In der Kürze liegt die Würze. Ein Filmtipp und 3 Serientipps. Gleich 2 aus Deutschland. Was ist bloß mit den Deutschen los?
„Zweigstelle”, ein deutscher Spielfilm. O mein Gott – ja, das dachte ich auch zuerst, denn wenn Deutsche lustig sein wollen, wird’s meist albern; oder so ein schlimmer schenkelklopfender Humor macht sich breit wie früher die Manta-Filme, der Ohrhasen-Mist oder die Bully-Herbig-Filme. Das ist bei „Zweigstelle” aber nicht der Fall. Den Film fand ich wirklich lustig. Eine schöne Spielerei mit der Idee des Lebens nach dem Tod. Der „Münchner im Himmel” von Ludwig Thoma fiel mir dazu spontan ein. Ähnlicher Humor, klasse Film, 8 Bewertungspunkte.
Noch etwas Deutsches: Die Serie „Unfamiliar”, ein Thriller, der tatsächlich mit Hollywood-Produktionen mithalten kann. Spannend, schnell, intelligent inszeniert, super Schauspieler, alles stimmt bei dieser Serie. Ebenfalls 8 Bewertungspunkte.
Die britische komödiantische Thriller-Serie „How To Get To Heaven From Belfast” ist dann wirklich der humoristische Oberhammer. So fabelhaft gespielt, dass die erzählte Geschichte klar in den Hintergrund tritt und das Vergnügen über die Spielfreude der Hauptdarstellerinnen und die vielen Persiflagen von Genre-Klassikern in den Vordergrund. Glasklar 9 Bewertungspunkte.
Um wieder ernsthaft zu werden, zeigt uns die zwar erstklassig gelungene aber sehr dramatische polnische Serie „Die Bleikinder” ein bedrückendes Kapitel sozialistischer Realitäsverweigerung der 1970er Jahre, in dem wie so oft die schwächsten der Gesellschaft, die Kinder, zu Opfern von Ideologie und Korruption werden. Absolut sehenswert, 8 Bewertungspunkte.
Das war’s für heute, gehab dich derweil wohl 🙂
Thema Internetradio (o Gott, bloß weg hier!)
Was ich noch erwähnt haben wollte: Ist es nicht interessant, dass sich stets alle drei Internetradios per Repeater in der Küche verbinden, selbst das weiße Radio, das nur 3 Meter Luftlinie und ohne Hindernisse vom Router entfernt steht? Es zieht die 8-Meter-Verbindung plus Wand bis zur Küche vor. Der Repeater hat zwar einen neuen Standort bekommen, er hängt nicht mehr hinterm Vorhang, ist aber jetzt sogar noch etwas weiter und höher entfernt. Ich finde das also trotzdem seltsam. Aber die Fritzbox sagt, alles sei okay, wie es ist. Intelligente Ressourcenverteilung (osä*) meint sie. Naja, man muss nicht immer alles verstehen, nicht wahr?
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* oder so ähnlich