Stilles Rollen

Für unterm Schreibtisch benutze ich solch einen gepolsterten Vorkriegs-Hocker, auf den man bequem sitzen oder, wie in meinem Fall, die Beine legen kann. In meiner Jugend fand ich das Design solcher Möbel hässlich und altmodisch, heute liebe ich gerade die geschwungenen Formen. Wie dem auch sei. Wenn ich nachts vor den Monitoren „abhänge” und den Hocker etwas verschiebe, macht sein Holz auf dem Boden einen Heidenlärm. Jetzt könnte ich natürlich Filzgleiter unter die 4 Beine anbringen, aber das wäre wiederum viel zu einfach für meine verborgenen Handwerker-Gene. Warum denn nicht gleich 4 Rollen wie am Küchentisch, die sich übrigens sehr bewährt haben? Zumal der Hocker zu meinen Lebzeiten sowieso nicht mehr als originale Antiquität verhökert werden wird und eigentlich für meine Sitzposition geringfügig zu hoch war. Und drittens: Wenn ich schon die praktische Bosch-Handsäge besitze, so sollte ihr von Zeit zu Zeit doch ein klein wenig Aufmerksamkeit und Wertschätzung gewidmet werden, schhließlich ist die Säge eine weibliche Kreatur, und was das wiederum mit Beachtung zu tun hat, spricht bekanntlich für sich, nicht wahr?

Maß genommen, mit weiblicher Konsequenz abgesäbelt, Rollen angeschraubt = eine Steigerung der Bequemlichkeit bei absoluter Laufruhe (klick aufs Foto = größer):

Deutsche Justizbehörden, schämt euch!

Um sich mit keinem Freispruch auf ganzer Linie zu blamieren, wurden der politisch verfolgte Herr Ballweg zwar grundsätzlich freigesprochen aber in zwei Fällen wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Er saß 9 Monate in Haft. Bei den beiden Steuerhinterziehungen, für die er nun zu 30 Tagessätzen á 100 € zur Bewährung verurteilt worden ist, handelt es sich – und nun halte dich fest! Ich zitiere NiUS: Um

„Umsatzsteuervoranmeldungen im Umfang von einmal 11 Euro und einmal 8 Euro für Parfüm und eine Hundematte, die der Angeklagte über seine Firma abgerechnet hat. […]”

 

Dazu kommen drei Fälle von versuchter Steuerhinterziehung in Höhe von insgesamt ca. 2.000 €, die Herr Ballweg dem Finanzamt nicht fristgerecht anmelden konnte, weil er zu dieser Zeit in Haft saß, und weil er davon ausging, dass sie von seinem Steuerberater angegeben wurde, was aber nicht geschehen war.

Wohlgemerkt es handelt sich bei den 2.000 € nicht um Steuerhinterziehung, sondern um versuchte Steuerhinterziehung. Also bleibt es lediglich bei einem Schaden von insgesamt 19 €. Achte mal darauf, in welchen Medien dieser wesentliche Inhalt verschwiegen wird, wenn dort in fetten Buchstaben und Vorwürfen etwas von Verurteilung wegen Steuerhinterziehung berichtet wird; dann weißt du, was von solch einem „Journalismus” zu halten ist.

Das, genau diese Teilverurteilung zur Gesichtswahrung, hat das Gericht jetzt sogar besonders blamiert und darüber hinaus das Vertrauen in den Rechtsstaat zutiefst erschüttert. Diese Uneinsichtigkeit, Fehler zuzugeben, hat den größten Schaden für das Land und seine Justiz verursacht.

Schokopreise

Nutella wird womöglich noch teurer. Überhaupt Schokolade, da die Haselnussernte ausgefallen sei. Nun, wer glaubt daran, dass, wenn diese aktuelle „Krise” vorbei sein wird und es wieder genügend Nüsse gibt, die Preise dann zum vorherigen Niveau heruntergehen? 🙂

Mich trifft die Teuerung der Schokolade nicht mehr. Das war zwar vor Jahren noch so, doch schon 2018 zogen ganz ohne Krise die Preise spürbar an. Schokolade esse ich längst nicht mehr, denn ich kam mir – um zu sagen, wie es ist – verarscht vor. Wie „NiUS” schreibt, kostet eine kleine Tafel „Ritter Sport” heute 2,30 Euro (ich bin da preislich nicht auf dem Laufenden). Und das jedenfalls vor der nun einsetzenden neuen Preisspirale. Himmel, 5 Deutsche Mark für eine kleine Tafel Schokolade!

