Jetzt muss ich wieder zwei Nächte arbeiten, danach sind drei Nächte frei. Wobei ich von gestern auf heute 48 Stunden durchgemacht habe, um nachher gegen 10 Uhr meinen Schönheitsschlaf zu finden. Das wiederum erhöht dann doch peripher die Unlust, hier im Tagebuch etwas Gehaltvolles zu hinterlassen, denn entweder beuge ich mich, wie gerade justamente, brennenden Auges vor lauter Übermüdung über die Tastatur, oder aber ich verliere den Tag hauptsächlich im horizontalen Institut regenerativer Zellerneuerung, bevor es in die Nacht geht. Von unterwegs per Smartphone kann ich ja nichts schreiben, da kein Smartphone mein Eigen ist. Gottlob (drei Kreuze mache und ein heiliges „Gegrüßet seist du Maria” rezitierend). Des Weiteren sind aus den erwarteten 6 Richtigen im Lotto nur 3 Richtige geworden, was erst mal der Grundstimmung als vermeintlicher Millionär einen kräftigen Dämpfer verliehen hat und mich mindestens bis zur nächsten Ziehung am Mittwoch weiterhin arm aber kalorienreich schlucken lässt. Arm aber sexy, wo Wowereit recht hatte, hatte er recht. Es könnte also sein, dass morgen der Tagebucheintrag ausfällt. Ich will’s nicht beschwören aber wünsche dir schon mal vorsorglich einen schönen 1. Mai. Gibt es eigentlich noch Jungfräulichkeiten unter uns, denen ich derweil ein nettes virtuelles Birkenbäumchen auf den Balkon stellen kann?
Monat: April 2023
Brute-Force Angriffs-Aus
Es hat sich bei den Hacker-Bots scheinbar herumgesprochen, dass mein Passwort definitiv nicht geknackt werden kann. Eine mathematische Lösung mit den schnellsten vorstellbaren Rechnern würde mehrere Quadrilliarden Versuche voraussetzen, die so lange Zeit in Anspruch nähmen, länger als die Jahre der Erdgeschichte, und die demnach auch einen Zufallstreffer praktisch ausschließen. Noch dazu hatte ich in der Zeit der inflationären Brute-Force-Angriffe das WordPress-Script auf eine Zwei-Faktor-Authentisierung umgestellt, die ich jetzt wohl in den nächsten Tagen der Bequemlichkeit halber wieder ausschalten kann.
Die Mafia unter der Sonne
Ist die Mafia in der deutschen Regierung? Wer das bis vor wenigen Tagen noch gesagt hätte, hätte eine Anzeige von Frau Faeser riskiert oder wäre mindestens zu einem Objekt der Beobachtung des für den von der Regierung missbrauchten Verfassungsschutzes geworden. Um eine ordentliche Abgrenzung zu anderen mafiösen Organisationen zu treffen (wie etwa den chinesischen Triaden, der japanischen Yakuza, der Russen-Mafia oder der bekanntesten, der italienischen Mafia), sollte bei unserer deutschen Mafia das Wort „Grün” vorangestellt werden: die grüne Mafia des Herrn Habeck etwa. Sehr lesenswert auch, was Rika gerade erst zum Thema schrieb.
Dass es mafiöse Strukturen auch bei uns gibt, sie in unseren Regierungen gar nicht mal so selten und unbekannt sind, wissen wir längst und nicht erst seit dem mysteriösen Geldkoffer des Herrn Schäuble während der Kohl-Regierung oder den kriminellen Methoden der Herren Barschel/Engholm, dem Klüngel von Franz Josef Strauß und so weiter. Empfänglich für Angebote, die man nicht ausschlagen kann, ist im Grunde genommen jeder Mensch, weshalb in unserem Staat auch extra Kontrollinstanzen eingebaut wurden, die so etwas verhindern sollen. An letzter Stelle dieser Kontrolle stehen die Mainstreammedien als sogenannte 4. Gewalt – nicht „stehen”, sondern standen, denn durch das Internet haben alle ihre Leser, Zuschauer und Anzeigenkunden verloren und wurden dadurch empfänglich für rettende, über-wasser-haltende Zuwendungen aller Art, was sie heute zu einem Teil der deutschen grünen Mafia macht.
Was also, wenn sämtliche Kontrolleure gleichfalls geschmiert werden und fortan wegschauen, was ja bereits mit leckeren Abendessen im Kanzleramt für den obersten Richter während einer Verhandlung beginnt? Dann bedeutet das den Rückschritt (oder den Verfall, je nach Sichtweise) unseres Landes in alte vordemokratische Strukturen oder – ebenfalls je nach Sichtweise – eine Angleichung Deutschlands an jene korrupten Länder Europas, für die wir heute sogar verbal und finanziell in den Krieg ziehen.
Böse Unken behaupten gar, dass durch die EU keinem sauberen Land mehr gestattet wird, auch zukünftig rein zu bleiben, und dass die Korruption wesentlicher Bestandteil der europäischen Politik sei, die durch Erpressung und Bestechung den gesamten Kontinent auf Linie zu bringen trachtet. Man denke nur an die Milliardenaufträge der ehemaligen Flinten-Uschi, die ohne Ausschreibungen per SMS vergeben wurden. Das sind nur die Highlights, die ganz kurz mal oben über den Rand der Korruption wie Wetterleuchten aufblitzen und die uns ahnen lassen, was in Gänze für ein Geschachere und Geschiebe hinter den transparenten Glasfassaden der EU-Paläste stattfindet.
