt).

Dem gemeinen Tagesschau-Gucker sind diese undemokratischen Vorgänge völlig egal. „Na, dann bürgen wir halt. Ist mir doch egal. Genauso was Flintenuschi will, sagt oder werden wird.” So in etwa zeigt sich die Stimmung der Normal-Bürger. Kein Wunder, ist er im Alltag doch schon reichlich überfordert durch die vielen Ablenkungsmanöver fürs Volk: von der Klimaapokalypse über die Corona-Grippen bis hin zum Genderwahnsinn. Das Volk wird mit albernen Themen medial vor der Hand beschäftigt, damit prima hinter der Hand die Demokratie abgebaut und fast der gesamte Kontinent umgebaut werden kann. Ob die Abschaffung des Bargelds, die krakenartige Erweiterung der Bürokratie, die zentimeterweise Aushebelung des Grundgesetzes (EU-Recht gilt angeblich vor nationalem Recht) oder das Einschnüren und die Umdeutung der Begriffe Freiheit und Demokratie – der Tagesschau-Gucker sagt: „Ich habe eh nichts zu verbergen, ich kann sowieso daran nichts ändern.” Fertig. Clever gemacht. Auch die Rinder trotten gemeinsam in den Schlachthof. Fortschrittlich und human ist jener Schlachter, der ihnen dabei eine angenehme Atmosphäre mit beruhigenden Klängen bietet. Ohne Ausschüttung von Stresshormonen soll das Fleisch bekanntlich besser schmecken. Wie sie, so gehen wir ruhig und geordnet gemeinsam in unser Ende. Das haben alle Herden-Lebewesen nun mal an sich. Die Begleitshow der Medien verhindert Stress und Streit auf diesem Weg – damit’s den Profiteuren besser schmeckt.

Wie mich dieses Desinteresse der meisten Leute ankotzt, die Weigerung, ihre von Gott gegebenen Gehirnzellen anzustrengen, um bloß nicht hinter die Dinge schauen zu müssen. Diesen Abscheu kann ich nicht einmal in Worte fassen. Mir könnte es ja egal sein, wäre es mir sogar vielleicht, wenn mein eigenes Leben davon nicht genauso betroffen wäre. Um das Verhalten einer Herde zu ändern, müssten einfach nur deren Leittiere ausgewechselt werden. Selbst wenn’s schwierig ist, so lässt sich jeder geschlossene Vertrag auch rückabwickeln. In diesem Sinne gehört die Ampel dringend abgewählt und Leute, die zu einer Rückabwicklung bereit sind, sollten uns aus allen selbstgemachten und vorgegaukelten Krisen führen. Dazu braucht der Tagesschau-Gucker nur an der betreffenden Stelle ein Kreuzchen aufs Papier zu machen. Ist das denn wirklich eine Überforderung? Lies ein paar Zeilen über das Grundsatzprogramm der Werteunion.