Anti-Sommer-Hysterie

Hier am Niederrhein ist es 33 Grad warm und in 6 Stunden soll die Temperatur um 10 Grad fallen: Jetzt 13 Uhr = 33 Grad, nachher 19 Uhr = 24 Grad. Danach soll mindestens eine Woche lang die Temperatur keine 25 Grad mehr übersteigen und an mindestens 4 Tagen wird Regen vorhergesagt. Und zwar von „Wetter-online”, die eher in Verdacht stehen, ihre Schätzungen stets nach oben hin zu übertreiben.

Das ist hier am Niederrhein weder ein Wetterrekord, noch im Sommer als Extremwetter-Ereignis zu werten. Es ist nicht zu warm, nicht zu kalt, nicht zu trocken und nicht zu nass. Es ist ein stinknormaler Sommer: Wenn’s am Tage heiß und schwül ist, kommen abends Gewitter und Abkühlung. Das war immer so und ist nach wie vor nicht anders.

Da wir eine Westwetterlage haben, soll alles, was hier am Niederrhein gerade wettertechnisch geschieht, mit wenigen Tagen Verzögerung in ganz Deutschland ähnlich stattfinden, vielleicht mit Ausnahme Süddeutschlands, wobei auch dort nicht mehr als 28 Grad in den nächsten Tagen prognostiziert wird. Also wiederum für den Sommer typisch und normal.

Wenn das also normal für den Sommer ist, dann muss mir jemand die mediale Angst- und Panikschürerei bitte mal erklären. Was soll das? Dass bestimmte Klima-NGOs einen Höllensommer prophezeien, verstehe ich ja noch, denn würden sie sagen, alles sei normal, wäre schließlich ihre eigene Existenz unbegründet und es gäbe kein staatliches Geld mehr für sie. Weshalb die öffentlich-rechtlichen Medien aber ins selbe Horn des Alarmismus stoßen, verstehe ich nicht mehr, es sei denn, die „Journalisten” und Redaktionen verstehen ihr Tun als aktive Politikverbreitung der Grünen und der Klimasekte. Das wäre aber nicht ihr Auftrag.

In diesem Sinne: Die Abkühlung ist bereits auf dem Weg. Und bei Gewitter sind Wolkenbrüche sowie Sturmböen zu erwarten. Seit hunderten Jahren gehen sogar Schiffe auf dem Ärmelkanal bei diesem Wetter unter. Sie gehörten damals für die Küstenbewohner lange Zeit zur Pünderungskultur (das Plündern war zwar verboten, das Strandgut wurde dennoch immer wieder gerne eingesammelt). Also auch die Unwetter bei Wetterumschwüngen sind nichts Neues. Das will ich nur mal kurz gesagt haben, bevor am Abend oder morgen die nächsten medialen Katastrophenszenarien in den Äther gejagt werden 🙂