Nachtrag zum Thema KI-Musik vom letzten Sonntag. Thomas Foster, ein Musikproduzent, erklärt, wie brandneu was genau nun ist und wohin die Reise der KI-Musik wahrscheinlich geht. Im Grunde bestätigt er alles bisher Geschriebene aber geht viel intensiver auf das Thema ein. Sehr spannend! Vor allen Dingen seine Ausblicke in die nahe Zukunft. Und er stimmt zu, dass es in den verschiedenen Genres der Musik starke Unterschiede gibt, was die KI nun leisten kann und was (bisher) nicht. Er sagt zum Beispiel, er glaube nicht, dass die KI die Musik töten werde, sondern die Beliebigkeit. Die KI mache sichtbar, wer wirklich ein Künstler ist und wer bestehende Musik lediglich kopiert, was die KI natürlich wesentlich besser könne. Auch geht Thomas Foster ausführlich aufs Thema Geld ein, das, o Überraschung, für alles Kommende der entscheidende Faktor ist. Ein ausgesprochen interessantes nur 20-minütiges Video:
Lebensqualität
Gleich 14 Uhr. Das ist schon tolle Lebensqualität: Als ich mit der elenden Saugerei fertig war, schweißgebadet wohlgemerkt, danach „ebkes schnell” die Keramik im Bad geputzt hatte (Boden wischen ist morgen dran), brachte ich, noch gekleidet im Homedress (Schlabber-Jogginghose, ehemals schwarz, T-Shirt und aufgeknöpftes Hemd drüber zum Kaschieren lästiger Körperverformungen) meinen Biomüll zur Tonne hinterm Haus. Auf dem Weg im sonnigen Frühlingswetter hielt ich vor Nachbars offenem Fenster, er drinnen, ich draußen, Tässchen Tee auf der Fensterbank, Banänchen zwischen den Zähnen, dann erschien eine weitere liebe Nachbarin und schon verbrachten wir drei +/- ein halbes Stündchen in einem Stehcafé.
So erfuhr ich auch vom Tode Mario Adorfs. Das trifft einen schon ein wenig, denn wer hatte ihn nicht gemocht? Mit 95 Jahren zu Hause gestorben, das nenne ich dann ein ausgefülltes reiches Leben. Beneidenswert so etwas.
Ansonsten bleibt der Bio-Kopf auch weiterhin leer heute, kein „Weiterlesen-Link”, weil kurz genug, das herrliche Gefühl genießen, keine Krümel mehr mit den Socken aufzufangen und anderswo abzulegen, und die einzigen Gedanken, die langsam Gestalt annehmen und sich beginnen, in nuschelnden Selbstgesprächen mit dem Inneren Ich Ausdruck zu verleihen, sind: Wat mach’n wir denn ma‘ gleich Leckeres zu essen?
Verschwundene Musik
O wie schade, eines der drei Musikstücke, das hier (in der Desktopansicht) in der rechten Spalte drei Jahre lang verlinkt war, ist auf YouTube komplett verschwunden. Der wunderabre Cover-Song von Mitski Miyawaki, „Glide”, wurde gelöscht. Leider fand ich kein alternatives Video. Es gibt zwar noch das Original und ein paar andere Cover-Versionen, doch ihnen fehlt der für meine Begriffe wundersame Zauber, der nur dem nun verlorenen Song innewohnt. Klar, für mich selber hatte ich längst den Song als Video und als MP3-Datei gesichert, doch falls es Copyright-Gründe fürs Löschen auf YouTube gab, was ja wahrscheinlich ist, kann ich das Video nicht auf meinem eigenen YouTube-Kanal abermals hochladen. Also musst du leider – und jetzt kommt der „Weiterlesen-Link” 🙂 Weiterlesen
Lustig ist der Morgen
Wolfgang Herles über unseren Finanzminister Klingbeil heute Morgen bei NiUS: Ich dachte, ich höre nicht richtig. Jeder normale Mensch würde dafür heutzutage Strafe zahlen müssen, und trotzdem spricht Herr Herles den meisten Leuten im Lande, so auch mir natürlich, mit seinem wunderbaren Furor mitten aus dem Herzen. Hier kannst du ihn auf „X” ansehen. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, es aufzuschreiben: Weiterlesen
Neu – jetzt mit Weiterlesen-Link :-)
Oft werde ich kritisiert. Zwar weniger bis gar nicht in den Kommentaren, sondern viel mehr persönlich im wahren Leben sozusagen. Unter anderem wird mir von mehreren Menschen immer mal wieder gerne vorgehalten, ich würde zu ausschweifend schreiben. So viel Text zu sehen, wirke abschreckend und man würde sofort wegklicken. Nun, an meinem Wesen der Geschwätzigkeit kann ich nichts ändern, doch am „ersten Eindruck”, den habe ich gerade eben verändert. Durch den Link „weiterlesen” endet jetzt nach einem oder zwei Absätzen jeder Eintrag. Wer möchte, kann darauf klicken – oder eben nicht. Somit wird eine schnellere Übersicht gewährleistet. Findest du das gut oder nicht? Weiterlesen
Generation westdeutscher Boomer
Gestern wohnte ich überwiegend schweigend einer kurzen Unterhaltung alter Leute bei. Männer aus der westdeutschen Boomer-Generation. 60 plus. Dort wird sich genauso wie überall über das eklatante Versagen der Regierung aufgeregt. Alle Parteien bestünden nur aus Idioten, hieß es durchaus zutreffend, aber daraus wurde sodann eine irrwitzige Folgerung gezogen, dass es nämlich völlig egal sei, wer gewählt werden würde, da alle Parteien und Politiker gleich seien. Mensch, Merkel, dachte ich, was hast du uns da seit 2005 mit deiner unseligen Großen Koalition nur eingebrockt.
