Verblendung

Letzte Nacht gab es eine kleine Bastelstunde. Zwischen dem Schreibtisch und den Beginn des jeweiligen Monitors ist bekanntlich so ungefähr eine Handbreit Platz. Wenn nun hinter den Monitoren ein Licht leuchtet oder auch tagsüber, wenn es hell ist, dann sieht man diese ungeheure Menge an Kabel. Für alles mögliche. Sie sammeln sich im Laufe der Zeit auch stets an. Dazu gesellt sich natürlich Staub. Es sieht einfach furchtbar aus. Schon öfter hatte ich bei diesem Anblick die Idee einer Verblendung dieses Spalts. Der Spalt zieht sich über 5 Monitore, braucht aber nur über 3 1/2 Monitore inklusive Zwischenräume verblendet werden.

Wie gut, dass ich noch eine uralte dicke Bodenschutzplatte aus Kunststoff unterm Bett liegen hatte. Das ist so ein Teil, über das ein Schreibtischstuhl mit Rollen gleiten soll. Das war früher mal nützlich, um das schwergängigere Rollen über Teppichboden zu erleichtern. In der neuen Wohnung benötige ich das aber nicht. Also ebkes ausgemessen und 2 Steifen von 8,5 cm Breite und jeweils 110 cm Länge abgeschnitten. Das sind also 2,20 Meter Länge. Das Schöne ist, dass der Streifen flexibel bleibt und er sich in einem Halbkreis großzügig komplett unter die Monitore samt Zwischenräume legen lässt – besser ausgedrückt, aufstellen lasst. Und er braucht nirgendwo geklebt zu werden. Seinen Halt findet er, indem er zwischen den Monitoren und deren Ständer wie in einer Schiene eingeklemmt ist. Man richtet ihn also aus durch nach rechts und links verschieben.

Nun ist er aber transparent; ich sah die Kabel also immer noch dadurch. Also beklebte ich ihn einfach mit dem Wunder-Allzweck-Panzerband in Schwarz. Und siehe da: Es sieht bedeutend ordentlicher aus.

Klar: Schwarz zu fotografieren und dann auch noch von mir – da erkennt man natürlich kaum etwas. Klick auf ein Bild = größer. Trotzdem: In Echt sieht das ganz anders aus. Viel besser.