Benzinkosten: Äpfel- und Birnenvergleich

Das durchschnittliche Einkommen der Arbeitnehmer in Polen liegt etwa bei der Hälfte bis 60 % von dem in Deutschland. Die Lebenshaltungskosten sind deshalb dort geringer als bei uns. Diese Unterschiede sollte man stets beachten, wenn man Vergleiche von Preisen in beiden Ländern anstellt. Es regt mich nämlich immer wieder auf, wenn jemand schimpfend sagt, dass zum Beispiel der Benzinpreis in Polen nur rund 1,50 Euro pro Liter beträgt und dieses Benzin sogar aus einer deutschen Raffinerie stamme. Das ist ein Vergleich wie der von Äpfeln mit Birnen.

Richtig ist hingegen der Hinweis auf die Absenkung der Mehrwertsteuer für Benzin in Polen auf nunmehr nur noch 8 %. Das hat die polnische Regierung sehr viel besser hinbekommen als unsere. Dennoch ist der Preis von 1,50 Euro für die Polen genau dasselbe, ist genauso unbezahlbar, wie ein etwa 3-Euro-Preis für uns.

Das nur mal am Rande bemerkt. Weil ich es schon letzte Tage gesagt haben wollte. Man kann einen Preis, egal welchen bzw. wovon, nicht vergleichen, ohne dabei die Umstände des jeweiligen Landes zu berücksichtigen. Das wäre unseriös, polemisch und … naja, sagen wir mal, nicht sehr klug.

So, 17 Uhr, habe gerade erst mein Frühstück genossen (ohne Mata Hari und ohne Papierbriefe), muss jetzt in die Welt hinaus (ebenfalls ohne Smartphone) und werde erst am späteren Abend wieder zu Hause sein. Bis dahin, gehab dich wohl.

Orbáns Niederlage stärkt die korrupte EU

Tja, Victor Orbán hat die Wahl in Ungarn verloren, der EU-hörige Péter Magyar wird neuer Regierungschef. Van der Leyen, Macron und Merz haben ihm bereits überschwänglich gratuliert, ist doch nun der Weg für die neuen Russland-Sanktionen, für 90 Milliarden Euro an die Ukraine sowie für den Einfluss der EU auf das Regierungshandeln in Ungarn endlich frei. Eine EU-Reform oder gar ein Neuaufbau der EU wurde damit ebenso unmöglich gemacht wie die Bewahrung von Ungarns Eigenständigkeit. Zwar wird sich in der nahen Zukunft vieles in der EU verändern, doch die Macht als undemokratische Zentralregierung verstärkt sich sogar noch.

Wie gut, dass ich kein Geld für eine Auswanderung besitze, denn hätte ich Ungarn als Ziel gewählt, wäre ich heute depressiv. In wenigen Jahren wird dort kaum noch ein Unterschied zu Deutschland auszumachen sein. Politisch, meine ich. Also wenn auswandern, dann (hey, Elon, here I am) auf den Mars. Weiterlesen