Ob blond, ob schwarz, ob braun, ich liebe alle …

Mir ist schon klar, dass du, liebe Leserin, lieber Leser, mich nun für total durchgeknallt halten wirst. Ist mir aber egal 🙂

Inneres Ich: „Ich auch. Du bis durchgeknallt.”

Darf ich mich vielleicht aber vorher mal erklären?

Inneres Ich: „Gähn. Na, dann mach mal.”

Insgesamt habe ich für das neue Bettradio 3 verschiedene Modelle ausprobiert. Eines zurückgeschickt, eines behalten, weil die Verpackung weg war (verkaufe ich für 15 Euro auf dem Trödelmarkt) und danach schlussendlich – wie ausführlich berichtet – kaufte und behielt ich ein zweites baugleiches Küchenradio.

Durch die nicht beabsichtige „Radio-Rumhackerei” von letzter Woche lernte ich das Radio noch viel besser kennen als vorher und benutze jetzt bei beiden sogar Funktionen, die zwei Jahre lang beim Küchenradio ungenutzt blieben. Zwar bin ich kein Internetradio-Experte, doch halte ich dieses Gerät, das „Imperial i100”, nach allem, was ich gelernt habe, für das Beste, was man für rund 100 Euro bekommen kann. Natürlich gibt es Geräte von „Teufel” & Co., für die je mehrere Hundert Euro auf den Tisch gelegt werden muss und die höchstwahrscheinlich mein Bett- und Küchenradio klanglich in die Ecke stellen, doch die Funktionen des Bett- und Küchenradios und ihr Klang sind für mich hervorragend.

Und wie ich ebenfalls bereits schrieb, ist dieses „Imperial i110” leider ein Auslaufmodell bzw. seine Herstellung wurde längst beendet; man kann nur noch Restbestände kaufen. Deshalb hatte ich das Bettradio auch nur mit einem weiß lackierten Holzgehäuse gefunden. Schwarz und Holzfarben, die früher mal verfügbar waren, sind komplett ausverkauft. In Weiß passte es mir optisch am Bett aber nicht wirklich gut. Zwar bin ich mit dem weißen Radio absolut zufrieden (99,9 %), dennoch hielt ich nur interessehalber (ich betone das, denn es steckte wirklich keine echte Kaufabsicht dahinter) locker Ausschau, ob nicht irgendwo vielleicht noch eines in Schwarz angeboten wird. Wenn du danach googelst, findest du zuerst einige; schaust du aber näher hin (bestellen bis kurz vor dem Kaufabschluss), heißt es immer „Versand sobald verfügbar”. Oder es kostet plötzlich 150 Euro. Es gibt dieses Modell in schwarz einfach nicht mehr.

Dann kam mir „ebay” in den Sinn. Tatsächlich kann man da meist so zwei oder drei schwarze Radios „Imperial i110” finden, allerdings sind sie dermaßen voller Gebrauchsspuren, also nein, solch eine DNA-Schleuder möchte ich nicht am Bett direkt neben meinem Kopf stehen haben. Auch die Preise bei „ebay” sind unverschämt; dort kostet das Radio sogar gebraucht teilweise mehr als es neu gekostet hatte. Jaja, Angebot und Nachfrage, schon klar. Und da ich das Radio mittlerweile in und auswendig kenne, entdeckte ich bei „ebay” auch noch etliche Betrüger, die definitiv ein anderes Radio beschrieben als sie abgebildet hatten und umgekehrt. Sowieso war ich nie ein wirklicher Freund von „ebay”. „Ebay“ kann gut sein, ist aber nicht selten das genaue Gegenteil.

Wie dem auch sei, vorgestern kam mir dann die Idee, mal bei den Rückläufen von Amazon anzufragen. Mittlerweile ist es ja schon beinahe in Mode, sich Dinge zuschicken zu lassen, sie nur einmal anzuschauen und als „gefällt mir nicht” wieder kostenlos und bequem zurückzusenden. Das sind dann zwar gebrauchte Sachen, die aber nie wirklich benutzt wurden. Und sie gehen noch dazu für einen Bruchteil des ursprünglichen Preises über die Ladentheke. Und siehe da, das Glück war mir hold: Amazon verkaufte für die Hälfte des Neupreises (Jürgen Trittin würde sagen, für ein paar Kugeln Eis) ein garantiert technisch fehlerloses schwarzes „i110”.

