Von 2 auf 4 Lautsprechern

Von der kaputten Soundanlage aus dem letzten Jahr – du erinnerst dich? – hatte ich die beiden guten Satelliten-Lautsprecher behalten. Der Rest wurde entsorgt. Ja, wirklich, er liegt nirgendwo mehr versteckt herum, ist definitiv auf dem Müll gelandet. Und was könnte ich nu‘ mit diesen beiden Lautsprechern anstellen? Das war die Frage.

Warum statt 2 Lautsprechern an der aktuellen Logitech-Soundanlage nicht 4 Lautsprecher? Klanglich bringt das zwar keine Verbesserung, doch der Klang von 4 im Raum verteilten Boxen hört sich eindeutig gleichmäßiger an als von 2.

Nun ist es so: Die beiden Lautsprecher der Logitech-Anlage besitzen 4 Ohm Widerstand. In Ohm wird also der elektrische Widerstand gemessen, der im Audiobereich auch als „Impedanz” bezeichnet wird. Je geringer dieser Widerstand ist, desto höher wird die Leistung des Verstärkers. Alles unter einem Ohm kann man schon als Kurzschluss bezeichnen. E-Dampfer würden hier natürlich vehement widersprechen, doch das ist eine andere Geschichte. Moderne Verstärker funktionieren im Bereich von 4 bis 16 Ohm. Alte Röhren- oder Transitor-Verstärker aber nicht. Auch günstige Soundanlagen, die mit ihren eigenen Lautsprechern betrieben werden, verzichten auf diese Möglichkeit eines variabel nutzbaren Widerstandes.

Schließt man pro Ausgang zusätzlich zum eigenen 4 Ohm-Lautsprecher mittels einer üblichen Parallelschaltung (z.B. mit einem Y-Adapter) einen zweiten 4-Ohm-Lautsprecher an (die beiden alten Satelliten-Boxen besitzen je 4 Ohm), dann – und Obacht! – verdoppelt sich der Widerstand nicht, wie fälschlicherweise oft angenommen wird, sondern er halbiert sich auf nunmehr nur noch 2 Ohm. Das würde dem Verstärker schaden, wenn nicht sogar ihn augenblicklich zerstören. In Allegorie mit dem E-Dampfen könnte man so etwas dann als „Kurzschluss-Hören” bezeichnen 🙂

Schließt man hingegen die zusätzliche 4-Ohm-Box in einer Reihenschaltung an, so verdoppelt sich der Widerstand und aus 4 Ohm werden 8 Ohm. Merke: Parallelschaltung = halbiert; Reihen- bzw. Serienschaltung = verdoppelt.

Ein höherer Widerstand schadet wiederum dem Verstärker ganz und gar nicht, im Gegenteil, er schont ihn sogar. Allerdings verringert sich durch den höheren Widerstand die Leistung, die dann per Lautstärkeregler ausgeglichen werden muss. Sie halbiert sich aber nicht, sondern sie verringert sich nur mehr oder weniger geringfügig. Also sagen wir zum Beispiel: Wenn vorher Stufe 2 Zimmerlautstärke bedeutet hat, so ist es mit dem Zusatzlautsprecher Stufe 3. So ungefähr. Nur dass du eine bildliche Vorstellung davon hast.

Da ich weder Lust verspürte, für die Serienschaltung die vorhandenen Stecker der Lautsprecher abzuschneiden, weil sie ja für eine normale Parallelverbindung belegt sind, noch da mir nach Kabelgefriemel bzw. Frickeleien der Sinn stand, sondern ich die Anschlüsse richtig professionell gestalten wollte, kaufte ich diese Handvoll Stecker (für wenige Cent), die mir im Übrigen auch ein Verlöten ersparten. Ich hätte mir aufgrund meiner Ungeschicklichkeit eh hundertmal die Finger dabei verbrannt. Außerdem lag im Keller noch eine ungenutzte, original verpackte 20-Meter-Rolle Lautsprecherkabel, von der ich mich bedienen konnte, die ich vor 15 Jahren für etwas glaubte zu benötigen, das dann aber ohne dieses Kabel realisiert worden war.

