Schnell, schnell mal ebkes = viel zu schnell

Für mich ist jetzt noch heute, auch wenn für dich laut Datum schon Sonntag ist. Nachdem ich am Nachmittag aufgestanden war und gefrühstückt hatte, wollte ich nur mal kurz bei Edeka Bananen für die kommenden zwei Nächte auf Arbeit holen. Tür und Fenster der Nachbarwohnung standen offen, weil der Nachbar gerade fertig mit einer kleineren Renovierung war. Ein Raum wurde gestrichen. Da blieb eine Menge Farbe übrig. Also hatte ich mich spontan dazu entschlossen, die Mini-Diele bei mir endlich ebenfalls zu streichen. Ich marschierte los, eben die Bananen und dazu dann noch Folie zu kaufen. Folie hat Rossmann ja keine, somit nahm ich 180-Liter-Müllsäcke, die aufgeschnitten wie große Folien fungieren. Schnell umgezogen, es dunkelte schon, Diele enträumt, Bilder abgehängt und los ging’s, ich machte mich ans Werk. Das Ergebnis ist zwar schlecht, weil die Farbe nicht gut deckt (ich muss noch einmal ran, vielleicht nächstes Jahr) und weil ich typischerweise viel zu schnell gestrichen hatte (tatsächlich sogar eine halbe Wand vergessen habe, ich weiß auch nicht, wie das geschehen konnte) aber immerhin ist es jetzt besser als zuvor. Das Saubermachen hat dann fast genauso viel Zeit in Anspruch genommen wie das Streichen. Danach die Bilder wieder aufgehängt und spät abends war dann alles fertig.

Ab morgen (ab Sonntag bzw. ab Tagebuchs-Datum heute) sind, wie gesagt, zwei 12er Nachtschichten angesagt, das Tagebuch pausiert also wieder bis Dienstag. Einen schönen Sonntag wünsche ich dir; man liest sich.

Entspannungs-Tipp: „The Northwest”

Das folgende Video bringt’s! Entspannung pur. Das kann gerade ich hier und heute bestätigen. Gestern hatte ich mich genug geärgert, doch dieses Video half tatsächlich sehr beim Runterkommen.

Zuerst einmal wird nicht geredet! Die Protagonistin ist Franco-Kanadierin und spricht eh wie die meisten französischen Muttersprachler, und wie man in ihren anderen Videos bestaunen kann, ein hundsmiserables Englisch, das man kaum verstehen kann. In diesem Video zeigt sie aber ihren tollen Musikgeschmack, der im Hintergrund hörbar wird und unaufgedrängt genau die Stimmungen der Bilder wiedergibt. Die Frau könnte bei Spielfilmen Regie führen, so gut ist ihr die Symbiose von Bild und Ton gelungen.

Nach wenigen Minuten war jedenfalls sämtlicher Ärger des gestrigen Tages förmlich verflogen. Interessant finde ich, dass die LKW-Fahrerin alleine unterwegs ist und sich jeweils während einer Rast, fast schon wie von einem Haustier, von ihrer Drohne begleiten lässt, die natürlich klasse Übersichtsaufnahmen von hoch oben liefert. Wie an einer unsichtbaren Leine folgt sie ihrem Frauchen während der Pausen bei kurzen Erkundungen zu Fuß in die Natur und weicht ihr dabei nicht von der Seite. Ein wenig Selbstdarstellung des Posierens für Fotos und Insta-Storys & Co. gibt’s natürlich auch aber jeweils nur wenige Sekunden lang (und schweigend), über die wir dann mal großzügig hinweg sehen, denn so ist die Zeit halt, in der wir leben.

Also zur Entspannung taugt dieses Video wirklich hervorragend, ist dabei trotzdem keine Sekunde langatmig und mit interessanten Bildern und Blickwinkeln aus den USA versehen, die zumindest ich neugierig im virtuellen LKW mitfahrend aus dem Beifahrerfenster heraus betrachte:

USB-Druckerdruckschalter

Gleich ist’s 16 Uhr. Seit 6 Uhr bin ich auf den Beinen. Arbeitsamt, für den Nachbarn den Scooter reparieren und für die Firma etwas am Rechner erarbeitet. Und bei der letzteren Tätigkeit „brach dann die Hölle los”: Der Drucker funktionierte nicht. Der megateure Spezialdrucker der Firma, der bei mir steht und mit dem ich seit Jahren bestimmte Arbeiten erledige. Er druckte einfach nicht.