Es kam heute ohne Originalverpackung in einem kleinen Amazon-Karton liegend bei mir an. Lose dabei lagen Fernbedienung und Netzteil. Zuerst befürchtete ich deswegen Übles, doch nach dem Auspacken stellte ich freudig überrascht fest, dass nicht die geringsten sichtbaren Gebrauchsspuren, ja, nicht einmal Fingerabdrücke auf dem Display vorhanden waren. Ebenso die Fernbedienung sieht aus wie fabrikneu. Technisch war sowieso alles auf Null gestellt. Ich hab’s fast auswendig eingerichtet (bis auf die Stream-URLs, die kann man nicht auswendig lernen) und alles funktioniert hervorragend.

Das Weiße steht jetzt direkt hinter dem Monitor und spielt seit Stunden „Beatles & Friends”. Ich möchte nie mehr ein anderes Radio haben, das „Imperial i110” ist (wenn man es denn einmal kennt) mit das Beste, was es je gegeben hat. Es lassen sich übrigens sogar Aktiv-Lautsprecher anschließen. Mal gucken, es müssten noch welche im Keller stehen, wäre vielleicht etwas für das weiße. Ich mein‘ ja nur. Interessehalber 🙂

Sarah Maria Sander

Bei Rika gefunden: Sarah Maria Sander, welch eine furchtlose, geradlinige und kluge junge Frau, die als weiblicher Don Quijote den Windmühlen der links-woken Kulturszene in einem aussichtslosen Kampf entgegenreitet und ihn, unabhängig vom tatsächlichen Ausgang, bereits für sich, für ihre Selbstachtung und für ihre Freiheit gewonnen hat, auch wenn es sie sehr viel gekostet hat und noch mehr kosten wird. Sie zeigt, und man erkennt es deutlich in ihren klaren Augen, wie wichtig es ist, morgens noch in den Spiegel schauen zu können, weil man mit sich im Reinen ist, während ihre opportunistischen Kolleginnen und Kollegen der Filmbranche vor lauter schlechtem Gewissen und Selbsthass seelisch erkranken, verbittern und früh in Vergessenheit geraten. An Sarah Maria Sander wird man sich noch in Jahrzehnten voller Hochachtung erinnern. Bewundernswert!

Film- und Serientage

So langsam wird’s wieder meine Kernlebenszeit: Gerade ist es 20 Uhr und das Heimkino verkündet heute 2 knapp 3 ½-stündige Vorführungen 🙂

Es stehen 2 halbe Serien zur Begutachtung an. Zum einen die 3. Staffel „Teheran” (die ersten beiden Staffeln waren großartig), von der nun 4 von 8 Episoden vorhanden sind, und zum anderen die Serie „Ponies”, zu der ich noch absolut nichts sagen kann aber von der ebenso halbzeitmäßig heute die ersten 4 Folgen warten.

Dann hatte ich letzte Tage „Wonder Man” gesehen, 8 halbstündige Episoden = eigentlich ein 4-stündiger Spielfilm. 4 Bewertungspunkte.

Weiterhin die 3 Spielfilme „Rental Family” – 7 Punkte, leider zu viel belehrende Moral, ohne hätte ich ihm klar 9 Punkte gegeben,

Bugonia” – nur 2 Punkte aber eine herausragende Darbietung von Emma Stone, für die sich das Anschauen des ansonsten flachen Films dennoch sehr lohnt. Also eine klare Empfehlung als ein Emma-Stone-Film.

Sowie „Jane Austen und das Chaos in meinem Leben” – 2 Punkte. Und obwohl ich es gut meinen möchte, wüsste ich nicht, was an diesem Film zu loben wäre. Ihm fehlt jeglicher Sprit, das Drehbuch ist teilweise beschämend albern bis zotig, die Regie zeigt gähnend lange Einstellungen von Belanglosigkeiten und die Schauspieler überzeugen mäßig, sie spielen (wie’s mir scheint) lustlos vor sich hin. Da die Handlung eines solchen Films ja sowieso vorhersehbar ist, bietet die Umsetzung leider kein Alleinstellungsmerkmal, absolut nichts Besonderes. Ein völlig sinnloser Film ohne jedes Gefühl.

