Hurra! Es funktioniert! Und sogar hervorragend. Darauf hatte ich voller Spannung gewartet. Auf den neuen chinesischen 2-Kanal-Equalizer. Bevor ich weiter schreibe, kurz eine Rechtfertigung, weil bei mir ja Haushaltssperre herrscht:
Dieses kleine Gerät, verbaut in einem Blech-Gehäuse, kostet bei Amazon zwischen 30 und 50 Euro. Das wäre mir in meiner augenblicklichen wirtschaftlichen Lage natürlich zu teuer. Bei „Ali-Express” kostet es aber nur 12 Euro (die Preise verändern sich täglich – ein Screenshot von gerade eben, es lässt sich sonst nicht verlinken). In etwa so viel Geld wie uns das Eis für die grüne Energiewende pro Jahr angeblich kosten sollte – nun, letzteres war eine dreiste Lüge, doch der Equalizer steht für 12 Euro tatsächlich bei mir.
Fast alles (mit Ausnahme der WLAN-Radioverbindung) auf dem unteren Foto (klick drauf = Großansicht) ist jetzt Technik von vorgestern. Und genau das finde ich so faszinierend. Keine „Funk-Verkabelung”, echte Cinch-Verbindungen. Ausgang (Klinke auf Cinch-Kupplung), Eingang, Ausgang, Eingang und wieder Ausgang nur per Cinch-Kabel. Es macht schließlich keinen Sinn, für das wunderbare Internetradio und für die Keller-Soundanlage einen überdimensionierten, modernen und möglicherweise funkenden Equalizer zum x-fachen des Preises beider Geräte zu kaufen. Hätte es das 12-Euro-Exemplar nicht gegeben, hätte ich auf dem Flohmarkt vor Ort nach einem vergleichsweise riesigen uralten Equalizer für 10 bis 20 Euro gesucht.
Und nun zum Ergebnis: Schade, dass ich keine Audio-Datei hochladen kann bzw. das ginge zwar schon, aber es bringt nichts, da der Klang durch deine Lautsprecher verändert werden würde. Jedenfalls wurde noch mal eine große Schippe draufgelegt. Besonders was die Höhen betrifft, damit hatte die Logitech-Soundanlage so ihre Schwierigkeiten. Bass gibt es mehr als genug durch die Bassreflex-Box, doch je nachdem, welche Musik ich höre und je nachdem wie laut oder leise sie spielt, fehlte etwas, ein gewisser Kick in den Höhen, der Kristall von kristallklar. Er ist nun da. Schillernd und glitzernd fürs Ohr sozusagen.
Der im Radio fest eingebaute Software-Equalizer wurde für den kleinen Lautsprecher des Radios konstruiert, über die Soundanlage bringt er leider nichts. Und da das Radio ja nicht über einen Computer läuft, lässt sich auch keine Software-Alternative finden. Nicht zuletzt werden nur 2 Kanäle benötigt – wobei ich immer noch nicht verstehe, wieso ein Radio mit nur einem Lautsprecher einen 2-Kanal-Ausgang besitzt.
Egal. Man hält es nicht für möglich (mir erging es wenigstens so), wie sehr und entschieden dieser Mini-Equalizer den Klang verbessert. Nochmal: Für 12 Euro! Eigentlich ist die Klangqualität jetzt so gut wie ein Viele-Hundert-Mark-Gerät der 70er Jahre. Okay, „Alexa-Lautsprecher” können das heute auch. Der technische Fortschritt im Audio-Bereich hat sensationelle Entwicklungssprünge vollbracht. Die Spionagetechnik allerdings ebenso.
In nächster Zeit werde ich noch Ausschau nach einer alten, optisch neutralen (transparenten?) Butter-Dose halten, die vielleicht in genau der richtigen Größe als Staubschutz deckelmäßig auf das kleine Gerät gelegt werden kann – edit: Schon erledigt! Niemand möchte nämlich verstaubte Potis drehen müssen, es gibt kaum Schlimmeres 🙂 Der Equalizer steht übrigens fest per Klettpunkt auf dem Radio; da wackelt oder rutscht nichts beim munteren Drehen an den Knöpfen.

Voll super. Und wenn Du mega Spass dran hast, würde ich sagen, Ziel erreicht!
Vor allen Dingen ist es der exzellente Hörgenuss, der mir seit Stunden ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ob laut oder leise, ob Pop, Rock oder Klassik, ein fülliger, kristallklarer Sound wie von einer teuren HiFi-Anlage erklingt. Als ob das gesamte Orchester auf dem Sofa sitzen würde und nur für mich spielt. Wunderbar 🙂