Es begann also die Fehlersuche. Ich möchte gar nicht alles beschreiben, am Ende war ich schweißnass und extrem genervt. Nach Stunden erfolgloser Suche nach einer Software-Ursache, blieb nur noch hardwareseitig ein Fehler möglich. Test an zwei Rechnern ohne Ergebnis. Der Drucker wollte nicht. Um mich herum herrschte Kabelsalat und der Fußboden war mit Druckern übersät. Klar, übertrieben, doch ich musste die Kabelverbindungen von 3 Druckern und einem Scanner (von 1996) überprüfen. Und was glaubst du, was der Fehler am Ende war? Nach stundenlangem Chaos.

Für die 3 Drucker benutze ich einen USB-Hub. Der wiederum ist mit einem USB-Verlängerungskabel von 10 Metern Länge versehen, damit die Drucker ganz woanders stehen können als die Rechner. Da das Kabel zu lang für eine normale Datenübertragung ist, besitzt diese Verlängerung einen eigenen Stromanschluss. Ich hätte wetten können, dass es daran lag. Das dachtest du jetzt auch, nicht wahr? Tat’s aber nicht. Genauso enttäuscht wie du jetzt vielleicht guckst war ich auch.

Der USB-Hub hat zusätzlich zu den Anschlüssen je einen Ein-Aus-Schalter, der durch eine blaue LED anzeigt, wenn der Port eingeschaltet ist. Alle 4 LEDs leuchteten. Also hatte ich mich damit nicht näher befasst und suchte irgendwo anders. Erst ganz am Ende, als ich unter den Tischen im Kabelgewirr feststeckte, fiel mein Blick zufällig noch einmal auf diese blauen Lichter. Und da dachte ich bei mir: „Irgendwie leuchtet eines nicht so schön blau wie die anderen.” Genau! Da es ein China-Hub ist, ist die Verarbeitung auch nicht ganz so doll, wie man sie von deutscher Technik gewohnt ist war. Die blauen LEDs besitzen keine Seitenwände, sondern ihr Licht verteilt sich im ganzen Gehäuse. Wenn 3 LEDs leuchten, dann sieht es optisch aus, als ob alle 4 leuchten. Und die LED des Druckeranschlusses war trotz ihres augenscheinlichen Leuchtens gar nicht eingeschaltet; ihr Schalter stand auf „aus”. Irgendwie muss durch leichtes Verschieben eines Geräts in der Nähe des Hubs in den letzten Monaten etwas an den Schalter gekommen sein, was ihn ausgeschaltet hatte. Das war des Rätsels Lösung. Und Stunden waren vergangen. Alles wieder zurückgebaut und jetzt bin ich fertig mit dem Tag. Ich will nicht mehr, geh jetzt ins Bett. Aber wenigstens druckt der Drucker wieder. Das freut mich dann doch auch sehr.

Morgendliches Gesabbel

Ach, wie tut es gut, alle vier Tage für zwei Tage vollkommen abgeschnitten von der Welt der Medien und des Internets quasi abzutauchen. Seelisch erholsam, auch wenn ich die letzten beiden Nächte zum ersten Mal in diesem Jahr wieder eine lange Unterhose getragen habe, denn so ab zwei, drei Uhr wird’s doch ziemlich kühl, was ja doppelt wirkt, wenn man hauptsächlich in einem unbeheizten Raum sitzt und liest. Außerdem zieht’s auf Arbeit wie Hechtsuppe.

Apropos lesen, ein weiterer dicker Ken-Follett-Roman ging heute zu Ende. „Das Fundament der Ewigkeit” (großartig, unterhaltsamer als jeder Spielfilm) und ich habe mit „Die Waffen des Lichts” begonnen. Übrigens traf meine Befürchtung von letzte Tage, dass die Heizung zu Hause möglicherweise noch nicht eingeschaltet sei, nicht zu. Außer im Schlafzimmer gibt es wegen der Fußbodenheizung ja keine Heizkörper, und der im Schlafzimmer ist nicht aufgedreht, also lässt sich nichts einfach befühlen, doch die Heizung ist eingeschaltet und heute morgen war’s wohlig warm inner Hütte. 7 Grad ist zwar nicht winterkalt, aber ungeheizt würde ich zu Hause nicht bei 7 Grad sitzen wollen.