Insgesamt also alles ziemlich durchwachsen. Von den beiden Serien verspreche ich mir allerdings die kommende Nacht viel Gutes. Ansonsten bis morgen in diesem Theater, gehab dich wohl.

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Nächtlicher Nachtrag: Naja, „Ponies” ist Trash, 1 Punkt, ich habe nicht mal die erste Episode zu Ende gesehen. Wer schaut so etwas? Ich meine, Humor ist sicher milliardenfach verschieden, okay, aber Blaukraut bleibt Blaukraut und Blödheit bleibt Blödheit.

Die 3. Staffel von „Teheran” ist dafür von der ersten Minute an ohne Unterlass über 4 Episoden wieder genauso ausgezeichnet und absolut hochspannend wie die beiden Staffeln zuvor. Volle 9 Punkte. Somit bleibt’s im Heimkino insgesamt abermals gut ausgewogen.

Überschriften lesen

Auch ich bin davor nicht gefeit. Heute las ich folgende Überschrift: Frauen Union will Einzelspende legalisieren. Da stolperte ich gedanklich und scrollte zurück. Welche Einzelspende möchten die CDU-Damen denn fortan und von wem und warum erlauben?

Ich sah genauer hin. Hoppla, die Überschrift lautet: Frauen Union will Eizellspende legalisieren. Ach, das ist dann ja doch ein kleiner aber feiner Unterschied 🙂  [Link]

Lösung bei Problemen der Systemwiederherstellung

Letzte Nacht wollte der Windows10-Rechner nach einer Systemwiederherstellung partout nicht mehr hochfahren. Das Finden des Fehlers hatte dann den Zeitpunkt, ins Bettchen zu gehen, bis in den frühen Morgen verschoben. Korrekt müsste es heißen, den Zeitpunkt, bis dass der Rechner wieder funktionierte, denn die Ursache kenne ich bis heute nicht.

In den Hilfeforen wird immer wieder zu mehreren Abbrüchen des Startvorgangs geraten, damit eine Selbstreparatur von Windows ausgelöst werde, das half aber anfangs nicht die Bohne. Man solle den Ausschaltknopf bei bis zu 3 Startversuchen jeweils lange drücken, so schreibt die KI – nun, selbst nach x-mal gab es keine Veränderung. Der Rechner bootete stets bis zum Windows-Bild aber der Monitor blieb anschließend schwarz.

Erst als ich auf den Gedanken kam, dass doch eigentlich ein erzwungenes Herunterfahren durch langes Drücken dieses Ein- /Ausschalters nicht unbedingt ein echtes Ausschalten bedeutet (weil ja noch Strom vorhanden ist und ich nicht weiß, was das verbaute modernere Board in einem solchen Fall genau macht), kam ich der Lösung näher. Ich zog also nach dem Steckenbleiben des Bootvorgangs den Netzstecker. Nach dem anschließenden Wiedereinstecken veränderte sich tatsächlich der Bootvorgang dahingehend, dass ich hören konnte, wie der angeschlossene uralte Scanner wieder in Betrieb genommen wurde. Der Bootvorgang des Betriebssystems reichte also schon mal ein Stück weiter. Danach blieb allerdings erneut der Monitor schwarz. Sodann befolgte ich den ursprünglichen Ratschlag der KI und drückte lange den Ausschalt-Knopf. Das zeigte schlussendlich dann Erfolg. Der Rechner fuhr wieder normal hoch, bestätigte die Systemwiederherstellung und alles war ab diesem Zeitpunkt in Ordnung.

Bevor ich diese Radikallösung in Angriff nahm, hatte ich aber x andere Möglichkeiten versucht wie z.B. sämtliche USB-Geräte abgesteckt oder die Einstellungen des Boards überprüft, die natürlich alle in Ordnung waren. Es verging also enorm viel Zeit, bevor ich den richtigen Lösungsweg beschritt.

Naja, so ist das halt, immer mal was Neues. Jetzt wissen du und ich jedenfalls, dass ein echtes Ausschalten des Rechners erst durch die physische Trennung vom Stromnetz verursacht wird. Weshalb der Rechner nach der erfolgten und wie sich später herausgestellt hatte, erfolgreichen Systemwiederherstellung aber spackte, das weiß ich immer noch nicht. Es wären alles Spekulationen und kein echtes Wissen. Spackspekulationen sozusagen.

