Das Imperial i110 im USB-Betrieb – Verborgene Geheimnisse gewissermaßen

Nach den letzten langen „Radio-Einträgen” dachte ich das Radio mittlerweile in- und auswendig zu kennen. O nein 🙂

Im Radiobetrieb sowie mit dem eigenen Mediaserver gibt es keine Probleme, die Senderwahl abseits des Dienstanbieters funktioniert ebenfalls hervorragend, Equalizer und Sound, alles prima, nur im Umgang mit dem USB-Anschluss musste ich heute noch einiges dazulernen. Den hatte ich in den letzten beiden Jahren nie genutzt, spielt das Radio doch die Musik der externen Festplatte, die an der FritzBox angeschlossen ist. Also wozu dann überhaupt einen USB-Stick?

Naja. „Interessehalber IV” quasi. Da der Anschluss nun mal vorhanden ist, könnte ich ihn ja auch mal ausprobieren, nicht wahr?

Was ich nicht wusste, aber was man dazu wissen sollte:

Punkt 1: Da das Radio längst nicht mehr hergestellt wird, ist es technisch gesehen alt. Das wusste ich. Deshalb akzeptieren seine Treiber nur die FAT32-Formatierung eines externen Laufwerks. Kein exFAT, kein NTFS, nichts anderes. Das war mir neu.

Punkt 2: Bei zu großen Datenträgern gibt es Probleme. Problemlos wird alles bis 32 GB erkannt. Wo genau die Grenze liegt, habe ich nicht ausprobiert.

Punkt 3: Falls beim Einlesen eines USB-Sticks trotzdem Probleme entstehen, kennt das Radio keine Fehlermeldung, sondern zeigt als Ersatz universell „leer” an. Das muss man also nicht wörtlich nehmen, es kann genauso auch „Fehler” heißen.

Bis hierhin noch recht normal. Das ist bei vielen anderen Geräten ähnlich.

Punkt 4: Sollte sich auf dem USB-Stick auch nur eine einzige Datei befinden, die keine MP3-Datei (oder WMA, AAC, FLAC) ist, stockt das Einlesen bei ihr und das Radio sagt – na, was? Genau: „Leer”. Es darf auf dem USB-Stick keine PDF-Datei, kein Bild, nichts bis auf möglichst nur MP3-Dateien sein, sonst geht nichts. Zu beachten ist hierbei, dass man auch etwaige versteckte Dateien löschen muss. Also sollte beim Befüllen eines USB-Sticks mit Musik daran gedacht werden, entsprechend den Dateiexplorer so einzustellen, dass er auch alle inklusive der versteckten Dateien anzeigt. Oder man spart sich diese Mühe und formatiert einen USB-Stick gleich komplett neu und bestückt ihn danach erst mit den MP3s.

Jetzt wird’s haarig, denn darauf muss man erst mal kommen:

Punkt 5: Ist das Radio ein Mal beim Einlesen gestolpert und zeigt den Lesefehler „leer” an, so bleibt es bei dieser Fehlermeldung, egal, was du machst. Also selbst wenn du alles bis auf MP3-Dateien gelöscht hast oder andere USB-Sticks einsteckst, zeigt das Radio nach wie vor „leer” an. Sogar wenn du das Radio per Ausschaltknopf aus und wieder einschaltest. Das Problem mit dem Ausschaltknopf hatten wir ja vor zwei Wochen schon einmal bei den ständigen Versuchen des Verbindungsaufbaus nach dem Benutzen der App „AirMusicControl”. Der Schalter ist eigentlich nur ein Standby-Schalter. Erst wenn du den Netzstecker für 5 Sekunden ziehst und ihn wieder einsteckst, resettet sich die USB-Erkennung bzw. das Radio liest erneut den USB-Stick ein. Sind dann alle Dateien bis auf MP3-Dateien weg, spielt das Radio auch tadellos die Musik vom Datenträger bzw. USB-Stick.

Das muss man aber wissen! Es steht nichts von den 5 Punkten in der Gebrauchsanleitung. Wenn man es weiß, ist es nur 5 Sekunden „Arbeit”, weiß man es allerdings nicht, wie ich, braucht man bis zur Lösung eine halbe Stunde oder kommt erst gar nicht darauf und denkt, etwas am Gerät sei defekt. Das „Imperial i110” ist eines der besten Internetradios – das bleibt auch so, nur besitzt es eine der schlechtesten Bedienungsanleitungen, die du dir vorstellen kannst. Ist das nun Schuld der Technik?

So, ich glaube, jetzt habe ich alles herausgefunden, was bei dem Radio mangels Wissens unter Umständen spacken könnte. Ich würde es sogar zusammenfassen und damit als PDF-Datei die Bedienungsanleitung ergänzen, tja, wenn da zum einen nicht meine angeborene, geradezu legendäre Schreibfaulheit wäre und zum anderen nicht die Sinnlosigkeit bestünde angesichts der Tatsache, dass die Ergänzung kaum jemand braucht, da das Radio ja leider nicht mehr hergestellt wird.

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Noch Fragen? 🙂