Jetzt ist wieder ein paar Tage frei, daher bin ich noch unschlüssig, ob ich gleich schlafen werde oder nicht. Bis dahin erst mal und guten Morgen sowieso 🙂

Scheindemokratie in Ludwigshafen

„Wahl” in Ludwigshafen: Wenn derjenige, den die Bürger haben wollen, von der Wahl ausgeschlossen wird und die Bürger nur noch aus denen, die übriggeblieben sind und die sie nicht haben wollen, einen aussuchen dürfen, dann ist diese Auswahl formell zwar noch eine demokratische Wahl, doch wenn der Sieger dieser Wahl nur knapp 11 % der Stimmen aller wahlberechtigter Bürger erhält aber 89 % der Wähler ihn nicht gewählt haben, ihn also nicht haben wollen, dann hat diese Abstimmung rein gar nichts mehr mit einer Demokratie zu tun. Es ist der reinste Hohn, wenn jemand sagt, diese 11 % sei der Mehrheitswille der Bevölkerung, denn es haben nur 26,6 % von ihr eine gültige Stimme abgegeben. Oder: Von 118.000 wahlberechtigten Bürgern gaben nur knapp 35.000 ihre gültige Stimme ab. Von diesen 35.000 Stimmen ausgehend hat der Sieger 37 % der Stimmen erhalten – und genau das ist das Problem: Dadurch dass den Bürgern ihr Kandidat weggenommen wurde, hatten sie keine Wahl mehr und blieben zu Hause. Somit verwandeln sich per Definition die 11% aller Bürger in 37 % nur eines kleinen Teils der Bürger.

Eine demokratische Wahl, deren Beteiligung unter 50 % liegt, sollte eigentlich immer ungültig sein, da eine Minderheit grundsätzlich keinen Mehrheitswillen abgeben kann, eben auch nicht relativ.

Charlie Kirk – Trauerfeier

Was man hierzulande nicht kann trotz öffentlich-rechtlicher Verpflichtung, die Bürger zu informieren und trotz des Internetzeitalters, nämlich an der Trauerfeier von Charlie Kirk wenigstens über einen der vielen Medienkanäle des öffentlich-rechtlichen Fernsehens virtuell live Anteil zu nehmen, das kann man gleich über mehrere amerikanische Kanäle auf YouTube oder bei uns nur über NiUS. Wozu soll jemand, wozu soll ich, das absichtliche Verschweigen des ÖRR der relevanten Geschehnisse auf der Welt auch noch bezahlen?

Falls du an der Trauerfeier ebenfalls teilnehmen möchtest, klicke zu Nius.de oder gib einfach bei YouTube „Charlie Kirk Live” ein, und dir werden gleich etliche Liveübertragungen angeboten. Niemand braucht heute mehr den links-grün-woken ÖRR.

3-Punkte-Tag

1. Heute kurz vor 15 Uhr: Die Mini-Wetterstation sagt Sonnenschein, Wetter-Online sagt einsetzender Regen, die Google-KI glaubt noch an leichte Bewölkung. Schaue ich aus dem Fenster, wird’s gerade dunkel vor Wolken aber es regnet noch nicht. Wenn die Wetterdienste doch augenscheinlich nicht in der Lage sind, exakte regionale Wetterdaten zu liefern, warum tun sie’s denn dann? Bei einer Zeitverzögerung von 10 bis 30 Minuten nutzen sie einem im April oder im Herbst definitiv nichts. Es bleibt einzig der Blick aus dem Fenster (wenn man schon keinen Fuß vor die Tür setzen möchte) 🙂

2. Jede Wette gehe ich ein, dass Deutschland Frankreichs Schulden bezahlen wird (Eurobonds durch die Hintertür). Da Frankreich aber nichts zurückzahlen kann, weil nun mal pleite und so, wird Frankreich als Gegenleistung seinen atomaren „Schutzschild” auf Deutschland ausdehnen. Dann kann Merz behaupten, er habe etwas Entscheidendes für unsere Sicherheit getan und Frankreich hat ohne große Mühe Milliarden Euro geschenkt bekommen. Ob nachher nicht alles unsicherer als vorher ist, darüber kann munter gestritten werden, die Bürger werden auf jeden Fall nicht gefragt, ob sie mit einem solchen Deal einverstanden wären. Wie gesagt, es ist eine Wette. Noch ist nichts in Tüten abgepackt. Aber wenn’s soweit ist, erinnere dich an den 20. September, da hat’s Georg schon gesagt.

