Zwischen den Jahren 7 – Dragon Drone Show in Shanhai

Wow! So was kriegen wir in Deutschland nicht hin. Musst du unbedingt im Vollbildmodus sehen:

 

Hier dasselbe aus einer anderen Perspektive. Bei uns würden schon während der Proben alle schreien, Putin käme, und die Bundeswehr würde eiskalt das Drohnenpferdchen vom Himmel schießen:

Zwischen den Jahren 6 – eDampf-Kurzinfo

Achso, für Leute, E-Dampfer, die es sich nicht vorstellen können: Für drinnen und alleine RDL-Zugtechnik, 5 Watt mit dem „Dvarw-V2-Verdampfer” auf der „Aegis Solo 1”. Ich habe mich seit nunmehr knapp einem Jahr von den unvorstellbaren 6,5 Watt quasi per Fingerdruck downgegradet. 2,4 Volt (batterietauglich), 0,8 bis 1,1 Ohm, ~2,25 Ampere. 30er Kanthal A Draht (awg29, ~0,25 mm Ø) als Mico- bzw. Kontakt-Coil in 6 Windungen auf 0,2 mm Ø gewickelt. Seit 13 Jahren (davor wickelte ich auf Silikatschnur) mit normaler Watte von Edeka aus immer noch derselben Packung* für damals (wie heute) nur 99 Cent.

In munterer Gesellschaft drinnen oder für draußen bleibt es bei der DL-Zugtechnik und 15 Watt sowie einem 0,5 Ohm Edelstahl-Fertig-Coil des „Cubis-Pro-Verdampfers”.

* Nachtrag: Silvester-Mathematik. Stocknüchtern, möchte ich betonen. Ich hab’s vorhin mal interessehalber mit der Feinwaage gewogen. Eine Wicklung besteht aus 0,08 Gramm Watte inklusive der noch vorhandenen Enden, die abgeschnitten werden. Es gab Zeiten, in denen ich sehr verschwenderisch gewickelt hatte (Lernkurven und so weiter) aber auch Zeiten, in denen ich extrem faul gewickelt hatte (Fertig-Coiler bis zum Exzess durchprobiert), so dass man grob und im Durchschnitt vielleicht von 0,1 Gramm pro Wicklung und 7 Tagen ihrer Haltbarkeit ausgehen kann. Zwar wickle ich höchstens alle 2 oder sogar 3 Wochen, dann aber auch 2 oder 3 Verdampfer, da ich stets mehrere benutze. Also bleibt der Wochendurchschnitt grob erhalten. Das wären dann:

Pro Woche eine Wicklung. 13 Jahre = 4.745 Dampftage ./. 7 = 678 Wicklungen. Mal 0,1 Gramm = 67,8 Gramm Watteverbrauch.

100 Gramm hat eine Packung, davon sind allerdings 90 Gramm verbraucht.

Also muss ich andersherum rechnen: 90 Gramm ./. 0,1 Gramm = 900 Wicklungen. Für irgendwas zwischen 678 und 900 Wicklungen reichten die 90 Gramm Watte aus. Nichts anderes hatte und habe ich mit dieser Watte gemacht. Lustig, nicht wahr? 😉

Zwischen den Jahren 5 – Mini-Monitor

Guten Morgen gegen 14 Uhr. Heute: Guck mal am Ende des Eintrags. Ein Mini-Monitor mit dem bösen „Monomond” 🙂

Hehe, das Teil stammt noch aus der letzten China-Lieferung der Spielsachen. Um die 5 Euro kostet es. Ein winziger 3,5 Zoll Monitor. Das Ding ist im Grunde genommen totaler Schrott und nutzlos. Es soll als „Computerüberwachung” die Aktivität von CPU, GPU, RAM und Netzwerk anzeigen und besitzt entsprechende für junge Leute toll designte runde Tachometer usw. Nun, 1. blinkt und dreht sich allerhand auf diesem Bildschirm, nur leider werden CPUs und dergleichen angezeigt, die gar nicht im Rechner verbaut sind; und 2. funktioniert der Mini-Monitor ausschließlich mit einer Software, einer APP (ohne bleibt er schwarz), die, wie könnte es auch anders sein?, munter ständig nach China telefoniert. Also „Überwachung” stimmt tatsächlich, bloß ein klein wenig anders, als der Nutzer sich das so denkt.

