Nun habe ich doch vier grottenschlechte Spielfilme angeschaut. Nein, es lohnt nicht, sie zu erwähnen. Außerdem habe ich die Titel schon wieder vergessen. Selbst von den guten Filmen vergesse ich die Titel. Ebenso von allen gelesenen Büchern. Keine Ahnung, wieso das so ist. Lese ich aber nur eine Zeile oder höre vom Inhalt des Erzählten, weiß ich sofort, um was es geht und Buch oder Film ist mir wieder so präsent wie am ersten Tag. Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn ich mehrere schlechte Filme so ziemlich nacheinander sehe, macht sich im Kopf der Verdruss breit und ich kann am selben Tag erst mal überhaupt keine Filme mehr sehen. An diesem Punkt befinde ich mich gerade. Filme? Geh mir bloß wech damit 🙂
Eine solche Situation verführt natürlich leicht zu Fressorgien. Nein, ich reiße mich zusammen – aber in Versuchung kam ich schon.
Zwischen den Jahren gibt es auch kaum erwähnenswerte News, das Internet ist vergleichsweise still. Konsum ist genauso wenig angesagt wie etwaige Reparaturen, Bastel- oder Werkereien. Multimedia-Gedaddel mochte ich noch nie, auf Nebelwanderungen habe ich keine Lust und mein Nachbar, den ich heute besucht habe, ist längst auf seiner Nachtschicht. Die Familie, die kann mich mal, Weihnachten ist vorbei, zwischen den Jahren muss es nicht auch noch familiär werden. Die wenigen Freunde sind alle mit den Ihrigen beschäftigt oder im wohlverdienten Urlaub. Mein Interesse an irgendetwas entspricht derzeit dem eines Bären im Winterschlaf, der kurz mal eine Auge halb öffnet und sich laaange überlegt, ob es Sinn macht, sich an der leicht juckenden Stelle am Rücken zu kratzen, oder ob dieser Bewegungsaufwand doch vielleicht unverhältnismäßig und viel zu groß ist. Während dieser schwerwiegenden und bedeutsamen Gedanken schläft er wieder ein.
Jetzt ist’s sowieso mitten in der Nacht, mal schauen, ob mir im Laufe des morgigen Tages noch etwas Gehaltvolleres einfällt. Ansonsten lass uns doch ruhig mal eine Runde einfach so dahin dösen.