3. Die Fake-Schleuder „Tagesschau” hat wieder zugeschlagen. 2025 sei die Zahl der „Hitzetoten”, die auf die Klimaerwärmung zurückzuführen seien, rasant angestiegen. Erinnert frappierend an „mit oder an Corona”. Es gibt natürlich echte Klimatote, etwa wenn Menschen erfrieren. Durch die Sonne verbrannt wurden aber eher weniger, eher durch Scheiterhaufen. Nierenversagen, Schlaganfälle, Kreislaufversagen, Herzattacken – was bisher als Folge ungesunder Lebensführung galt, führt heute zum Klimatod. Wie praktisch.

Sonst nix Neues. Gehab dich wohl und ein schönes Wochenende wünsche ich dir.

Küchenuhr repariert

Nicht dass du denkst, der Alte hat sie nicht mehr alle, hat der schon wieder eine neue Uhr? NEIN! Dem ist nicht so.

Vor 2 Wochen hatte ich bekanntlich ein paar neue Funk-Uhrwerke gekauft (sind in China im Sammelpack halt günstiger als einzeln). Damit hatte ich dann die beiden LP-Uhren und die CD-Uhren gebastelt. Nur in der Diele und im Bad hängen jetzt WLAN-Uhren, da dort kein Funkempfang besteht.

Vor allen Dingen hatte ich die Uhren aber deswegen gebastelt, weil ich so etwas noch nie getan hatte. Um Übung damit zu bekommen. Denn am Abend bis in die Nacht hinein (letzte Nacht für dich, wenn du das hier liest) habe ich mich endlich auseinanderbau-technisch an meine allererste Funkuhr gewagt, die Küchenuhr von 1985.

Vor Jahren schrieb ich mal, die Uhr sei Baujahr 1995, doch das stimmte gar nicht, denn ich habe mein Leben neben der Uhr Revue passieren lassen; es war eine der ersten Funkuhren aus Massenproduktion überhaupt. Teuer. Sie stammt aus der Zeit, als die Braun-Wecker angesagt waren. Auch ich hatte mir seinerzeit parallel zur Küchenuhr einen solchen Quartz-Wecker zugelegt. Der Wecker AB1 soll von Ende der 80er Jahre stammen, so wird überall im Internet voneinander abgeschrieben inklusive der KI, das stimmt aber nicht, denn ich hatte ihn als AB3 (Wipp-Schalter oben) bereits 1985 in Geldern gekauft. Kurz danach die Küchen-Funkuhr. Die Braun-Uhr war relativ schnell dahin, die Küchenuhr aber eben nicht.

Jedenfalls wurde jetzt das Herz der Küchenuhr gewissermaßen transplantiert.

Über die tolle Uhr schrieb ich schon vor 25 Jahren in diesem Tagebuch und dann alle 5 bis 8 Jahre wieder, wenn sie mal eine einzige AA-Batterie spendiert bekam. Sie war nämlich dermaßen genügsam mit dem Strom, dass man nicht genau einschätzen konnte, ob eine verbrauchte Batterie nun wegen der Uhr oder ihrer Selbstentladung am Ende war. Die Uhr hat mein Leben in den letzten 40 Jahren begleitet. Sie lebte mit mir in Geldern, Mönchengladbach, Köln, Düsseldorf, Kleve und Bedburg-Hau. Sie ist der letzte Gegenstand, der mich durch die unterschiedlichsten Lebenssituationen begleitet hat. Deshalb – ob ich es will oder nicht – vermenschliche ich diese Uhr. Auch im Wissen, dass so etwas natürlich Quatsch ist; ich glaube, das geschieht jedem Menschen so oder so ähnlich und man kann sich gar nicht dagegen wehren.

