Zu interessant? Stimmt, ich will dich, liebe Leserin und lieber Leser ja nicht quälen. Übrigens verweigere ich mich bekanntlich der Genderei, obwohl ich das Binnen-I seit den 80er Jahren immer verwandt hatte. So setze ich mit meiner „Verweigerungshaltung“ ein deutliches Zeichen, ein Statement gewissermaßen, dass ich diesen mal wieder übertriebenen Umgang des Genderns nicht mittragen möchte. In einigen Fällen, wie in der einleitenden Anrede dieses Absatzes, ist es meines Erachtens der Höflichkeit geschuldet, beide Geschlechter anzureden, dann aber bitte mit genügend Zeit, dies auch auszuschreiben. In wenigen Fällen wäre ich sogar mit einem abkürzenden Binnen-I einverstanden, doch was deutschlandtypisch mit vielen im Kern sinnvollen Dingen gemacht wird, nämlich sie durch dämliche oder diverse Übertreibungen ad absurdum zu führen, ja, sogar die Sprache zu ideologisieren, das ist einfach nur eine alberne affige Mode – schließlich weigere ich mich auch konsequent, jemals (wieder) eine 70er Jahre grüne oder rote enge Bundfaltenhose mit Riesenschlag anzuziehen, da würde ich eher nackt auf die Straße gehen. Noch Fragen? Nein? Gut, die Nächte sind nämlich derzeit eisekalt.
Inneres Ich: „Was haben nackige Beine, grüne Schlaghosen und das Gendern denn mit kalten Nächten zu tun? Versteh ich nicht.“
Nichts, damit möchte meine Wenigkeit nur um ein Schäufelchen Mitleid für die kommende frostige Nacht im Freien heimsen.
Inneres Ich: „Ach so. Na dann: M*i*t*l*e*i*d*!