Keine Sorge, zum Thema „virtuelle Vergewaltigung” lasse ich mich jetzt nicht aus, denn ich werde mit Sicherheit nicht über jedes noch so irrsinnige Stöckchen der links-woken Spinner springen. Was ich hier schreibe, soll nur zeigen, wie ausgesprochen spannend ich die nächsten Wochen finde, ob nämlich oder inwieweit die Öffentlichkeit dieses orchestrierte Vorgehen zur Durchsetzung der radikalen Zensurgesetze durchschaut oder nicht. Tausende Opfer echter Vergewaltigungen werden seit 10 Jahren alleine gelassen und verschwiegen, während ein einziges Opfer einer nicht realen Vergewaltigung Anlass für das Anfeuern einer neuerlichen Massenpsychose wird – also, wer diese Kampagne der Linken nicht erkennt, der kauft auch jedem Hinz und Kunz an der Tür (heutzutage natürlich im Internet-Shop) einen Staubbläser ab.
Tag: 24. März 2026
Staubmonster
Boah, der Staub inner Hütte – wie sagt man so schön? – bringt mich noch Mal ins Grab. Wo, um alles in der Welt, kommt der immer wieder her? Es ist ja nicht so, als ob ich ein Reinlichkeitsfanatiker wäre, schließlich teile ich die das Heim weder mit Hund noch Katze, nein, es ist einfach eine Frage des Lichts bzw. des Winkels, in dem es durch die Fenster einfällt. Das frühjahrs-schräg-scheinende Sonnenlicht ist dabei der Oberhammer: Jeder noch so winzige Krümel auf dem Boden baut sich schattenseitig als Staubmonster auf, vereinigt sich mit seinen Kollegen zur Armee einer entschlossenen kriegerischen Kameradschaft, die von unten her dräut, schnell die Hausschlappen anzuziehen, bevor die Socken krümelig zu piken beginnen.
Und erst die paar von Natur aus pechschwarzen Möbel! Sie verwandeln sich in grau-gescheckte neue Designerstücke, deren Avantgardismus jedem Möbelhaus zu radikal erschiene und die aus berechtigter Sorge, Otto und Lisa Normalverbraucher seien noch nicht bereit dafür, erst gar nicht in den Verkaufsbestand aufgenommen würden.
Als mentale Motivationshilfe fürs unausweichliche händische putzen, saugen und wischen empfehle ich das Aufdrehen der Soundanlage mit beispielsweise Suzi Quatros „48 Crash” oder „Can The Can”. Aber Vorsicht bei deinem virtuellen Mixtape: Sollte im Anschluss etwa ein Stehblues erklingen, beispielsweise „The Moody Blues”, dann war es definitiv das falsche Mixtape, denn schlagartig ist’s vorbei mit der Fleiß-Motivation.
Hunde, Katzen und das Bedürfnis nach Reinlichkeit
Hunde und Katzen gelten gemeinhin als die liebsten Haustiere. Warum ist das so? Diese Frage stellte sich mein Gehirn ohne erkennbaren Grund, als ich noch ziemlich verschlafen im Küchenerker am Tisch saß und an meinem ersten „lecker Tässchen Kaffee” nippte. Vielleicht war es ja die Frau, die kurz zuvor aus dem Fenster zu sehen war und die einen kleinen Hund an der Leine im Park ausführte oder die Entenfamilie, die auf der Hausterrasse direkt vor meinem Fenster umherwatschelte, die unterbewusst mein Gehirn veranlasst hatten, aus dem Energiesparmodus seines Ruhezustandes zu erwachen und mit leichten Dehnübungen die kopfseitige Durchblutung anzuregen. Die folgenden vielleicht 30 Minuten saß ich in der morgendlichen Stille am Tisch und überlegte nun also, welche Gründe für die Beliebtheit dieser beiden Tiergattungen sprechen könnten.
Dabei kam mir – wie gesagt, vollautomatisch gewissermaßen – sofort in den Sinn, dass es die Reinlichkeit der Hunde und Katzen sein könnte, die so sehr wertgeschätzt wird. Andere Gründe bzw. Verhaltensweisen, die hauptsächlich völlig willkürlich den Tieren zugeschrieben werden, schloss das Gehirn von Beginn seines Gedankengangs an bereits aus, als da wären so Sachen wie Treue, Verständnis, Partnerschaft oder Freundschaft. Das sind subjektiv vom jeweiligen Menschen projizierte Gefühle, die genauso auch einem Stofftier gelten könnten. Wobei es beispielsweise mit der Treue bei den Katzen sowieso eher weniger zutrifft, was deren Liebhaberinnen (ich glaube, Katzen werden überwiegend von Frauen geschätzt) meist dazu veranlasst, von der Treue als Eigenschaft auf deren Unabhängigkeit und Eigenständigkeit umzuschwenken, um diese Eigenschaften dann als besonders erstrebenswert zu würdigen.
