Fehlerrettung, je nach Sichtweise

Meine Güte, ich realisiere gerade erst, dass heute Freitag der 13. ist – war. Ja, gestern, justamente zeigt die Uhr kurz nach Mitternacht. Dann wundert es mich natürlich nicht, „heute” geschlagene 5 Stunden mit technischen Problemen im Tagebuch beschäftigt gewesen zu sein. Was im Nachhinein betrachtet meine Rettung war. Wie das?

Alles begann mit einer lästigen Fehlermeldung beim Kommentieren. Wer das tun wollte, erhielt die Meldung „Nonce ist ungültig” und der Kommentar blieb unveröffentlicht. Nun, eine solche Meldung hört sich seltsam an, ist aber eine normale und sehr allgemein gehaltene Fehlermeldung, die einfach nur besagt, dass es Unstimmigkeiten der (vielen) Daten zwischen Absender und dem Tagebuch (auf dem Server) gibt. Das kann alles mögliche sein, von einer falschen Uhrzeit bis generell zum Versagen der Kommunikation. Die Kommentarfunktion wird gleich von mehreren PlugIns mit beeinflusst. Es kann aber auch ein davon unabhängiges PlugIn indirekt zu einer solchen Fehlermeldung führen.

Rund 20 PlugIns sind im Tagebuch eingebaut. Irgendeines spackte. Nur welches?

Daneben gab es seit ein paar Tagen einen zweiten Fehler, über den ich letzte Tage schon berichtete. Da wollte ich zuerst etwas abwarten, ob sich der von alleine wieder legt. Ich vermutete ihn – weil ein zusätzliches „Cookie-Banner” in eglischer Sprache nur auf der Smartphone-Ansicht erschien – beim PlugIn fürs Banner.

Beides war falsch aber zufällig doch wieder richtig. Für das Erscheinen des zweiten Banners war nicht das Banner-PlugIn verantwortlich und für den Fehler beim Kommentieren kein PlugIn der Kommentarfunktion aber eben das BannerPlugIn.

Jetzt will ich gar nicht viel und ellenlang erzählen. Es gab zwei voneinander unabhängige Fehler. Der erste Fehler der Kommentarverweigerung lag, wie gerade gesagt, am „Cookie-Banner-PlugIn”. Denn wenn es ausgeschaltet war, trat der Fehler nicht mehr auf. Schaltete ich es wieder ein, war der Fehler vorhanden. Mehrmals ausprobiert. Warum der Fehler da war, weiß ich nicht. Die Einstellungen wurden nicht verändert und waren richtig gewählt. Also trennte ich mich vom blöden PlugIn und installierte ein neues für ein etwas anders aussehendes Cookie-Banner. Die Kommentarfunktion funktionierte anschließend wieder.

Danach erschienen auf dem Smartphone aber gleich zwei Cookie-Banner, das neue und das seltsame englischsprachige, was irgendwie recht lustig aussah aber auch verwirrend war. Irgendeines der 19 anderen PlugIns musste also unbedingt neuerdings ein eigenes Banner generieren. Nur welches?

Als ich alle PlugIns ausschaltete, war auch das zweite Banner weg. Ich musste sie also nacheinander einschalten, den Cache löschen, immer ein, zwei Minuten warten, dann den Browser von „Mata Hari” aktualisieren und gucken, ob das Banner wieder erschien oder nicht. Das dauerte halt. Schlussendlich fand ich so den Übeltäter; es war ein Statistik-PlugIn, das, ohne Bescheid zu geben, sich dazu entschieden hatte, ein eigenes englischsprachiges Banner auszugeben. Diese Funktion konnte man in der Verwaltung des PlugIns weder ein- noch ausschalten = kurzer Prozess = PluIn gelöscht.

Danach richtete ich in aller Ruhe das neue Cookie-Banner ein. Auch das dauerte, weil ich ein paar PlugIns zuerst ausprobiert hatte. Wobei die Einrichtung eines Cookie-Banner-PlugIns zeitlich am aufwendigsten ist. So kamen insgesamt leicht 5 Stunden zusammen.

Ja, jetzt beginne ich erst gar keine Diskussion über Sinn und Zweck der vielen Updates, sie würde zu nichts führen, denn die Fans des Update-Wahns sind uneinsichtig wie Sektenmitglieder. Und natürlich hat dieser Update-Wahn nur in zweiter Linie etwas mit der Technik zu tun. Vor allen Dingen wird damit die Berechtigung sowie die Wichtigkeit der eigenen Existenz im Wettstreit mit all den Konkurrenten unter Beweis gestellt, was im letzten Glied der Kausalkette bedeutet: Es geht nur ums Geld. Rein technisch gesehen bräuchten viele Apps vielleicht alle 3 oder 6 Monate eine Aktualisierung, manche jährlich, doch nach 6 Monaten ohne Update würden die Kunden die App schon längst vergessen haben.

Jedenfalls war das nun mein Tag – aber immerhin stets positiv denken: Ich war somit heute keinen Schritt vor der Tür, es konnte mich also keine Freitag-der-13.-Dachziegel treffen. Die Bugs haben mich gerettet 🙂

Gehab dich wohl, jetzt passiert auch dir nix mehr, ist ja der 14.