Aber nichtsdestotrotz besitzt das Teil 1. die Option, nur ein einziges Bild anzuzeigen. Ähnlich wie ein digitaler Bilderrahmen ohne Zusatzfunktionen wie Rotation, animierte Gifs anzeigen etc. Selbst wenn der Rechner im Energiesparmodus quasi ausgeschaltet ist, bleibt der Mini-Monitor an. Und 2. lassen sich natürlich per Firewall jegliche Kommunikationsversuche ins Reich der Mitte unterbinden.

Ja, schon klar, es ist ein völlig nutzloses Gadget, etwas für Spielkinder, für Reste des kleinen Jungen in mir sozusagen. Meine Güte, Frauen stellen sich in einer Vase hübsche Blümchen auf den Tisch, also so what? 🙂

Heute melde ich mich bestimmt noch mal, doch vorsorglich (man weiß ja nie, vielleicht fesselt mich ja später noch ein toller Film und lässt mich die Uhrzeit vergessen) wünsche ich dir schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Zwischen den Jahren 4 – Bügelmarathon

Die 1. Wachtuchtischdecke für den runden Tisch im Küchenerker, die dort seit September ’24 liegt, war mittlerweile wegen der Gebrauchsspuren schlimm unansehnlich geworden. Es handelte sich zwar um eine Wachtuchtischdecke, doch ihre Oberfläche war stoffartig, also nicht glänzend glatt, so wie es üblicherweise bei diesen Tischdecken der Fall ist. Wahrscheinlich war sie deswegen auch besonders anfällig für kleine Beschädigungen, die in ihrer Anzahl am Ende ein verschlissenes Gesamtbild abgaben. Es musste eine neue Tischdecke her.

Jetzt versuche einmal eine runde graue Tischdecke in Leinen-Optik und einem Durchmesser von mindestens 160 Zentimeter zu bekommen. Nirgendwo (!) gibt es sie, immer ist bei 140 Zentimetern Schluss bei der Auswahl. Erst nach tagelangem Suchen fand ich einen Restposten von einer einzigen noch verfügbaren grauen 160er Tischdecke. Ihr farbliches Aussehen ist identisch mit der alten Tischdecke, aber sie ist glatt und eben typisch etwas spiegelnd. Übrigens bei „Kaufland” gab es diesen Restposten.

Sie muss aber jahrelang dort gefaltet auf Lager gelegen haben, denn ihre Knicke waren wirklich hartnäckig. Sogar mit einem Fön bekam ich sie nicht raus. „Bügeleisen” heißt es überall im Internet dazu. Etliche YouTube-Videos zeigen, wie kinderleicht angeblich diese Knicke ausgebügelt werden können. Tja, im ganzen Leben habe ich noch nie ein Bügeleisen besessen. Wenn ich in den seltensten Fällen mal eines brauchte, lieh ich’s mir. Damit sollte aber auch irgendwann einmal Schluss sein, nicht wahr? Ein richtiger Mann besitzt auch ein Bügeleisen.

Konsumtechnisch befand ich mich auf den Stand der 1970er Jahre, was Bügeleisen betrifft, dachte daher, so ein Teil würde locker 50 Euro kosten. Überrascht haben mich dann die Preise heutzutage: Nur 8 bis 15 Euro für ein Dampfbügeleisen mit den besten Rezensionen bei Amazon. Wieder China-Technik sei Dank. Okay, seit gestern bin ich nun stolzer Besitzer eines Dampfbügeleisens.

In der letzten Nacht habe ich dann versucht die Knicke auszubügeln.

1. Alle Ratgeber stimmen nicht ganz, denn man soll das Eisen auf die minimalste Stufe einstellen und so die umgedrehte Decke glatt bügeln – umdrehen ist richtig, da sonst der Kunststoff schnell kaputt geht, das mit der Temperatur stimmt aber nicht. Nur warm tat sich bei mir nichts. Niente. Ob mit feuchtem Tuch oder ohne, die Knicke waren so hartnäckig, ich hätte sogar stundenlang das Bügeleisen auf einen Knick stehenlassen können, der Knick wäre umgehend wieder da gewesen.

2. Auf der höchsten Stufe allerdings, so heiß, dass man sich die Finger selbst bei einer sekundenkurzen Berührung am Eisen augenblicklich verbrannt hätte, zeigten die Knicke sehr langsam eine Veränderung. Fast zwei Stunden lang habe ich in Zeitlupe in dieser Art bügeln müssen, damit die Knicke jetzt zu 95 % entfernt sind. Jedes Mal, wenn der ausgebügelte Knick abkühlte, erschien er wieder. Zwar jedes Mal auch etwas weniger bzw. kleiner aber es hat etliche Male eine Bügelwiederholung bedurft. Der runterhängende Rand, den du auf dem Foto siehst (aufs Eingangsbild klicken = größer), setzt/legt sich noch mit der Zeit; das war bei der alten Tischdecke auch so. Also ganz so einfach, so fluffig leicht und locker von der Hand wie in den Videos, funktioniert das Knicke-Ausbügeln dann doch nicht. Aber mit Geduld und genug Zeit geht es.

