Wieder Computer-Hackerei? Nein Danke!

Entschuldige, doch diese Woche finde ich kaum Zeit fürs Tagebuch. Das Hunde- und Katzensitting sowie andere weniger erquickliche Dinge, die über Wochen aufgeschoben worden waren, verlangen plötzlich all meine Aufmerksamkeit. Noch dazu hatte ich mich gestern Abend sowas von geärgert.

Inneres Ich: „Wie? Was war denn los?”

Es geht um meinen alten Laptop, den ich seit Jahren nicht mehr benutze. Ich saß draußen mit den Hunden beisammen und hatte den Kopf voller Gedanken fürs Tagebuch. Thema war die Korruption, das mal nur so als Überschrift. Also dachte ich, tipp es doch schon mal vor. Es wäre ein sehr langer Eintrag geworden, du hättest heute ziemlich Lesestoff gehabt. Sei also froh, dass es nicht dazu kam. Denn als ich fertig mit dem Rohbau des Eintrags war, wollte ich ihn via WLAN-Verbindung zum Hauptrechner schicken. Der wurde aber vom Laptop nicht erkannt. Obwohl das Internet im WLAN funktionierte und der Laptop vom Hauptrechner aus einwandfrei erkannt wurde. Es ließen sich also Daten vom Hauptrechner zum Laptop schicken, nicht aber umgekehrt. Somit begann ich mit der Fehlersuche. Dachte noch, in wenigen Minuten ihn zu finden, daraus wurden dann mehrere Stunden erfolgloser ätzender Quälerei. Wie ich diese Hackerei hasse, das kann ich gar nicht in Worte fassen.

Auch das ausgeschaltete Touchfeld des Laptops war wieder eingeschaltet – bei Sony Vaio-Geräten ohne Sony-Software ist es gar nicht so leicht, das Touchfeld abzustellen. Es geht nur per Registrierungseintrag. Das wusste ich noch vom letzten Mal – vor vielleicht 8 Jahren. Doch was genau ich seinerzeit gemacht hatte, das wusste ich nicht mehr. Es ist so, dass ich beim Tippen immer unbeabsichtigt an dieses Touchfeld gelange und dadurch die Mausanzeige munter umher springt und klickt. Folglich bediene ich den Laptop per Computermaus. Gestern war also beides gleichzeitig aktiv. Jedenfalls sprang der Mauszeiger Trampolin wie dat Annalena, was während der Fehlersuche eben jenes im Hintergrund noch geöffnete „Korruptions-Dokument” dann unbemerkt verschwinden ließ. Weg, futschikato. Statt Minuten waren mehrere Stunden vertane Zeit verflogen. Es wurde dunkel und kühl auf dem Stuhl vor dem Haus und noch jetzt habe ich „sooon Hals” deswegen. Ich könnte den Laptop in die Tonne werfen.

Wie dem auch sei, auf so etwas habe ich schon lange keine Lust mehr. Es gibt ja Leute, denen die „Computer-Hackerei” Spaß macht. Für mich ist ein Rechner aber ein Werkzeug, der einmal eingerichtet, einfach nur funktionieren soll. Deshalb kann ich mich einerseits mit Linux nicht anfreunden, da dafür eine komplett „neue Sprache” erlernt werden müsste, andererseits mag ich Linux sogar gerne, da der Linux-Netzwerkrechner, den ich vor 8 Jahren mühevoll in tagelangen Versuchen auf meine Bedürfnisse eingerichtet hatte, noch immer wie am ersten Tag dieser erfolgreichen Einrichtung funktioniert. Windows 7 ist zwar für mich leichter zu verstehen als Linux, aber bei diesen beiden hartnäckigen Problemen finde ich einfach keine Lösung. Und erneut stundenlang geschwätzige und zu 99 Prozent nichtssagende, schwafelnde und beleidigende Forenbeiträge zu durchstöbern – nee, dazu fehlt mir mittlerweile jede Motivation.

