Heute durfte ich nach dem Frühstück („lecker Tässchen Kaffee”) im Küchenerker mal wieder so richtig schmunzeln. Daniel, ein, wenn nicht sogar der, Linux-Experte schlechthin, berichtet seit Wochen über einen Serverumzug und was ihm im Zuge dessen so alles widerfährt.
Er hat übrigens die gesamte Wissens-Datenbank der „Dampfdruckpresse” erfolgreich gesichert. Und es ist ihm sogar gelungen, die Texte und Bilder aus anderthalb Jahrzehnten (man kann sagen, von Beginn an des E-Dampfens bis heute) unter anderem durch eigene Datenbank-Erfindungen (Daniel, entschuldige meine laienhafte Ausdrucksweise) derart zugänglich zu machen, dass die Suchfunktion wieder zu ordentlichen Ergebnissen führt. Dies ist ein unschätzbarer Wert für das Wissen ums E-Dampfen. Etwas, über das ich in einem gesonderten Beitrag berichten wollte, das bloß leider mangels technischen Wissens und mehr noch wegen des fehlenden Vokabulars gescheitert war. Dabei ist Daniels Sicherung so dermaßen bedeutend, denn mittlerweile ist fast überall dieses Wissen verschwunden. Wie das?
Es wurde schlichtweg gelöscht, da Leute gestorben sind, aufgehört haben, darüber zu berichten („Philgood” z.B. lebt heute in Uruguay und genießt dort still seinen Altersruhestand) oder weil viele befürchteten, dass die Verbreitung dieses Wissens heute verboten sei. Natürlich sind auch Foren „eingeschlafen” und sowieso thematisch „entschärft” worden, so dass dort nicht mehr über Methoden und Techniken des E-Dampfens gesprochen wird, sondern, wie fast überall, nur noch allgemeines Zeitgeist-Blabla vorherrscht. Nicht zuletzt sind es die Firmen, die heute E-Dampfgeräte herstellen und verkaufen, die wenig mit der eigentlichen E-Dampftechnik zu tun haben, die sehr daran interessiert sind, dass das DIY-Thema E-Dampfen auch weiterhin möglichst vollständig verschwindet. Sie machen Hand in Hand, ob beabsichtigt oder unabsichtlich, das sei mal dahingestellt, mit der ANTZ (so werden von Beginn an die Gegner des E-Dampfen bezeichnet: „Anti Nicotine and Tobacco Zealots”) dieses Wissen aktiv vergessen. Aber ich schweife ab. Es ist thematisch ein weites, weites Feld, über das ich den gesamten Tag lang pflügen könnte.
Jedenfalls erlebte Daniel als Linux-Experte gewissermaßen ein altes Windows Déjà-vu, indem ein einfacher Reboot einen stundenlangen erfolglosen Versuch einer Problembeseitigung zu der im wahrsten Sinne des Wortes einfachsten und ältesten Lösung geführt hatte: Neustart. Lies es, dann verstehst du vielleicht, wie überaus lustig seine Schilderung ist.