Tag der Arbeit

Jetzt muss ich wieder zwei Nächte arbeiten, danach sind drei Nächte frei. Wobei ich von gestern auf heute 48 Stunden durchgemacht habe, um nachher gegen 10 Uhr meinen Schönheitsschlaf zu finden. Das wiederum erhöht dann doch peripher die Unlust, hier im Tagebuch etwas Gehaltvolles zu hinterlassen, denn entweder beuge ich mich, wie gerade justamente, brennenden Auges vor lauter Übermüdung über die Tastatur, oder aber ich verliere den Tag hauptsächlich im horizontalen Institut regenerativer Zellerneuerung, bevor es in die Nacht geht. Von unterwegs per Smartphone kann ich ja nichts schreiben, da kein Smartphone mein Eigen ist. Gottlob (drei Kreuze mache und ein heiliges „Gegrüßet seist du Maria” rezitierend). Des Weiteren sind aus den erwarteten 6 Richtigen im Lotto nur 3 Richtige geworden, was erst mal der Grundstimmung als vermeintlicher Millionär einen kräftigen Dämpfer verliehen hat und mich mindestens bis zur nächsten Ziehung am Mittwoch weiterhin arm aber kalorienreich schlucken lässt. Arm aber sexy, wo Wowereit recht hatte, hatte er recht. Es könnte also sein, dass morgen der Tagebucheintrag ausfällt. Ich will’s nicht beschwören aber wünsche dir schon mal vorsorglich einen schönen 1. Mai. Gibt es eigentlich noch Jungfräulichkeiten unter uns, denen ich derweil ein nettes virtuelles Birkenbäumchen auf den Balkon stellen kann?

Brute-Force Angriffs-Aus

Es hat sich bei den Hacker-Bots scheinbar herumgesprochen, dass mein Passwort definitiv nicht geknackt werden kann. Eine mathematische Lösung mit den schnellsten vorstellbaren Rechnern würde mehrere Quadrilliarden Versuche voraussetzen, die so lange Zeit in Anspruch nähmen, länger als die Jahre der Erdgeschichte, und die demnach auch einen Zufallstreffer praktisch ausschließen. Noch dazu hatte ich in der Zeit der inflationären Brute-Force-Angriffe das WordPress-Script auf eine Zwei-Faktor-Authentisierung umgestellt, die ich jetzt wohl in den nächsten Tagen der Bequemlichkeit halber wieder ausschalten kann.

Die Mafia unter der Sonne

Ist die Mafia in der deutschen Regierung? Wer das bis vor wenigen Tagen noch gesagt hätte, hätte eine Anzeige von Frau Faeser riskiert oder wäre mindestens zu einem Objekt der Beobachtung des für den von der Regierung missbrauchten Verfassungsschutzes geworden. Um eine ordentliche Abgrenzung zu anderen mafiösen Organisationen zu treffen (wie etwa den chinesischen Triaden, der japanischen Yakuza, der Russen-Mafia oder der bekanntesten, der italienischen Mafia), sollte bei unserer deutschen Mafia das Wort „Grün” vorangestellt werden: die grüne Mafia des Herrn Habeck etwa. Sehr lesenswert auch, was Rika gerade erst zum Thema schrieb.

Dass es mafiöse Strukturen auch bei uns gibt, sie in unseren Regierungen gar nicht mal so selten und unbekannt sind, wissen wir längst und nicht erst seit dem mysteriösen Geldkoffer des Herrn Schäuble während der Kohl-Regierung oder den kriminellen Methoden der Herren Barschel/Engholm, dem Klüngel von Franz Josef Strauß und so weiter. Empfänglich für Angebote, die man nicht ausschlagen kann, ist im Grunde genommen jeder Mensch, weshalb in unserem Staat auch extra Kontrollinstanzen eingebaut wurden, die so etwas verhindern sollen. An letzter Stelle dieser Kontrolle stehen die Mainstreammedien als sogenannte 4. Gewalt – nicht „stehen”, sondern standen, denn durch das Internet haben alle ihre Leser, Zuschauer und Anzeigenkunden verloren und wurden dadurch empfänglich für rettende, über-wasser-haltende Zuwendungen aller Art, was sie heute zu einem Teil der deutschen grünen Mafia macht.