Wie dem auch sei, die Heimwerkerei wurde erfolgreich erledigt. An beiden Ausgängen befindet sich nun je eine ordentlich mit Steckern verbundene Serienschaltung der Lautsprecher. Es war ein bisschen tricky, denn man kann wegen der Stecker und dem nur zweifarbigen Kabel leicht Fehler machen und schnell komplett die Übersicht verlieren; 8 Stecker/Buchsen richtig verkabeln. Den Erfolg werte ich jetzt einfach mal dreist als einen immerhin noch gut bestandenen Alters-Intelligenztest 🙂

Jedenfalls gibt es keinerlei Einbußen des durch den Equalizer erzeugten hervorragenden Klangs, ich kann den Lautstärkeregler nach wie vor nicht über ca. einem Drittel aufdrehen, ohne dass meine Ohren zu wackeln beginnen, und das Hörerlebnis im gesamten Raum ist – wie soll ich’s beschreiben, wenn nichts besser oder schlechter ist, aber es sich insgesamt doch „schöner” anhört? – sagen wir mal: Schön im Raum verteilt.

Reihenschaltung

16 Uhr: Guten Morgen. Nein, nein, don’t be entsetzt, ich bin schon lange wach, locker seit weit über einer Stunde. War gerade am Briefkasten. Heute Abend/Nacht steht eine Bastelarbeit an. Nicht schwierig, dazu brauche ich lediglich die sich rege räkelnden Gehirnzellen. Es wird nämlich eine Serien- bzw. Reihenschaltung. Mehr dann später oder so … | edit: später ist hier 😉

Radiohören für Geld?

Letzte Nacht musste ich sowas von lachen. Da gibt es einen britischen Internet-Radiosender (dessen Namen ich vorsichtshalber nicht nenne, da man ja nie vor Scherereien, Abmahnungen usw. gefeit sein kann, gehört der Sender doch zu einem gigantischen Medienkonzern), der in seinem Stream doch tatsächlich alle zwei, drei Minuten für ca. zehn Sekunden ein Störgeräusch einblendet, das die Radiohörer abschrecken und zum Abonnieren des Kanals drängen soll, was wiederum auf der eigenen Webseite beworben wird. Der Sender spielt ausschließlich (!) klassische Mainstream-Musik. Keine anderen Sendungen, nur Klassik aus der Konserve. Und das rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Also jene künstlerischen Werke, deren Copyright längst abgelaufen ist und deren Urheber zum Teil seit Jahrhunderten nicht mehr unter uns weilen. Neben diesem Radiosender existieren unzählige (Tausende, wer kann sie je zählen?) andere unabhängige und abhängige Radiosender, die dasselbe tun und zum Teil sogar exakt dasselbe senden aber solch einen rabiaten Hörerfang natürlich nicht betreiben, da sie dankbar für jeden einzelnen echten Radiohörer sind. Wäre ich ja ebenfalls, wenn ich einen Internet-Radiosender betreiben würde.

Angesichts dessen frage ich mich, wer in Gottes Namen denn so bescheuert ist und sich fürs Radiohören bei einem Radiosender anmeldet? Geschweige denn, wer auch noch freiwillig (nicht mit den Zwangsgebühren verwechseln) dafür Geld bezahlt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen einzigen Menschen auf der Erde gibt, der so etwas macht. Es ist dasselbe, als ob jede Webseite automatisch nach 20 Sekunden verschwindet, weil man für den Besuch dort Geld bezahlen soll. Also der Internet-Radiosender dürfte keine tatsächlichen Radiohörer im Internet haben aber sagt von sich, mehr als 4 Millionen Hörer zu bedienen – im UKW und DAB-Radio usw. Das mag natürlich stimmen oder auch nicht, ich schreibe hingegen nur vom Internet-Radio, was etwas völlig anderes ist (übrigens auch etwas anderes als Online-Zeitungen, Journale, sowieso als TV oder Podcasts etc.). Der Stream des Senders jedenfalls dürfte mit seinen Störsignalen eher als eine echte Bandbreitenstörung fürs World Wide Web wahrgenommen werden.

Klar habe auch ich einfach den Klassiksender gewechselt, doch ich rätsle noch immer, welches Geschäftsmodell oder welche Interessen sich dahinter verbergen. Werbung wird keine gestreamt. Irgendwelche Kultur-Fördergelder abgreifen? Für Verluste sorgen, um damit Gewinne in anderen Sparten zu verrechnen und so Steuern zu sparen? Ich finde keine plausible Erklärung. Aber der Sender existiert.

Naja, man kann nicht alles wissen. So verbrachte ich wie üblich die Nacht in tiefer Unwissenheit, doch mit Genuss und in einer Badewanne klangtechnisch wunderbarer Musik liegend – nicht nur Klassik, keine Sorge, ich kenne mich in diesem Genre eh kaum aus. Ist wie mit Romanen und Filmen: Nicht mal die Autoren, Interpreten, Schauspieler, Regisseure oder Titel merke ich mir. Aber was mir gefällt, das bleibt inhaltlich von A bis Z in meinem Kopf gespeichert.

