Zwischenstand

Kurz nach 10 Uhr am Vormittag: Auch der heutige Termin zeigte ein erfreuliches Ergebnis. Zahnarzt, jährliche Untersuchung: Keine 5 Minuten und ich war wieder entlassen. Ein Jahr Ruhe folgt, so nichts Unerwartetes dazwischenkommt natürlich.

Nun zu den anderen Terminen:

Gestern war der böse Zauber vollends verpufft, denn auch beide Termine am gestrigen Montag endeten absolut positiv. Ich habe einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben und nächste Woche beginnt mein erster Arbeitstag – nicht so, wie man denken könnte, denn es handelt sich dabei „nur” um einen Mini-Job von wenigen Stunden pro Woche, der aber gleich drei riesige Vorteile für mich bietet, weshalb ich ihn auch unbedingt haben wollte: 1. Ich bleibe im Arbeitsmarkt bei der Firma, bei der ich schon über 30 Jahre lang beschäftigt war, das heißt, Entwicklungen und Routinen (jede Arbeit verändert sich im Laufe der Jahre) werden mir nicht vollkommen fremd; 2. behalte ich meine Qualifikationen bzw. staatlichen Genehmigungen und muss nicht irgendwann teuer und lästig alles neu machen bzw. erfüllen oder beantragen usw., und 3. werde ich höchstwahrscheinlich, wenn denn die Rente beginnt, diesen Mini-Job noch etwas ausbauen können, so dass ich dadurch ein kleines Zusatzeinkommen erziele, das mich zu der Witz-Rente, die etwa auf Höhe der Sozialhilfe liegen wird, sehr bescheiden aber in Ruhe wird leben lassen können.

In der Theorie, klar, wer weiß, was in andertahlb Jahren sein wird …

Apropos Zukunft. Der 3. Termin: Der Austausch des Durchlauferhitzers wurde am gestrigen Montag in die Zukunft des heutigen Dienstages verlegt. Nunja, einen Tag nach Bekanntgabe des Wasserproblems zu warten, finde ich jetzt nicht ganz so schlimm. Ich meine, ich bin froh, wenn heute gegen 14/15 Uhr das Gerät ausgetauscht werden wird und anschließend wieder Wasser vorhanden ist. Man soll indes bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben, deshalb also erst mal abwarten.

Dummerweise hatte ich mir das große Geschäft aber Sonntag und Montag verkniffen, denn die noch vorhandene einmalige Füllung des in der Wand eingelassenen Unterputz-Spülkastens war für gestern oder heute bestimmt. Sie hätte normalerweise auch ausgereicht. Nun staute sich aber bereits der stoffliche zur Ausscheidung vorgesehene Verkehr dermaßen in meinem Darm, dass sein Mengenvolumen am Ende doch überraschend hoch ausfiel. In der Regel, ich meine, in den seltenen Fällen einer terminlichen Verzögerung der biologischen Entsorgung, hätte er mittels einer zweiten Nachspülung der Toilette abgeleitet werden können. Der Spülkasten war aber leer und ein nicht unerheblicher Teil der Hinterlassenschaft schwamm im Klo sozusagen. Allein schon olfaktorisch kann man das keinem Monteur zumuten.

Also versuchte ich durch Hinzugabe eines 10-Liter-Kanisters Wasser zu spülen. Erfolglos. Denn diese Spülung läuft völlig anders ab als die übliche WC-Spülung, die nämlich clever mit viel Know-How das Wasser dazu bringt, mit gezieltem Druck das stehende Wasser mitsamt der festeren Materie nach unten ins Abflussrohr zu drücken. Schüttet man lediglich von oben Wasser nach, entsteht weder ein Strudel, noch genügend Druck, was das Wasser quasi in einem Ruck in Richtung Orkus befördert hätte. Wahrscheinlich kann man in dieser Art und Weise sogar Hunderte Liter Wasser hineinschütten; es mag sich die Hinderlassenschaft etwas auflösen, verschwinden tut sie aber nicht. Was blieb mir da anderes übrig, als mehrere Kanister im Waschkeller neu aufzufüllen. Unterwegs zum und vom Keller kam ich mir mit je einem Kanister in der rechten sowie der linken Hand vor wie beim Wasserholen am nahegelegenen Fluss in einem Outdoor-Abenteuer. Vor dem Einschütten ins WC musste ich nun allerdings noch die Kacke mit der Hand ins Abflussrohr schieben und sie dabei schön zermantschen bzw. verkleinern. Anschließend schüttete ich die 20 Liter Wasser nach (das hat wunderbar funktioniert, das Wasser ist wieder klar) und gab als Aperitif eine Tasse Chlorreiniger hinzu, der nunmehr dafür sorgt, dass die Arbeitsschutzbestimmungen des Monteurs wenigstens keine geruchtechnisch bedingten Verletzungen aufweisen.

Noch knapp 4 Stunden Home-Camping, dann ist’s hoffentlich (!!!) vorbei. Ich werde berichten 🙂

2 Kommentare zu „Zwischenstand

  1. Da ist jetzt eine ganze Kuhherde vom Eis.
    Finde es super, dass du wieder eine Arbeit hast, dein Geldbeutel soll sich wieder füllen!

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