Um aber zurück zur grünen Mafia zu kommen: an ihr zeigt sich wieder die komplette Naivität dieser woken Zeitgenossen, die sich nicht einmal die Mühe geben, ihre Korruption zu verschleiern, und die mit ehrlich erstaunten Augen fragen, was denn bitteschön so verwerflich daran sein soll, wenn wichtige Posten in den Schaltzentralen an Kreise der Familie und Freunde vergeben werden. Sie handeln laut ihrer eigenen Ansicht genauso unschuldig wie die alten Bosse der italienischen Mafia, für die ihr Tun gleichfalls in völliger Übereinstimmung mit den christlichen Werten stand. Die Bösen, das sind ihrer Meinung nach jene, die ihr kriminelles Verhalten aufdecken und es als ein solches bezeichnen. Denn dass sie bei ihrem Tun selbstverständlich nur das Wohl des Landes im Sinne haben, steht für sie außer Frage.
Die in den Augen der Naiven noch böseren Gesellen, die abgrundtief Satan gleichen Schurken im Lande unken überdies, dass die geschickte unsichtbare Mafia Deutschlands und Europas sich über die Ablenkung der kleinen grünen Mafiosi freut, denn wenn in der einen Hand ein heller Aufreger die Menschen im Lande geradezu blendet, kann die wahre Mafia viel leichter und unbemerkt in der anderen Hand ganz andere, größere Dinge von mächtiger Bedeutung regeln und verschieben. Habeck werde von ihr als eine Art dummes Bauernopfer betrachtet (das mit dem Bauer hatten wir aus „völkerrechtlicher Perspektive“ ja schon einmal). Aber wie gesagt, das behaupten allein die wirklich bösen Teufel – ich selber würde als lieber netter Zeitgenosse dem natürlich niemals, nie, nie, nie, zustimmen.
Und nun? Nichts! Es grummelt ein wenig am Firmament, doch die Bevölkerung nimmt’s hin wie gottgegeben. Nach dem kurzen Aufreger wird nur die biblische Weisheit übrigbleiben: Nichts Neues unter der Sonne.
Verantwortung?
„Wie können sie nachts noch ruhig schlafen in dem Wissen, dass sie für Millionen Kinder eine Gesundheitsgefährdung riskiert haben?”, fragt Birgit Kelle angesichts der viel zu späten Rücknahme der Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche durch die STIKO. „Ich erwarte, dass die Verantwortlichen bei der STIKO ihren Stuhl räumen. Sie haben der gesamten Wissenschaft einen Bärendienst erwiesen, die Gesundheit von Kindern gefährdet und wahrscheinlich auch vielen dadurch einen bleibenden Schaden zugefügt.”
Alles richtig, doch es wird zumindest in absehbarer Zeit nichts geschehen. Es gibt keine Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen. Die Leute sitzen weiter gelassen und arrogant in ihren Sesseln und wissen genau, dass ihnen nichts geschehen kann. Haftung und Verantwortung wurde in den Verträgen mit den Impfherstellern ausgeschlossen, und was die Moral betrifft: sie überhaupt gedanklich in Erwägung zu ziehen in einer neuen Zeit, in der die Regierung korrupt wie nie zuvor ist und in der die zweite Riege der Chefs in den Verwaltungen sitzt, nachdem vielerorts die Standhaften diffamiert, versetzt und durch vor der Regierungs-Clique männchen-machende Opportunisten ausgetauscht wurden – also angesichts dessen so etwas überhaupt zu denken, das zeugt schon von einem gehörigen naiven Glauben an Gerechtigkeit, der natürlich enttäuscht werden wird und höchstens zur Verbitterung im Alter führt.
Ganz früher vor 50 Jahren sprachen in den Stammkneipen bei ähnlichen Konstellationen die Leute oft Sätze wie: „Die sollte man alle in einen Sack stecken und dann mit dem Knüppel draufhalten. Man trifft immer den richtigen.” Das darf man heute nicht mehr sagen, da dies eine „Delegitimierung des Staats” bedeutet, die strafbar geworden ist. Also werde ich mich hüten, so etwas als meiner Ansicht nach eine gar nicht so abwegige Bestrafung für die Verantwortlichen der Impfpropaganda aufs virtuelle Papier zu schreiben. Nein, Schlagen erzeugt sowieso nur den gegenteiligen Effekt, damit wird alles bloß noch schlimmer und die Gräben der Gesellschaft werden tiefer und breiter. Man sollte diese Leute wie in der Frühzeit der Zivilisation einfach aus dem Dorf jagen, auf dass sie in den angrenzenden Wäldern als Schattengestalten ihren Spuk treiben und sich in feuchten, schlecht beheizten und zugigen Hütten von Pilzen, Beeren und kleinen Jagderfolgen gerade so am Leben erhalten. Die STIKO, Habeck, Baerbock und das ganze politische Establishment als Räuberbande in den Wald verbannen, das fände ich die gesündeste moralische Konsequenz. Aber leider zeugt auch dieser Wunsch von einer naiven Vorstellungswelt meinerseits und ich reiche der Frau Birgit Kelle somit meine Hand: Willkommen in einer Welt der Gestrigen, für die das Handeln noch an der persönlichen Verantwortung ausgerichtet war. Davon sind wir Lichtjahre entfernt.
Hugh, ich habe gesprochen 🙂