Eine CDU-Wählerbeschimpfung

Tja, liebe CDU-Wähler, ihr hättet es wissen können, wenn ihr’s denn gewollt hättet: Der Bramarbas Merz hat nun sein letztes Wahlversprechen gebrochen und macht das genaue Gegenteil. Das ist der Unterschied zu Trump und Vance in den USA; sie halten ihre Versprechen.

Und wie geht’s nu‘ weiter?

Jetzt werden einige sich ihre Nase vergolden lassen. Deutschland ist unterwegs zu einer korrupten Bananenrepublik. Die Schulden können nie mehr zurückgezahlt werden, das heißt, auf unbestimmte Zeit werden allein die Zinsen den Haushalt auffressen. Die erste Zinszahlung für die 500 Milliarden Euro Corona-Soforthilfe werden gerade fällig, der Beginn der Zahlung für jene neuerlichen viele hundert Milliarden ein paar Jahre später. Hinzu kommt ab 2027 die enorme Verteuerung durch den EU-Angleich der CO2-Besteuerung. In den nächsten zwei bis vier Jahren ist es dann vorbei mit unserem Wohlstand – und du, liebe CDU-Wählerin und CDU-Wähler trägst durch deine Wahl am vorletzten Sonntag die Verantwortung dafür.

Auf die Barrikaden? Generalstreik?

Das wird nicht funktionieren, und weißt du auch warum nicht? Weil du, wie alle CDU-Wähler, immer noch nicht glaubst, was uns bevorsteht. Obwohl du, anders als ein Rind vor dem Schlachthof, denken kannst, verhältst du dich wie dieses Vieh, denn bei der letzten „Sonntagsfrage” legte die CDU sogar noch an Stimmen zu. Mein Gott … [ich kann gar nicht öffentlich sagen, was ich über CDU-Wähler denke]

Es hilft auch leider nichts mehr, sollte in vier Jahren die AfD die Regierung anführen, denn das Geld wird dann weg sein. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass bei einem zukünftigen Regierungswechsel noch ein Cent des „Sondervermögens” – und wir sprechen hier insgesamt von Billionen – übrig sein wird; das wird schon rechtzeitig vorher beiseite geschafft. Es werden einige Leute ausgesorgt haben.

Die letzte Chance mit zwei blauen Augen noch an der Katastrophe vorbeizuschliddern besteht in einer Abwahl der Regierung in einem oder in zwei Jahren. Nur dazu müsstet ihr, liebe CDU-Wählerinnen und CDU-Wähler, dann auch bereit sein, denn leicht wird die Durchsetzung einer Neuwahl sicher nicht.

Aufrünstung und Wehrpflicht? Nein Danke!

Bei all meinem Eintreten bei der Bundestagswahl für die AfD als tatsächlich einzig wählbare Alternative, um einen echten Politik- und Wertewechsel herbeizuführen, bleibt meine fundamentale Ablehnung für alles Militärische dennoch davon unberührt. Auf gar keinen Fall möchte ich die Wiedereinführung der Wehrpflicht erleben und sehe auch eine Armee als Verteidiger unseres Landes schlussendlich als einen Fehler – denn die deutschen Armeen wurden in der Vergangenheit und werden in der Zukunft stets zur Zerstörung des eigenen Landes benutzt bzw. waren dessen Ursache. Wir sind weder die Schweiz, also ein kleines Land, das schnell mal überfallen werden kann, noch sind wir Israel, das sich von Feinden umzingelt vor Übergriffen der Nachbarn berechtigterweise zu verteidigen hat. Auch sind wir keine gewachsene Nation, für deren Werte ich jemals in den Kriegstod gehen würde.

Den Krieg als Fortsetzung der Diplomatie, Krieg zum Durchsetzen nationaler Interessen, all das lehne ich für Deutschland in Mitteleuropa strikt ab. Seit der Staatsgründung 1871 hat niemand Deutschland je angegriffen oder es erobern wollen, aber umgekehrt gingen die Kriege letztendlich von Deutschland aus. Die Existenz der von der Sowjetunion beherrschten DDR war keine russische Aggression, sondern die Konsequenz des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion der deutschen Armee mit Abermillionen russischer Todesopfer. Margaret Thatcher wollte aus Sorge vor dem Erstarken eines deutschen Nationalstaats die Wiedervereinigung verhindern. Das halte ich zwar für eine Übertreibung ihrer Furcht, doch es zeigt, dass ich mit meiner Meinung der Ablehnung des Militarismus in Deutschland und der Sorge um die genetische Veranlagung der Deutschen, ihn immer wieder zu erneuern (für Star-Trek-Fans: Ähnlich wie die Borg) sicher nicht alleine dastehe.

Deutschland ist auch keine Weltpolizei. Davon abgesehen möchte niemand ein solch marodes Land tatsächlich erobern wollen. Was die „feindliche” oder „demografische” Übernahme durch den Islam betrifft, nun, davor bewahrt uns auch keine Bundeswehr.

Heute wollen alle Parteien mit Ausnahme der Linken die Bundeswehr erneut aufrüsten. Das ist ein Dilemma, denn alleine aus diesem Grund kann ich keinen Sozialismus wählen, der das Land dann trotzdem vor die Hunde gehen lässt. Am Ehesten stimme ich dem BSW zu, wenn – ja, wenn Frau Wagenknecht nicht die Linken-Politiker ins Boot geholt hätte und in Thüringen nicht eine undemokratische Blockparteien-Koalition eingegangen wäre, die die Brandmauer gegen die AfD aufrecht erhält. Das BSW ist damit keine Partei für einen Wandel, sondern nur fürs Weiter so.

Tja, was macht man da? Wie ist das Dilemma aufzulösen? Was steht an vorderster Stelle, was ist das Wichtigste in der Politik und über was kann mitunter noch diskutiert und verhandelt werden? Gut, dass jetzt keine Wahl mehr ansteht, denn ich wüsste momentan für mich keine Lösung des Dilemmas.