Du siehst also: just in the Moment möchte ich von Computern und vom Tagebuch nichts wissen. Zumal ich schlaf-wach-technisch gerade auch ziemlich durcheinander und übermüdet bin, was meine Gereiztheit bei diesem Thema ins Unermessliche steigert. Darunter sollen aber keinesfalls die Hunde und Katzen zu leiden haben.

Andererseits erfreut mich das durchwachsene Sommerwetter ungemein. Keine Hitze unterm Dach, dennoch schön warm draußen. Gemüts-technisch alle erste Sahne, finde ich. Findest du nicht auch?

Dies & Das

Ein paar Tage Hundesitting sind wieder angesagt. Und Katzensitting – wobei das bei uns im Haus bis auf den Methusalem (der tolle rote Kater auf dem Foto hinter dem Glas der Tür von letztem Jahr) alles Freigänger sind, die nur zum Fressen und zum Schlafen (aha, Trockenfutter ist also doch leckerer als frische Mäuse, die wiederum aber nette Spielzeuge sind) nach Belieben ins Haus kommen.

Politisch war am Wochenende ausnahmsweise mal eine Menge los. Am Besten fasst dies Roger Köppel in der neuen „Weltwoche Daily” zusammen (unbedingt sehenswert).

Dann habe ich noch zwei Artikel gefunden, über deren Inhalt fast ausnahmslos mediales Schweigen herrscht. Zum einen der Ausverkauf der Ukraine: „BlackRock” hat das Land im Grunde genommen tatsächlich und faktisch gekauft (die Ukraine war schon immer das korrupteste Land Europas – worüber übrigens bis zum Krieg jahrzehntelang mediale Einigkeit herrschte). Hier gibt es detaillierte Infos auch zu den Hintergründen des Ausverkaufs.

Zum anderen wird jetzt in den Arztpraxen der Status des gegen Covid Ungeimpft-Seins als Krankheit erfasst. Ja, du hast richtig gelesen: alles andere, gegen das du nicht geimpft sein solltest, wird (natürlich) nicht erfasst, nur eine fehlende Impfung gegen Covid wird ins Register der Krankheiten aufgenommen und als Zahlen-Codierung erfasst. Das ist so dermaßen unglaublich, dass sich deshalb wahrscheinlich dem Thema bisher niemand annahm – zumal diese Aufnahme in den Codierungs-Katalog auch klammheimlich geschah. Also verlinke ich dieses Erklär-Video zweier (nicht sehr telegener) alter Männer, einem Arzt natürlich. Eigentlich müssten nun die Medien der Republik förmlich aufschreien. Mal schauen ob die Tage etwas geschieht. Ich ahne allerdings, dass nichts geschehen wird, aber das wäre heute nur negative Unkerei. Und die woll’n wir ja nicht lesen, nicht wahr?

Ein paar wunderbare erträgliche Sommertage, was die Temperaturen betrifft, sollen anbrechen. Dafür wünsche ich dir nur das Allerbeste, genieße sie.

Alina Lipp: „Donbass – Auf der Suche nach der Wahrheit”

Selber denken. Die Art und Weise, in der die Vloggerin Alina Lipp hierzulande diffamiert wird, kommentiere ich mit keinem Wort. Schon vor ungefähr zwei Jahren wollte ich darüber schreiben, da begann die Hetze gegen sie bereits. Ich habe es trotzdem sein lassen, da es nichts bringt. Alina Lipp wurde von YouTube und den sozialen Medien natürlich längst gecancelt und in den Mainstreammedien wird mittlerweile über sie gehetzt und gelogen, wie dies kaum über jemand anderen geschieht. Sie wurde zur Zielscheibe für all den Russen-Hass im Lande.