Warum ich überhaupt eine Systemwiederherstellung gemacht hatte? Weil ich zu faul war, ein Experiment ordentlich zu beenden, es vernünftig zu deinstallieren und den vorherigen Zustand durch eine erneute umfangreiche Installation bestimmter zuvor gelöschter Programme wieder herzustellen. Die Systemwiederherstellung von Windows ist da schon praktisch. Normalerweise. Und es hat ja schließlich genau so funktioniert – wenn auch viel mehr Zeit dafür verging als veranschlagt. Zeit, die vergeht, ist aber keine Arbeit für mich; der Rechner hat gearbeitet, ich habe ihm dabei nur zugesehen. Von daher kann ich eigentlich gar nicht meckern. Und dass ich meine grauen, sich mäßig regenden Gehirnzellen dafür in Anspruch nehmen musste, betrachte ich heute als eine Art Brain-Training, was ja auch nicht das Schlechteste ist, gell?

Aus der Reihe Haushaltstipps für alte Säcke

Nicht nur die E-Dampfe kriegt man mit „WD-40” schnell wieder blitzblank, ebenfalls die fiesen Klebereste, die nach dem Abziehen des Reklame-Etiketts auf dem Seifenspender übrig bleiben, verschwinden fast von ganz allein. Auch wenn nun das 2. Bild eher trüb aussieht, das ist erneut ein unerklärliches fototechnisches Phänomen, ein Geheimnis, eine Täuschung, denn der Spender ist in echt klar wie Grünkloßbrühe:

Weshalb Grünkloßbrühe? Naja, weil Blauklöße zu sehr meine Naivität fördern, dann bewege ich mich zu blauäugig durch die Weltgeschichte. Schwarzklöße sähen zwar sehr gut aus, aber das ewige Schwarzsehen geht mir nach gewisser Zeit ebenfalls auf die Nerven. Und Rotsehen, also ich weiß nicht, auf die Dauer ist das doch viel zu anstrengend.

Drachen der Nacht

Inneres Ich: „Gleich ist Mittag. Wo warst du denn am Morgen und am Vormittag?”

Vormittag? Ist das nicht jenes diesig-trübe Wetterkonstrukt des dunklen Januars, das ich erst gestern kurz erwähnte? Ich weiß zwar nicht, wo du dich befandst, ich für meinen Teil lag da noch in einem Traum von einer Südseeinsel.

6 bis 8 Stunden Schlaf sollte der Mensch schließlich täglich konsumieren, alles andere ist auf Dauer ungesund. Okay, es mag wie bei allen Dingen und in allen Lebenslagen Ausnahmen geben, denn jeden Tag schaffe ich das Einhalten dieser ungeschriebenen Regel nun auch nicht, aber heute schon. Außerdem vermute ich stark, dass mein Genom von skandinavischen Vorfahren beeinflusst ist, da ein Wintermorgen und ein ebensolcher Vormittag sich biologisch und metalitätsmäßig bei mir nicht von einer Nacht der bewusstlosen Erholung schlafender Südseebewohner unterscheidet; zumindest hatte ich im Traum auf der Insel keine Menschenseele angetroffen, sie schliefen wohl noch alle. Ich befand mich also mutterseelenallein dort und, man lese und staune, abgehetzt mit letzten Kräften auf der Flucht vor ein paar Komodowaranen.

Merke: Der Traum von einer wunderschönen warmen Südseeinsel im herrlichen Sonnenschein und in leuchtend bunten Farben der Natur bedeutet nicht zwangsläufig ein Sehnsuchtsort für einen angenehmen Lebensabend. Wovon bekanntlich Paul Gauguin, wenn auch aus ganz anderen Gründen, ein ebenso ernüchterndes Lied hätte singen können. Dann doch lieber ein skandinavisch angehauchter Wintervormittag im Bett, nicht wahr?