Zwischen den Jahren 2 – Filmtipp: One Battle After Another

Ganz vergessen, über Weihnachten sah ich einen tollen Spielfilm. Wirklich erste Sahne sozusagen, ein Highlight, das vielleicht alle 5 bis 10 Jahre zu sehen ist. Schön lang, über zweieinhalb Stunden Spielzeit und absolut humorvoll. Ein grandioser Leonardo DiCaprio (man kommt aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus), vielleicht ein klein wenig arg schenkelklopfender Kino-Humor der Rolle von Sean Penn, dafür wieder ein wunderbares Schauspiel von Benicio del Toro in einer Nebenrolle als Karatelehrer und Untergrundkopf organisierter illegaler Einwanderer. „One Battle After Another” heißt dieser Ausnahmefilm.

Und glaube bloß nichts, was du von links-woken Leuten dazu hörst, es sei ein Anti-Trump-Film usw. (was man da wieder alles lesen kann, OMG), denn „One Battle After Another” spielt zwar vor einem politischem Hintergrund, doch die Politik ist dem Film so entschieden egal, wie sie DiCaprio in der Rolle des Sprengstoffexperten der Terrorgruppe „French75” verkörpert. Es ist eine herrlich schräge und absurde Action-Komödie, die einfach nur riesig Spaß macht.

Zwischen den Jahren 1

Heute (jetzt gleich) findet meine letzte Arbeitsnacht statt. Die letzten 12 Stunden. Da ich alleine bin, werde ich gemeinsam mit dem Inneren Ich feiern.

Inneres Ich: „Feiern? Bist du denn nicht traurig oder so?”

Nicht die Bohne! Ich hab’s wirklich so satt. Bevor es aber in Rente geht (von der ich zwar nicht leben kann, die mir aber Ruhe und unbehelligt von Staat und Behörden andere Möglichkeiten des zusätzlichen Geldverdienens bietet), muss ich noch knapp 2 Jahre lang ALG beziehen. Das wird dann noch eine kleine Herausforderung.

Inneres Ich: „Hast du denn keine Zukunftsangst?”

Nicht mehr, das war früher so, ist merkwürdigerweise komlplett verschwunden, denn wir alle sind in Gottes Hand. Die planbare Zukunft ist in Wahrheit eine Illusion, der man den größten Teil seines Lebens hinterherhinkt, doch am Ende kommt meistens alles anders, als man denkt. Also: Lebe den Tag (oder so). Jetzt stehen erst mal die letzten Stunden im Job an, liebes Innere Ich, und danach schaun wir weiter.

Bis morgen. Justamente ein Eilgruß – ich möchte nicht zu spät zum Dienst erscheinen, weil die Kollegin, die ich dort ablösen werde, sie soll ja nicht unter meinem Fatalismus leiden (ja? Nennt man das so? Auch wenn es so bezeichnet wird, glaube ich eher weniger, dass dieser Begriff ausdrückt, was ich empfinde). Na denn, das war jedenfalls „Zwischen den Jahren, Teil1”.

Besinnliches ;-)

Meine Güte, wenn mich jemand sehen würde! Seit zwei Tagen sitze ich im schlabberigen, ursprünglich unischwarzen T-Shirt herum, nun voller Schuppen, Krümel und Flecken vom leckeren Speis und Trank, der Ventilator des Filmrechners rauscht auf Hochtouren (aber noch nicht störend laut, dazu ist er nicht alt genug) und meine eingerosteten Knochen bewegen sich kein Stück vor die Tür. Die Fußbodenheizung verbreitet derweil die Illusion einer tropischen Südseeinsel und – Achtung, der Oberhammer! – auf die E-Dampfe habe ich extra ein sehr langes Driptip (Mundstück) gesteckt, weil ich dann beim „Sitzen & Sinnen” den Ellbogen auf die Sessellehne stellen kann und ohne den Arm anheben zu müssen, direkt mit dem Mund ans Driptip heranreiche. Was soll ich sagen? Ich könnte all das verschweigen, aber warum, genieße ich diese faulen Tage doch wie ein verwöhnter König auf seinem samtenen Thron.