Was die Leckereien betrifft, da bin ich auf tolles Gebäck umgestiegen. Erst jüngst habe ich super schmackhafte Kekse entdeckt – auch teurer, doch von den Schokoladenpreisen noch meilenweit entfernt.

So, und falls du dich über die heutige enorme Wichtigkeit des Themas hier im Tagebuch wundern solltest, nuja, eigentlich wollte ich ein Bastel-Eintrag schreiben, das verschiebt sich aber auf morgen. Auch wegen Lieferproblemen bzw. der Zusage gefolgt von der Verschiebung des erwarteten Liefertermins, dessen Inhalt aber benötigt wird. Und etwas anderes als Schokopreise fällt mir auf die Schnelle nicht mehr ein, will ich dich und mich doch nicht mit politischen Themen abermals an den Rand der Verzweiflung führen, nicht wahr?

Rente mit 70

Letzte Woche waren es vielleicht 10 Minuten Gesamtzeit, in der ich mit dem Zeigefinger und dem Daumen auf den Knopf der Sprühfarbe gedrückt hatte, um das neue Sitzblech schwarz zu lackieren. 10 Minuten. Verteilt in einer halben Stunde. Warum betone ich das jetzt so sehr? Weil ich tatsächlich zwei Tage lang am Wochenende im Zeigefinger, dem Daumen und dem Handgelenk Muskelkater bekam. Unfassbar!

Der komplette Körper baut in Riesenschritten ab. Naja, wem sage ich das? Jede untypische Bewegung führt augenblicklich zu einer leichten Zerrung oder zu folgendem Muskelkater. Ob Schulter, Rücken, Arme, Beine; es ist furchtbar. Diesen Verfall kann man mit Training natürlich verlangsamen, aufhalten lässt er sich aber nicht. Beim einen beginnt er später, beim anderen früher. Aber dann sollen alle länger arbeiten müssen. Krücken bis ins hohe Alter für Millionen junge Zuwanderer, die einfach gar nichts tun. Doch Halt, das zu sagen ist populistisch und Nazi-Sprech. Also sei still, Georg! Die Alten zur Maloche zu schicken, das ist dann selbstverständlich kein Populismus, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit, is‘ klar. Aber ich schweife ab.

Ich werde sowieso bis zum Umfallen hinzuverdienen müssen. Allerdings auch wollen. Denn ich habe eine Idee, die schon ziemlich ausgereift ist und die verspricht, mir sogar großen Spaß zu machen. Etwas das mir liegt, auf das ich mich sogar freue und was ich früher einmal in meiner Studentenzeit so ähnlich zwei Jahre lang gemacht hatte. Noch kann oder möchte ich nichts dazu sagen, denn es kostet einiges an Investition, die aber in absehbarer Zeit möglich wird. Ich merke gerade, ich fang schon automatisch an zu erzählen – Stopp, es dauert noch 🙂

Sonst gibt’s nichts Neues aus meiner kargen Hütte. Gehab dich wohl und bis morgen.

Windmühlen

Es tut mir ja wirklich leid, doch ich habe gegoogelt und wurde nur bei „NiUS” fündig, was in Übersetzung Präsident Trump nun genau über die Windräder gesagt hat. Alle anderen Medien halten es nicht für notwendig, seine Worte zu übersetzen und begnügen sich mit Zusammenfassungen, die natürlich wieder mit Adjektiven der Verunglimpfung als dümmster Präsident der Weltgeschichte eingeleitet werden. Nunja, dafür, dass er so dumm ist, hat er die EU aber gewaltig (mit 1,5 Billionen €) über den Tisch gezogen und uns Uschi vorgeführt wie ein Schulmädchen.

Hier nun also die von „NiUS” übersetzten Worte, die, o Wunder, ich zu 100 Prozent teile:

„Was ich zu Europa sage: Wir werden es nicht zulassen, dass Windräder in den Vereinigten Staaten gebaut werden. Sie ruinieren uns. Sie zerstören die Schönheit unserer Landschaft, unserer Täler, unserer wunderschönen Ebenen. (…) Man schaut nach oben und sieht überall Windräder. Es ist eine schreckliche Sache. Es ist die teuerste Form der Energie. Sie taugt nichts. Sie werden fast alle in China hergestellt.

