Schnürsenkel für faule Leute

Rechtzeitig zum kalt gewordenen Wetter habe ich heute die immer noch neuen chinesischen Winterschuhe mit elastischen Schnürsenkeln sowie mit je einem Schnellverschluss versehen (siehe Foto am Ende). Nunja, sagen wir mal so:

Die elastischen Schnürsenkel sind wirklich klasse, die Schnellverschlüsse allerdings nur bedingt.

Denn erstens war es ziemlich tricky, die Schnürsenkel auf die passende Länge zu kürzen (ich habe sie zusätzlich mit je einem Knoten gesichert, über den der Schnellverschluss rutscht und der dort von innen am kleineren Austrittsloch quasi hängenbleibt), und zweitens ist es genauso „anstrengend” die beiden Hülsen zusammenzuschrauben wie ebkes schnell den Schuh normal zu binden. Also ich würde die Teile definitiv nicht nochmal kaufen.

Allerdings sind die elastischen Schnürsenkel, wie gesagt, richtig toll, denn mit ihnen braucht man die Schnürsenkel eigentlich gar nicht mehr zu öffnen und zu schließen. Im Normalfall macht man mit den Schuhen ja keine Bergtouren, bei denen es auf einen absolut festen Sitz des Schuhwerks ankommt, sondern für den Normalgebrauch oder fürs vergnügliche Wandern im Flachland reicht der durchaus ausreichend feste Sitz der elastischen Schnürsenkel vollkommen aus. Man kann dann in die Schuhe einfach so einsteigen ohne die Schnürsenkel überhaupt zu beachten. Diese Schnürsenkel würde ich somit immer wieder kaufen.

Nachtrag 1: Es gibt ein anderes System mit einer Art Zipper wie bei Rucksäcken, Jacken oder Mänteln. Dieses hier. Das ist für elastische und starre Schnürsenkel gleichermaßen geeignet. Nächste Woche werde ich es ausprobieren 😉

 

Nachtrag 2: Man erkennt nicht viel auf dem  2. Bild, es ist aber das andere System vom 1. Nachtrag. Viel besser! Jetzt kann ich die Riemen stramm ziehen oder nach Belieben locker lassen, ohne dafür wie blöd etwas schrauben zu müssen.

🙂 PERFEKT 🙂

1.

2.

Licht- und Akustik-Tage

Erst mal das Übliche; auf ein Bild klicken, dann wird’s größer. Aaalso: Das Folgende wusste ich nicht. Eine echte Bildungslücke, die erst mit Mitte 60 geschlossen wurde. Muss man sich mal vorstellen! Manch einer traut sich ja nicht, so etwas zuzugeben, doch was soll ich machen? Es ist nun mal die Wahrheit.

Seit zwei Jahren, seit ich in der neuen Wohnung lebe, nehme ich das Tropfen des Wasserhahns als gegebenes Übel hin. „Wir” erinnern uns: Bei offenen Systemen wie dem Niederdruck-Untertischgerät bildet sich während des kurzen Kochvorgangs (bzw. beim Erhitzen) Kondenswasser, das ein paar Sekunden lang aus dem Hahn tropft. Letzte Tage kam Besuch und das Tropfen störte sogar die Unterhaltung, so laut war es. Als der Besuch fort war, wollte ich dem auf den Grund gehen. Ich schaute mir die Spüle zum ersten Mal etwas genauer an, ließ den Wasserhahn tropfen und betastete das Spülbecken von unten. Siehe da, sobald ich die Handfläche daran hielt, wurde das Tropfen um locker 90 Prozent leiser. So leise, dass es nicht mehr als störend wahrgenommen wird. Der Unterschrank unter der Spüle wurde also zu einem riesigen Resonanzraum. Wie früher die großen Lautsprecherboxen.

Ich fragte Google. Dadurch erfuhr ich erst, dass sämtliche Spülen werksseitig unten mit „Anti-Dröhn-Matten” ausgestattet sind. Meine natürlich nicht. Alte Klebstoffreste zeugen davon, dass eine solche Matte wohl früher einmal vorhanden war, sich aber in den rund 30 Jahren ihres Alters irgendwann einmal gelöst haben muss und von einem Vormieter zur Gänze abgerissen wurde. Das Handauflegen war jedoch beeindruckend, was mich eine Akustik-Bitumenmatte bestellen ließ. Sie sollte zwischen den Jahren bei mir ankommen, wurde aber schon heute geliefert. Zurechtgeschnitten, aufgeklebt – und die Spüle ist selbst während der Sekunden ihres Tropfens mucksmäuschenstill (siehe Foto oben links). Ich wusste tatsächlich nicht, dass sich unter jeder Spüle eine solche Matte befindet.

Da ich also bis gestern von einer erst kommenden Lieferung der Anti-Dröhnmatte ausging, schaute ich vorgestern bei Rossmann nach und entdeckte eine weiche transparente Silikon-Spüleinlage für nur 2,50 Euro, die absolut klasse wie durchsichtige Kieselsteine aussieht. Zuhause kam mir dann die Idee, sie irgendwie zu beleuchten. Das führte mich zu den sogenannten Pool-Lichtern, die man auch für die Badewanne benutzen kann. Wasserdicht und Dank LED-Technik mit geringem Energiebedarf, noch dazu mit fest verbautem Akku. Zuerst wollte ich sie unter die Matte legen, noch besser allerdings wirkt sie, wenn von oben das Licht auf die „Kieselsteine” fällt. Die Umrandung der Lampe habe ich einfach mit schwarzem Isolierband unsichtbar gemacht; man sieht von ihr aus der Entfernung absolut nichts. Aber das Licht leuchtet nun scheinbar aus der Spüle heraus. Und schau mal, wie toll die Kiesel jetzt aussehen 🙂