Man kennt diese Art von „Diskussionen” zur Genüge. Irgendwann warf jemand das Stichwort „AfD” ein, und danach ging’s kurz aber heftig so richtig los: „Die sind doch genau wie die anderen, auch die kriegen nichts hin!” Jemand fragte kleinlaut: „Sollte ihnen nicht wenigstens mal eine Chance gegeben werden, es besser zu machen?” Damit wurde die erhitzte kurze Debatte auf ihren Höhepunkt getrieben und Wutreden der Meinungsführer mit kopfnickender Unterstützung der Sekundanten folgten: „Nein, mit ihnen wird alles nur noch viel schlimmer …” Dann reihten sie die Stichworte aneinander, die von den KI-Medien täglich für solche Fälle als Argumentationshilfe dargeboten werden. Aus einem Anfang einer Diskussion, in der es zuerst nur um eine Bestandsaufnahme der politischen Lage ging, wurde im Handumdrehen ein Furor gegen die AfD, in dem sämtliche Lügen und Unterstellungen der letzten Jahre stichwortartig hinausgebrüllt wurden. Weiterlesen
Wirrwarr
Bei „Google Earth” werden bekanntlich nicht geklärte Ländergrenzen durch grau gestrichelte Linien angezeigt. Das ist natürlich nett gemeint von Google, damit wollen sie niemandem auf die Füße treten, weil wir haben uns ja alle lieb. Somit werden aber die Karten dermaßen unübersichtlich und verwirrend, dass zumindest ich doch kleinere Probleme mit der virtuellen Orientierung bekomme.
Wenn du dir diese Grenzen mal mit Verstand anschaust, siehst du, dass es ein eindeutiges politisches Ungleichgewicht in der geographischen Ausrichtung gibt. Während im Westen überwiegend anerkannte Grenzen bestehen (ununterbrochene graue Linien), ist fast der gesamte Osten ein einziges Strichel-Meer. Ganz Asien ist sich demnach uneins, wo die Länder eigentlich genau liegen, und selbst die Beschriftung z.B. die Landesbezeichnung für Russland ist von Moskau weit in den Osten gerutscht („Rette sich wer kann! Die Hunnen kommen!“), wodurch Russland nun ein recht kleines Land am äußersten östlichen Rand Asiens geworden ist (klick aufs obere linke Bild). Andererseits sind die pakistanisch-indischen Grenzregionen seit Jahrzehnten umstritten, was ein alter Hut ist, doch je nachdem, von wo aus du auf der Google-Karte diese Region betrachtest, gehören umstrittene Gebiete entweder zu Indien oder zu Pakistan. Selbstredend ist China dort auch nicht klar als China definiert. Das sind nur ein paar kleine Beispiele, du findest viel mehr solche verrückten Sachen auf den Karten. Weiterlesen
KI – Kunst, Poesie, Emotion vs. Kaufhausmusik
Letzte Nacht habe ich etwas für mich Neues entdeckt, was mich gleichermaßen erschreckt hat wie verblüfft. Und zwar KI-generierte Musik. Ich wusste aber anfangs nicht, dass es KI-Musik war, ich dachte, naiv wie ich nun mal bin, sie sei „echt”.
Ich war auf der Suche nach Einschlafmusik. Da ich ein großer Freund von smoothigem Jazz und Blues bin, fand ich plötzlich unzählige YouTube-Kanäle, die so etwas anboten – stundenlange Alben. Vor ungefähr ein bis zwei Jahren gab es so etwas noch nicht. Also hatte ich mir 3 Alben von insgesamt 6 Stunden Spieldauer als nur 3 MP3-Dateien heruntergeladen. Zwar wunderte ich mich, dass keine Interpreten genannt wurden, doch dachte ich nicht weiter darüber nach. Etwa so etwas. Als der Download in wenigen Minuten fertig war, hörte ich dort hinein. Es vergingen vielleicht 15 Minuten, dann hatte ich genug davon – warum? Ja, wie soll ich das jetzt beschreiben? Weiterlesen
GEZ: Österliche freche Drohung
Inneres Ich: „Na? Schnell noch etwas für die Feiertage einkaufen?”