Tristesse

Kennst du so etwas auch? Eine ganz bestimmte Atmosphäre draußen im Freien, die zu einer bestimmten Tageszeit schrecklich aufs Gemüt drückt? Das ist bei mir der kalte Vormittag, nachdem es tagelang ohne Unterlass schon neblig trüb gewesen war und die Sonne es mit keinem Strahl auch nur einen Augenblick durchs dichte Grau schafft. Die Akustik ist sogar einzigartig. Klänge und Geräusche, vom Gurren der Tauben bis zum Zwitschern der Vögel, vom Brummen entfernter Motoren bis hin zum allgegenwärtigen Hintergrundrauschen eines geschäftigen Werktages. Man könnte sie sogar als nasskalte Töne bezeichnen, sie rufen einen im Zusammenspiel mit der trüben Optik des grauen Vormittags geradezu zurück ins Bett oder sie hindern einen daran, überhaupt erst die Augen zu öffnen. Und doch zwingen die Verpflichtungen die meisten Leute ja schon morgens hinaus in diese unwirtliche Welt. Dass in den Sphären einer solch äußerst unlieblichen Natur die Leute überwiegend ihre schlechte Laune zur Schau stellen und ansonsten die Köpfe tief zwischen den Schultern einziehen, um möglichst unberührt durch die gar garstige Wirklichkeit zu hasten, wundert wohl keinen.

Ab Mittag ist es dann vorbei. Wer es bis Mittag geschafft hat, durch seinen Aufenthalt in Gebäuden sich in jenen Räumen zu bewegen, die durch ein intelligentes Umweltmanagement wie Heizungen, Hintergrundmusik oder bunte und stofflich warme Gegenstände der nasskalten trüben Realität quasi ein kokonartiges Gespinst wohlig warmer Larvenbrut entgegensetzt, der kann sich für den Rest des Tages wie ein frisch geschlüpftes junges Lebewesen strecken und seine bunten Flügen schwingen, denn ein Nachmittag gewinnt sogar in aller Tristesse jene Behaglichkeit wieder, die der Vorfreude auf den Feierabend innewohnt.

Jawohl. So ist das.

Filmtipp: „Die Farben der Zeit”

Französische Filme sind entweder schlimm, zdf-seicht oder manchmal absolut herausragend gut. „Die Farben der Zeit” gehört glasklar in die letzte Kategorie. Wie wunderschön ist dieser Spielfilm! Eine intelligente und humorvolle romantische Komödie.

Etliche unbekannte junge Darsteller treten gemeinsam mit bekannteren Gesichtern (des französischen Films – ich kannte sie eher nicht) auf und verzaubern das Publikum mit ihrer ungeschminkten Natürlichkeit. Ein Drehbuch, das viel Raum fürs Schauspiel lässt, erzählt in detailreich inszenierten Bildern eine freundliche Geschichte mit Augenzwinkern über die gesellschaftliche und persönliche Sinnhaftigkeit aber auch über die kleinen Eitelkeiten des Daseins. In einer Art Zeit-Fantasie erleben mehrere Generationen in Hin- und Herblendungen nebeneinander und dennoch miteinander verflochten die eigene Familiengeschichte in munteren Sprüngen über ein Jahrhundert hinweg. Quasi Ur-Ur-Großeltern zu den Nachkommen von heute (keine Sorge, es ist nicht Science-Fiction, niemand verlässt seine Zeit; alte Fotos gewinnen an Farbe und die Figuren darauf werden wieder lebendig). Wir sehen ihnen als Zuschauer in Zeitblenden zu, die anfangs vielleicht verwirrend erscheinen, doch bereits nach wenigen Minuten einfach nur herrlich mitzuerleben sind. Der Film bietet eine Fülle hintergründigen Humor und doch bleibt er sensibel fein in seiner unbedingten Lebensbejahung.

Volle 10 Punkte und archiviert. Unter Garantie verstaubt er dort im Archiv nicht, sondern wird – bildlich gesprochen – eher ziemlich schnell sogar metallglänzende Abnutzungserscheinungen wegen seines ständigen Gebrauchs bekommen.

Einen Fehler beheben des Radios „Imperial i110”, wahrscheinlich auch von anderen Internetradios und vielleicht sogar von diversen SmartHome-Geräten

Nur für Interessierte sozusagen. Das Thema Internetradio wurde ja beendet. Das ist und bleibt auch so, denn heute geht es im Wesentlichen um eine Hilfestellung, eine Handreichung für den Fall, dass bei dir oder bei jemand anderen das gleiche oder ein ähnliches Radioproblem auftreten sollte. Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas auch bei anderen „SmartHome-Geräten” der Fall sein kann. Daher ist es eben kein expliziter Internetradio-Eintrag, auch wenn das Radio im Mittelpunkt steht.