Was also, wenn sämtliche Kontrolleure gleichfalls geschmiert werden und fortan wegschauen, was ja bereits mit leckeren Abendessen im Kanzleramt für den obersten Richter während einer Verhandlung beginnt? Dann bedeutet das den Rückschritt (oder den Verfall, je nach Sichtweise) unseres Landes in alte vordemokratische Strukturen oder – ebenfalls je nach Sichtweise – eine Angleichung Deutschlands an jene korrupten Länder Europas, für die wir heute sogar verbal und finanziell in den Krieg ziehen.

Böse Unken behaupten gar, dass durch die EU keinem sauberen Land mehr gestattet wird, auch zukünftig rein zu bleiben, und dass die Korruption wesentlicher Bestandteil der europäischen Politik sei, die durch Erpressung und Bestechung den gesamten Kontinent auf Linie zu bringen trachtet. Man denke nur an die Milliardenaufträge der ehemaligen Flinten-Uschi, die ohne Ausschreibungen per SMS vergeben wurden. Das sind nur die Highlights, die ganz kurz mal oben über den Rand der Korruption wie Wetterleuchten aufblitzen und die uns ahnen lassen, was in Gänze für ein Geschachere und Geschiebe hinter den transparenten Glasfassaden der EU-Paläste stattfindet.

Um aber zurück zur grünen Mafia zu kommen: an ihr zeigt sich wieder die komplette Naivität dieser woken Zeitgenossen, die sich nicht einmal die Mühe geben, ihre Korruption zu verschleiern, und die mit ehrlich erstaunten Augen fragen, was denn bitteschön so verwerflich daran sein soll, wenn wichtige Posten in den Schaltzentralen an Kreise der Familie und Freunde vergeben werden. Sie handeln laut ihrer eigenen Ansicht genauso unschuldig wie die alten Bosse der italienischen Mafia, für die ihr Tun gleichfalls in völliger Übereinstimmung mit den christlichen Werten stand. Die Bösen, das sind ihrer Meinung nach jene, die ihr kriminelles Verhalten aufdecken und es als ein solches bezeichnen. Denn dass sie bei ihrem Tun selbstverständlich nur das Wohl des Landes im Sinne haben, steht für sie außer Frage.

Die in den Augen der Naiven noch böseren Gesellen, die abgrundtief Satan gleichen Schurken im Lande unken überdies, dass die geschickte unsichtbare Mafia Deutschlands und Europas sich über die Ablenkung der kleinen grünen Mafiosi freut, denn wenn in der einen Hand ein heller Aufreger die Menschen im Lande geradezu blendet, kann die wahre Mafia viel leichter und unbemerkt in der anderen Hand ganz andere, größere Dinge von mächtiger Bedeutung regeln und verschieben. Habeck werde von ihr als eine Art dummes Bauernopfer betrachtet (das mit dem Bauer hatten wir aus “völkerrechtlicher Perspektive” ja schon einmal). Aber wie gesagt, das behaupten allein die wirklich bösen Teufel – ich selber würde als lieber netter Zeitgenosse dem natürlich niemals, nie, nie, nie, zustimmen.

Und nun? Nichts! Es grummelt ein wenig am Firmament, doch die Bevölkerung nimmt’s hin wie gottgegeben. Nach dem kurzen Aufreger wird nur die biblische Weisheit übrigbleiben: Nichts Neues unter der Sonne.

Verantwortung?

