Wer den großartigen SiFi-Film „Gravity” mochte, wird staunen, denn der russische SiFi-Film „Free Fall” ist ein würdiges Ebenbild. Mit kleinen Abweichungen wird doch im Prinzip die gleiche Geschichte erzählt. Dieselben Ursachen führen zu denselben Katastrophen, die absolut identisch und sensationell visualisiert wurden. Ein ähnlicher Ausgang beendet den Film. „Free Fall” ist ebenso ein Zwei-Personen-Stück, ein Mensch und eine Stimme.
Unterschiede: Statt Sandra Bullock spielt Aleksandr Kuznetsov die Hauptrolle und statt der imaginären Stimme ihres toten männlichen Kollegen, spricht im russischen Film die weibliche Stimme einer KI. Auch die letzten Sekunden unterscheiden sich: Während bei „Gravity” das Ende recht esoterisch daherkommt, wird bei „Free Fall”, ich drücke mich mal wie folgt aus, „wegen Beschädigungen an der technischen Entwicklungsbegrenzung der KI” selbige fast bösartig menschlich, was ihren Überlebenswillen anbelangt. ’tschuldigung, ich muss das so kryptisch schreiben, um nicht zu viel zu verraten.
Beide Filme stehen inhaltlich, schauspielerisch, dramaturgisch und technisch auf derselben hohen Stufe echter cineastischer Brillanz. Wie gesagt: Wer „Gravity” mochte, wird „Free Fall” ebenso mögen. Allerdings sollte ein möglicher Sexismus beim überwiegend männlichen jugendlich-pickligen SienceFiction-Publikum wegen Sandra Bullock in hautenger und arg knapp bemessener Unterwäsche außerhalb des Raumanzugs für eine Bewertung keine Rolle spielen, denn so etwas hat „Free Fall” definitiv nicht zu bieten 🙂