Erst mal das Übliche; auf ein Bild klicken, dann wird’s größer. Aaalso: Das Folgende wusste ich nicht. Eine echte Bildungslücke, die erst mit Mitte 60 geschlossen wurde. Muss man sich mal vorstellen! Manch einer traut sich ja nicht, so etwas zuzugeben, doch was soll ich machen? Es ist nun mal die Wahrheit.
Seit zwei Jahren, seit ich in der neuen Wohnung lebe, nehme ich das Tropfen des Wasserhahns als gegebenes Übel hin. „Wir” erinnern uns: Bei offenen Systemen wie dem Niederdruck-Untertischgerät bildet sich während des kurzen Kochvorgangs (bzw. beim Erhitzen) Kondenswasser, das ein paar Sekunden lang aus dem Hahn tropft. Letzte Tage kam Besuch und das Tropfen störte sogar die Unterhaltung, so laut war es. Als der Besuch fort war, wollte ich dem auf den Grund gehen. Ich schaute mir die Spüle zum ersten Mal etwas genauer an, ließ den Wasserhahn tropfen und betastete das Spülbecken von unten. Siehe da, sobald ich die Handfläche daran hielt, wurde das Tropfen um locker 90 Prozent leiser. So leise, dass es nicht mehr als störend wahrgenommen wird. Der Unterschrank unter der Spüle wurde also zu einem riesigen Resonanzraum. Wie früher die großen Lautsprecherboxen.
Ich fragte Google. Dadurch erfuhr ich erst, dass sämtliche Spülen werksseitig unten mit „Anti-Dröhn-Matten” ausgestattet sind. Meine natürlich nicht. Alte Klebstoffreste zeugen davon, dass eine solche Matte wohl früher einmal vorhanden war, sich aber in den rund 30 Jahren ihres Alters irgendwann einmal gelöst haben muss und von einem Vormieter zur Gänze abgerissen wurde. Das Handauflegen war jedoch beeindruckend, was mich eine Akustik-Bitumenmatte bestellen ließ. Sie sollte zwischen den Jahren bei mir ankommen, wurde aber schon heute geliefert. Zurechtgeschnitten, aufgeklebt – und die Spüle ist selbst während der Sekunden ihres Tropfens mucksmäuschenstill (siehe Foto oben links). Ich wusste tatsächlich nicht, dass sich unter jeder Spüle eine solche Matte befindet.
Da ich also bis gestern von einer erst kommenden Lieferung der Anti-Dröhnmatte ausging, schaute ich vorgestern bei Rossmann nach und entdeckte eine weiche transparente Silikon-Spüleinlage für nur 2,50 Euro, die absolut klasse wie durchsichtige Kieselsteine aussieht. Zuhause kam mir dann die Idee, sie irgendwie zu beleuchten. Das führte mich zu den sogenannten Pool-Lichtern, die man auch für die Badewanne benutzen kann. Wasserdicht und Dank LED-Technik mit geringem Energiebedarf, noch dazu mit fest verbautem Akku. Zuerst wollte ich sie unter die Matte legen, noch besser allerdings wirkt sie, wenn von oben das Licht auf die „Kieselsteine” fällt. Die Umrandung der Lampe habe ich einfach mit schwarzem Isolierband unsichtbar gemacht; man sieht von ihr aus der Entfernung absolut nichts. Aber das Licht leuchtet nun scheinbar aus der Spüle heraus. Und schau mal, wie toll die Kiesel jetzt aussehen 🙂

Habe jetzt zum ersten Mal die Spüle von unten betastet, und voilà, da klebt sie, die Matte. Man ist nie zu alt, um eine Bildungslücke zu schließen.
Diese Kieselmatte hatte ich auch mal, aber irgendwann war sie verschlissen. Ich mochte die gerne, deshalb gucke ich nach den Feiertagen bei Rossmann.
Das mit den Farben finde ich fantastisch! Akku heißt, du musst das Teil hie und da abtrocknen und neu laden. Jedenfalls finde ich, dass du da eine super Idee hattest.
Georg, ich wünsche dir Frohe Weihnachten, und bleibe deinen Lesern weiterhin gewogen.
Ja, sorry, habe ganz vergessen, die virtuelle Karte zu beantworten. Auch dir und deinem Mann wünsche ich frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2026 – meine Güte, welch ein Datum eigentlich! Das war in unserer Jugend ein imaginäres Science-Fiction-Jahr 🙂