Apperbart

Nu‘ isses passiert, der Bart is ab. Größtenteils jedenfalls. Immerhin nach bestimmt 10 Jahren meines vollbärtigen Daseins. Biddeschön, das Beweisfoto „Apperbart”. Exklusiv hier geleakt und zum herzhaften Auslachen der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt – aber wohlweislich in einem über weite Bildteile geschwärzten Zustand zum Schutz wesentlicher arg kompromittierender Komponenten versehen, wenn Sie verstehen, was ich meine 🙂

Ansonsten: Die nächsten Arbeitsnächte stehen an. Gehab dich wohl, wir lesen uns, wenn du magst, am Ostersonntag wieder.

4 Kommentare zu „Apperbart

  1. Die Gewöhnung an das Glas Wein war zwar da, aber das Aufhören war gar kein Problem. Schwieriger war es, etwas zum Trinken zu finden, was über Wasser hinausgeht. Süßes Zeug schied aus, und alkoholfreies Bier hatten wir vor zehn Jahren mal versucht und abscheulich gefunden. Inzwischen haben die Brauereien aber dazugelernt, und wir trinken nun ein köstliches alkoholfreies Weißbier einer Münchner Brauerei. Und als Autofahrerin bin ich natürlich beglückt, steht doch die Biergartenzeit bevor.
    Dass die Hautdehnung so sehr zu sehen ist, verwundert, seid ihr Männers von Verwüstungen an der Schönheit eher nicht so betroffen. Am Ende ist es aber wurscht, aufgrund unserer Alters sind wir eh unsichtbar. Können sogar kurze Hosen tragen, ohne dass es wem auffällt 😉

    1. Ja, Barbara, das war bei mir im Grunde alles haargenauso. Auch ich habe ohne jedes Problem sofort mit dem Alkohol aufhören können (als es mir überhaupt bewusst wurde, dass mein Körper sich an ihn gewöhnt hatte) und fand ebenso keinen Ersatz für schmackhafte Getränke. Lange blieb ich beim Wasser. Die einzige Abwechslung waren Glas oder aus der Flasche, mit oder ohne Kohlensäure. Für eine gewisse Zeit half die eigene Trinkflasche. Heute bin ich beim aromatisierten Früchtetee von „Teekanne” angelangt, der mir heiß, warm oder kalt gleichermaßen schmeckt. Nun bin ich kein Kneipen- und Biergartengänger und gehe fast nie außer Haus essen, da ist es für mich natürlich sehr viel leichter.

      Tja, und was den Faltenwurf anbelangt. So isses halt. Mode und Kleidung bei anderen ist mir ebenfalls egal. Ich finde nur schlimm, wenn sich alte Säcke hipp und jugendlich kleiden. Das wirkt ein klein wenig peinlich, finde ich 🙂

  2. Ein Brustbild, welches du hier zeigst;-)
    Mal sehen, ob ich den Mann auch zu einen Kahlschlag überreden kann. Gepflegter sieht es so auf alle Fälle aus, well done!
    Alles hinterlässt leider seine Spuren, fünf Minuten im Mund, und ein Leben lang auf den Hüften (oder so).
    Hier gibt’s seit Januar keinen Alkohol mehr zum Essen, etwas weniger an den gewissen Stellen ist es schon (sind aber beide nicht übergewichtig).

    1. Naja, als adipös würde ich mich zwar nicht bezeichnen, doch am Bauch setze ich sofort jedes Gramm Zuviel an (bei den verbliebenen 178 cm Höhe knapp 80 Kilo = deutliche 10 Kilo Übergewicht). Und die Tittchen sind mehr schlaffe, unansehnliche Hauttaschen als wohlgeformte Brüste 🙂

      Ich war ja mal tatsächlich adipös. Dummerweise ist die Hautdehnung aus jener Zeit kaum oder eigentlich gar nicht nach der Gewichtsreduktion zurückgegangen. Was bleibt ist ein faltiges Irgendwas. Noch dazu bringt mich keiner zum freiwilligen Sport, das klappt nicht, hat noch nie funktioniert. Gegen allzu viel Unförmigkeit hilft halt prima die Farbe Schwarz und ein Vollbart. Wobei mir das vor Jahren noch enorm wichtiger war als heute, deshalb auch der „appe Bart” – mir ist es nämlich mittlerweile wirklich so egal, was jemand von meinem Äußeren hält – ich meine, das sagt jeder, ich hab’s auch früher oft gesagt aber gar nicht so gemeint, sonst hätte ich mich ja nicht hinter Masken versteckt – heute allerdings ist mir das wirklich wumpe. Zumal 85 % der Leute sowieso strunzdumm sind. Auf was sollte ich bei ihnen Wert legen?

      Falls ich mir übrigens den Vollbart wieder wachsen lasse, dann wäre es einzig meiner abgrundtiefen Faulheit geschuldet, denn so etwas pflegeleichtes gibt es kein zweites Mal – egal wie manche Barbiere oder Bart-Fetischisten jetzt empört widersprechen mögen.

      Auf Alkohol weitgehend zu verzichten, besonders auf die Rituale (beim Essen usw.) halte ich für segensreich. Seit 20 Jahren trinke ich ja nun rein gar nichts mehr, weiß aber aus eigener leidvoller Erfahrung, wie unbemerkt man sich an Alkohol sogar unabsichtlich gewöhnen kann. Er hat nun mal leider eine dumme Eigenschaft der Bewusstseinsveränderung, die der davon Betroffene lange Zeit lang nicht einmal selber bemerkt. Aber das ist eine andere Baustelle, tatsächlich verleitet er auch zu übermäßigem Essen – ebenfalls ohne dass man es bewusst wahrnimmt.

      Naja, Süchte und Drogen, persönliche Unsicherheiten und der ewige Wunsch, von anderen geliebt, geschätzt oder sogar bewundert zu werden, ist ein weites, weites Feld, auf dem man von morgens bis abends beschreibungs-mäßig etwas sagen könnte. Jedenfalls genieße ich das mit dem Alter zunehmende Verschwinden solcher Bedürfnisse. Es scheint, als ob all das Psychische genauso wie das körperliche Verlangen allein chemisch-hormonell im Gehirn gesteuert wird. In dem Sinne ist es wunderbar, dass das Alter neben seinen vielen Nachteilen auch diesen riesengroßen Vorteil bietet. Irgendwann stehen wir dann alle nackt und alleine vor unserem Lord und sagen ihm: „So bin ich hier, wie du mich geschaffen hast. Nimm mich zu dir oder lass es bleiben, ich jedenfalls kann nicht anders, ich bin wie ich bin.”

      ’s wird ja heute richtig österlich, nicht wahr? 🙂

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