Bis vorhin habe ich meine heiligen Hallen auf Vordermann gebracht. Blitzblank isses (für meine Begriffe). Und trocken und mit fließendem warmen/kalten Wasser, jaja, das auch 😉 Der schlimme Muskelkater lässt allmählich nach, was ein ebenso herrliches Gefühl erzeugt. Und dann Punkt Nummer drei: Bis Montag gibt’s keinerlei Termine mehr. Klönchen draußen mit den Nachbarn halten aber drinnen alleine für mich sein – du kannst dir gar nicht vorstellen, was nach den letzten Tagen Aufregung, Unordnung und Stress das für ein wunderbarer Genuss ist. Er ist wertvoller als der teuerste Karibik-Urlaub, finde ich.
Das Gute liegt so nah, wenn man es denn sieht. Wenn es zeitweilig verschwindet, merkt man oft erst, was genau da verloren ging. Lass es dir ebenso im Alltag gut ergehen, den du sicher achtsamer als ich zu schätzen weißt, und schon sind wir beide heute reiche Menschen.
Dohoch, ich kann dich gut verstehen.
Wasser! Internet! Und dann noch lecker Tässchen, besser geht’s nicht.
Ich habe auch gerade anstrengende Tage hinter mich gebracht, morgen nochmal Sport und dann kehrt hier auch wieder Ruhe ein.
Zum Internet. Eine Freundin bewohnt seit einiger Zeit zwei Tiny Houses auf einem Hügel. Sehr schön mit viel Natur drumherum, Rehe gucken durchs Fenster, alles ganz romantisch. Aber sie hat nur ganz schwaches Netz, Streamen geht gar nicht, keine TV Kanäle, nix. Sie wollte nicht den ganzen Weg aufreißen lassen um Glasfaser legen zu lassen.
Sie liest hauptsächlich, alles gut und schön, aber für meinereins wäre das nichts.
Gut, dass du deine Räume wieder trocken hast. Als die Isar mal über die Ufer lief und unsere Studioräume überflutete mussten wir wochenlang Entfeuchter laufen lassen.
Fürs Schlafzimmer habe ich mir einen Tag lang (von Mo auf DI) einen Entfeuchter selbst gebaut sozusagen. Fenster durchgehend auf Kipp, einen Elektroofen auf Hochtouren laufen lassen und davor einen Stand-Ventilator auf mittlerer Stufe. Matratze hochgestellt und dann Richtung Bett. Es war zwar nicht generell sehr feucht, hauptsächlich nur ein paar Kartons und Holzkisten, die ich unterm Bett verstaut hatte. Der Vermieter kam auch mit einem Messgerät vorbei (hatte wohl angesichts meiner Schilderung Sorge, dass die Wohnung zu feucht geworden sei). Aber ich habe sowieso in allen Räumen meine kleinen chinesischen Luftfeuchtigkeits-Anzeigen, die übrigens tatsächlich gut funktionieren und in etwa mit dem Profi-Messegrät übereinstimmen. Jedenfalls wusste ich deshalb, dass es nie zu feucht war. Außerdem hatte ich ja Glück und das Wasser rechtzeitig bemerkt. Sofort die 50 Liter binnen 4 Stunden auf dem Boden kriechend aufgesaugt. Das brachte zwar den Muskelkater, half aber gegen die Ausbreitung der Feuchtigkeit. Was wäre gewesen, wenn ich z.B. für eine 12-Stunden-Schicht insgesamt vielleicht 14/15 Stunden außer Haus gewesen wäre? Das meine ich mit Glück im Unglück.
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Insgesamt hat es allerdings enorm Dreck verursacht. Ja, auch etwas vom Monteur, doch die Herkunft des meisten Drecks ist mir bis jetzt eigentlich unerklärlich, zumal es ja sauberes Wasser war, keine Überschwemmung wie bei dir/euch.
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Naja, nu‘ ist alles trocken, sauber, warm und die Technik (hochmoderner elektronisch auf 1 Grad genau einstellbarer Durchlauferhitzer) wird mein zu erwartendes Lebensalter wohl bei weitem überdauern. So lange Putins Raketen keine Zielverfehlung um 5 Kilometer haben, wird hier aller Voraussicht nach auch kaum etwas Schlimmes geschehen. Aber in 5 KM wird irgendetwas gebaut für die Ukraine – also sicher fühle ich mich hier auch nicht gerade. Und die dummen Politiker provozieren die Russen immer weiter, liefern dem Selenskyj, was er haben will und zerstören damit als Mittäter Russland. Ewig werden die Russen sich das nicht tatenlos gefallen lassen. Wir können noch froh sein über den vergleichsweise geduldigen Putin.
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Naja.
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Das bei deiner Freundin wäre auch nichts für mich. Wir hatten hier im Tagebuch vor Jahren doch schon mal ein paar Unterhaltungen über Tiny-Häuser geführt, so weit ich mich erinnere. Grundsätzlich finde ich so etwas nach wie vor ziemlich spannend, doch ohne Internet zum Beispiel und ohne funktionierende und unkomplizierte Heizung und Warmwasser möchte ich wirklich nicht mehr leben. Klar ginge es zur Not – irgendwo in fernen Sibirien zum Beispiel. Ein Wunsch von mir wäre das aber nicht mehr. Allerdings mit schnellem Internet und einem Minimum an echtem Komfort könnte ich mir so etwas wiederum gut vorstellen. Denn für uns beide ist wohl das Internet so etwas wie ein zweites Zuhause geworden. Damit kann man ja überall visuell live vor Ort sein, und zumindest ich gehe sowieso immer seltener freiwillig vor die Tür. Ob meine Hütte da ist, wo sie ist, oder ob sie in der Pampa Asiens oder auf welchem Kontinent auch immer stünde – mit Internet ist es eigentlich ziemlich dasselbe wie hier und jetzt auch.
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Elon Musks Star-Link könnte bald eine echte Alternative sein. Im außereuropäischen Ausland ist es das ja bereits, nur innerhalb der EU wird Star-Link noch zu viel Gegenwind ins Gesicht gepustet.
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Und vielleicht wäre EIN Tiny-Haus auch zu wenig für mich. Zwei davon, wie bei deiner Freundin, das könnte größentechnisch passen. Oder diese Container-Ausbauten, da gibt’s auch nette Teile, die aus zwei übereck versetzten Schiffs-Containern bestehen, die dann perfekt als Wohnung mit allem Pipapo ausgebaut sind. Kosten allerdings genauso viel wie im außereuropäischen Ausland ein kleines Haus. Also alles gar nicht so einfach. Klar, wenn man Kohle hat, dann ist alles möglich 🙂
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Also geben wir uns mit dem zufrieden, was wir haben, und versuchen es uns damit so angenehm wie möglich einzurichten. Ich meine, das ist doch auch schon was wert 👍😎