Wenn sie nach acht Jahren anfangen zu rosten und zu verfallen, kann man sie nicht einfach abschalten. Man kann sie nicht vergraben. Sie lassen nicht zu, dass man die Propeller vergräbt – du weißt schon, die Rotorblätter – weil sie aus einer bestimmten Faser bestehen, die sich nicht gut mit dem Boden verträgt. Das sagen die Umweltschützer: Man darf sie nicht vergraben, weil die Faser dem Boden schadet. Mit anderen Worten: Wenn man sie vergräbt, schadet das dem Erdreich. Das Ganze ist ein Betrug. Es ist sehr teuer. Und um fair zu sein: Deutschland hat es versucht – und Windkraft funktioniert nicht. Man braucht Subventionen für Windkraft, und Energie sollte keine Subvention brauchen. Mit Energie verdient man Geld, man verliert kein Geld. (…)

Aber noch wichtiger ist: Sie zerstört die Landschaft. Sie tötet die Vögel. Sie sind laut. In Massachusetts gibt es eine Gegend, da sind in den letzten 20 Jahren ein oder zwei Wale angespült worden – und jetzt, in kurzer Zeit, waren es 18 Wale. Warum? Weil es sie verrückt macht. Es macht sie wahnsinnig. Windräder wird es in den Vereinigten Staaten nicht geben. Das wird nicht passieren. Es ist sehr teuer. Und ich meine – heute spiele ich auf dem besten Golfplatz der Welt, denke ich. Turnberry. Auch wenn ich ihn besitze – es ist wahrscheinlich der beste Platz der Welt, oder? Und ich schaue über den Horizont und sehe neun Windräder. Direkt am Ende der 18. Spielbahn. Ist das nicht eine Schande? Was für eine Schande.

Und das sieht man überall, besonders in Europa. Da stehen Windräder überall. Einige Länder haben sie verboten. Aber die Leute sollten wissen: Diese Windräder sind sehr zerstörerisch. Sie sind umweltschädlich. Genau das Gegenteil von dem, was sie behaupten. Denn diese Leute sind keine Umweltschützer. Sie sind politische Handlanger. Das sind Leute, die dem Land fast schon schaden wollen.

Wenn man sich diese wunderschönen Landschaften überall anschaut – überall auf der Welt – viele Länder sind inzwischen klug geworden. Sie lassen das nicht mehr zu. Sie tun es nicht. Es ist die schlechteste und teuerste Form von Energie.“

Der Born-Vorfall

Heute war/ist keine Gelegenheit fürs Tagebuch. Aber den „Born-Vorfall” in Stuttgart (Thriller oder Komödie?) möchte ich trotzdem nicht unerwähnt lassen, so wie es die Mainstreammedien zuerst auch nicht machten, dann aber, nach der überraschenden Lüftung des Geheimnisses, alles dafür tun, damit er schnell in Vergessenheit gerät.

Nun hatte die Landtagspräsidentin, Muhterem Aras (Grüne), in leicht gebrochenem Deutsch mit Blick zur AfD-Fraktion über das gemalte Hakenkreuz auf einen Stimmzettel, dessen Urheberschaft zu diesem Zeitpunkt noch ungeklärt war, geschimpft wie ein Rohrspatz („Es widert mich an! […] Das ist eine Schande für dieses Parlament! …”) und damit deutlich unterstellt, dass diese Schmiererei ja sowieso nur von einem AfD-Abgeordneten hätte stammen können, womit wiederum jedem Zuhörer im weiteren Prozess des Nachdenkens klar werden musste, weshalb die AfD für den ihr zustehenden aber verwehrten Posten des Vizepräsidenten des Landtages eben ungeeignet sei, da platze nur wenige Stunden später die Bombe, und ihr verehrter Kollege himself, der Herr Vizepräsident Daniel Born (SPD), outete sich noch rechtzeitig (man war der Urheberschaft bereits auf der Spur) als Schöpfer der Schmiererei. Er trat von seinem Posten zurück, verließ die Fraktion aber auf sein fürstliches Salär als Abgeordneter möchte er selbstredend nicht verzichten, so weit reicht seine charakterliche Verantwortung dann doch wieder nicht. Er bleibt Abgeordneter. Es wird schon eine dichte Graslandschaft über die Causa Born wachsen.

