Nachdem ich heute unter dem Schreibtisch eine LED-Lichtleiste angebracht habe (sie hatte ich geschenkt bekommen, also nichts dafür bezahlt, von wegen Haushaltssperre und so), die allerdings schon wieder mit einer chinatypischen Fernbedienung geschaltet wird, kam mir in den Sinn, dass man sich heutzutage ziemlich leicht durch die Menge immer gleich aussehender Fernbedienungen verwirren lassen kann. Bei mir sind sie deshalb meistens per Klettpunkte an die Wand geheftet. Das hält robust und sie sind dennoch z.B. für einen Batteriewechsel wieder leicht abzunehmen. Bis auf die Hauptlampe (sie macht taghelles Licht) sind es nur 0,5 bis 3 Watt Strom verbrauchende Lampen. Eher Stimmungslichter, weshalb ich von der indirekten Beleuchtung unterm Schreibtisch auch kein Foto machen kann. Das funktioniert einfach nicht.
Weil mir danach war, einfach so halt, habe ich mal alle Zusatzschalter fürs Licht fotografiert. 8 mal Fernbedienungen für LED-Lichter (ungefähr 20 Lampen; wenn alle gleichzeitig leuchten würden, was sie aber nicht tun, so entspräche es einem maximalen Stromverbrauch von ca. 25 Watt). Dann habe ich die Kabel-Fernbedienungen auch direkt mal mit fotografiert. Damit wird in der Küche jedes Gerät einzeln vor versehentlichem Einschalten bewahrt. Und meinen direkt beim Einzug als allerersten angebrachten Schalter, den Türklingelschalter. Bei diesem Foto habe ich aber betrogen, denn das Gerät für den Türsummer stammt noch von der Vormieterin, die Kettenraucherin war, und es ist entsprechend nikotin-gelb verunstaltet (ich warte nur auf ein neues Gerät. Das Nachbar-Mietshaus vom selben Vermieter hat vor ein paar Monaten nämlich eine komplett neue Klingelanlage bekommen). Also auf dem Bild habe ich die Farbe herausgenommen und den Gammawert total verändert.
Alle Schalter bis auf drei sind, wie gesagt, dort festgeklettet, wo sie sind. Du siehst im Einzelnen auf dem folgenden Foto (draufklicken = größer, nur ideal für den Desktop-Monitor):
1. Links = Fernbedienung fürs große taghelle Licht an der Decke. Rechts = Fernbedienung für mehrere Steckdosen-Funkschalter, an denen jeweils Stimmungslichter angeschlossen sind. Ein einziger Schaltvorgang und alle Lichter sind an bzw. aus. Wie in den Filmen und Serien aus den USA.
2. Nochmal der gleiche Schalter auf dem Schreibtisch liegend, damit ich nicht aufstehen brauche 🙂
3. Fernbedienung samt Zeitschalter an der Türzarge zum Schlafzimmer in Brusthöhe angeklettet (andernfalls hätte ich sie längst schon verlegt) für die Akku-Lampe, die über dem DIN-A1-Hinterglas-Bild das Foto der Elli überm Bett beleuchtet.
4. Fernbedienung und Zeitschalter der Akku-Lampe, die die Illusion der leuchtenden Steine in der Küchenspüle erzeugt.
5. und 6. Küchengeräte inklusive dem Untertischgerät (6.), damit ich es komfortabel und ohne unter die Spüle kriechen zu müssen ein- oder ausschalten kann.
7. Klingelschalter mit dem farblich gefakten Foto.
8. Deckenlicht im Küchenerker.
9. LED-Leiste unterm Schreibtisch.
10. Zeitschalter der LED Lichtleiste ums Bett herum.
11. Fußschalter für Backofen.
12. Schalter Toaster.
13. Mini-Wetterstation mit WLAN-Verbindung. Sie schalte ich nur nach Wunsch ein, damit sie nicht ständig eine Internetverbindung aufbaut.
Vergessen aber eigentlich nicht so recht ins Schema passend, die Fernbedienung fürs Internetradio. Sie liegt auf dem Küchentisch und ist eine ganz normale Fernbedienung, bei der keine Verwechslung entsteht. Und den programmierbaren rückwärtslaufenden Zeitschalter für die Akku-Ladestation habe ich auch vergessen. Naja, nobody is perfect.

Jessas, da würde ich narrisch werden.
Hier wohnt nur die Fernbedienung für die Glotze.
Es täuscht! Weil alle Fernbedienungen auf einem Foto zu sehen sind. In Wahrheit ist es gar nicht verwirrend, sondern entwirrend und ungemein komfortabel. Nimm nur die Fernbedienung auf dem ersten Bild. Damit knipse ich mit einem Fingerdruck gleich 11 in der Wohnung verteilte Lampen ein und aus. 11! Wie gesagt, 11 mal 0,5 Watt = nur 5,5 Watt Stromverbrauch fürs Licht. Stelle dir vor, sie müsstest du ohne einen zentralen Schalter alle einzeln ein- und ausschalten. Noch dazu, da deren Kabel, an denen sich meist ihre eigenen Schalter befinden, schön versteckt hinter den Möbeln liegen und du sie erst mal einzeln suchen müsstest.
Verwirrend wäre es, wenn jede Lampe eine eigene Fernbedienung besäße. Oder wenn alle Fernbedienungen gemeinsam in einer Schublade lägen. Deshalb sind sie bei mir fast alle an einem festen Platz „festgetackert”.
Mein Nachbar besitzt ebenfalls etliche Fernbedienungen für diverse Geräte und Lampen. Seine Lösung, seine Entwirrung sozusagen, liegt in der Vernetzung und der akustischen Sprachsteuerung. Das würde ich ebenfalls so machen, wenn diese Sprachsteuerung auch offline funktionieren würde und meiner Abneigung onlinemäßiger Vernetzung nicht entgegenstünde.
Auch die Küchensteuerung ist bei mir ja zentral. Ich muss also nicht an jedem Gerät einen Schalter betätigen oder einen Stecker ständig in eine Dose stecken und ihn anschließend wieder herausziehen (wie man es bei einem Toaster, einer eher selten benutzten Kaffeemaschine etc. eigentlich machen soll), sondern die mechanischen Schalter (mit Beleuchtung; auf einem Blick sieht man deren Schaltzustand) liegen fest montiert wie bei einer Schaltzentrale auf dem Tisch. Viel sicherer und in der Praxis sogar sehr komfortabel 🙂