Ein kurzer Nachtrag zum gestrigen Eintrag: Es gibt natürlich auch einige fragwürdige Verfilmungen der Geschichten von Jane Austen. Was ich da alles in der letzten Jane-Austen-Nacht nach nur Minuten des Ansehens bereits in den Papierkorb verfrachtet hatte – nun, legen wir den Mantel des Schweigens darüber. Vom schwülstigen altbackenen Kitsch bis hin zum modernen woken Kitsch ist reichlich vorhanden. Tatsächlich finde ich allein die älteren britischen Verfilmungen, insbesondere die der 90er Jahre, sehr sehenswert. Und wenn es schon eine Schnittmenge zur Modernen geben soll (muss oder darf), dann ist meines Erachtens der britische Vierteiler „Lost in Austen“ das Nonplusultra. Humor ohne dabei zu sehr ins Comedyhafte abzudriften, heitere Unterhaltung für all diejenigen, die „Stolz und Vorurteil“ bereits aus dem Effeff kennen und weite Teile rezitieren könnten. Achja, und herausragend gelungen finde ich gleichfalls die Verfilmung aus 2005 mit Keira Knightley.
Themenwechsel. Oje, ich habe in die News geschaut. Das „Z“ soll verboten werden bzw. ist es in Bayern scheinbar schon. Wer durch die Benutzung des Buchstabens „Z“ seine wie auch immer geartete Unterstützung/Solidarität mit Russland kundtut, kann strafrechtlich verfolgt und dafür neben einer Geldbuße sogar ins Gefängnis geraten. Du kannst unbehelligt und ohne Konsequenzen ein Banner mit der Aufschrift „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ tragen aber wehe, du zitierst den guten alten Zorro und jemand bekommt das in den falschen Hals. Deutschland im Jahre 2022. Da kann Schlemihl jetzt mit dem „Z“ ein prima Geschäft machen. Genaauu.