Und Muhterem Aras? Was sagt sie dazu? Durch seinen Rücktritt „kann weiterer Schaden vom Parlament abgewendet werden. Das verdient meine Anerkennung.”

Von der Schande zur Anerkennung in wenigen Stunden.

Wow, welch ein bigottes Figurenkabinett tummelt sich doch im Stuttgarter Landtag. Man kommt aus dem Staunen kaum heraus.

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Nachtrag: Eine geniale Überschrift, die die Absurdität von Borns Schmierereien prima auf den Punkt bringt, hat sich Alexander Kissler für seine Sendung „Kissler kompakt” einfallen lassen: „Mit dem Hakenkreuz gegen die AfD”.

Delikatesse Embryos

Heute habe ich etwas gesehen, da drehte sich doch tatsächlich mein Magen um. Die in der rechten Linkspalte unter „Harmonie” verlinkte junge vietnamesische Köchin, die mit ihren Ergebnissen sicher der internationalen Sternenküche in nichts nachsteht, bereitete ein Gericht zu, für das sie halb ausgebrütete Eier verwendete (ab Minute 42). Nun ja, andere Länder, andere Sitten. Und vor allen Dingen andere Küchen. Dabei weiß mein Verstand natürlich um die Paradoxie meines Ekels, denn hierzulande haben wir schließlich nicht das geringste Problem damit, ganze Hühnchen durch mannigfaltige Zubereitungsarten zu genießen.

Unwillkürlich kam mir aber bei den ekligen Bildern der Eier die gute Frau Brosius-Gersdorf in den Sinn und ich stellte mir die Frage, was eigentlich mit den abgetriebenen Föten geschieht. Bei Google stieß ich auf diesen Artikel, aus dem hervorgeht, alles sei gesetzlich geregelt, doch in Wahrheit wisse niemand so genau, was mit den Föten geschieht. Man vertraue hier einfach auf Recht und Gesetz. Kontrolliert wird aber scheinbar nichts.

Nun kann selbst der dunkelste Gedanke meines Inneren sich nicht der Vorstellung hingeben, obwohl er einen tollen Stoff für einen Thriller böte, etwaige perverse Gaumenfreuden könnten mit sündhaft teuren auf dem Schwarzmarkt erhältlichen menschlichen Embryonen befriedigt werden – wobei die Nachfrage des Inneren Ichs, wie es denn mit tierischen Embryonen aussähe, an meiner vorherigen Verneinung „das kann ich mir nicht vorstellen” doch mehr als nur einen Zweifel übrig ließ. Oja, das nämlich kann ich mir sogar sehr gut vorstellen, denn es gibt reichlich Perverse auf dieser Welt, und wenn man weiß, was sich in der Geschichte so manch eine gelangweilte vermögende Existenz alles an dekadenter und grausamer Unterhaltung hat einfallen lassen, dann wäre ein Hunde-, Katzen- oder Schweine-Embryo, gut gewürzt, sicher eher die harmlosere kleinere Variante.

Weiter will ich aber gar nichts über dieses Thema wissen. No Google! Gottlob lenkten mich die nächsten lecker aussehenden Gerichte der asiatischen Sterneköchin von diesen fiesen finsteren Gedanken wieder ab.

NiUS Live dechiffriert die Politik

Man kann gar nicht oft genug sagen, wie wichtig zur Zeit „NiUS” für unser Land ist. Heute wieder: Als einziges Medium dechiffriert „NiUS” die verschwurbelte Politiker-Sprache und offenbart neben dem Bluff von Merz u.a. die Lügen der bayerischen Kandidatin für den Posten der Bundespräsidentin. Ilse Aigner kann gar nicht die Präsidentin aller Deutschen werden, wenn sie einem Viertel der Deutschen die demokratischen Rechte abspricht. Aber auch die pseudointellektuelle Sprache der Juristin Frau Kaufhold (Anwärterin für das Verfassungsgericht) wird von „NiUS” dekodiert, und jeder kann erkennen, welch radikale sozialistische Vorstellungen diese Frau vertritt. Keine anderen Medien berichten so klar und deutlich über diese wichtigen Themen, die letztendlich für die Zukunft unseres Landes mitverantwortlich sind.

