Die EU schnürt ihr 19. Sanktionspaket gegen Russland, während die USA gerade die Ausweitung künftiger Zusammenarbeit mit Russland konkretisiert. So meldet der Nachrichtendienst Reuters, dass der Wiedereinstieg des US-Energiekonzerns Exxon beim russischen Öl- und Gas-Projekt Sachalin vorbereitet werde und dass die USA sogar gedenken, russische Eisbrecher zu kaufen, die sie selber nämlich nicht besitzen. Tja, die USA beginnen damit, die wirtschaftliche Normalität mit Russland auf den Weltmärkten wiederherzustellen, während die EU aus ideologischen Beharrlichkeitsgründen die eigene Wirtschaft abwickelt. Was soll man dazu noch sagen, ohne beleidigende Begriffe ins Feld zu führen?
Die EU sollte wieder zu dem werden, was sie ursprünglich war, eine EWG, eine Europäische WirtschaftsGemeinschaft. Wer hat je entschieden, dass sie eine politische Gemeinschaft werden sollte? Eine geplante EU-Verfassung wurde dem europäischem Volk zur Abstimmung bzw. den Regierungen zur Ratifizierung vorgelegt. Nachdem zwei Länder sie abgelehnt hatten, wurde die Abstimmung in den übrigen Mitgliedsstaaten ausgesetzt. Das ist nun schon über zwei Jahrzehnte her, trotzdem agiert die EU heute so, als hätten alle Länder ihrem Tun zugestimmt. Eigentlich ist die EU gar nicht legitimiert, im Namen der EU-Bevölkerung zu sprechen – sie macht es aber trotzdem. Und was soll man dazu dann noch sagen, ebenfalls ohne beleidigende Begriffe anzuführen?