„Wie können sie nachts noch ruhig schlafen in dem Wissen, dass sie für Millionen Kinder eine Gesundheitsgefährdung riskiert haben?”, fragt Birgit Kelle angesichts der viel zu späten Rücknahme der Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche durch die STIKO. „Ich erwarte, dass die Verantwortlichen bei der STIKO ihren Stuhl räumen. Sie haben der gesamten Wissenschaft einen Bärendienst erwiesen, die Gesundheit von Kindern gefährdet und wahrscheinlich auch vielen dadurch einen bleibenden Schaden zugefügt.”

Alles richtig, doch es wird zumindest in absehbarer Zeit nichts geschehen. Es gibt keine Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen. Die Leute sitzen weiter gelassen und arrogant in ihren Sesseln und wissen genau, dass ihnen nichts geschehen kann. Haftung und Verantwortung wurde in den Verträgen mit den Impfherstellern ausgeschlossen, und was die Moral betrifft: sie überhaupt gedanklich in Erwägung zu ziehen in einer neuen Zeit, in der die Regierung korrupt wie nie zuvor ist und in der die zweite Riege der Chefs in den Verwaltungen sitzt, nachdem vielerorts die Standhaften diffamiert, versetzt und durch vor der Regierungs-Clique männchen-machende Opportunisten ausgetauscht wurden – also angesichts dessen so etwas überhaupt zu denken, das zeugt schon von einem gehörigen naiven Glauben an Gerechtigkeit, der natürlich enttäuscht werden wird und höchstens zur Verbitterung im Alter führt.

Ganz früher vor 50 Jahren sprachen in den Stammkneipen bei ähnlichen Konstellationen die Leute oft Sätze wie: „Die sollte man alle in einen Sack stecken und dann mit dem Knüppel draufhalten. Man trifft immer den richtigen.” Das darf man heute nicht mehr sagen, da dies eine „Delegitimierung des Staats” bedeutet, die strafbar geworden ist. Also werde ich mich hüten, so etwas als meiner Ansicht nach eine gar nicht so abwegige Bestrafung für die Verantwortlichen der Impfpropaganda aufs virtuelle Papier zu schreiben. Nein, Schlagen erzeugt sowieso nur den gegenteiligen Effekt, damit wird alles bloß noch schlimmer und die Gräben der Gesellschaft werden tiefer und breiter. Man sollte diese Leute wie in der Frühzeit der Zivilisation einfach aus dem Dorf jagen, auf dass sie in den angrenzenden Wäldern als Schattengestalten ihren Spuk treiben und sich in feuchten, schlecht beheizten und zugigen Hütten von Pilzen, Beeren und kleinen Jagderfolgen gerade so am Leben erhalten. Die STIKO, Habeck, Baerbock und das ganze politische Establishment als Räuberbande in den Wald verbannen, das fände ich die gesündeste moralische Konsequenz. Aber leider zeugt auch dieser Wunsch von einer naiven Vorstellungswelt meinerseits und ich reiche der Frau Birgit Kelle somit meine Hand: Willkommen in einer Welt der Gestrigen, für die das Handeln noch an der persönlichen Verantwortung ausgerichtet war. Davon sind wir Lichtjahre entfernt.

Hugh, ich habe gesprochen 🙂

Serientipp: 2. Staffel von “Mayor of Kingstown”

Meine Güte, welche Steigerung beschert der Auftakt zur 2. Staffel von „Mayor of Kingstown”. Trotz bereits vergebener 10 von 9 Punkte für die 1. Staffel und dem Superlativ „genial”, bietet diese 2. Staffel einfach ein grenzenloses höher hinaus und lässt jede Polizei-Ganster-Serie, die du kennst, weit hinter sich zurück. Sie erinnert an die Serien der 90er/frühen 2000er Jahre aber lässt diese wie liebliche Erinnerungen an gemeinsame Spiele im Kindergarten erscheinen. Grandioses Schauspiel aller Beteiligter, sensationelle Kamera, klasse Sound, überlegene Regie – in einer Story, die abwechslungsreicher und spannender nicht sein kann; übrigens aus der Feder von Taylor Sheridan, mehr braucht man eigentlich nicht mehr zu sagen.

