Emojis als Gradmesser gesellschaftlicher Entwicklungen

Wann hat das mit dem Wokeismus eigentlich angefangen? Ich würde sagen, es begann mit der Verkindlichung der sozialen Medien. Sie lässt sich prima an der Gestaltung von Grafiken, meist Erklärgrafiken, erkennen, die heute überall üblich sind. Die sind wiederum (nachäffende) Folge der Änderung und Erweiterung der bis ca. 2005 vorhandenen Emojis. Eine Sammlung heute üblicher Emojis gibt es z.B. bei „Emojipedia”. Sie unterscheiden sich von den in den 1990er Jahren und bis ca. 2005 üblichen Emojis in der infantilen Vereinfachung emotionaler Zustände. Begonnen in den 1980er Jahren als schlichte Zeichensetzungen, so wurden sie bis zu ihrer Blüte in der ersten Hälfte der 2000er Jahre sogar zu winzigen kleinen grafischen Geschichten. Hier noch eine Mini-Sammlung zur Veranschaulichung, was genau ich meine. Dann kam das erste Smartphone auf den Markt und mit ihm die großen sozialen Netzwerke. Meines Wissens nach wurden ab diesem Zeitpunkt zum ersten Mal von den Betreibern vollkommen neue Emojis gestaltet, die sofort 2006/7 herum ebenfalls von Microsoft in sämtliche Büroprogramme aufgenommen wurden. Daher kann man eigentlich sagen, dass die Infantilisierung ab 2005 begann und von der Generation der damals um die 20-Jährigen ausgegangen sein muss.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich damit richtig liege, denn es mag noch andere Umstände gegeben haben, die zum Wokeismus geführt hatten. Auch ist wahrscheinlich nicht mehr zu klären, was Ursache und was Wirkung dabei war: Ist der Infantilismus der Gesellschaft eine Folge der sozialen Medien (und einhergehend der Emojis als sichtbares Produkt) oder spiegelten die sozialen Medien einen bereits vorhandenen Rückzug ins Kindliche wider?

Man könnte weiter fragen: War Angela Merkel und die verheerende Große Koalition das Produkt des Infantilismus der Gesellschaft oder dessen Ursache?

Egal wie herum man es betrachtet, eines ist jedenfalls gewiss: Die Zeiten ändern sich gerade. Wenn man davon ausgeht, dass die Emojis samt ihrer Brüder und Schwestern der Erklärgrafiken mit der Gemütsverfassung der jüngeren Generation zumindest korrelieren, dann wird man, so denn der Wokeismus tatsächlich seinen Höhepunkt überschritten hat, in Kürze die Emojis in einem veränderten Aussehen erleben können. Wohin bzw. wie genau dies geschehen wird, das weiß heute wohl noch kein Mensch, aber dass die Veränderung kommen wird, das ist garantiert. So sind wir mal gespannt, wann welche dem Wesen nach neuen, anderen Emojis zu sehen sein werden. Ab diesem Moment verändert sich (wieder) die Welt.

Die Raubritter der EU

Einstimmigkeit bei Entscheidungen der EU war bisher üblich. Es gibt aber einen „Notfall-Paragraphen”, den Artikel 122 der EU-Verfassung, der eine „qualifizierte Mehrheit” bei Entscheidungen zulässt. Bisher wurde dieser Notfall nicht genutzt – bisher: Gestern hat der Ministerrat der EU beschlossen (bestehend aus den Botschaftern der EU-Länder aber nicht zu verwechseln mit dem „Europäischen Rat”), dass das eu-weit eingefrorene Geld Russlands ohne Einstimmigkeit – ja, wie soll man es ausdrücken? – letztlich geraubt werden kann. Man darf nicht „geraubt” schreiben, da dieser Raub durch die EU jetzt ja legalisiert wurde bzw. da er nun also nach „Recht und Gesetz” stattfindet – aber natürlich ist es fremdes Geld, das die EU einem Nicht-EU-Land abnimmt und sich in die eigene Tasche steckt.

Nächste Woche muss diese EU-Verordnung noch auf dem EU-Gipfel angenommen werden. Wie das aus Sicht des Beraubten aufgenommen wird, darüber braucht man sicher kein Wort zu verlieren, doch dieser Raub wirkt genauso verheerend auf jeden anderen Menschen und jedes andere Land, der/das sein Geld in der EU investiert hat oder beabsichtigt, dies zukünftig zu tun. Niemand investiert Geld dort, wo die Gefahr besteht, dass es enteignet wird, sondern ausschließlich da, wo Produktivität vorherrscht. Wird also der EU-Gipfel diesen Raub legalisieren, bedeutet es schlichtweg das wirtschaftliche Ende der EU, denn ohne Investitionen kein Wachstum und ohne Wachstum rauschen die anderen, rauscht die Welt an der EU vorbei. Ist die EU aber wirtschaftlich am Ende, wird sie immer öfter immer höhere Schulden aufnehmen müssen. Da die EU aber kein eigenes Geld erwirtschaftet, sondern lediglich mit dem Geld der Länder in deren Sinne arbeitet, sind es die EU-Länder, die für diese kommenden Schulden haften. Und wer sind am Ende der Fahnenstange die EU-Länder? Wir alle, die das Geld erwirtschaften. Also wir, du und ich, stehen für die Folgen des Raubrittertums der EU gerade. Jeder weiß, dass ganz zum Schluss der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht und den Schuldnern sämtliche Werte pfändet.

Man kann es aufs Wesentliche herunterbrechen: Durch den kommenden Raub des russischen Vermögens werden die Folgen in wenigen Jahren zum Raub des eigenen Geldes führen. Dann wirst du ihn aber auch nicht „Raub” nennen dürfen, da das Finanzamt resp. sein beauftragter Gerichtsvollzieher nichts anderes als der Sheriff ist, der dem Pöbel, dem Volk, das nimmt, was des Königs ist, nicht wahr?

Und jetzt erkläre mir mal, weshalb die Mehrheit der Bürger ihre Stimme bei den Wahlen ausgerechnet den Raubrittern gibt?