Was früher ARD und ZDF in ihren politischen Beiträgen als Bildungsauftrag für die Menschen im Land erledigten, vollbringt heute „NiUS”. Hoffentlich wird in absehbarer Zeit die Finanzierung dieses Senders nicht nur gesichert sein, sondern ein Vollprogramm möglich. Ja, sogar meine Wenigkeit wäre dafür gerne bereit, einen Beitrag zu leisten.

Und deshalb, weil es so ungeheuer wichtig ist, entschuldige ich mich hier und heute, dass ich abermals einen Link zu „NiUS” teile und dir die heutige Sendung von „NiUS Live” mit dem Versprechen eines Erkenntnisgewinns ans Herz lege:

Kostenvergleiche

Heute habe ich seit einem halben Jahr mal wieder meinen Stromverbrauch kontrolliert. Er liegt genau im erwarteten Bereich. Knapp 65 Euro im Monat. Hinzu kommt natürlich noch die (ungerechte) Zählermiete von monatlichen 15 Euro, so dass es nach der Endabrechnung im Dezember höchstwahrscheinlich weder zu einer Nachzahlung, noch zu einer Erstattung kommen wird. Es bleibt beim Abschlag von 80 Euro pro Monat (nach jetzigem Stand).

Naja, Durchlauferhitzer im Bad, immer heißes Wasser im Boiler unter der Spüle im Küchenerker, wöchentlich eine Stunde Waschmaschine, einen Kühlschrank (zwar klein aber energiehungrig fast wie ein großer) und einen Gefrierschrank, 5 Monitore und 3 Rechner, von denen aber überwiegend nur 2 Monitore so 18 Stunden lang am Tag laufen (die Rechner sind vernachlässigbar, da einer, der Linux-Netzwerkrechner, unter 20 Watt Stromverbrauch hat und die anderen beiden auch nur stromsparende Tischrechner sind).

Also auf der einen Seite finde ich den Verbrauch zwar hoch, vor allen Dingen beim Vergleich zu ganz früher, auf der anderen Seite finde ich ihn angesichts der stetig steigenden Energiekosten (die teuersten in Europa und die fünft-teuersten weltweit) nicht verwunderlich. Wind und Sonne schicken eben doch gepfefferte Rechnungen.

Das ist ja ähnlich wie beim „Telefon”. Es gesellen sich halt Kosten hinzu, die es früher so nicht gab. Hatte man „ganz früher” einen gemieteten (ebenso ungerecht) Apparat und vielleicht Verbrauchskosten von 15 bis 30 DM, so sind es heute die Kosten für die Internet-Flatrate und dem Smartphone, die dann auch insgesamt so um die 70 bis 80 € monatlich betragen. Heute kommen aber noch die Entertainment-Kosten hinzu, die es früher ebenfalls nicht gab – oder doch, die es früher nur anders gab.

Ich meine, ganz früher ging ich mehrmals die Woche ins Kino, später war ich Mitglied beim Video-Verleih, kaufte Schallplatten und bezahlte mindestens zwei Zeitungs-Abos. Auch kaufte ich immer Papier-Bücher und besuchte Konzerte, Aufführungen und so weiter. Daher bin ich mir gar nicht so sicher, ob heute wirklich alles viel teurer ist als dazumal – in der Summe der Beträge sicher schon, doch wenn man die Kaufkraft und das monatlich zur Verfügung stehende Geld dabei berücksichtigt, hege ich so meine Zweifel. Was meinst du? Ist das Leben heute teurer oder nicht? Außer Lebensmittel und Gastronomie, beides ist zweifellos sehr teuer bis unbezahlbar geworden, ich frage aber nur nach den Strom- und vor allen Dingen den Kommunikations-, Bildungs- und Entertainment-Kosten. Kann man sie überhaupt mit früher vergleichen?

Genussreiche Bewegungsarmut

Boah, auch heute habe ich keinen Bock auf bewegungstechnische Geländegänge. Jede Hautpore ruft: „Du gehst heute keinen Schritt vor die Tür!”. Sie, die Poren, meinen das nicht wörtlich, denn sie fühlten sich noch recht wohl, als ich putz-bewegungstechnisch klar Schiff in den heiligen Hallen gemacht hatte, wozu das Auf- und Abhängen der beiden Maschinen Wäsche draußen auf die bzw. von den Wäscheständer-n ebenso gehörte wie das Hängen über das bzw. von dem langen Geländer der Terrasse. Auch die kurze Lackierung der Stahlplatte (von letzter Woche) draußen vor den Garagen zählte nach Ansicht der Poren noch zu den geduldeten heimischen Tätigkeiten. Sie sagen zwar „keinen Schritt vor die Tür”, meinen damit aber die Weigerung, sich mehrere Kilometer von der Wohnung sportiv fortzubewegen.

