Luxusproblem besentechnischer Natur – Lösungsansätze

Dank Barbaras Tipp ist das hier nun die Lösung meines Fussel-Problems. Es stimmt zwar, was ich über den schmalen Besen mit normalen Borsten schrieb; in seinen Borsten sammelt sich weniger Staub, doch das Fege-Ergebnis lässt zu wünschen übrig, denn ich musste den Fusseln damit förmlich nachjagen. Die sind nämlich dermaßen freiheitsliebend oder uneinsichtig, dass sie mühelos über oder seitlich neben den Besen sprangen und dann wie kräftig angeschubst erstaunliche Wegstrecken zurücklegten. Man könnte ihr Verhalten schon als eine ordentliche Provokation verstehen, wenn nicht gar als eine delegitimierende Verhöhnung des starken Arms. Wie immer: Auf ein Bild klicken = größere Ansicht.

Nun denn, abgesehen vom vorherigen Lehrgeld, kostet so ein Gummiborstenbesen ohne Stiel bei Rossmann tatsächlich nur 3,99 Euro. Alter Besen abgeschraubt, neuer aufgeschraubt, und siehe da, schon ich bin wieder uneingeschränkter Herr über die vielen Fusselschweine. Klappt ausgezeichnet!

ABER: Bei Rossmann im Laden war ich mal wieder leicht überfordert. Denn neben dem tollen Noppenbesen lag doch tatsächlich ein „Wunderkehrer” aus Schaumstoff. Ehrlich, der nennt sich laut Etikett selber so. Mein leichtgläubiges Herz und mein manipulationsanfälliges Gehirn ließen mich dann unschlüssig im Gang stehen: Der oder der oder beide? Ich tendierte wegen der größtmöglichen Studienobjektivität für die anstehenden Untersuchungen im heimischen Verbraucher-Testlabor ja bereits für beide, benötigte aber noch den winzigen Entscheidungsimpuls von außen. Zufällig hielt sich eine Mitarbeiterin im Gang auf. Ich fragte sie angesichts des Namens, ob man damit beim Fegen denn auch tatsächlich Wunder erleben werde: „Was glauben Sie?” Darauf antwortete sie im ernsten Tonfall: „Oja! Den habe ich auch zu Hause. Da brauchen Sie nur leicht drüberziehen und weg ist der Dreck.” Was hat Rossmann doch für ambitionierte und in der Verkaufsförderung fachlich kompetente Mitarbeiterinnen, ich musste staunen. Also kaufte ich beide, war eh klar. Auch das Schaumstoff-Wunder kostet nur 3,99 Euro. Welcher nun besser ist, das wird sich erst noch erweisen. Ich tendiere aber zum Noppenbesen, weil beim Schaumstoffwunder die Kehrbewegung nach vorne unkomfortabel ist. Das mag er nicht so auf trockenem Boden, nur ziehen, das geht leicht. Beim Noppenbesen hingegen geht beides gleich gut. Das sagt aber noch nichts über das Ergebnis nass-trocken usw. aus. Eine umfängliche Vergleichsstudie beginnt in den nächsten Tagen.

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Barbara
Gast
Barbara
13 Tage zuvor

Freut mich, dass dich der Besen überzeugt. Ich hole längst schon nicht mehr regelmäßig den Staubsauger raus, viel zu anstrengend. Es wird gekehrt und falls nötig, feucht gewischt. Dazu habe ich mir das Swiffer System (10 Euro incl. 1 Packung Tücher) gekauft. Das ist dann noch mal ein Stil mit unten was dran. Da wird eines der Feuchttücher eingeklemmt und los geht’s. Obwohl wir zuhause in Crocs rumschlurfen, ist das Tuch jedesmal saudreckig. Ja, es ist nicht umweltfreundlich, aber ich verabscheue den Geruch des vor sich hintrocknenden Feudels. Gibt auch trockene Tücher in dem System, damit kann man vorher noch den Wollmäusen zu Leibe rücken.
Aber dafür hast du ja jetzt den Wunderkehrer.