Neues Steuergeld für die Filmindustrie

Wie herrlich „böse“ schreibt Mario Thurnes bei „Tichys“ über den deutschen Film und den Propagandafunk der Regierung („Tagesschau“), die die beabsichtigte Umstrukturierung der Filmförderung durch Kulturstaatsminister Weimer hin zu einer zweiten „Ufa“ der Vergangenheit oder einer „DEFA“ beklatscht (beides sage ich, nicht Herr Thurnes). Er sagt das viel diffiziler. Sätze wie

„… immerhin müsste dann ein Dutzend Finanzbeamter den jeweiligen Film schauen, um Minuten zu zählen – im deutschen Film geht das schon als Publikumserfolg durch.“

 

Oder

„… Weigert sich Netflix ganz in Deutschland zu investieren […], will – das ist wirklich Weimers Regelung – sich der Kulturminister zusammen mit der Filmförderungsanstalt FFA und den Diensten zusammensetzen und nach einer Lösung suchen. Läuft dabei eine Kamera, ist das spannender, als 80 Prozent dessen, was die deutschen Filmschaffenden sonst so liefern.“

 

feiere ich, denn mit ihnen wird das Elend der Korruption sowie des cineastischen Unvermögens der deutschen „Filmschaffenden“ einer Realität ausgesetzt, die letztendlich das Publikum bestimmt und die für den Fall des Umstrickens der Filmförderung in Weimers Sinne den deutschen Film in gesteigertem Maße mit Nichtbeachtung honoriert.

Nunja, das ist den Damen und Herren Politikern im Parlament, die über Weimers Ideen abstimmen werden, letztlich auch egal. Für ihre Stimmen zählen andere Gründe, von der Brandmauer bis zur parlamentarischen Regel „gebe ich dir dieses, bekomme ich von dir jenes“. Das Siechtum des deutschen Films wird somit als Untoter und allein durch Steuergeld für das Genre Horror als Zombie-Industrie fortgeführt. Aber wenigstens wird Dank Weimer nun ein paar Jahre lang reichlich Geld in dubiose Taschen fließen. Ob vor leeren Kinos oder nicht, das stört dann keinen großen Geist, im Gegenteil, denn ohne Zuschauer lässt sich’s viel vertrauter wirtschaften, nicht wahr?

6 Kommentare
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Barbara
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Barbara
1 Monat zuvor

Ein offtopic. Habe den halben Nachmittag damit zugebracht, mein Multifunktionsgerät wieder zum Laufen zu bringen.
Wollte was drucken, da scheint im Fenster der „PaperPort“ Drucker auf. Den haue ich dann weg und kann meinen Brother auswählen. Aber, dieser war komplett weg, auch in den Geräteeinstellungen. Auch die Suchfunktion fand das Gerät nicht.
Die KI befragt, die Lösung schien mir zu umständlich. Ein kürzlich von Brother gewolltes (und von mir verweigertes) update runtergeladen, immer noch nichts.
Seufzen, die uralte Installations CD ins Laptop eingeführt. Nein Frau, du hast noch nicht genug gelitten. Die Installation noch einmal durchgeführt und andere Häkchen gesetzt (weil nein, die MFCs installieren sich eben nicht alleine) und nochmal Neustart und jetzt geht das Mistding wieder.
Also, ich habe NICHTS gemacht. Das sagen alle immer, aber hier stimmt es einfach mal.
Morgen bekomme ich ein neues Betriebssystem um WIN11 zu umgehen. Bin schon gespannt, ob der Drucker das goutiert.

Zum Ausgleich gibt es heute Abend „Fastnacht aus Franken“. Der Mann als Jung aus’em Ruhrpott mag so gerne Funkenmariechen schauen

Barbara
Gast
Barbara
1 Monat zuvor
Reply to  Georg

Nix WIN 11.
Kriege das Enterprise, eine abgespeckte WIN10 Version. Kein Tracking, kein Edge Browser. Eigentlich für Firmen, wird bis 2032 mit Updates versorgt. Der Freund ist widerspenstig, früher wurden sogar die Smartphones gerootet, das war toll.

Barbara
Gast
Barbara
1 Monat zuvor

Habe aufgrund der Berichte mal überlegt, wie viele deutsche Filme mir gefallen haben. Vielleicht knapp unter zehn? Darunter „Das Boot“, „Die Blechtrommel“, und dann die Nachwendefilme wie „Sommer vorm Balkon“, „Goodbye Lenin“, tja und dann streikt mein Hirn bereits.
Aber wie du richtig sagst, für Zuschauer macht man in Deutschland Filme im allgemeinen gar nicht. Hier haben inzwischen ganz viele Kinos dichtgemacht, das Streamen zuhause vor einem großen Bildschirm ist einfach viel komfortabler und preiswerter. Und die Auswahl ist nicht zu toppen.
George Clooney sagte kürzlich, dass heutzutage niemand mehr ins Kino geht, weil der neue Streifen des Regisseurs XY läuft, noch dass man wegen eines Schauspielers unbedingt den Film sehen will. Das war mal anders.
Wir waren früher Filmfans, die regelmäßig im Kino waren. Seit sicher zehn Jahren gar nicht mehr. Parkplatz suchen und bezahlen, Anstehen an der Kinokasse, Ticketpreise bis 32 Euro, nein, keine Lust mehr auf den Schmarrn.