Der Gang zu Edeka fällt heute genauso aus. Erstens da ich eh keine Kaufkraft mehr in Talern der EU besitze und deshalb meine Mentalität ans Nochweniger trainieren muss und zweitens, weil seit mehreren Wochen die leckeren Zitronen-Waffeln von „Manner, Österreich” dort ausverkauft sind und ich mir deshalb letzte Woche via Internet gleich einen ganzen Karton derselben ins Haus liefern ließ.

Last but not least verlangen die hauptsächlich vietnamesischen 3- und 4-Stunden-Videos meine volle Aufmerksamkeit, von denen nämlich etliche neue gerade erst erschienen sind. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der faule Sommer in seiner satten Trägheit gleichwohl in all seinen freundlichen Verführungskünsten des Dolce Vita mich die schönen Dinge des Lebens genießen lässt.

In diesem Sinne wünsche ich dir heute einen ebenso bewegungsarmen aber genüsslichen Vor-Wochenend-Anfangstag.

Lügen-Bild und wie es wirklich war: „Wer meine Gäste beleidigt, beleidigt mich mit”

Da fasst man sich doch an den Kopf: Die Bildzeitung verbreitete die Lüge, Alice Weidel sei von Fürstin Gloria bei den Regensburger Festspielen ausgeladen worden. Und sogar nachdem die Fürstin ausführlich öffentlich erklärt hatte, was genau geschehen war, wird diese Fake-News von konservativen Kreisen weiterhin verbreitet. Ob YouTuber wie Kolja oder Blogger wie Reitschuster und sogar der Kontrafunk (der sich in der Sommerpause befindet, daher hauptsächlich nur Konserven sendet und scheinbar keinen diensthabenden Redakteur besitzt), alle werfen der Fürstin wegen der angeblichen Ausladung von Frau Weidel Charakterlosigkeit vor. Von den Kommentaren in den sozialen Medien ganz zu schweigen.

Dabei war das genaue Gegenteil der Fall!

Denn beide Frauen verbrachten einen schönen Abend im privaten kleinen Kreis im Schloss. Fürstin Gloria sagt öffentlich sogar, sie sei dankbar gewesen, eben nicht das Konzert der Leandros aus Höflichkeit besucht haben zu müssen („Wir hatten sowieso keinen Bock auf ihre Musik“) und lieber gemeinsam mit ihrer Freundin Alice einen wunderbaren Abend im Schloss verbracht zu haben, was dann ja wohl als eine ordentliche Klatsche gegen die abgehalfterte Schlagersängerin zu verstehen ist.

Aber selbst bis heute am Nachmittag wird die Lüge der Bildzeitung weiterverbreitet. Als ob hier einige konservative Leute ihre versteckten Antipathien gegen die Fürstin Gloria dankbar zelebrieren. Viele alternative Medien begehen dieselben Fehler wie der Mainstream-Journalismus: Sie recherchieren nicht, sie fragen nicht einfach mal nach, was wirklich war: „Wer meine Gäste beleidigt, beleidigt mich mit”, sagt Gloria von Thurn und Taxis.

Hier spricht sie ausführlich selber. „Schweinegrunzen dringt nicht bis zum Mond“:

As Usual

Es gibt von heute nichts Besonderes zu berichten. Business As Usual: Erfolgreich verschiebe ich bestimmte Vorhaben, wie etwa die Wohnung zu saugen, wischen oder die Wäsche zu waschen. Gleichzeitig vermeide ich zu viel Bewegungsaktivität. Und meine Verwunderung wächst täglich mehr darüber, wie stark doch Unterwäsche und besonders die vielen schwarzen T-Shirts im Schrank liegend und auf ihren Trageeinsatz wartend tatsächlich quasi im Trockenen einlaufen können 😉

Also nix Neues. Gehab dich wohl und bis morgen.