Obwohl ich erst vor wenigen Monaten schrieb, nach Jahrzehnten ab sofort im Tagebuch nicht mehr „Serienjunkies” zu verlinken, war ich gerade trotzdem dort, da ich eine Kritik zu einer Serie suchte, zu der ich nirgendwo sonst etwas fand. Um welche Serie es geht, das lass ich jetzt erst mal offen, denn es würde die Aussage dieser „Rezension” beeinflussen. Also, bei „SJ“ heißt es dazu:
„Die erste Episode von XXX tröpfelt gemächlich als slow burn vor sich hin und ist eine ziemlich deprimierende Angelegenheit mit zuweilen steifem bis hölzernem Schauspiel. Das tut dem Ganzen aber kaum keinen Abbruch, denn die ultraspezifische Prämisse mit hohen emotionalen wie materiellen Einsätzen ist dermaßen faszinierend, dass man dem Format seinen morbiden Six Feet Under-Auftakt gerne gönnt.”
Fehler stehen so im Original. Wenn es nur eines einzigen Grundes bedarf, weshalb man mittlerweile um „SJ” einen Riesenbogen machen sollte, dann sind es solche Null-Aussagen. Ich kann mich nicht erinnern, je eine vergleichbare, sich selber widersprechende und einfach nur peinliche „Rezension” gelesen zu haben. Genau das passiert, wenn man kein Geld mehr hat, um wenigstens normal-gebildete Filmfreunde ordentlich für Rezensionen zu bezahlen und auf Schüler zurückgreifen muss, deren Chancen auf einen Beruf, wie man sieht, maximal in einer Parteikarriere bei den Grünen besteht. Keine Ahnung, von wem diese Worte stammen, wohlweislich wurde keine Autorin bzw. kein Autor namentlich genannt. Das zeigt, dass es sich wahrscheinlich um ein Kind handelt, das ein bisschen Erwachsensein spielt. Alles andere wäre noch viel schlimmer.
So, mein kurzer Morgeneinwurf sozusagen, komme von der Arbeit, Essen ist fertig und justamente beginne ich exakt mit dieser Serie. Alles ist also offen, später (vielleicht) mehr dazu. Mal schauen, ob ich im Sessel schon einschlafe oder nach der Pilotfolge den regulären Weg ins Bettchen finde – letzteres spräche für eine gelungene Serie.
Schönen Tag und auf baldiges Wiederlesen.

Letzte Nacht gegen 3 Uhr war ich im Garten. Was tut man da, wenn doch alles noch dunkel ist? Den Schädel rasieren 🙂 Dann brauche ich hinterher nicht zu saugen. Und weil ich hasse, wenn Haare in den Kragen rutschen, aber es für einen nackten Oberkörper viel zu kalt draußen ist – ganz abgesehen von den Aspekten ästhetischer Natur, denn es schauen immer und überall aus geheimen Ecken Katzenaugen zu, ich meine, kennst du deren nächtliches Gejammer, wenn die mal so richtig loslegen? Und gar nicht erst zu reden von den vielen Augenpaaren der nächtlichen Schattenwesen oder den sich im Halbschlaf befindlichen fliegenden Gesellen, die mit einem Auge über den Rand ihrer versteckten Schlafzimmer hinausschauen, nicht dass die noch vor Schreck aus ihre Nester fallen. Und nicht zuletzt Nachbars winterharte Schafe im Ziegenkostüm, nachher tun sie sich noch etwas an und alle Welt glaubt, der Wolf sei mittlerweile zum Niederrhein vorgedrungen und treibe dort seinen blutigen tödlichen Schabernack – nein, nein, deshalb also hatte ich den knall-orangen, eben warnfarbenen, chinesischen Regenponcho angezogen und die Gummischnur am Hals so eng gezogen, da wäre selbst ein Würger vor Neid erblasst. Weil ich noch dazu keinen Akku-Langhaarschneider besitze (selten gebraucht und wenn, dann sind solche Dinger sowieso meist genau dann leer, wenn man sie braucht), zog ich mit der langen Verlängerungsschnur im Schlepp über die halbe Wiese.