Obwohl ich erst vor wenigen Monaten schrieb, nach Jahrzehnten ab sofort im Tagebuch nicht mehr „Serienjunkies” zu verlinken, war ich gerade trotzdem dort, da ich eine Kritik zu einer Serie suchte, zu der ich nirgendwo sonst etwas fand. Um welche Serie es geht, das lass ich jetzt erst mal offen, denn es würde die Aussage dieser „Rezension” beeinflussen. Also, bei „SJ“ heißt es dazu:
„Die erste Episode von XXX tröpfelt gemächlich als slow burn vor sich hin und ist eine ziemlich deprimierende Angelegenheit mit zuweilen steifem bis hölzernem Schauspiel. Das tut dem Ganzen aber kaum keinen Abbruch, denn die ultraspezifische Prämisse mit hohen emotionalen wie materiellen Einsätzen ist dermaßen faszinierend, dass man dem Format seinen morbiden Six Feet Under-Auftakt gerne gönnt.”
Fehler stehen so im Original. Wenn es nur eines einzigen Grundes bedarf, weshalb man mittlerweile um „SJ” einen Riesenbogen machen sollte, dann sind es solche Null-Aussagen. Ich kann mich nicht erinnern, je eine vergleichbare, sich selber widersprechende und einfach nur peinliche „Rezension” gelesen zu haben. Genau das passiert, wenn man kein Geld mehr hat, um wenigstens normal-gebildete Filmfreunde ordentlich für Rezensionen zu bezahlen und auf Schüler zurückgreifen muss, deren Chancen auf einen Beruf, wie man sieht, maximal in einer Parteikarriere bei den Grünen besteht. Keine Ahnung, von wem diese Worte stammen, wohlweislich wurde keine Autorin bzw. kein Autor namentlich genannt. Das zeigt, dass es sich wahrscheinlich um ein Kind handelt, das ein bisschen Erwachsensein spielt. Alles andere wäre noch viel schlimmer.
So, mein kurzer Morgeneinwurf sozusagen, komme von der Arbeit, Essen ist fertig und justamente beginne ich exakt mit dieser Serie. Alles ist also offen, später (vielleicht) mehr dazu. Mal schauen, ob ich im Sessel schon einschlafe oder nach der Pilotfolge den regulären Weg ins Bettchen finde – letzteres spräche für eine gelungene Serie.
Schönen Tag und auf baldiges Wiederlesen.