Noch’n Zwischenstand

Es ist schon komisch, hier momentan nicht täglich schreiben zu können. Dafür hat die Zwangstrennung vom Internet den unschlagbaren Vorteil, dass ich in der Wohnung mächtig vorankomme. Morgen sind, bis auf zwei, alle restlichen Kartons ausgepackt. Die beiden kommen in den Keller. Einer ist voller Schuhe, die ich sowieso nie anziehe, der andere voller Elektronik-Kram.

Das ist ja auch noch so ein dolles Ding, nämlich der Kellerraum: ich brauche mit keinen Jacken, Mänteln, Schuhe usw. die kleine Wohnung vollzustopfen, denn meine alte große Garderobe plus ein weiterer Kleiderständer stehen im Kellerraum; von der Rückseite des Hauses kann ich mit dem Fahrrad ohne Stufe bis an die Kellertür fahren, danach schiebe ich das Rad einen kurzen Gang entlang zu meinem Raum, parke das Rad dort drin (meine beiden Räder), ziehe die Übersachen aus und kann im Haus eine Treppe zur Parterre hochsteigen, schon gelange ich zur Wohnungstür. Umgekehrt abends zur Arbeit genauso. Wirklich praktisch.

Dem alten gammeligen Sofa, das ich von der Vormieterin übernommen habe, wurde durch dicke Überwürfe, die seit Jahren arg gelangweilt im Schrank auf diesen Auftritt gewartet hatten, eine Premiere zuteil. Es ist nicht jedermanns Geschmack, schon klar, doch ich stand auf ein solches Aussehen schon immer – und gestern war ich auf der Premiere: keine Lust ins Bett zu gehen, also ruhte ich unter einer Decke auf dem Sofa und war tatsächlich sofort eingeschlafen. Beim Erwachen drückte, zwängte oder zwickte nichts, nichts tat mir weh, im Gegenteil, ich holte mir aus der Küche ein Heißgetränk und verbrachte dann noch ein weiteres halbes Stündchen mehr liegend als sitzend auf dem Ruhemöbel. Relaxen, das kann man prima auf dem Teil.

Jetzt sind wieder ein paar Nächte Arbeit angesagt, bevor ich die letzten beiden leeren Wände voller Bilder hänge. Wie gesagt, es muss erst einigermaßen fertig sein, bevor ich alles zeige. Dann werde ich mal ein Video versuchen, eine Art Roomtour. Mal gucken 😉

Ich hoffe, dir geht es weiterhin gut. Nur eine Woche noch, dann kann ich endlich mehr schreiben und auch auf Kommentare antworten, was mir mit Mata Hari viel zu lange dauert. Auch mit Stift ist die Tipperei ohne Tastatur auf den Mini-Buchstaben einfach nur horribel.

1 Kommentar
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Barbara
Gast
Barbara
3 Monate zuvor

Da hat das Schicksal mal richtig entschieden: zwei Wochen kein Netz, damit die Kartons dann in den Keller können.
Könntest ja wieder so ein Zeitdingsi einstellen, wo es runterzählt. Falls das mit Mata Hari möglich ist.

Halte durch, lieber Georg.