Eine nette Negativ-Schwurbelei

Gerade sieht es ja danach aus, dass ich meine Wette (Ende der Regierung bis Weihnachten) verlieren werde, denn in der Probeabstimmung der CDU-Fraktion sind die „jungen Wilden” (die Realos, wie man früher bei den Grünen gesagt hatte) umgefallen und folgen nun dem Kanzler Merz, der die SPD-Gesetzgebung zum Schaden aller Bürger im Lande durchsetzt. Das sagen diese Umfaller auch ganz offen: Es sei zwar schlecht fürs Land aber um den „Koalitionsfrieden” aufrecht zu erhalten, können sie nicht anders. Sie meinen damit natürlich die eigenen Posten, Positionen und Karrieren – sprich: GELD – aber ein Begriff wie „Koalitionsfriede” hört sich halt besser an. Jemand erpresst dich und du erfüllst die Forderungen der Erpressung und sagst dann, du würdest es nur des lieben Friedens willen tun. Naja, ich spare mir besser jede weitere Kommentierung dessen.

Noch ist allerdings die entscheidende Abstimmung nicht über die Bühne gegangen. Auch wenn ihr Ergebnis heute bereits sicher erscheint, so steckt es eben noch nicht in trockenen Tüchern.

Mit dem Umfallen der jungen Opportunisten erkauft sich die Merz-Regierung jedenfalls ein paar Monate Zeit. Ein weiteres halbes Jahr Instabilität und Ausverkauf des Landes. Neue gigantische Schulden, die wie in Frankreich zum Staatsbankrott führen. Binnen kürzester Zeit werden wir alle unser Land nicht wiedererkennen. Die Reichen bleiben zwar reich, da ihr Vermögen längst in Sicherheit gebracht worden ist. Aber die, die sich täglich abstrampeln, werden große Augen machen, wie wenig ihr Geld und ihre Arbeit noch Wert sein werden. Auch eine AfD wird diesen Niedergang nicht mehr von heute auf morgen umkehren können. Was einmal kaputt ist, muss mühsam mit Blut, Schweiß und Tränen neu aufgebaut werden. Falls es denn überhaupt noch möglich ist angesichts der verwöhnten Generationen des linken Wokeismus.

Nächste Wette. Wenn heute nichts geändert wird, gibt’s nur zwei Wege in die Zukunft: Erstens könnte eine Zeit folgen, in der wir uns viele Jahre lang in einer Dysfunktionalität wiederfinden, in der jeder versucht, den anderen auszubooten, um für sich und seine Lieben ein Überleben zu sichern. Jeder ist sich selbst der Nächste. Religion und ein nationales Bewusstsein wurde uns schon erfolgreich aberzogen, es kann demnach nur eine Zersplitterung des Landes in immer kleinere Einheiten geben. Oder aber zweitens: Die Menschen in Europa entscheiden sich für einen Überbau einer sozialistischen Zentralregierung der EU (Regionalverwaltung Berlin für Deutschland). Sie würde den Niedergang zwar nicht verhindern, so aber doch verlangsamen. Wenn alle produktiven Kräfte zu Sklaven des Sozialismus geworden sind, sind wir alle auch wieder gleich. Gleiches Elend erträgt sich besser. Die Bestimmer, die Reichen, jene, die den EU-Sozialismus lenken, sie sieht dann keiner mehr, denn über sie wird nicht gesprochen. Das wäre so, als wäre „1984” endgültig zur Realität geworden.

Um uns aus beiden Möglichkeiten zu befreien, wären wiederum schlimme kriegerische Auseinandersetzungen in ganz Europa nötig, die natürlich keiner will, doch wer die Macht einmal in Händen hält, gibt sie freiwillig nicht wieder her.

Wir befinden uns in den entscheidenden Jahren vor der Weggabelung: Wenn die gesamte Gesellschaft nicht innerhalb kürzester Frist zurück auf „normal“ kippt, ist es zu spät für eine Entscheidung, zu spät für einen Wandel.

Wie gut, dass meine Wetten meistens nicht zutreffen. Wobei in ihrer Umgebung der kalten Wett-Finsternis ja gleichzeitig auch immer die Hoffnung glimmt, noch rechtzeitig das Steuer herumzureißen.