Zwei Störungen

1. Gestern (kalendarisch vorgestern) gab es einen Stromausfall, das heißt eigentlich nicht so ganz aber dann doch in gewisser Weise – es war mehr eine Stromschwankung im Netz. Sie hatte ich nur dadurch erkannt, dass die beiden USVs (Unterbrechungsfreie StromVersorgung) der Windows-Rechner für knapp 20 Sekunden angesprungen waren und der nicht daran angeschlossene aber 24/7 eingeschaltete Linux-Rechner abgestürzt war. An der Raumbeleuchtung hatte ich nichts gemerkt. Auch der Router zeigte keinerlei Beeinträchtigung. Solche Stromschwankungen im 50-Hertz-Stromnetz können verschiedene Ursachen haben, entstehen heute aber vermehrt, wie wir mittlerweile in den neuen Medien lesen können (nicht aber durch die öffentlich-rechtlichen Medien erfahren), durch die volatile (unbeständige, schwankende) Einspeisung der erneuerbaren Energien ins Stromnetz. Es sind die ersten Vorboten eines längerfristigen Komplettausfalls.

2. Am Dienstagabend in der letzten Woche war das Internet kaputt 🙁 Also mehrere Webseiten waren nicht oder nur sporadisch erreichbar, andere hatten keine Probleme. Die verschiedenen Webbrowser zeigten eine Fehlermeldung der DNS-Namensauflösung an und boten 0-8-15-Hilfen, auf die man allerdings nicht eingehen sollte, da man damit nur die Browsereinstellungen verändert, in einem solchen Fall (von jetzt auf gleich ein Ausfall) aber nichts daran ändern kann. Zuerst vermutete ich Probleme beim Server meines Dienstanbieters, denn es waren sämtliche eigenen Domains davon betroffen. Ich chattete mit einem Technik-Mitarbeiter, der sodann einen Fehler ausschließen konnte. Die Firma ist glücklicherweise noch so „klein”, dass man rund um die Uhr einen kompetenten Menschen persönlich erreichen kann, was ja bei großen Firmen nicht mehr möglich ist. Bei der Telekom zum Beispiel braucht man bekanntlich gar nicht erst anzurufen, denn nach diversen Warteschleifen erreicht man eh nur die KI oder einen Menschen eines Call-Centers irgendwo in Pakistan oder Indien. Selbst wenn man jemanden in Deutschland erreicht, heißt es mitunter: „Ich messe das mal durch, einen Moment bitte … Oh, Ihr Router ist defekt, sie brauchen einen neuen” (so war es mir bei Problemen nach dem Wohnungseinzug vor 3 Jahren ergangen). Die jetzige Störung, die von der DENIC verursacht worden war, von der aber nichts (weder per Benachrichtigung, noch im Internet) zu erfahren war, dauerte von 22 Uhr bis 2 Uhr des Folgetags. Erst die Ereignismeldungen der Fritzbox gaben hinterher die Erklärung dafür (siehe Bild oben rechts, ggf. draufklicken).

Das nur mal so aus rein dokumentarischen Gesichtspunkten heraus heute kurz erwähnt. Was meinen „Seelenzustand” anbelangt, Moment, ich messe mal ebkes nach … dessen Nadel pendelt unbeeinflusst nach wie vor im grünen Bereich 🙂

2 Kommentare zu „Zwei Störungen

  1. Das war schon ein komisches Gefühl, nichts ging mehr, Internet kaputt.
    Stromschwankungen haben wir auch schon erlebt, das bewegte sich aber im Sekundenbereich. Wenn mal ein ernsthafter Stromausfall kommt, ist es hoffentlich nicht gerade tiefster Winter. Der Inhalt des Tiefkühlschranks ist dann hin, aber dank meines kleinen Gaskochers gibt es zumindest einen Kaffee und ne Wärmflasche.

    Wir schauen schonmal „Galileo“, vor allem alles aus Asien. Wie man uns da überlegen ist, dagegen sind wir mittlerweile ein Entwicklungsland. Eigentlich müsste man dahin auswandern, gäbe es das Bankkonto her. Gerade als älterer Mensch hast du da alle Bequemlichkeiten.

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