Zum ersten Mal findet kein familiärer Weihnachtsbesuch statt. Weder kommend, noch pflichtschuldig dorthin gehend sozusagen. Und auch kein zu verrichtender Arbeitsdienst (morgen geht’s erst wieder in die Nachtschicht; die vorletzte). Ein Gefühl von absoluter Freiheit macht sich breit. Langweilig? Nicht eine Zehntelsekunde lang.

Dir wünsche ich ebenfalls an diesem kalten aber sonnigen 2. Weihnachtstag viel Genuss und Gelassenheit mit Gott und der verrückten Welt – ohne letztere ist’s manchmal recht erholsam.

Die EU ruft: Haltet den Dieb!

Alles rund um das Zensur-Gebaren der EU bringt Sofia Taxidis in ihrem Artikel „FAFO: Von der Leyen und der Zensurkomplex im weltweiten Fokus” schnörkellos und allgemein verständlich auf den Punkt. Eigentlich wollte ich heute selber etwas zu dem Thema schreiben, doch angesichts dieser klaren Worte von Frau Taxidis, informiert und konzentriert zu virtuellem Papier gebracht, würde mein Geschreibsel nur zu einem Stammeln führen, bei dem die Leser wie üblich denken: „Ach, er nu‘ schon wieder …” Dabei ist das Thema viel zu wichtig, als durch irgendwelche persönliche Animositäten vom Debattentisch gewischt zu werden.

Mir stellt sich ohnehin die Frage, ob es der EU im Verbund mit den öffentlich-rechtlichen Medien gelingen wird, wie seinerzeit bei Corona die Masse der Leute zu manipulieren oder nicht, denn sie versucht schon wieder im Namen der Freiheit die Freiheit abzuschaffen. Dasselbe erleben wir ja beim Begriff der Demokratie. Man muss die Leute nur lange genug damit beschallen, schon sehen sie keine Widersprüche mehr. Wenn sich beispielsweise alle Steuerhinterzieher gemeinsam treffen und darüber abstimmen würden, ob diese Taten zukünftig weiterhin unter Strafe stehen, so würde niemand sich wundern, wenn durch dieses demokratische Zustandekommen eine Entscheidung für die künftige Straflosigkeit solcher Vergehen getroffen werden würde. Genauso war’s bei Corona (Expertenräte, über deren Zusammensetzung allein die Regierung entschied), beim Klimathema (Wissenschaftsräte mit derselben vorbestimmten Zusammensetzung) oder nun der Rat der EU (ein ebensolcher von den Bürgern der EU nicht legitimierter Verein) – sie alle trafen und treffen „demokratische Entscheidungen”. Räte, Räte. Räte allüberall.

Wenn der Dieb losrennt und ruft: „Haltet den Dieb!”, dann schauen die Passanten ohne zu fragen oder zu diskutieren in seine Laufrichtung und beginnen mit ihm gemeinsam den vermeintlichen aber imaginären Dieb einzufangen. Genau diesen Mechanismus, das Vorpreschen der EU mitsamt den NGOs, um einen imaginären Feind einzufangen, damit die eigene Diebesbeute in Seelenruhe in Sicherheit gebracht werden kann, beschreibt Sofia Taxidis eindrucksvoller, als ich es jemals könnte. Und deshalb ist mein weihnachtlicher Lesetipp heute dieser großartige Artikel.

Schnürsenkel für faule Leute

Rechtzeitig zum kalt gewordenen Wetter habe ich heute die immer noch neuen chinesischen Winterschuhe mit elastischen Schnürsenkeln sowie mit je einem Schnellverschluss versehen (siehe Foto am Ende). Nunja, sagen wir mal so:

Die elastischen Schnürsenkel sind wirklich klasse, die Schnellverschlüsse allerdings nur bedingt.

Denn erstens war es ziemlich tricky, die Schnürsenkel auf die passende Länge zu kürzen (ich habe sie zusätzlich mit je einem Knoten gesichert, über den der Schnellverschluss rutscht und der dort von innen am kleineren Austrittsloch quasi hängenbleibt), und zweitens ist es genauso „anstrengend” die beiden Hülsen zusammenzuschrauben wie ebkes schnell den Schuh normal zu binden. Also ich würde die Teile definitiv nicht nochmal kaufen.

