Besinnliches ;-)

Meine Güte, wenn mich jemand sehen würde! Seit zwei Tagen sitze ich im schlabberigen, ursprünglich unischwarzen T-Shirt herum, nun voller Schuppen, Krümel und Flecken vom leckeren Speis und Trank, der Ventilator des Filmrechners rauscht auf Hochtouren (aber noch nicht störend laut, dazu ist er nicht alt genug) und meine eingerosteten Knochen bewegen sich kein Stück vor die Tür. Die Fußbodenheizung verbreitet derweil die Illusion einer tropischen Südseeinsel und – Achtung, der Oberhammer! – auf die E-Dampfe habe ich extra ein sehr langes Driptip (Mundstück) gesteckt, weil ich dann beim „Sitzen & Sinnen” den Ellbogen auf die Sessellehne stellen kann und ohne den Arm anheben zu müssen, direkt mit dem Mund ans Driptip heranreiche. Was soll ich sagen? Ich könnte all das verschweigen, aber warum, genieße ich diese faulen Tage doch wie ein verwöhnter König auf seinem samtenen Thron.

Zum ersten Mal findet kein familiärer Weihnachtsbesuch statt. Weder kommend, noch pflichtschuldig dorthin gehend sozusagen. Und auch kein zu verrichtender Arbeitsdienst (morgen geht’s erst wieder in die Nachtschicht; die vorletzte). Ein Gefühl von absoluter Freiheit macht sich breit. Langweilig? Nicht eine Zehntelsekunde lang.

Dir wünsche ich ebenfalls an diesem kalten aber sonnigen 2. Weihnachtstag viel Genuss und Gelassenheit mit Gott und der verrückten Welt – ohne letztere ist’s manchmal recht erholsam.