Puh! Guter Disclaimer, nicht wahr?
Wohlan denn:

Da ich nun stolzer Besitzer zweier baugleicher Radios bin, konnte ich nämlich einen Bug, einen Fehler im Betriebssystem des Radios ausfindig machen und ihn ganz leicht beheben. Was genau die technische Ursache für ihn ist, weiß ich zwar nicht, aber er ist, wie gesagt, vorhanden und leicht zu beheben.

Ich muss nur ein klein wenig erklär-technisch ausholen. Keine Sorge, ist gleich schon vorbei:

Es gibt 3 Möglichkeiten, um mit dem Gerät Radiosender zu empfangen:

  1. Die Sendersuche aus einer Liste des mit dem Radio werksseitig verbundenen Dienstleisters.
  2. Die manuelle Eingabe einer Sender-Stream-URL (abgekürzt im Folgenden als Sender-URL oder nur als URL).
  3. Das Umschalten und Steuern auf einen eigenen Medienserver z.B. aufs Internetradio der Fritzbox.

Die Möglichkeiten 1 und 3 funktionieren immer und unter allen Bedingungen, sie zeigen keine Fehler. Auch dann nicht, wenn sich bei der Möglichkeit 2 ein Fehler bemerkbar macht.

Eine Sender-URL besteht meist (nicht immer) aus einer langen Abfolge recht kryptischer Zeichen. Man könnte sie ins Radio äußerst umständlich per Drehrad und Bestätigung eines jeden Zeichens eingeben. Oder aber – und nun komme ich zur eigentlichen Fehlerursache – man verwendet eine App auf dem Smartphone, in meinem Fall die App namens „AirMusikControl”. Sie baut per WLAN eine Verbindung mit dem Radio auf. Damit lässt sich die komplette URL in einer Sekunde kopieren und ins Eingabefeld für einen manuell gewählten Sender eintragen. Das Radio übernimmt diese Sendereingabe augenblicklich.

Ist man fertig, beendet man die App. Ich meine richtig. Wird sie nur in der App beendet, läuft sie im Hintergrund auf dem Smartphone weiter. Man muss sie schon in den Einstellungen des Smartphones komplett ausschalten. Das ist aber sowieso bei allen Apps der Fall.

Nun geschahen folgende merkwürdige Dinge: Das Radio spielte diesen Sender aber brach ihn nach wenigen Minuten ab, manchmal auch erst nach einer halben Stunde, und rauschte danach drauflos. Wurde das Radio ausgeschaltet und wieder eingeschaltet, wiederholte sich das Spiel, erst Radio, dann Rauschen. Ebenfalls beim Hin- und Herschalten zu einem anderen Sender. Immer wenn einer der manuell programmierten Sender angesteuert wurde, begann nach wenigen Minuten das Rauschen. Abbrüche und Rauschen sind Anzeichen für eine nicht ausreichende WLAN-Verbindung. Der Empfang bei den Möglichkeiten 1 und 3 war aber gegeben. An diesem Punkt befand ich mich und hätte also wohl beim Vorhandensein von nur einem Radio sicher zuerst die Ursache in der Verbindung mit dem WLAN-Netz gesucht. Das Radio steht allerdings keinen Meter entfernt vom Repeater und zeigt symbolhaft (Antennensymbol auf dem Display) vollen Empfang.

Auf beiden Radios hatte ich dieselben Sender per „AirMusik-App” eingegeben. Jenes im Schlafzimmer, genannt Bettradio, brach allerdings nicht seinen Empfang ab, nur das in der Küche. Das Bettradio steht wesentlich weiter entfernt vom Repeater und zeigt auch ein schwächeres Empfangssignal.

Ein unterschiedliches Verhalten zweier baugleicher Radios. Das bot mir den einmaligen Vorteil, dass ich mich nicht stundenlang auf den Weg einer Fehlerursachenforschung begeben musste, sondern ich brauchte zuerst schlicht nachzudenken, ob und falls ja, wo im Umgang mit den beiden Radios kürzlich ein Unterschied vorhanden war. Tatsächlich hatte ich das Kabel des Bettradios nach der letzten Sendereingabe etwas ordentlicher verlegt, wozu ich kurz den Stromstecker ziehen musste. In dem Fall fährt beim Wiedereinstecken das Radio zuerst sein Betriebssystem hoch. Und wie beim Computer werden bei einem solchen „Kaltstart” auch beim Radio alle laufenden Prozesse des eigenen Betriebssystems abgebrochen und beim neuerlichen Hochfahren nur die für den Betrieb notwendigen Standardprozesse geladen.