So eine alte Uhr animiert zu Erzählungen, nicht wahr? Das musste aber sein, denn es dient als Erklärung, weshalb ich zuerst ein Training brauchte, bevor ich die Operation in Angriff nahm. Die Uhr einfach wegzuwerfen, das kam und kommt nie und nimmer infrage. Definitiv kaputt, sodass sie stehengeblieben wäre, war sie noch nicht, doch in den letzten zwei Jahren wurde ihr Ticken immer lauter. Vor kurzem hatte ich sie mir genauer angesehen: Im Uhrwerk scheppert es regelrecht. Es hört sich an, als ob die Zahnrädchen lose wären und nur noch vom Plastikgehäuse einigermaßen gehalten werden. Aber den einzigen Verschleiß, den ich als Laie feststellen konnte, sieht man auf dem zweiten Foto des rechten Bildes. Da wurde regelrecht eine Schicht Kunststoff durch Reibung abgetragen. Nunja, 40 Jahre ununterbrochen getickt, das sind (ohne Schaltjahre)

60 x 60 x 24 x 365 x 40 = 1.261.440.000

Bewegungen des Sekunden-Zahnrads oder über eine Billion. Eine Zahl, über die sich Friedrich Merz und seine Schulden-Union sicher freuen würden. Wie dem auch sei, das laute und merklich stets lauter werdende Ticken begann mich zu stören.

Die Uhr hat trotz Funktechnik wenig Ähnlichkeit mit den heutigen. Sie ist hochkomplex zusammengesetzt, besitzt echtes (empfindliches) Glas und hat mit etlichen Mini-Schrauben eine Menge Metall verbaut (Aufhängungen für das gewölbte Glas und Ringe, die scheinbar dem Funkempfang dienten). Trotzdem hatte mein Training genutzt, ich habe nichts kaputt gemacht. Das soll schon was heißen. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Herztransplantation ist voll und ganz gelungen. Nun wird die Uhr durch ein chinesisches Uhrwerk angetrieben und ist wieder genauso still wie ein Mäuschen auf gefährlicher Erkundungstour nachts in einer fremden Küche.

Spieltag II

Man könnte, um die schöne Sonne bzw. das Wetter zu sehen, auch einfach aus dem Fenster schauen, das ist ja klar. Trotzdem finde ich das Teil nützlich. Ein Beispiel unter vielen: Du arbeitest in einer anderen Stadt. Dann lässt du dir das Wetter zu Hause vom Arbeitsort anzeigen und schon weißt du, ob du einen Regenschirm mitnehmen solltest.

Nur mal so, ich spiele heute noch mit ein paar Sachen herum. Ach, da ist also noch etwas? Ich sage aber nicht was, denn dann würdest du mich für vollkommen durchgeknallt halten. Das sind eben die kleinen aber feinen Unterschiede eines öffentlichen zu einem privaten Tagebuch, nicht wahr? Authentisch ja, unbedingt sogar, privat aber nur bis zu gewissen Grenzen „des Sagbaren” 🙂

Zum Beispiel wechselt die 2. Zeile ähnlich eines Laufbandes zwischen Windrichtung, Windstärke, minimal zu erwartender Temperatur und Höchstwerten aber auch die im Router von mir vergebene IP-Adresse des Geräts wird dort zeitweise angezeigt, und die ist ja nun mal definitiv nicht öffentlich. Hatte ich gerade erst gemerkt und sie als „geheim” nachbearbeitet.

Spieltag

Haha, soll noch einer sagen, Konsum macht keinen Spaß. Nach der Arbeit kam die Post und brachte mir ein paar Gimmicks, die ich letzte Woche in China bestellt hatte. 99-Cent-Sachen aus dem virtuellen Wühl-Katalog.

Okay, nicht alles ist gut. Der 99-Cent Bluetooth-Lautsprecher ist nicht mal 1 Cent wert. Das ist wirklich Müll. Aber keine Umwelt-Angst, er wird fachgerecht entsorgt, besteht eh zu 99,9 % aus Plaste und wird recycelt.

Dann war noch ein Um-Die-Ecke-Schrauber dabei bzw. als Aufsatz für den Akkuschrauber. Der macht wiederum einen erstaunlich stabilen Eindruck und funktioniert gut. Inwieweit er praktisch ist oder nicht, werden irgendwelche Bastelarbeiten erweisen. Kann ich noch nicht sagen. Aber für 99 Cent?

