Oha! Mir wurde „unter der Hand” gesagt, dass es schwierig sei, mein Blog irgendwie ernst zu nehmen, wenn ich in einer Welt, die aus den Fugen gerät, es für notwendig erachte, einen Tagebucheintrag zu veröffentlichen, der von der ungeheuren Wichtigkeit berichtet, einen Knopf an mein Hemd anzunähen. Das ist wohl so. Tatsächlich. Im Weltmaßstab wäre es nicht mal vergleichbar mit einem Sandkorn aller Strände dieser Erde, stimmt.
So wird es dennoch erheblich negativ relevant, wenn man mit diesem Hemd unterwegs ist und plötzlich wie in den 1970er Jahren mit weit aufgeknöpftem Hemd die eher spärlich behaarte Brust zur Schau tragen muss. In der Sekunde der Wahrnehmung des textilen Defekts wird der fehlende Knopf zu einem allumfassenden Ärgernis und die später folgende Freude an der Behebung dieses konstruktionsbedingten Fehlers mit Bordmitteln, sie wird zu einem meistens nur ein Mal im Jahr stattfindenden Event der Genugtuung. Dagegen ist der umgefallene Sack Reis in China nichts.
Um die persönliche Relevanz der Dinge zu unterstreichen, teile ich hier und heute mit, dass ich gegenwärtig ziemlich gelangweilt das Ende des gerade stattfindenden Regens abwarte, um anschließend zu Edeka zu gehen, damit ich den schwindenden Vorrat an Kaffee, Käse, Quark und, für die morgige Arbeit, an Bananen wieder aufstocke. Auf diesem Weg werde ich als Nichtraucher (E-Dampfen ist kein Rauchen!) auch dem Tabakladen einen Besuch abstatten, der im Ort nämlich als Postfiliale fungiert, um im Postfach nach möglichen Sendungen Ausschau zu halten – oja, ich besitze ein Schließfach für meine Post dort (kostet nur 20 € pro Jahr), damit wegen der Nachtschichten zu tagschlafender Zeit bei ausgeschalteter Türklingel der elenden Klopferei vorgebeugt wird (Ihre Klingel funktioniert nicht, Sie haben Post).
Zu guter Letzt teile ich dir als interessierte Leserin bzw. als ein ebensolcher Leser meine Gedanken mit, die sich momentan um die Frage drehen, ob es sinnvoll und geboten wäre, anschließend der Bewegung zuliebe ein Stück weit einen Spaziergang auf dem „Voltaire Weg” im hiesigen Wald zu unternehmen. Da befinde ich mich mit dem faulen Inneren Ich, das mich in dem zu Regenschauern neigenden Wetter geschickt und listig an meine Hydrophobie erinnert (igitt, nass), momentan noch in einem Disput, dessen Ausgang ich justamente nicht vorherzusagen vermag.
Davon wird ein Blog doch erst lebendig! Ich lese alles gerne, von Politik und Zeitgeschehen bis zum Airfryer und Knopf annähen.
Nichts davon ist banal, es ergibt eine gute Mischung.
🙂 (eigentlich soll hier die Hand mit Daumen nach oben hin, ich weiß aber nicht, wie ich die im Blog erzeugen kann)