Guck mal (unten), die Waage finde ich so schön, dass sie nun zwischen Küchenerker und Wohnzimmer einen eigenen prominenten Platz gefunden hat. Man kommt an sie jetzt sogar leichter heran, als wenn sie im hinteren Bereich auf der Arbeitsplatte steht. Und sie hinterlässt am neuen Standort eben alles andere als den Eindruck eines schnöden Küchengeräts.
Um sie beim Wiegen nicht ständig berühren zu müssen und um sie noch dazu auf dem kleinen Beistelltisch ein wenig optisch positiv zu betonen, habe ich mir einen Drehteller aus Edelstahl angeschafft. Der letzte bei Amazon verfügbare, ihn kann ich also nicht verlinken, da er nun ausverkauft ist. Das Besondere daran ist seine geringe Höhe: Nur knapp einen halben Zentimeter. Der Drehteller besitzt aber einen etwas zu geringen Durchmesser (22 Zentimeter), was irgendwie auf den 25 x 25 Zentimeter Tisch nicht gut aussah. Also legte ich eine dünne runde Platte aus dem identischen glänzenden Edelstahl der Waage darauf, eine sogenannte „Tortenunterlage” im benötigten Durchmesser von 25 Zentimeter; sie misst ihrerseits auch nur anderthalb Milli(!)meter. Das Produktfoto sieht matt aus, weil da noch eine Schutzfolie vorhanden ist, in Wahrheit ist die Platte spiegelblank.
Klar, beides ist gewaltig anfällig für Fingerabdrücke. Und auch ohne tendiert der Edelstahl erstaunlich schnell zum Stumpf- bzw. Mattwerden. Da muss ich noch mal googeln, womit chromglänzender Edelstahl am leichtesten poliert werden kann, denn nur mit einem Baumwoll-Trockentuch wischst du dir einen Wolf, wie man so nett sagt. Aufs Bild klicken = größer. Trotzdem sieht es in Echt viel, viel schöner aus als auf dem Foto:

Edelstahl zu putzen ist ein Kapitel für sich. Ganz ohne „Putzstreifen“ es hinzubekommen, ist schwierig. Ich nehme einen Glasreiniger und ein Baumwollputztuch. Das fusselt natürlich etwas…es bleibt schwierig.
Es soll wohl auch mit einer Kartoffelhälfte gehen: „Möchten Sie Edelstahl wieder blitzend blank haben, können Sie auch Kartoffelhälften nehmen und mit der frisch aufgeschnittenen Seite die Edelstahloberfläche einreiben. Die in der Kartoffel enthaltene Stärke sorgt für Glanz und verhindert, dass die Oberfläche ‚anlaufen‘ kann.”
Naja, ich werde dann mal diesen Tipp mit WD40 probieren. Vor allen Dingen wegen der Anti-Fingeabdrücke-Schutzschicht.
Schaun w’r mal … 🙂
Nachtrag, nur 20 Minuten später: Nee, mit WD40 legt man nur eine Art Fettfilm aufs Metall. Bei der Spüle war das okay, für wirklich spiegelnden Edelstahl mit Ecken und Kanten würde ich das aber nicht verwenden, denn anschließend muss man noch länger polieren, um alles wieder weg zu bekommen. Hab’s an der spiegelnden Waagschale ausprobiert. Da wäre ein Polieren ohne alles effektiver und deutlich weniger Arbeit.
Bei Gelegenheit kaufe ich mal eine Kartoffel 🙂
So sehr ich WD40 liebe, aber es hat seine Grenzen.
Kartoffel. Gibt es nicht ein Feld bei dir, wo noch vereinzelt welche rumliegen?
Wahrscheinlich wäre das sowieso zu einfach, dann hätten doch die Leute das schon seit Hunderten Jahren gemacht. Ich befürchte, zu meinen Lebzeiten werde ich wohl keine Hausangestellten mehr einstellen, die sich ein Mal pro Monat über das Silber hermachen. König, Fürst oder Graf müsste man sein 😉