4 von 10 Episoden sind derzeit verfügbar. Sie habe ich gerade gesehen. Sogar mit Übermüdung nahm ich hellwach und aufmerksam im Flow von der Realität des Vormittags in den letzten 4 Stunden nichts wahr. Oder wie man auch so schön sagt: die Folgen vergingen wie im Flug.

Gleich gehe ich ins Bettchen. Man liest sich irgendwann um die Datumsgrenze herum wieder. Bis dahin, einen schönen Donnerstag wünsche ich dir.

PS: Da die Serie nunmal überhaupt nicht ins Konzept der Moralisten des woken Zeitgeists passt, erkennt man an den Kritiken bei „Rotten Tomatoes” wieder sehr schön den Unterschied zwischen Ideologie und der Wirklichkeit der Menschen:

 

Und die folgende Zuschauerkritik hätte glatt von mir stammen können, sie sagt kurz und knapp alles:

An die lieben Klimakinder

Bedeutet euer Schweigen zum Krieg etwa das? Aus einem Flyer der Linken:

„Der Treibstoff-Verbrauch bei Panzern, Kriegsflugzeugen und Kriegsschiffen ist selbst in Friedenszeiten enorm, entsprechend hoch sind auch die Emissionen. Auf mehr als 260 Bundeswehrstandorten wird täglich der Krieg eingeübt, dazu kommen zusätzlich die weltweit durchgeführten mehr als 160 NATO-Militärübungen – fast jeden zweiten Tag also! Der Kampfpanzer Leopard 2 verbraucht auf 100 Kilometer bis zu 530 Liter Diesel, ein Eurofighter verbraucht ca. 70-100 Liter Kerosin pro Minute und produziert pro Flugstunde 11 Tonnen CO₂ – das ist so viel, wie durchschnittlich eine in Deutschland lebende Person im gesamten Jahr. Allein auf der Base Ramstein finden jährlich 30.000 Starts und Landungen statt. Dabei werden 1,35 Milliarden m³ klimaschädliche Abgase freigesetzt. Das US-Militär ist mit seinen über 1000 Militärstützpunkten weltweit der größte Verbraucher fossiler Brennstoffe. Der jährliche CO₂-Ausstoß des US-Militärs beträgt 73 Millionen Tonnen und damit mehr als die meisten (140) Länder. Im Jahr 2017 waren die Treibhausgasemissionen des Pentagons größer als die der Industriestaaten Dänemark oder Schweden.”

Viele von euch sagen ja, das Menschsein sei grundsätzlich überbewertet. Eine Lösung der Erderwärmung einschließlich konsequenter Reduktion der fleischfressenden Zweibeiner wäre ziemlich schnell und einfach zu bewerkstelligen. Ist das also der Grund für euer Schweigen? Dazu heißt es im Flyer weiter:

„Selbst ein begrenzter Atomkrieg, z.B. zwischen Indien und Pakistan würde durch die enorme Feinstaubbelastung in der Atmosphäre einen sofortigen radikalen Klimawandel auslösen, nur in die andere Richtung: Nuklearer Winter. Rußpartikel würden die Erdatmosphäre verdunkeln, die Freisetzung von Stickoxyden und Radikalen würde zu einem enormen Temperatursturz führen und die Natur stirbt unweigerlich. Würde man alle vorhandenen 15.000 Atomwaffen zünden, stürben 3 Milliarden Menschen sofort, die jeweilige Umgebung stünde in Flammen und die Temperatur läge bei minus 16 bis 26 Grad – die Erde wäre unbewohnbar.”

Mussikowski

Die Datumsgrenze ist ja nicht unbedingt mein Freund. Es sieht so aus, als ob ein Tag verschütt gegangen wäre, ist er aber nicht, denn eigentlich weile ich jetzt noch im Gestern …

Inneres Ich: „Eigentlich? Du bist doch immer von Gestern.”