Also machte ich dasselbe mit dem fehlerhaften Küchenradio. Stecker raus, 5 Sekunden warten, Stecker wieder rein, das Radio fuhr hoch und sieh an, keiner der Sender unterbrach mehr.

Dem wollte ich natürlich tiefer auf den Grund gehen. Dazu programmierte ich per App einen Testsender in beide Radios ein. Diesmal zog ich nach Fertigstellung der Eingabe nur den Stecker des Küchenradios. Welch Überraschung: Das Bettradio zeigte nun die Ausfälle, während das Küchenradio tadellos funktionierte. Um ganz sicher zu gehen, vertauschte ich sogar beide Radios und wiederholte den kompletten Vorgang mehrmals. Stets mit demselben Ergebnis. Immer brach jenes Radio seinen Empfang ab, das nach der App-Eingabe keinen Neustart vollzogen hatte.

Da die App auf dem Smartphone jedes Mal nach der Sendereingabe definitiv vollständig beendet worden war, konnte die Ursache nach meinem logischen Empfinden nur daran gelegen haben, dass das Radio nach Beenden der App immer noch eine Verbindung zur App gesucht hatte und erst mit dem Suchen aufhörte, als sein Betriebssystem neu hochgefahren wurde. Diese Suche im Hintergrund kann (kann, ich weiß es nicht) zu einer zu großen Belastung der Leistungsfähigkeit des Radios im WLAN-Netz geführt haben – es waren aber immer nur die manuell eingegebenen Sender davon betroffen, nicht die übrigen der anderen beiden Empfangsmethoden. Das wiederum lässt darauf schließen, dass diese Überforderung nicht die generelle Leistungsfähigkeit beeinträchtigt hatte, sondern es muss einen wie auch immer gearteten Zusammenhang mit der „AirMusik-App” bestanden haben. Quasi zwei Sachen gleichzeitig zu tun, Sender zu empfangen UND nach der App zu suchen, das bedeutete wohl diese Überforderung. In meinen laienhaften Worten ausgedrückt.

Muss man nun den Zusammenhang genau verstehen? Nein, muss man eigentlich nicht. Es reicht völlig aus, dass du und ich jetzt die Fehlerbehebung kennen, die da lautet: Nach jeder Verbindung mit der App (das macht man in der Regel ja höchst selten), die App vollständig ausschalten und das Radio komplett via Netzstecker neu starten.

Warum komme ich heute erst mit der Lösung daher und nicht schon letzte Woche? Tja, die Ausprobiererei, bis dass ich sicher sagen kann, dass der Fehler auf beiden Geräten identisch ist, sowohl reproduzierbar als auch dauerhaft beseitigt wurde, benötigte viele Stunden und Tage eines munteren Radiobetriebs. Die Nachbarn dachten bestimmt, in meinen heiligen Hallen fände eine Dauerparty statt 🙂

Leichter lesen

Ich will, dass …

Inneres Ich: „Oh, der Herr WILL etwas. Hört! Hört!”

der gestrige Eintrag auch heute noch nachwirkt bzw. seine Aktualität über zwei Tage beibehält. Deshalb gibt’s jetzt nichts Neues.

Inneres Ich: „Du hast ihn editiert. Warum?”

Nur einen Satz habe ich hinzugefügt. Und mehrere Absätze sowie das Untere nach oben geschoben bzw. umgekehrt. Zwar mache ich beim Schreiben seit Jahrzehnten sehr viele Absätze, manchmal vergesse ich sie aber. Wer viel liest, findet Absätze sowieso recht unwichtig, doch ich habe festgestellt, dass mehr Leute, als man denkt, von zusammenhängenden Texten förmlich abgeschreckt werden. Auf dem Smartphone mit seiner schmalen Auflösung wirken ja bereits 5 zusammenhängende Sätze wie ein Buchabsatz. Nach wenigen Zeilen verlieren die des Lesens ungeübten modernen Smartphone-Zeitgenossen schon die Zeilen aus den Augen und beenden ihre Lektüre.