Allerdings sind die elastischen Schnürsenkel, wie gesagt, richtig toll, denn mit ihnen braucht man die Schnürsenkel eigentlich gar nicht mehr zu öffnen und zu schließen. Im Normalfall macht man mit den Schuhen ja keine Bergtouren, bei denen es auf einen absolut festen Sitz des Schuhwerks ankommt, sondern für den Normalgebrauch oder fürs vergnügliche Wandern im Flachland reicht der durchaus ausreichend feste Sitz der elastischen Schnürsenkel vollkommen aus. Man kann dann in die Schuhe einfach so einsteigen ohne die Schnürsenkel überhaupt zu beachten. Diese Schnürsenkel würde ich somit immer wieder kaufen.

Nachtrag 1: Es gibt ein anderes System mit einer Art Zipper wie bei Rucksäcken, Jacken oder Mänteln. Dieses hier. Das ist für elastische und starre Schnürsenkel gleichermaßen geeignet. Nächste Woche werde ich es ausprobieren 😉

 

Nachtrag 2: Man erkennt nicht viel auf dem  2. Bild, es ist aber das andere System vom 1. Nachtrag. Viel besser! Jetzt kann ich die Riemen stramm ziehen oder nach Belieben locker lassen, ohne dafür wie blöd etwas schrauben zu müssen.

🙂 PERFEKT 🙂

1.

2.

Licht- und Akustik-Tage

Erst mal das Übliche; auf ein Bild klicken, dann wird’s größer. Aaalso: Das Folgende wusste ich nicht. Eine echte Bildungslücke, die erst mit Mitte 60 geschlossen wurde. Muss man sich mal vorstellen! Manch einer traut sich ja nicht, so etwas zuzugeben, doch was soll ich machen? Es ist nun mal die Wahrheit.

Seit zwei Jahren, seit ich in der neuen Wohnung lebe, nehme ich das Tropfen des Wasserhahns als gegebenes Übel hin. „Wir” erinnern uns: Bei offenen Systemen wie dem Niederdruck-Untertischgerät bildet sich während des kurzen Kochvorgangs (bzw. beim Erhitzen) Kondenswasser, das ein paar Sekunden lang aus dem Hahn tropft. Letzte Tage kam Besuch und das Tropfen störte sogar die Unterhaltung, so laut war es. Als der Besuch fort war, wollte ich dem auf den Grund gehen. Ich schaute mir die Spüle zum ersten Mal etwas genauer an, ließ den Wasserhahn tropfen und betastete das Spülbecken von unten. Siehe da, sobald ich die Handfläche daran hielt, wurde das Tropfen um locker 90 Prozent leiser. So leise, dass es nicht mehr als störend wahrgenommen wird. Der Unterschrank unter der Spüle wurde also zu einem riesigen Resonanzraum. Wie früher die großen Lautsprecherboxen.

Ich fragte Google. Dadurch erfuhr ich erst, dass sämtliche Spülen werksseitig unten mit „Anti-Dröhn-Matten” ausgestattet sind. Meine natürlich nicht. Alte Klebstoffreste zeugen davon, dass eine solche Matte wohl früher einmal vorhanden war, sich aber in den rund 30 Jahren ihres Alters irgendwann einmal gelöst haben muss und von einem Vormieter zur Gänze abgerissen wurde. Das Handauflegen war jedoch beeindruckend, was mich eine Akustik-Bitumenmatte bestellen ließ. Sie sollte zwischen den Jahren bei mir ankommen, wurde aber schon heute geliefert. Zurechtgeschnitten, aufgeklebt – und die Spüle ist selbst während der Sekunden ihres Tropfens mucksmäuschenstill (siehe Foto oben links). Ich wusste tatsächlich nicht, dass sich unter jeder Spüle eine solche Matte befindet.

Da ich also bis gestern von einer erst kommenden Lieferung der Anti-Dröhnmatte ausging, schaute ich vorgestern bei Rossmann nach und entdeckte eine weiche transparente Silikon-Spüleinlage für nur 2,50 Euro, die absolut klasse wie durchsichtige Kieselsteine aussieht. Zuhause kam mir dann die Idee, sie irgendwie zu beleuchten. Das führte mich zu den sogenannten Pool-Lichtern, die man auch für die Badewanne benutzen kann. Wasserdicht und Dank LED-Technik mit geringem Energiebedarf, noch dazu mit fest verbautem Akku. Zuerst wollte ich sie unter die Matte legen, noch besser allerdings wirkt sie, wenn von oben das Licht auf die „Kieselsteine” fällt. Die Umrandung der Lampe habe ich einfach mit schwarzem Isolierband unsichtbar gemacht; man sieht von ihr aus der Entfernung absolut nichts. Aber das Licht leuchtet nun scheinbar aus der Spüle heraus. Und schau mal, wie toll die Kiesel jetzt aussehen 🙂