Das Gehirn stellte daraufhin die Frage quasi als markierte Notiz für künftige Überlegungen, inwieweit Haustiere bei einem Menschen lediglich die eigenen Defizite als eine Art Lückenbüßer ausfüllen und man bei einer Antwort dieser Menschen auf die Frage, was sie an ihrem Haustier denn besonders schätzten, davon ausgehen kann, dass jede nun folgende Eigenschaft einer persönlichen Sehnsucht oder einer Lücke, einem Loch, einem Riss in der persönlichen kuschligen Lebensdecke entspricht. Jedenfalls dass es etwas ist, das einem selber fehlt. Nun, diese Notiz steht noch unbehandelt mit Rotstift an der Seite der heutigen Überlegungen.
Die Gedanken schwenkten also wieder zurück zur Reinlichkeit. Anders als die meisten Tiere hinterlassen Hunde und Katzen ihre Notdurft nicht wo sie gerade gehen und stehen, sondern beide sind sehr darauf bedacht, sie nach Möglichkeit außerhalb der heimischen Gefilde abzugeben. Das Katzenklo für Innen-Katzen ist hierbei eine clevere Erfindung, mit dessen Hilfe die Katze gut ihre Hinterlassenschaft vergraben kann. Ansonsten sind beide Tierarten bekanntlich sehr darauf bedacht, die eigene Wohnstatt sauber zu halten. Diese Eigenschaft entspricht dem menschlichen Reinlichkeitsbedürfnis perfekt. Vielleicht war genau das der Grund, weshalb bereits in Frühzeiten diesen Tieren letztlich als einzige Haustiere der Zutritt zu menschlichen Behausungen gestattet worden war. Ja, mein Gehirn entgegnete dem augenblicklich vorgebrachten Einwand des Inneren Ichs, dass doch gerade sogar zu Frühzeiten Mensch und Vieh sich einen Wohnbereich allein schon der Heizung wegen teilten, mit der lapidaren, ein wenig arrogant klingenden Antwort: „Aber doch nur in abgetrennten Bereichen eines Raumes. Hund und Katze hingegen durften von Anfang an sogar im Bett mit den Menschen kuscheln.“
Ist dieses Reinlichkeitsbedürfnis somit dem Menschen, dem Hund und der Katze gleichermaßen angeboren?
Es folgte abermals ein Einwand des Inneren Ichs, das, weil es sich vom Gehirn als zu Unrecht bildungsmäßig deplatziert fühlte, nun aus seiner fundierten Erfahrung aus weit mehr als einem halben Jahrhundert sprach und von Erlebnissen zu künden wusste, die den Menschen viel eher in einen abgetrennten Stall-Bereich eines Schweinepferchs verorten würden, als ihm eine instinktive Reinlichkeit zu attestieren. Im Kopf erschienen sodann etliche Bildbelege, die weit vor der Zeit der Erfindung von KI entstanden waren, und die in ihrer Menge als Gesamtheit jene Theorie einer angeborenen Reinlichkeit bei der Gattung Mensch eindrucksvoll wie ein einstürzendes Kartenhaus zunichte machte.
In Ermangelung empirischer Werte zur Untermauerung der Ursprungstheorie sowie angesichts der fortgeschrittenen Zeit, das zweite „lecker Tässchen Kaffee” ging bereits zur Neige, schloss mein Gehirn die morgendlichen Frühsport-Übungen mit dem provisorischen Resümee: „Dann ist es eben die menschliche Sehnsucht nach Reinlichkeit, die Hunde und Katzen in gewisser Weise erfüllen und die dem Menschen als nachahmungswürdig erscheinen. Hund und Katze als Vorbilder fürs Leben. Oder sogar: Hunde und Katzen haben vor Urzeiten dem Menschen die Reinlichkeit beschert.” Das wiederum ließ mich innerlich aufhorchen, entspricht dieser Gedanke doch haargenau den Aussagen vieler Hunde- und Katzenhalter, dass nämlich gar nicht sie es sind, die ihre liebgewonnenen tierischen Gefährten grundsätzlich bzw. im Allgemeinen erzogen haben, sondern umgekehrt.
Frühstück beendet. Es stehen weitere Fragen an. Etwa wie es zu bewerten ist, dass manche Menschen vehemente Gegner von Hunde und Katzen sind, um nicht zu sagen, sie regelrecht hassen. Wie steht es eigentlich um deren Reinlichkeit bzw. wie sieht es bei ihnen abseits der öffentlichen Augen aus, also neben dem Bildausschnitt oder hinter der Kamera der sozialen Medien?
To be continued …