Wahnsinn! Alles kostet Geld. Nachsendeantrag bei der Post für ein Jahr kostet, na, schätz mal … fette 115 Euronen. „Ganz früher” war das mal kostenlos.
— Edit: Man kann es drehen und wenden, wie man will, schönreden oder peinlich verschleiern, aber ich bin hereingefallen. Und zwar auf eine Art des Pishings. Denn es war ein eigenständiges Unternehmen, mit dem ich einen Dienstleistervertrag über den Nachsendeauftrag geschlossen habe, nicht die Post, wie ich fälschlicherweise annahm. Das Unternehmen hat die Post-Webseite täuschend echt nachgebaut. Aber keine Entschuldigung und kein Herausreden meinerseits: ich habe nicht aufgepasst und bin doof-dumm hereingefallen.
Den Stromanbieter kann ich nicht mehr frei wählen. Bisher war es (aber nicht unter meinem Namen) „Klever Strom”, ein regionales Unternehmen. Das darf nun keine Neukunden mehr von außerhalb annehmen (ich wohnte und wohne in der Nachbargemeinde). Energiewende und -krise sei Dank. Ich solle mich doch bitte in wenigen Monaten nochmal melden, vielleicht sei dann die politische Lage eine andere, so der Mitarbeiter. Nun muss ich mich allerdings für ein Jahr an den Grundversorger „eon” vertraglich binden. Dabei wurden ab den 90er Jahren die lokalen Anbieter gerade deshalb gefördert, damit sie dem Stromkartell etwas entgegensetzen konnten und somit der Markt sich frei durchsetzen konnte. Das ist heute also ein Zurück zum Kartell – oder der reinste Sozialismus, je nach Betrachtungsweise. Man, man, man, „Wind und Sonne stellen keine Rechnung” – für wie blöd halten die Grünen eigentlich die Bürger?
Inneres Ich: „Für saublöd. Denn die haben diese Spezialisten in ihre Ämter gewählt.“