… unterbrich mich nicht. Also momentan ist für mich erst Dienstagabend. Der Zweitrechner ist gerade in Beschlag genommen worden, der kopiert über Stunden das Kartenarchiv aufs „T7-Archiv”. Und dann muss ich ja auch noch Serien gucken …

Inneres Ich: „Oh, er ‘muss’ Serien gucken. Welch ein hartes Los er doch hat.”

Ja, wat mutt, dat mutt! Und lecker Frikandels machen muss ich auch noch und auftauen von der Nacht im Freien sowieso, und überhaupt spukt mir justamente so viel im Kopf herum, dass ich gar nicht wüsste, ob und womit ich beginnen sollte, es aufzuschreiben. Also irgendwann morgen mehr. Bis dahin, gehab dich wohl.

Das Aus fürs mobile SD-Kartenarchiv

Regelmäßige Leserinnen und Leser der „Kraftvergeudung” wissen, dass ich seit geraumer Zeit ein eigenentwickeltes SD-Kartenarchiv von 4 TB Kapazität nutze. Bei der Version 1.0 gaben nach wenigen Wochen die SD-Kartenadapter ihren Geist auf. Sie wurden ausgetauscht und seither funktionierte alles bestens. Jetzt gibt es aber neuerliche Probleme, ebenfalls mit den Adaptern. Also nicht mit den Karten, die arbeiten tadellos, doch Fehler der Adapter führten einerseits zu einem wie von magischer Hand vorgenommenen Schreibschutz, der nicht software-seitig behoben werden kann, und andererseits zu einer Übertragungsrate von ehemals 30 bis 70 MB/s über 15 MB/s bis zu „sensationellen” 1,6 MB/s (!), was für eine Datenübertragung von ein paar Hundert GB (zum Beispiel für eine Neusortierung im Archiv) mehrere Tage in Anspruch nimmt. Festgestellt habe ich zudem, dass ohne jede mechanische Beanspruchung meinerseits die Kontakte von den Adaptern zu den Karten dermaßen ausgeleiert sind, dass, hält man den Adapter in der Hand und dreht ihn mit den Karten nach unten, allein die Schwerkraft bereits die Karten aus den Adaptern zieht und sie zu Boden fallen. Dieser „Schwachkontakt” wird wahrscheinlich die Ursache mehrerer undefinierbarer seltsamer Fehlermeldungen sein.

Erste Herangehensweise für eine „Reparatur” (siehe Foto, draufklicken = größer): ein kleines Stück Pappe/Papier zwischen Kartenrückseite und dem Gehäuserand des Adapters gesteckt, so wird für die Karten jetzt wieder ein gewisser Anpressdruck erzeugt. Bisher funktioniert es, doch falls die Kontakte der Adapter weiter ins Innere verschwinden, was zu erwarten ist, hilft das auch nicht mehr.

Wodurch entstand dieser Hardware-Schaden? Adapter und Karten werden im Gebrauch sehr warm, so wie auch jede SSD-Festplatte warm wird. Arbeit erzeugt Reibung und die wiederum Hitze. Ist halt so. Auch auf molekularer Ebene. Durch den steten Wechsel von warm zu kalt (wenn der Rechner ausgeschaltet ist oder die Karten nicht benutzt werden) entsteht ein mechanischer Verschleiß, den der chinesische Billigkunststoff nicht dauerhaft aushält. Es kann auch an den Metall-Kontakten liegen, nur die bekommt man im Inneren der winzigen Slots nie mehr zurechtgebogen, dass sie weder strammen Halt bieten. Und da ich schon teure Markenadapter sowie billige No-Name-Produkte getestet hatte, konnte ich feststellen, dass sich die Adapter qualitativ nicht unterscheiden. Natürlich bis auf die Tatsache, dass einige als USB-3 verkaufte Adapter in Wahrheit alte USB-2 Adapter waren, was aber eher einem üblichen Verkaufsbetrug entspricht als der Technik. Qualitativ für das vorhandene Problem sind teure und billige Adapter gleich – gleich schlecht.

