Heute (jetzt gleich) findet meine letzte Arbeitsnacht statt. Die letzten 12 Stunden. Da ich alleine bin, werde ich gemeinsam mit dem Inneren Ich feiern.
Inneres Ich: „Feiern? Bist du denn nicht traurig oder so?”
Nicht die Bohne! Ich hab’s wirklich so satt. Bevor es aber in Rente geht (von der ich zwar nicht leben kann, die mir aber Ruhe und unbehelligt von Staat und Behörden andere Möglichkeiten des zusätzlichen Geldverdienens bietet), muss ich noch knapp 2 Jahre lang ALG beziehen. Das wird dann noch eine kleine Herausforderung.
Inneres Ich: „Hast du denn keine Zukunftsangst?”
Nicht mehr, das war früher so, ist merkwürdigerweise komlplett verschwunden, denn wir alle sind in Gottes Hand. Die planbare Zukunft ist in Wahrheit eine Illusion, der man den größten Teil seines Lebens hinterherhinkt, doch am Ende kommt meistens alles anders, als man denkt. Also: Lebe den Tag (oder so). Jetzt stehen erst mal die letzten Stunden im Job an, liebes Innere Ich, und danach schaun wir weiter.
Bis morgen. Justamente ein Eilgruß – ich möchte nicht zu spät zum Dienst erscheinen, weil die Kollegin, die ich dort ablösen werde, sie soll ja nicht unter meinem Fatalismus leiden (ja? Nennt man das so? Auch wenn es so bezeichnet wird, glaube ich eher weniger, dass dieser Begriff ausdrückt, was ich empfinde). Na denn, das war jedenfalls „Zwischen den Jahren, Teil1”.