Warum das so ist, ist mir nicht ganz klar. Liegt es vielleicht daran, dass sie eine telegene, sich eloquent ausdrückende junge Frau ist? Frauen, die gut aussehen und klüger sind als viele andere Menschen, die sich noch dazu mit Politik beschäftigen, galten seit jeher als Hassobjekte – seltsamerweise bei Männern und Frauen gleichermaßen. Man denke nur an die Hexenverbrennungen vergangener finsterer Zeiten. Man könnte hier aber auch Alice Schwarzer nennen, ebenso über Jahrzehnte ein Hassobjekt breiter Bevölkerungsschichten (erinnert sich noch jemand an ihren Auftritt mit Verena Pooth im Jahre 2001 bei Kerner, als es eben statt um Inhalte ums Aussehen ging?). Oder liegt es daran, dass Alina Lipp für jeden ersichtlich authentische Reportagen von den Menschen vor Ort anfertigt, in denen das Gezeigte der Wahrheit bedrohlich nahe kommt? Bedrohlich deshalb, da sie durch ihr Tun das Feindbild des bösen Russen zum Einsturz bringt. Oder liegt es einfach daran, dass sie als eine Nicht-Journalistin dennoch eine solch qualitativ hochwertige Arbeit abliefert, dass so mancher Journalist schlichtweg vor Neid erblasst?

Um sich ein objektives Bild zu machen – egal wovon – muss man immer alle Seiten anhören. Wer nur die Propaganda der einen oder der anderen Seite nachplappert, macht sich zum nützlichen Idioten der Hintermänner, die es in jedem Krieg gibt. Deshalb verlinke ich heute Alina Lipps Dokumentation über den Donbass. Sie ist in drei Teile von je ca. 45 Minuten Länge aufgeteilt. Und sie ist NICHT verboten:

Chaos in Russland

Was in Russland geschieht, ist furchtbar, weil Russland eine große, wenn nicht die größte Atommacht ist. Den Teufel möchte ich natürlich nicht an die Wand malen, doch so unsicher war die Lage nicht mal Anfang der 1990er Jahre, als sich die Sowjetunion begann aufzulösen. Auch nicht 1917 im damaligen Bürgerkrieg. Wir alle können nur gebannt zugucken, abwarten und aufs Beste hoffen.

Auch bin ich unsicher, ob dieser beginnende Bürgerkrieg, selbst wenn er noch rechtzeitig im Keim erstickt werden kann, nicht so etwas wie eine Blaupause gesellschaftlicher Systeme in Zeiten der Überbevölkerung ist. Etwas, das zwangsläufig geschieht und eigentlich mehr „sozio-evolutionär” zu erklären wäre. Zu vieles gerät mehr und mehr durcheinander. Wenn Vergleichbares in China geschehen sollte, einem Land mit einer Milliardenbevölkerung und einer hochgerüsteten Armee (niemand weiß genau, wie ihr Zustand ist), dann wird mir ganz schummrig. Und im Übrigen sind ebenfalls die USA nicht vor einem Bürgerkrieg gefeit, so tief wurden dort bereits die gesellschaftlichen Gräben ausgehoben.

Imperien halten nun mal keine tausend Jahre, das hatten sie noch nie. Der Unterschied zu früheren Zeiten besteht heute in einem Waffenarsenal, das sämtliches Leben der Erde gleich mehrfach auslöschen kann und unter Umständen skrupellosen oder wahnsinnigen Leuten in die Hände fällt.

Wie es nun in Russland ausgeht und ob in den nächsten Jahren anderswo vielleicht sogar Schlimmeres folgen wird, das kann kein Mensch mit Gewissheit vorhersagen, doch eines erkennt man daran so deutlich wie nie zuvor: die unberechenbare Gefahr, die uns von der Mitgliedschaft in der NATO droht.

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Nachtrag, 19:40 Uhr: So, jetzt habe ich mich stundenlang in diversen Kanälen von Bloggern und Journalisten des überwiegend osteuropäischen Internets informiert. Schon erstaunlich, wie verschieden dieselben Informationen im Westen dargestellt und interprtiert werden. Wie es gegenwärtig aussieht, trägt die russische Gesellschaft den Putschversuch nicht mit. Das bedeutet letztendlich das Scheitern des angestrebten „Regimewechsels”. Es steht wohl kein Maidan 2.0 bevor. Vorerst Glück gehabt, würde ich sagen, denn Atomwaffen in den Händen der Wagner-Leute, schlimmer ginge es definitiv nicht.