Ein neuer 3-Punke-Tag

Nicht meine Schuld. Ich musste heute Morgen eine Tüte Pommes essen, weil sie nicht mehr in den Gefrierschrank passte. Der war noch voller als erwartet. Und verkommen lassen oder wegwerfen, das geht ja nun mal gar nicht. Also habe ich mich von den Umständen breitschlagen lassen und die Pommes verwertet. Eigentlich sollte ich für mein vorbildliches ökologisches Verhalten sogar eine Auszeichnung erhalten, findest du nicht?

Tja, allerdings ganz ohne Rezept, nur mit Salz, Ketchup und Mayo. Der gute Özdemir wird sicher schimpfen, und hätte er nicht gerade schon den Auftrag „Rezepte von den Grünen” vergeben – auch wenn die nicht so heißen ist das keine Satire – dann wäre für ihn sicher mein Pommes-Verzehr der Initialzünder gewesen, mich und meinesgleichen zu retten. Also iss auch du noch schnell, was dir schmeckt, denn schon morgen könnte in Fertigprodukten überall Dinkelkram drin sein. Oder Insektenmehl, wer weiß das schon?

Danach habe ich mir dann den schon älteren Spielfilm „A Perfect Day” angeschaut. Ein wunderbarer Film, und trotz all des Kriegselends mit einer gehörigen Portion sarkastischen Humor versehen.

Tricksen, täuschen, desinformieren – und aufregen

Eigentlich bin ich ja gar nicht hier, nicht online, habe keine Zeit, gehe gleich zur Nachtschicht, aber meine Empörung muss noch schnell raus. Das Tagebuch als schnelles Überdruckventil sozusagen:

Falls du dich, wie ich, immerzu wunderst, weshalb in der Kriminal- und Gewaltstatistik so viele rechtsextreme Straftaten regelmäßig aufgelistet werden, dann wird die Frage interessant, was genau denn als rechtsextrem gilt. Das ZDF zeigt es dir: Der Islamisten-Aufmarsch in Hamburg wurde zuerst ein paar Tage lang von ARD und ZDF komplett verschwiegen und heute, da er einfach nicht mehr zu verschweigen ist, vom ZDF als „rechtsextrem” bewertet. Islamisten fordern nicht ein Kalifat, sondern Rechtsextreme – aha, so wird’s gemacht, da kommen sie also her, die vielen Nazis im Land. Unfassbar.

Wer’s noch nicht gewusst hat: die CDU wollte die Demo im Vorfeld nicht erlauben, die Hamburger Grünen und die SPD stimmten aber gegen ein Verbot.

Und falls du als Kaffee-Ersatz noch ein Tässchen Anregung für deinen Blutdruck brauchst – wie wär’s denn damit: der 75-jährige Gérard Depardieu soll in Paris festgenommen worden sein. Warum? Spionage für Russland? Nein, wegen sexueller Belästigung.

Das reicht dann für heute als Aufreger des Tages, nicht wahr? 🙂

Rentenpolitik

So, dann verabschiede ich mich mal wieder bis Dienstag irgendwann im Laufe des Tages; muss ein wenig für meine Minirente tun. Bei rund 95 Stunden im Monat liegt sie auf Bürgergeld-Niveau, so dass ich in wenigen Jahren Flaschen sammeln gehen muss oder, falls es gut läuft, in derselben Firma bis zum Umfallen „hobbymäig” weiterarbeiten kann.

Weshalb ich nicht mehr bzw. länger arbeite?

Ganz einfach. Erstens wäre die Rente dann nur unwesentlich höher und zweitens, viel wichtiger: die Freizeit wäre seit Jahr und Tag nicht vorhanden gewesen. Sie ist schließlich ebenfalls ein Wert, dem ich wahrscheinlich sogar meine geistige und seelische Gesundheit zu verdanken habe.

Inneres Ich: „Geistige Gesundheit??? ”

Bitte mobbe diese unselige Unke durch Nichtbeachtung.

Drittens besteht ein hohes Risiko, wie bei etlichen anderen auch, die „Rente mit 67” gar nicht mehr zu erleben. In diesem Fall wäre ich zwar von den Grünen und all dem Irrsinn, der uns zweifelsohne noch bevorsteht, für immer befreit, was eine nicht zu unterschätzende Wohltat bedeuten würde, doch wäre ich dann ganz ohne positive Lebenserinnerungen nur als Arbeitssklave vorhanden gewesen, was sich als noch ärmer als mit einer zukünftigen Minirente samt Freizeit-Job darstellen würde, oder wie armselig sich die Leere beim Ausfüllen der Liste des Erlebten bzw. der Taten vor der Himmelspforte anfühlen würde.

Inneres Ich: „Wie? Du gehst nicht arbeiten der persönlichen Erfüllung wegen? Beschäftigung als sinnstiftendes Element deines Daseins? Stichwort: Beruf als Selbstverwirklichung?”

