Nebelkerze Social-Media

Social-Media-Verbot für junge Menschen und Klarnamenpflicht für alle, die dort etwas sagen wollen. Zwei Wochen vor der Landtagswahl hat die CDU ihr Thema gefunden, mit dem sie von allen anderen Anliegen, von den gebrochenen Versprechen und den dringenden Reformen ablenken kann.

Schon alleine, dass die US-Konzerne eine notwendige Überprüfung eines jeden einzelnen Users, der sich für irgendetwas gerade anmelden möchte, nicht mitmachen werden, erübrigt eigentlich jede weitere Diskussion. Da die Mainstreammedien aber zu Propagandisten der politischen links-woken Parteien und vor allen Dingen der Regierung geworden sind, wird diese Scheindebatte einfach weitergeführt und angestachelt. Es ist dasselbe wie beim Verbrenner-Aus: Allen normal gebliebenen Zeitgenossen mit Blick für die Realität war von Beginn an klar, dass es niemals ein solches Verbrennerverbot geben wird. Es hinderte die Medien aber nicht daran, ein ganzes Jahrzehnt darüber zu diskutieren und das Land für jede Entwicklung zu lähmen. Zu verlockend sind solche populistischen Themen, um eben von wichtigen Dingen, von eigenen Fake-News oder den Verstrickungen im Sumpf der Korruption abzulenken.

Das ZK der CDU hat nun jedenfalls seine Linie bis zur Wahl in BW vorgegeben. Und da die meisten CDU-Wähler nicht gerade die hellsten Kerzen auf der Torte sind, wird diese Linie von ihnen mit freundlicher Unterstützung der Medien durchgezogen. Trotz des für jeden erkennbaren drohenden Niedergangs des Landes, the Show must go on. Sie wissen, dass sie in einer Endphase leben und schmettern in der Hoffnung auf eine selbsterfüllende Prophezeiung immer lauter das Lied von Zarah Leander: „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n. Und dann werden tausend Märchen wahr.”

6 Kommentare zu „Nebelkerze Social-Media

  1. Ich würde auch immer gerne viel schreiben, zu politischen Themen, wie du weißt, aber erstens kann ich mich leider nicht so vornehm ausdrücken und zweitens, macht mich diese Politik, nur noch aggressiv. Aber das weißt Du ja.

    1. Bei der ganzen Verbotskultur im deutschsprachigen Internet könnte man leicht annehmen, dass wir beinahe schon absichtlich von Medien und Politik dermaßen provoziert werden, damit wir uns kräftig aufregen, was dann nämlich wiederum prima für Verbote, fürs Mundtotmachen der Bürger benutzt werden kann. Die Menschen sollen alles bezahlen aber ansonsten die Klappe halten. Die Leute sollen nach ihrer Meinung die Politiker, Medien, NGOs – all das parasitäre Kraut, einfach machen/plündern lassen.

      1. Auf TikTok habe ich mit den Worten „Bürgergeld, Kindergeld“ kommentiert. Es wurde gefragt, warum eine Tschetschenin mit 6 Kindern und syrischem Mann hier lebt. Mein Kommentar wurde gelöscht und ich erhielt einen Verweis.
        Zudem wurde mir angeboten eine online Schulung zu machen um den Verweis zu löschen und zu lernen wie ich künftig zu verhalten habe.
        Kein Scherz.

        1. 🙂 Online-Schulung find ich cool 🙂 Wahrscheinlich gibt’s dafür tatsächlich längst schon irgendwelche NGO-Hanseln. Wie sähe wohl die Arbeitslosenstatistik aus, wenn 9 von 10 NGOs kein staatliches Geld mehr bekämen. NGOs als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme mit gleichzeitigem Erziehungsauftrag der Bürger. Ein Win-Win-Projekt für Links-Woke inklusive der neu-roten CDU.

          Es ist bald zu Ende, liebe Barbara, ich gebe diesen Leuten keine 10 Jahre mehr. Alles steht und fällt mit der EU-Politik, und die EU ist Pleite, steht kurz vor der Bedeutungslosigkeit. Es gelten derzeit Durchhalteparolen und die Hoffnung, dass bei der nächsten US-Wahl die Demokraten gewinnen könnten, was wahrscheinlich aber nicht geschehen wird. Spätestens mit Vance als künftigen Präsidenten bricht die EU auseinander oder erlebt einen deutlichen Rechtsruck und die Zurücknahme sämtlicher Beschränkungen der sozialen Netzwerke. Dann war’s das im Großen und Ganzen mit dieser elenden Gesinnungs- bzw. Haltungszensur.

  2. Elon Musk, Zuckerberg und all die anderen lehnen sich entspannt zurück und klatschen sich lachend auf die Schenkel.
    Und ich bin ganz sicher, dass ich in diesem Leben nichts anderes als einen Verbrenner fahren werde.
    Es gäb‘ ja wirklich wichtigeres was man anpacken könnte, aber wer sagt’s ihnen.

    1. Das kommt eben davon, wenn man Angst vor dem Koalitionspartner hat. In nichts anderem stimmt die CDU mit der SPD überein. Egal was man auf dem Parteitag besprechen würde, es käme Unfriede von der SPD. Das geht ja nun mal gar nicht direkt vor einer Wahl.

      Aber egal, die CDU-Wähler halten das Schicksal des Landes in ihrer Hand. Sie allein tragen die Verantwortung für den Niedergang. Sie legen sich heute schon die Entschuldigung für morgen parat: Wenn auf dem Parteitag über keine wichtigen Zukunftsfragen mehr geredet wird, sagen sie reinen Gewissens, sie haben von all dem schließlich weder etwas gehört, noch also etwas gewusst.

      Billig, ja natürlich, aber so sind sie nun mal: Dumm und satt und egoistisch die paar Jahre noch, bis dass sie altersbedingt ihre Löffel abgeben. Schuld am Niedergang war und ist die Mehrheit der Boomer-Generation Westdeutschlands. Erst nach ihnen wird es wieder langsam aufwärts gehen.

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