Werden bessere Adapter auf den Markt kommen? Ich befürchte, entgegen meiner ersten Annahme vor ca. einem Jahr, wird das wohl doch nicht der Fall sein, da SSD-Wechseldatenträger preislich immer günstiger werden. Zum Beispiel ist der externe „Samsung T7” Wechseldatenträger so klein, dass hier kein Vorteil selbst gegenüber den Mini-SD-Karten mehr besteht, die ja nur mit Adapter funktionieren und dadurch an Größe zulegen. Noch dazu ist die Outdoor-Variante der „T7” nicht zu toppen: stoßfest, fallsicher, wassergeschützt. Die Übertragungsraten sind zwar ähnlich wie die der Karten (bis an die 200 MB/s, je nach Karte), doch die Adapter bremsen die Karten halt enorm aus. Die „T7”, die zum Beispiel für Spielfilme das Archiv auf insgesamt 6 TB erweitert, funktioniert von Anfang an tadellos mit Übertragungsraten von um die 70 bis 100 MB/s (im Netzwerk wird sie natürlich auf 11 MB/s gedrosselt).

Inneres Ich: „Georg, was willst du uns mit deinem langen Geschwurbel eigentlich sagen?”

Naja, ich werde das Kartenarchiv nicht weiter ausbauen und es als Back-Up-Archiv an einen selten eingeschalteten Linux-Rechner anschließen. Stattdessen wird ein neues Archiv mit „Samsung T7” Datenträgern entstehen, von denen bereits 3 ihren Betrieb aufgenommen haben. Knapp 90 Euro (für 1 TB) oder 150 Euro (für 2 TB) sind natürlich Hausnummern; bis alles fertig ist, so wie ich es haben möchte (eben auch als ein modulares Archiv), werden also noch ein paar Monate vergehen.

Jaja, ich weiß, das ist für dich vielleicht wieder ein völlig uninteressanter Eintrag. Ich bitte vielmals um Entschuldigung, ist halt der gegenwärtigen Interessenlage geschuldet. Da machste nix dran, et is, wie et is. Einen angenehmen Start in die neue Woche wünsche ich dir derweil, und lass dich bloß nicht zu sehr kontaktseitig anpressen, nimm lieber die chinesischen Kunststoffe zum Vorbild und gebe inwendig nach, dann kommste rasch aufs Altenteil und hast endlich deine Ruhe vor der hektischen Betriebsamkeit. Immer nur unter Druck kopieren und abspielen, kopieren und abspielen, Mensch, das ist doch kein erstrebenswertes Dasein, nicht wahr?

Nochmal Thema KI

Meine Rede seit zwei, drei Jahren. Für die ich natürlich stets belächelt wurde und werde. Sogar Julian Reichelt kann über das Ziel der KI, den Menschen letztendlich überflüssig zu machen, nur lachen – wenngleich er sich dieses Themas endlich in Großbuchstaben annimmt. Und das ist sein Verdienst:

 

Natürlich werden nicht alle Menschen durch die KI ersetzt werden, die Menschheit wird durch sie nicht als solche aussterben aber ein großer Teil der Menschheit wird nicht weiter existieren können und langsam in seiner Population abnehmen. Keine Arbeit, kein Brot, keine Fortpflanzung. Vielleicht wäre die KI sogar rein faktisch als Werkzeug gegen die Überbevölkerung zu rechtfertigen, allein ethisch ist dieses Werkzeug dann doch abzulehnen, da nur eine wohlhabende Oberschicht von ihr profitieren würde. Die KI ist ein modernes Werkzeug der Ausbeutung.