Und es gab noch eine Art Eieruhr. Ein „Zeitmanagement-Würfel”. Ihn dreht man auf die gewünschte Zeit – 15, 20, 30 oder 60 Minuten (mit einer „Gravity-Schaltung”) – dann schlägt er nach Ablauf Alarm. Ja, natürlich ist das unsinnig, ein Gimmick halt, doch es macht Spaß 🙂

Wirklich richtig gut war und ist, was aber dann doch „sagenhafte” 4,99 Euro gekostet hat, nämlich die WLAN-Mini-Wetterstation (Foto am Ende, draufklicken = größer), deren Display nur knapp 2-Finger breit aber sehr gut sogar aus der Entfernung ablesbar ist. Es ist bunt mit einem animierten Gif. Man kann auch ein eigenes Gif, sogar ein animiertes, dort installieren. Die Ministation funktioniert so ähnlich wie die WLAN-Uhrwerke. Alle Eingaben (Router, Passwort, Einstellungen, Server) bleiben dauerhaft (!) gespeichert. Zusätzlich zum Smartphone kann man die Software auch im Router aufrufen und dort Einstellungen treffen. Das ist viel komfortabler. Sie lässt sich mit einem Wetterkanal der Wahl verbinden, ist voreingestellt auf „OpenWeatherMap.org” und die entsprechende API ist auch bereits voreingegeben. Sie zeigt das Wetter der nächstgrößeren Stadt an (eine Liste der vorhandenen Orte ist auf „Open Weather” vorhanden), dann die Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Luftfeuchtigkeit und Temperatur, zusätzlich Wochentag und Datum (nach Auswahl unseres Datumsformats halt ganz normal), hat nette Symbole für Sonne und Wolken sowie mehrere Designs, die ebenfalls per Auswahl zur Verfügung stehen. In der 2. Zeile wechseln die Daten ähnlich wie bei einem Laufband. Bis hierhin: Alles klasse.

Nachteilig ist natürlich, dass sich die Station wesensbedingt alle 2 bis 3 Minuten per Router mit dem Wetterkanal verbindet. Die dabei übertragene Datenmenge ist zwar lächerlich gering, doch wer, wie ich, nicht 24 Stunden 365 Tage im Jahr quasi permanent mit einem fremden Server verbunden sein möchte, muss Tricks anwenden:

Und zwar benötigt die Wetterstation einen externen Stromanschuss per USB-Kabel. Solche 5-Volt-Netzteile besitze ich ein paar. Das lässt sich dann entweder durch eine Zeitschaltuhr oder aber, noch viel besser, einfach per Schalter ein- und ausschalten. Ich drücke also einfach nur auf den Knopf, wenn ich etwas zum Wetter wissen möchte. Die Station steht in der kleinen engen Diele. Wenn ich mich dort nicht aufhalte, muss sie ja nicht durchweg etwas anzeigen, nicht wahr? Nach Drücken des Schalters ist die Station binnen fünf Sekunden einsatzbereit und zeigt alle Daten an. Das Drücken des großen Leuchtschalters (der blaue auf dem Bild; als regelmäßiger Leser dieses Tagebuchs kennt man diese Schalter ja), der woanders als die Station per Klettband an die Wand geheftet ist, macht sogar erst recht Spaß, weil man nicht einen winzigen Ein-Aus-Knopf direkt am Gerät dafür drücken muss, der ja sowieso dort nicht vorhanden ist. Die Stecker verberge ich noch, dass man sie nicht sieht.

Heute am freien Tag also unausgeschlafen aber gut gelaunt bei einem kreativen kleinen Spiel-Tag-Abenteuer 🙂

Nachtrag (was auch sonst): Nun habe ich die Daten des heimischen Ortes gefunden. Sogar die des Ortsteils „Schneppenbaum”. Und wie du siehst, ohne sichtbaren Stecker. Das Kästchen darunter ist übrigens eine zur Zeit ausgeschaltete USB-Ladestation:

Zwischen Tür & Angel

Bin auf dem Weg zur Arbeit, habe gut geschlafen, bleibe fit und werde kommende Nacht nicht einnicken. Jetzt zwischen Tür und Angel möchte ich nur kurz die Rede von Alice Weidel heute im Bundestag teilen (falls du sie nicht sowieso längst kennst) und dich, liebe Leserin, lieber Leser, fragen, was daran, in aller Herrgotts Namen, irgendwie nazi oder rechtsextrem sein soll. Eigentlich ist der Inhalt CDU pur vor 2015. Mit einer „Wutrede”, wie die „Welt” hier titelt, hat die sachliche, ruhige Rede allerdings gar nichts zu tun; der Begriff ist nur Clickbait. Aber höre selber:

 

PS: Weshalb ich nicht die Rede bei „Phoenix” verlinke? Um zu zeigen, dass es auch ohne den ÖRR geht. Der ist übrigens gerade dabei, die Journalistin Julia Ruhs rauszumobben. Naja, war nicht anders zu erwarten.