Nun gut, Mobbing liegt mir fern. Ich gehe mal darauf ein. Erfüllung bei der Arbeit? Wer sagt denn so etwas? Ein solcher Beruf müsste für mich erst mal erfunden werden. Ich arbeite, damit ein Grund besteht, die Kloschüssel regelmäßig zu spülen.

Inneres Ich: „Naja, du hast einfach versäumt, für wenige Jahre in die Politik zu gehen. Mit deinem großen Maul wärst du sicher für vielleicht 4 Jahre in irgendeinem regionalen Parlament gelandet und bekämst damit eine Altersversorgung weit, weit oberhalb einer Mini-Rente.”

Aha, Betrug lohnt sich also, möchtest du mir das sagen?

Inneres Ich: „Ach, die Moral. Nimm’s mit Bertolt Brecht. Und außerdem kann Betrug auch Spaß machen. Überhaupt: es ist nie zu spät. Darüber hinaus würde es dir Einblicke in lokale Machtstrukturen ermöglichen und du könntest dich nach Herzenslust schmieren lassen. Wäre das keine super Idee für deine Rente?”

Ein interessanter Gedanke, besser als Flaschensammeln wär’s allemal. Die Rache der Rentner oder so. Was hältst du als Leserin bzw. Leser von dieser Überlegung?

„Wehrt euch, leistet Widerstand …”

Das folgende Lied, die Hymne der Grünen in den 70er und 80er Jahren, hatte ich selber während meines polizeilichen Abtransportes auf etlichen Anti-AKW-Demos in meiner Jugend lauthals mitgesungen: „Wehrt euch, leistet Widerstand, gegen das Atomkraftwerk im Land! Schließt euch fest zusammen, schließt euch fest zusammen! Wehrt euch, leistet Widerstand …” Okay, zu jener Zeit war Nancy Faeser noch ein Kind und Haldenwang ein Student. Und ich bin heute heilfroh, dass auch Film-, Foto- und Audioaufnahmen damals eher die Ausnahme waren. Nicht vor Angst, wegen des Aufrufes zum Widerstand nachträglich als Delegitimierer zum Beobachtungsfall für Haldenwangs Inlandsgeheimdienst zu werden – wer gegen AKWs singt, erntet im Gegensatz zu früher heute eh staatliche Belobigungen – als vielmehr aus purer persönlicher Scham über meine eigene Dummheit, die sich in etlichen solcher und ähnlicher Jugendsünden manifestierten.

Aktuell wird übrigens mit einem leicht abgewandelten Text der gleiche Widerstand-Song zum Beispiel von „Fridays For Future” gesungen. Auch dabei fühlt sich naturgemäß niemand der grün-linken Regierung irgendwie delegitimiert. Wie es sich mit der Scham einiger Teilnehmer in 30, 40 Jahren verhält, vermag ich nicht zu sagen. Die Chance auf bildliches „Beweismaterial” ist aber bedeutend größer.

Wer allerdings den Widerstand wegen der verpfuschten Wirtschaftspolitik der Grünen auf ein Plakat schreibt („Preiserhöhung + Inflation = Politikversagen. Widerstand jetzt”), gilt wegen der Aufforderung zum Widerstand nun als Verfassungsfeind und steht fortan unter Beobachtung der Schlapphüte. Finde den Unterschied!

Inneres Ich: „Weil es sich nicht so schön reimt und weil es nicht gesungen wird?”

Das wird’s wohl sein 🙂

In der Ferne vorbeiziehende flatterhafte Gedanken

Heute nur mal eine gedankliche Skizze zur Einsichtsfähigkeit – oder: Besser spät als nie. Die Einsicht einer verfehlten Migrationspolitik ist in Schweden bei den einstigen Befürwortern der grenzenlosen Zuwanderung angekommen. Die Realität macht’s möglich, könnte man sagen. In der Bevölkerung hierzulande sieht es langsam recht ähnlich aus, hingegen ist diese Einsicht in der Politik nicht angekommen. Man fragt sich, was noch geschehen muss, damit sie ihre Irrtümer zugibt und gegensteuert. Wir Deutsche neigen ja allgemein sowieso weniger zur Einsicht als vielmehr zur Besserwisserei. Anstöße für eine Umkehr kamen und kommen immer von außerhalb – und selbst damit brauchte es in der Vergangenheit meist noch eine ganze Generation, um die eigenen deutschen Fehler einzugestehen. Von „das hat der Adolf nicht gewusst” über „in der DDR war ja nicht alles schlecht” bis hin zu Corona und dem Klimairrsinn: die eigenen Fehler werden wohl erst in XX Jahren eingesehen werden, wenn die Welt um uns herum längst eine andere Politik betreibt (siehe Energiepolitik).

Wie gesagt, nur Skizze heute. Ein schönes Wochenende wünsche ich dir.