Einstimmigkeit bei Entscheidungen der EU war bisher üblich. Es gibt aber einen „Notfall-Paragraphen”, den Artikel 122 der EU-Verfassung, der eine „qualifizierte Mehrheit” bei Entscheidungen zulässt. Bisher wurde dieser Notfall nicht genutzt – bisher: Gestern hat der Ministerrat der EU beschlossen (bestehend aus den Botschaftern der EU-Länder aber nicht zu verwechseln mit dem „Europäischen Rat”), dass das eu-weit eingefrorene Geld Russlands ohne Einstimmigkeit – ja, wie soll man es ausdrücken? – letztlich geraubt werden kann. Man darf nicht „geraubt” schreiben, da dieser Raub durch die EU jetzt ja legalisiert wurde bzw. da er nun also nach „Recht und Gesetz” stattfindet – aber natürlich ist es fremdes Geld, das die EU einem Nicht-EU-Land abnimmt und sich in die eigene Tasche steckt.
Nächste Woche muss diese EU-Verordnung noch auf dem EU-Gipfel angenommen werden. Wie das aus Sicht des Beraubten aufgenommen wird, darüber braucht man sicher kein Wort zu verlieren, doch dieser Raub wirkt genauso verheerend auf jeden anderen Menschen und jedes andere Land, der/das sein Geld in der EU investiert hat oder beabsichtigt, dies zukünftig zu tun. Niemand investiert Geld dort, wo die Gefahr besteht, dass es enteignet wird, sondern ausschließlich da, wo Produktivität vorherrscht. Wird also der EU-Gipfel diesen Raub legalisieren, bedeutet es schlichtweg das wirtschaftliche Ende der EU, denn ohne Investitionen kein Wachstum und ohne Wachstum rauschen die anderen, rauscht die Welt an der EU vorbei. Ist die EU aber wirtschaftlich am Ende, wird sie immer öfter immer höhere Schulden aufnehmen müssen. Da die EU aber kein eigenes Geld erwirtschaftet, sondern lediglich mit dem Geld der Länder in deren Sinne arbeitet, sind es die EU-Länder, die für diese kommenden Schulden haften. Und wer sind am Ende der Fahnenstange die EU-Länder? Wir alle, die das Geld erwirtschaften. Also wir, du und ich, stehen für die Folgen des Raubrittertums der EU gerade. Jeder weiß, dass ganz zum Schluss der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht und den Schuldnern sämtliche Werte pfändet.
Man kann es aufs Wesentliche herunterbrechen: Durch den kommenden Raub des russischen Vermögens werden die Folgen in wenigen Jahren zum Raub des eigenen Geldes führen. Dann wirst du ihn aber auch nicht „Raub” nennen dürfen, da das Finanzamt resp. sein beauftragter Gerichtsvollzieher nichts anderes als der Sheriff ist, der dem Pöbel, dem Volk, das nimmt, was des Königs ist, nicht wahr?
Und jetzt erkläre mir mal, weshalb die Mehrheit der Bürger ihre Stimme bei den Wahlen ausgerechnet den Raubrittern gibt?