Nix verstehn

Eigentlich wollte ich heute einen Kommentar, eher einen umfangreichen Leserbrief, zu einem bestimmten Thema schreiben, auf das ich hier jetzt nicht eingehe, da ich es sogar nach Stunden des Nachdenkens nicht geschafft hatte, die vielen, vielen Gedanken in meinem Kopf zu bündeln und sie ordentlich zu virtuellem Papier zu bringen. Manchmal merkt man, wie das eine mit dem anderen in Verbindung steht, wie fast alles mit allem zu tun hat oder wie aussichtslos und missverständlich allein eine auf einen bestimmten Punkt fokussierte Betrachtung/Bemerkung sein kann, wenn der große Zusammenhang dabei außer Acht gelassen wird.

Erklär-Beispiel (um das es im Kommentar nicht ging): Heutzutage braucht nur jemand „Corona” zu sagen und augenblicklich summieren sich in mir innerhalb von nur einer Sekunde all das Erlebte und Empfundene von zwei Jahren. Manchmal kommen mir sogar sofort die Tränen und ich fühle mich außerstande, die gerade zu welchem Thema auch immer geführte Unterhaltung fortzuführen. Abrupter Abbruch. Dabei habe ich als Ungeimpfter seinerzeit nicht gelitten, überhaupt nicht, denn ich lebte mindestens ein Jahr lang in einer Art Schockzustand, der mich das Geschehen wie von außen beobachten ließ. Wir alle wissen, wer akut unter Schock steht, empfindet keinen Schmerz. Erst danach tut die Wunde weh. Dieser Schockzustand wurde nicht allein durch die Politik, die korrupten Medien, die Kirchen und wen auch immer hervorgerufen, sondern das Verhalten der Menschen um mich herum, der ganz normalen Menschen, das sich wie nach einem Umlegen eines Schalters von heute auf morgen in Richtung Absurdität und Unmenschlichkeit verändert hatte, rief ihn hervor.

Heute braucht also nur im passenden Moment dieses Wort zu fallen, „Corona”, und binnen einer Sekunde ist all das pure ungläubig bestaunte Entsetzen wieder da; dann aber ohne Schock. Ein Schmerz, der mich geradezu lähmt, ich muss innehalten für einen Moment und verspüre danach nicht die geringste Lust mehr, auf irgendein Detail eines zuvor besprochenen Themas weiter einzugehen. Die Corona-Zeit war ein Bruch in meinem Erfahrungswert. Seither weiß ich, dass nichts, absolut nichts sicher und verlässlich ist, und dass sogar Freunde, für die ich ohne zu zögern meine Hand ins Feuer gehalten hätte, zu Ungeheuern werden konnten. Andererseits erlebte ich Leute, die ich vorher kaum beachtet hatte oder nicht einmal kannte, wie sie plötzlich zu wunderbaren Menschen und zur Hilfe in der Not wurden.

Obwohl dieses Beispiel nichts mit dem unerledigten Leserbrief/Kommentar thematisch zu tun hat, gehört der größere Zusammenhang, um zu verstehen, wie und warum manche Menschen ticken, wie sie ticken, dennoch dazu. Ist schwer zu erklären. Jedenfalls würde der Leserbrief im Umfang jeden Rahmen sprengen – andererseits wäre meine Ansicht ohne diesen Zusammenhang nur ein meinungsmäßiges Grunzen.

Es gibt Leute, die in der Corona-Zeit Ähnliches erfahren hatten wie ich. Bei bestimmten politischen Diskussionen mit einem solchen Menschen braucht nur einer den Begriff „Corona” zu erwähnen, schon erübrigt sich jede weitere Erklärung, da beide innerhalb von einer Sekunde genau wissen, was der andere meint und zu erklären versucht. Allerdings glaube ich, dass bei vielen (den meisten?) anderen Leuten selbst die umfangreichste Erklärung nicht zu einem Begreifen des Gesagten führt. „Corona” hat mir gezeigt, dass es Grenzen des gegenseitigen Verstehens gibt. Mit all den daraus folgenden Konsequenzen, die da unter anderem lauten, dass ich weder jemanden von irgendetwas überzeugen muss, noch mich für Gedanken, mein Leben oder mein Handeln zu rechtfertigen brauche.