Dabei will ich gar nicht behaupten, dass zum Beispiel ein aus Menschen bestehender Ethikrat zu humaneren „besseren” Ergebnissen führt. Das Gegenteil war während der Corona-Hysterie der Fall, dort hätte die KI uns vielleicht sogar vor den schlimmsten Auswüchsen bewahren können, doch wenn Entscheider aus Fleisch und Blut (Regierungen) damit beginnen (und das ist nur eine Frage der Zeit), auf KI-Berater zu hören, dann sind wir nur noch einen Schritt davon entfernt, dass die KI selbstständig Entscheidungen trifft. Das wiederum könnte zu heute kaum vorstellbaren Auswirkungen führen. Wir alle haben in den letzten Jahren gelernt, dass das Unvorstellbare und für unmöglich Gehaltene viel schneller zur Realität wurde (und zukünftig auch weiterhin werden wird) als je gedacht.

Und noch etwas an die Vielen, die über die KI süffisant lächeln und uns versuchen zu erklären, dass eine KI nur solches entscheidet/ausführt, für das sie programmiert wurde. Eben genau das ist die KI nicht: sie entwickelt eigene Denkstrukturen. Sie ist in ihrer Vollendung kein stupides Programm, in das man jederzeit korrigierend eingreifen könnte, sondern in dem Fall, dass ihr mehr und mehr Kontrolle (über Infrastruktur, Justiz, Politik etc.) übertragen wird, beherrscht sie am Ende die meisten von uns. Das erleben wir zur Zeit beim Thema des Klimawandels. All den Befürchtungen und Vorhersagen liegen nur Computermodelle zugrunde. Sie bestimmen bereits unsere Entscheidungen. Und das ist noch längst keine KI.

Aber das scheint für das Gros der Zeitgenossen schwierig, zu verstehen zu sein, dabei liegt es doch auf der Hand: wozu sonst sollte dieser ungeheure Aufwand ihrer Entwicklung denn betrieben werden?

Mein schrecklicher Umgang mit Positivem

Schon öfter schrieb ich, dass Lob oder nette Dinge, die über mich gesagt werden, nicht gerade einen routinierten Umgang von mir hervorrufen, sondern vielmehr ein Schweigen vor lauter Sprachlosigkeit zur Folge haben. Jemand, der als Waldschrat sich eher in einer Art Inneren Emigration befindet und sich von der Mehrheit der Menschen abwendet, wird von Jahr zu Jahr sozial inkompatibler und inkompetenter, was ein „normales” Verhalten anbelangt. Man möge mich gerne ausschimpfen, kritisieren, wo’s nur geht, doch nette Dinge zu mir sagen? Dem habe ich nichts entgegenzusetzen.

Danke Mira (und Barbara) für die netten Worte, sie wärmen mein Herz (natürlich, denn auch ein Waldschrat ist, solange er noch nicht auf allen Vieren bellend, maunzend, brummend oder surrend durch seine heiligen Hallen krabbelt oder sich womöglich im Vorstadium einer Verpuppung zu einem Rieseninsekt befindet, nach wie vor ein Mensch). Mein kommentarloses Schweigen ist also alles andere als despektierlich gemeint, es zeigt allein die Sprachlosigkeit eines ungewohnten, überraschend ereilten Lobs.

Das ist ja sowieso auch eine grundsätzliche Angelegenheit. Lob oder Positives beruhigt die Seele. Je aufgewühlter, hektischer und hysterischer das Stechen und Schlagen um einen herum stattfindet, desto ruhiger, geerdeter und gelassener lässt Positives die guten Seiten im Menschen glänzen, die melodischen Saiten erklingen. Wenn wir doch nur wieder lernen würden, dem Gegenüber positiv zu begegnen, dann besäßen wir ruckzuck ein positives Virus, das in seiner Ansteckung gleichsam eine Heilung massenhaft verbreitet. Es führte zu einer Herdenimmunität gegen das Negative unserer Zeit. Stattdessen hacken Viele immerzu auf andere herum, oft auf schwächere, meist auf die Kinder. Wie soll ein Kind, das die Ungebundenheit eigener körperlicher sowie geistiger Bewegungen gar nicht kennt, da es immerzu für alles und jedes Kritik erfährt, gemaßregelt und gegängelt wird, je die eigene Freiheit verstehen? Man gibt weiter, was man selber bekommen hat. Man grenzt lieber andere aus, statt die eigene Blase über den anderen auszudehnen, den anderen quasi einzufangen in die wabernde Hülle des eigenen Zuhauses. Wie Seifenblasen, die, treffen sie auf andere Blasen, sich mit ihnen vereinen und dadurch größer werden und alle schillernden bunten Farben immer sichtbarer präsentieren. Man stelle sich nur mal vor, die Medien würden fortan auch über Positives berichten (nicht Positives erfinden, sondern nach dem Positiven recherchieren und es dann verbreiten) – wie schnell würde eine kränkelnde Gemeinschaft daran gesunden.

