Räumen, umhängen, rücken usw.

Bin am Umbauen. Räumen, neu designen, gestalten, einrichten – sowas halt. Ein klein wenig nur, denn wir sind ja alle Frauen, was sich am femininen Räum-Gen deutlich zeigt, nicht wahr? Wobei ich am liebsten das übernommene überdiemensionierte Übereck-4er-Sofa auf den Sperrmüll werfen würde, denn den Platz brauche ich nicht im Geringsten. Ein 3-er-Sofa vor dem Vorhang würde absolut genügen. Allerdings frage ich mich, wie dieses Monster-Möbel überhaupt aus der Wohnung geschafft werden könnte. Durch das überbreite Fenster im Küchenerker wäre es vielleicht möglich.

Das waren ein paar Sätze mit „über“. Naja, über die kommenden Monate vielleicht.

Aus dem Keller habe ich den zweiten der Drehstühle hochgeholt und zusammengebaut. Falls du dich erinnerst, er gehörte zum damaligen Doppelpack (Reserve) des Lottogewinn-Drehstuhl-Konsums für den Schreibtisch. Da kommt ein anderer hin, der unterwegs ist. Die nun beiden identischen grauen Drehstühle stelle ich an den Tisch im Küchenerker. Warum? Weil sie ungeahnt bequem sind und ich gerne beim Ausblick in den Park am Tisch länger sitze; sitzen und sinnen, ein gepflegtes kostengünstiges Hobby. Noch kann ich kein Foto davon machen, denn ich warte nämlich gerade auf eine graue Wachstischdecke für den runden Küchentisch. Der Anblick soll farblich zu den Stühlen wenigstens etwas besser passen. Wenngleich die vorherigen Regiestühle am Besten aussahen, aber die Farbe Weiß, weißes Leinen (kann auch grobe Baumwolle sein, die sich wie Leinen anfühlt), das nimmt tatsächlich mit der Zeit ein fieses Grau durch meine schwarze Jogginghose an und sieht ziemlich schmutzig aus. Überhaupt dass Kleidung dermaßen abfärben kann, hätte ich nicht gedacht.

Inneres Ich: „Kleidung? Oder solltest du deinen Schlabber-Look vielleicht schlicht etwas öfter wechseln?”

Man ignoriere das provokante Innere einfach.

Momentan überlege ich nur noch, ob ich die Armlehnen der Drehstühle abschrauben soll oder nicht, was leicht möglich wäre. Gemütlicher ist’s ja mit Lehnen, wahrscheinlich bleiben sie also dran.

Du siehst, meine Gedanken drehen sich gegenwärtig gemeinsam mit den Stühlen nur um solche Schiebe-Umstell-Und-Neu-Anordnungsdinge; alles andere meines gewöhnlichen Interesses verbleibt derweil im Hintergrund des fragwürdigen Gehirns. Morgen gibt’s dann ein Foto vom Küchenerker.

Genieße in der Zwischenzeit einen der letzten Sommertage, Ade für heute, man liest sich.