Nix wie wech

So, 17 Uhr hamwoss, nachher gehe ich zur Arbeit, morgen dasselbe, und bin dann bis Neujahrsabend erst mal komplett verschwunden. Kein Kummer macht sich breit, sondern Freude, dass ich an diesen Tagen arbeiten darf. Denn wäre dienstfrei, würde ich mich sowieso von der Öffentlichkeit fernhalten und mich vor ihr verstecken, doch so wie in diesem Jahr bekomme ich das Verstecken sogar doppelt bezahlt – wobei meine Verweigerungshaltung eher weniger mit anderen Menschen zu tun hat, also grundsätzlich, meine ich, sondern viel mehr ist sie so’n Charakterding, ist bei Karneval genau gleich, nämlich das Vermeiden kollektiver Ausgelassenheit zu einem festen Termin oder, wie beim Karneval, Freude auf Kommando. Sämtliche Grenzen fallen, die größten Schwachmaten betatschen einen und jene, um die man im normalen Leben zumindest gedanklich einen Bogen macht, drücken einem ihre wulstigen Lippen ungefragt ins Gesicht. Ausgerechnet mir, der ansonsten wegen seiner „Nazi-Meinungen” von diesen Gutmenschen meist nur übel beschimpft und gecancelt wird. Bäh!

Also dann mal viel Spaß in diesem munteren Reigen. Den ganzen Tag lang höre ich schon im Geiste Alice Cooper: „No more Mr. Nice Guy. No more Mr. Clean …”