„Mein Gott, du schreibst immer so viel, dafür habe ich gar keine Zeit”; das sind Aussagen, die ich immer öfter höre. Man liest heute eigentlich nur noch Überschriften und einleitende Zusammenfassungen eines Textes. Wenn ich allerdings viele Absätze ins Geschriebene einbaue, fungieren sie als eine Art „Augen-Anker” und erleichtern das Lesen ungemein. Deshalb habe ich den gestrigen Eintrag editiert. Leichter lesbar gestaltet in der Hoffnung, dass er dann wenigstens im zweiten Anlauf heute noch einmal probiert wird.

Ein nagelneuer Radiosender „Austria First”

Ist es nicht wunderbar? Jetzt läuft auf meinem Radio der österreichische Sender „Austria First”, ein als Patriotensender bezeichneter FPÖ-Radiosender. Weltweit empfangbar per Stream auf der Webseite, per App oder über „TuneIn“. Vollprogramm 24/7, werbearm, hervorragende Unterhaltung.

Warum höre ich einen FPÖ-Radiosender?

Weil man ein Gegengewicht zu den linken öffentlich-rechtlichen Sendern braucht. „NiUS” ist schon sehr gut, doch Vielfalt benötigt immer mehrere Seiten, nicht nur schwarz oder weiß, sondern bunt. Es gibt Dinge, die werden von linken Medien verschwiegen, denn davon sollen die Leute nichts erfahren. Und logischerweise gibt es auch Dinge, die werden von rechten Medien aus denselben Gründen verschwiegen. Das Gleiche gilt für die Gewichtung, die Interpretation und die Kommentierung. Also braucht man stets unterschiedliche Informationsquellen, um sich einen möglichst ausgewogenen sowie allumfassenden Informationsstand anzueignen. Das hatten früher die öffentlich-rechtlichen Medien geboten: Da gab es rechte, konservative, liberale, grüne und linke Infos. Die Zeiten sind leider vorbei. Heute existiert eine arge linke Schlagseite, die das Medienschiff zum Kentern bringt. Und genau deshalb entstehen ja andere Medien. Es sind kleine Rettungsboote, die sogar im Falle von „NiUS” zu regelrechten Rettungsdampfern herangewachsen sind.

Immer mehr Menschen haben das Gefühl, einseitig informiert zu werden. Der ÖRR hat sich einer Agenda unterworfen, die nichts anderes mehr zulässt als links-woke Propaganda. Darum tut es Not, die Medienlandschaft mit vielen Akteuren unterschiedlicher Richtungen wieder vielfältig zu gestalten. „Austria First” gehört zu dieser Buntheit; er ist als Radiosender ein Puzzleteil des ganzen Bildes. Dieses Bild (die Wahrheit, die Realität, die Vielfalt – oder wie auch immer) wird aber erst dann erkennbar, wenn viele Puzzleteile aneinander gelegt werden. Deshalb hat Radio „Austria First” dieselbe Berechtigung wie der ÖRR.

Wie höre ich „Austria First“ und alle anderen Sender?

Ohne Apps, Anmeldungen oder Webseiten-Präsenz, sondern vollkommen anonym per direkter Sende-URL, eingerichtet auf beiden Radios. Die aktuelle IP-Adresse wird sowieso von mir regelmäßig geändert, es gibt daher keine Verknüpfungsmöglichkeiten. Das mache ich bekanntlich nicht, um mich zu verstecken, dann würde ich darüber jetzt wohl kaum öffentlich schreiben, sondern aus purem Prinzip, jawohl, und bei allen unterhaltungsmäßigen Sachen (Funk, Text, Spiel, Bild, Musik, Stream, Audio, Video und Film).

Paranoia? Mag sein; ich stamme noch aus einer Zeit, als sich alle Leute tierisch aufgeregt hatten, weil Microsoft für „XP” eine Registrierung forderte. „Wofür?”, so fragten sie zurecht, „ich habe das Programm inklusive der Lizenz teuer gekauft, was brauchen sie meinen Namen und eine Mailadresse?” Wie sich die Zeiten doch geändert haben, nicht wahr?