Meiner Meinung nach sollte die Bundeswehr die USA und Israel dahingehend unterstützen, dass sie sich am Begleitschutz für die Tanker in der „Straße von Hormus” beteiligt, denn das wäre kein Kriegseinsatz, sondern eine Teilnahme an einem internationalen Polizeieinsatz.
Als Pazifist akzeptiere ich natürlich die Notwendigkeit der Polizei, denn wer Menschen und ihr Verhalten kennt, wer also um die Realität in der Welt weiß, dem ist klar, dass nur jene Regeln das friedliche Zusammenleben ermöglichen können, die auch im Zweifelsfall beschützt bzw. durchgesetzt werden.
Einen Kriegseinsatz der Bundeswehr in einem fremden Land lehne ich aber strikt ab. Allerdings soll nach der Bitte von Donald Trump die Bundeswehr nicht in den Iran einmarschieren und sich auch nicht am dortigen Krieg beteiligen. Sie soll lediglich dabei mithelfen, den internationalen Schifffahrtsweg freizuhalten und die Tanker vor Terrorangriffen aus dem Iran zu beschützen (Angriffe auf zivile Schiffe ist Terror). Klar kann das gefährlich für die Soldaten werden – wer als Beruf den eines Soldaten wählt, weiß um die Gefahr, ansonsten wäre er Beamter in einer Behörde geworden.
Also:
Kriegseinsatz = nein; Polizeieinsatz = ja.
Immerhin hatte die SPD den Kriegseinsatz im Lande Afghanistan befürwortet, ebenso wie die Grünen gerne den Krieg in der Ukraine aktiver unterstützen würden. Die Grünen unter Joschka Fischer standen schon an vorderster Sofa-Front im Krieg gegen Serbien. Komisch finde ich, dass wenn es um den Iran geht, die gesamte Riege der Blockparteien sich mit den Mullahs lieb Kind machen möchte. Ist das so, weil sie andernfalls an der Seite Israels stünden? Und das für sie ein absolutes Nogo wäre? Nur eine Vermutung meinerseits. Wäre es ein vergleichbarer Polizeieinsatz gegen Putin, herrschte in den Parteien wohl lauter Zustimmung dafür.