O mein Gott, nein! Ich sehe vom Küchenerker ein Stück der Zufahrt zum Kundenparkplatz von Aldi und Edeka, das reicht schon, um beim vorösterlichen Bewegungsrundgang die entgegengesetzte Richtung einzuschlagen. Waren 4 Tage vorher nicht genug Zeit für Besorgungen?
Was ich ebenfalls ein wenig schräg finde: In der erweiterten Nachbarschaft sehe ich vom Küchentisch aus eine Wohnung, bei der die Jalousien komplett zugezogen wurden. Die Leute sind anscheinend im Osterurlaub. Aber warum zeigen sie das jedem potentiellen Einbrecher so überdeutlich an? Das wirkt wie ein Schild „Keiner zu Hause”. Wenn eh niemand da ist, brauchen die Jalousien nachts doch gar nicht zugezogen werden. Ich würde sie durchgehend offen lassen und zusätzlich ein Licht im Inneren an eine Zufalls-Zeituhr anstecken, was dann zu einer unregelmäßigen Beleuchtung führt und die Illusion, jemand sei zu Hause, perfekt erzeugt. Weiterlesen
Made in China
Also ich muss ja schon sagen, das schmale aber recht dicke und weiche transparente doppelseitige Klebeband, von dem ich letztes Jahr mehrere Rollen bei „AliExpress” in China gekauft hatte, erfüllt zum x-ten Mal hervorragende Dienste. Das gibt es auch bei Amazon für knapp 3 Euro, kann ich nur wärmstens empfehlen. Letzte Nacht habe ich eine Bodenleiste damit repariert. Es hatten sich zwei Nägel gelöst. Hämmern um 3 Uhr nachts wäre keine gute Idee gewesen und normales doppelseitiges Klebeband ist zu dünn, das hätte nicht gehalten, also klebte ich einen Streifen von diesem durchsichtigen Klebeband zwischen Leiste und Wand und voilà, perfekter Halt. Ich kann mich nicht erinnern, dass es früher ein solches Band gegeben hat. Dabei war ich Stammgast in den Baumärkten. Jedenfalls hatte ich es erst vorletztes Jahr zum ersten Mal überhaupt irgendwo gesehen. Weiterlesen
Ein noch ungelöstes Favicon-Problemchen
10 Uhr, Termine drängen mich hinaus in die Wirklichkeit. Daher muss ich nun meine Ursachenforschung für heute unterbrechen.
Inneres Ich: „Nu‘ ist aber auch mal gut, oder was? Der dritter Tag in Folge nix zu lesen hier? Man fragt sich, was du denn die ganze Nacht lang so treibst.”
Eine ganze Menge sogar. Zuerst hatte ich das gesamte Weblog abermals aufgeräumt und zum Teil neu sortiert. Dann hatte ich Stunden damit verbracht, hinter dem Geheimnis zu kommen, weshalb das schon lange geänderte „favicon”, das kleine Bildchen, das dein Browser beim Seitenaufbau anzeigt, sich partout nicht aktualisieren möchte. Für den Browser habe ich das Problem gelöst, im Feed-Reader bleibt es aber beim alten Favicon (die blaue Blume). Obwohl die XML-Feed-Datei das korrekte Bild verlinkt (das rote Herzilein). Der Cache des Servers, auf dem WordPress läuft, ist korrekt, ebenfalls der im Firefox-Profil auf dem Rechner. Weiterlesen
The same procedure as yesterday
Soll ich über Politik schreiben? Lieber nicht, was? Zudem wüsste ich gar nicht mehr, wo beginnen, mit was fortfahren und wo enden. Und wenn ich dann noch sagen würde, was ich denke, also in klaren Worten, nämlich wie irre ich das alles finde, dann würden mir die Meldestellen auf den Pelz rücken und früh morgens ihre Schergen schicken. Dann wäre Schluss mit Tagebuchschreiben am späten Abend um 11 Uhr vormittags.
Des weiteren hatte ich letzte Nacht gedacht (altes Reimschwein, nicht wahr?), mal etwas zur Meinungsvielfalt in einer Demokratie zu schreiben, kramte schon nette Star-Trek-Beispiele hervor, die Borg, um damit die generelle Schwäche von Kollektiven und deren Eine-Frau-Meinung (die Borg-Königin, eine Art Ur-Merkel) gegenüber dem Individualismus in seinem steten Wettstreit um die besten Ideen zu beschreiben, doch dann verlor ich mich quasi schriftlich in den Weiten dieser Thematik und versank mental vollends in Welten, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Weiterlesen