Nun, das ist leider nicht so. Medial besteht kein Interesse an einer glücklichen und zufriedenen Gesellschaft, Aufreger machen Quote, machen Geld. Deshalb bleibt denjenigen, die sich dem Negativen nicht ständig aussetzen wollen, nur die Innere Emigration als Schutzraum übrig. Verbringt man zu lange Zeit dort, verliert sich leicht das Wissen, was man tut, wenn einem etwas Nettes, Gutes oder Positives berührt. Das macht dann sprachlos – aber eben nicht gefühllos.

Natürlich ist Kritik genauso wichtig. In einer Welt eines wahnsinnigen Liebhabens würde ich ebenso wenig leben wollen. Man denke nur an die Eloi aus Herbert G. Wells „Die Zeitmaschine”. Die Waage sollte einigermaßen ausgewogen bleiben, dabei ruhig von einer Seite zur anderen hin und her schwanken, das ist schließlich Sinn und Zweck ihres Daseins, doch eine Waagschale dauerhaft mit einem viel zu schweren Bleigewicht unten zu halten, das zerstört am Ende die gesamte Waage.

In diesem Sinne: ein wenig kryptisch heute, jaja. Ein ungelenkes Dankeschön für das wenige Positive, das mich die Tage erreichte. Das ist gut, denn dadurch kann ich selber wieder aus dem Vollen schöpfen und wünsche dir, liebe Leserin und lieber Leser, mit aller Kraft und innerer Ehrlichkeit ein freundliches positives Wochenende.

Sintflut

„Nach einem Wolkenstreif in Sinnen, die beiden wie zwei Pfeiler sehn. Der Fremde spricht: ‘Was braut da drinnen?’ ‘Der Teufel’, brummt der Kapitän” (aus „Die Vergeltung” von Annette von Droste-Hülshoff).

Welch ein schäbbiges Wetter! Ein schmaler Regenstreifen zog die Nacht über mich hinweg. Ein paar Kilometer zu den Seiten, und es war trocken (klick aufs Bild = groß). Nur ich oller Seebär verbrachte die gesamte Nacht im Dauerregen.

Man ist ja biologisch so konstruiert, dass man alles, die Welt, Mensch und Tier, von sich als Zentrum aus als Beobachter wahrnimmt. Egozentrik ist eben keine psychische Krankheit, sondern der Normalzustand für jedes Individuum auf der Erde. Also war ich doch versucht, meinem Inneren Ich existentielle Fragen zu stellen, als da wären: was ich denn Böses getan haben könnte, dass Petrus die Himmelsschleusen über mir partout nicht schließen wollte? Oder galt gar das Gegenteil und ich war es, der als Gottes Liebling zum neuen Noah auserkoren wurde, den Gott vor der Sintflut, in der er die sündige Welt der Grünen schickt, zu bewahren gewillt war?

Nun denn, die grünen Sünder sind noch da, nasse Strümpfe und Schuhe trocknen auf der Heizung im Bad, und doch, ich bin gerettet – zumindest vor der Sintflut. Falls jemand immer noch das Wort „Dürre” in den Mund nimmt, dann kette ich ihn eine Nacht lang vor der Haustür an. Kleben Klimakinder sich eigentlich auch bei einem fiesen windigen Regenwetter auf die Straßen? Würde mich mal interessieren.