Fahrräder und Schneeflöckchen

Uargh, kotz, würg, fluch, Donnerwolken und was es sonst noch Symbolisches in der Comic-Sprache gibt – es folgt eine Nacht ausschließlich draußen im anhaltenden Schneeregen bei Temperaturen um null Grad und lebhaften Wind von rund 50 Stundenkilometern – zur Arbeit gegen den Wind. Da überlege ich gerade immer noch, ob ich das Fahrrad mit der schwergängigeren Vollgummibereifung oder das flotte Gazelle-Rad nehmen soll. Die Auswahlmöglichkeit, ja, geradezu der Reichtum, gleich zwei Stahlrösser sein Eigen zu nennen (wenn ich auf ihnen e-dampfe, sind es eben keine “Drahtesel”, sondern tatsächlich schnaufende Dampfvehikel, Eisenpferdchen, kleine Dampflokomotiven sozusagen), dieser Luxus ist jedenfalls kontraproduktiv für meinen biologisch bedingten Wankelmut, für die Entscheidungsunlust, für den Prozess, die richtige Wahl zu treffen. Wie bei der Bundesbahn, denn die ist bekanntlich bei Schneefall auch leicht überfordert, wie uns Vera Lengsfeld vom heutigen Tag berichtet.