Schnell, schnell mal ebkes = viel zu schnell

Für mich ist jetzt noch heute, auch wenn für dich laut Datum schon Sonntag ist. Nachdem ich am Nachmittag aufgestanden war und gefrühstückt hatte, wollte ich nur mal kurz bei Edeka Bananen für die kommenden zwei Nächte auf Arbeit holen. Tür und Fenster der Nachbarwohnung standen offen, weil der Nachbar gerade fertig mit einer kleineren Renovierung war. Ein Raum wurde gestrichen. Da blieb eine Menge Farbe übrig. Also hatte ich mich spontan dazu entschlossen, die Mini-Diele bei mir endlich ebenfalls zu streichen. Ich marschierte los, eben die Bananen und dazu dann noch Folie zu kaufen. Folie hat Rossmann ja keine, somit nahm ich 180-Liter-Müllsäcke, die aufgeschnitten wie große Folien fungieren. Schnell umgezogen, es dunkelte schon, Diele enträumt, Bilder abgehängt und los ging’s, ich machte mich ans Werk. Das Ergebnis ist zwar schlecht, weil die Farbe nicht gut deckt (ich muss noch einmal ran, vielleicht nächstes Jahr) und weil ich typischerweise viel zu schnell gestrichen hatte (tatsächlich sogar eine halbe Wand vergessen habe, ich weiß auch nicht, wie das geschehen konnte) aber immerhin ist es jetzt besser als zuvor. Das Saubermachen hat dann fast genauso viel Zeit in Anspruch genommen wie das Streichen. Danach die Bilder wieder aufgehängt und spät abends war dann alles fertig.

Ab morgen (ab Sonntag bzw. ab Tagebuchs-Datum heute) sind, wie gesagt, zwei 12er Nachtschichten angesagt, das Tagebuch pausiert also wieder bis Dienstag. Einen schönen Sonntag wünsche ich dir; man liest sich.

Entspannungs-Tipp: „The Northwest”

Das folgende Video bringt’s! Entspannung pur. Das kann gerade ich hier und heute bestätigen. Gestern hatte ich mich genug geärgert, doch dieses Video half tatsächlich sehr beim Runterkommen.

Zuerst einmal wird nicht geredet! Die Protagonistin ist Franco-Kanadierin und spricht eh wie die meisten französischen Muttersprachler, und wie man in ihren anderen Videos bestaunen kann, ein hundsmiserables Englisch, das man kaum verstehen kann. In diesem Video zeigt sie aber ihren tollen Musikgeschmack, der im Hintergrund hörbar wird und unaufgedrängt genau die Stimmungen der Bilder wiedergibt. Die Frau könnte bei Spielfilmen Regie führen, so gut ist ihr die Symbiose von Bild und Ton gelungen.

Nach wenigen Minuten war jedenfalls sämtlicher Ärger des gestrigen Tages förmlich verflogen. Interessant finde ich, dass die LKW-Fahrerin alleine unterwegs ist und sich jeweils während einer Rast, fast schon wie von einem Haustier, von ihrer Drohne begleiten lässt, die natürlich klasse Übersichtsaufnahmen von hoch oben liefert. Wie an einer unsichtbaren Leine folgt sie ihrem Frauchen während der Pausen bei kurzen Erkundungen zu Fuß in die Natur und weicht ihr dabei nicht von der Seite. Ein wenig Selbstdarstellung des Posierens für Fotos und Insta-Storys & Co. gibt’s natürlich auch aber jeweils nur wenige Sekunden lang (und schweigend), über die wir dann mal großzügig hinweg sehen, denn so ist die Zeit halt, in der wir leben.

Also zur Entspannung taugt dieses Video wirklich hervorragend, ist dabei trotzdem keine Sekunde langatmig und mit interessanten Bildern und Blickwinkeln aus den USA versehen, die zumindest ich neugierig im virtuellen LKW mitfahrend aus dem Beifahrerfenster heraus betrachte: