Mitternachts-Tratsch

Eine Stunde vor Mitternacht: Wer hätte das gedacht, der Samstag ist weg. Einfach verschwunden. Magie. Gerade war noch Freitag und jetzt sagt die Datumsanzeige, es sei gleich Sonntag. Wo ist der Samstag hin?

Nun gut, das Tagebuch ist zwar authentisch, auch privat, doch absolut alles kann ich hier nicht aufschreiben. Nicht weil ich mich für irgendetwas schämen würde (ich „spiele” nach der Devise: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich gänzlich ungeniert), doch weiß ich gleichwohl auch, dass ein paar sogenannte Hater mehr oder weniger regelmäßig hier verfolgen, was alles zu virtuellem Papier gebracht wird. Die warten nur darauf, mir „Nazi” mit was auch immer einen reinzuwürgen. Deshalb möchte ich weniger mich selber, als vielmehr die Menschen meines Umfeldes schützen. Heutzutage ist bekanntlich viel zu viel verboten oder mit moralischen Tabus belegt, als dass überhaupt irgendjemand 100-prozentig „moralisch korrekt” durchs Leben schreiten könnte. Dabei mache ich absolut nichts Schlimmes. Nur kann ich halt beispielsweise nichts von Absprachen, Begegnungen oder Ähnlichem berichten, die im Vertrauen auf Verschwiegenheit stattfanden bzw. stattfinden oder die … naja, so halt. Und dann kann es bei meinem sowieso unregelmäßigen und dem Kalender widersprechenden Lebensrhythmus schon mal passieren, dass plötzlich ein kompletter Kalendertag hier im Tagebuch einfach verschwindet.

Was für eine Rechtfertigungs-Orgie, welch ein Geschwurbel, nicht wahr? 🙂

Eigentlich gäbe es gerade sogar eine Menge zu berichten. Viele Gedanken, es geschieht auch einiges bei/mit anderen Leuten, das mich direkt und indirekt betrifft, das mich ziemlich beschäftigt, doch hauptsächlich berührt es eben auch die Privatsphäre anderer. Außer vielleicht die Neuigkeit, dass meine Arbeitslosigkeit bald wieder zu Ende sein könnte – vielleicht, ist absolut noch nicht sicher. Wäre irgendwie aber schon schade nach nur zwei Monaten, doch die Kohle lockt natürlich. Naja, wie immer, Beckenbauer passt universal: „Schaun mer mal.”