Quintessenz: Es gibt also Menschen, die werden nie einander verstehen. Das hatte ich bislang nicht geglaubt. Mein altes Harmoniebedürfnis, der Wunsch, es möglichst jedem recht zu machen, ist etwas für die Tonne, kostet lediglich eine Unmenge an Kraft und Energie aber führt zu rein gar nichts Sinnvollem als einem Wust von virtuellem Papier, mit dem man nicht mal einen Fisch einwickeln kann.

In der Hoffnung, dass wir beide, du liebe Leserin, lieber Leser und ich, uns wenigstens einigermaßen verstehen, wünsche ich dir einen nachdenklichen aber entspannten Sonntagabend. Bis morgen in alter Frische.

Geschwätziges

Hachja, wachwerden gegen 15 Uhr, meine Kern-Lebenszeit hat sich wieder eingestellt. Biologischer Rhythmus. War seit vielen Jahrzehnten so, schleicht sich selbst nach Angleichungen an die Tages-Lebenszeit immer automatisch heran und wird auch wohl so bleiben. Alles andere ist Ausnahme und macht auf Dauer sowieso nur depressiv und krank.

Die innere Uhr ist schon ein seltsames Ding, nicht wahr? Aber nicht man selber bzw. ich habe mich den Umständen anzupassen, sondern sie sollten sich meinem natürlichen Rhythmus fügen. Deshalb hatte ich über 30 Jahre lang auch gerne ausschließlich nachts gearbeitet. Und seit ich denken kann, spielte ich mit der Vorstellung, einmal nach Finnland oder Sibirien auszuwandern, den Ländern, in denen ein Tag-Nacht-Unterschied kaum vorhanden ist. Ein halbes Jahr nur Tag, ein halbes Jahr nur Nacht, da kommt es viel mehr auf die innere Uhr an als hierzulande. Aber die Fremde in Schrift und Sprache hielten mich stets davon ab, diese Fantasie Realität werden zu lassen.

Ich gerate wieder ins Plaudern, nein, ins Schwatzen. Damit will ich mal schnell aufhören. Oller Schwätzer und so. Sonst gibt’s heute jedenfalls nichts Neues, einen schönen Samstagabend wünsche ich dir, gehab dich wohl.

Neues Steuergeld für die Filmindustrie

Wie herrlich „böse“ schreibt Mario Thurnes bei „Tichys“ über den deutschen Film und den Propagandafunk der Regierung („Tagesschau“), die die beabsichtigte Umstrukturierung der Filmförderung durch Kulturstaatsminister Weimer hin zu einer zweiten „Ufa“ der Vergangenheit oder einer „DEFA“ beklatscht (beides sage ich, nicht Herr Thurnes). Er sagt das viel diffiziler. Sätze wie

„… immerhin müsste dann ein Dutzend Finanzbeamter den jeweiligen Film schauen, um Minuten zu zählen – im deutschen Film geht das schon als Publikumserfolg durch.“

 

Oder

„… Weigert sich Netflix ganz in Deutschland zu investieren […], will – das ist wirklich Weimers Regelung – sich der Kulturminister zusammen mit der Filmförderungsanstalt FFA und den Diensten zusammensetzen und nach einer Lösung suchen. Läuft dabei eine Kamera, ist das spannender, als 80 Prozent dessen, was die deutschen Filmschaffenden sonst so liefern.“

 

feiere ich, denn mit ihnen wird das Elend der Korruption sowie des cineastischen Unvermögens der deutschen „Filmschaffenden“ einer Realität ausgesetzt, die letztendlich das Publikum bestimmt und die für den Fall des Umstrickens der Filmförderung in Weimers Sinne den deutschen Film in gesteigertem Maße mit Nichtbeachtung honoriert.

Nunja, das ist den Damen und Herren Politikern im Parlament, die über Weimers Ideen abstimmen werden, letztlich auch egal. Für ihre Stimmen zählen andere Gründe, von der Brandmauer bis zur parlamentarischen Regel „gebe ich dir dieses, bekomme ich von dir jenes“. Das Siechtum des deutschen Films wird somit als Untoter und allein durch Steuergeld für das Genre Horror als Zombie-Industrie fortgeführt. Aber wenigstens wird Dank Weimer nun ein paar Jahre lang reichlich Geld in dubiose Taschen fließen. Ob vor leeren Kinos oder nicht, das stört dann keinen großen Geist, im Gegenteil, denn ohne Zuschauer lässt sich’s viel vertrauter wirtschaften, nicht wahr?

Interessehalber II oder ein 2-Kanal-Equalizer aus China

Hurra! Es funktioniert! Und sogar hervorragend. Darauf hatte ich voller Spannung gewartet. Auf den neuen chinesischen 2-Kanal-Equalizer. Bevor ich weiter schreibe, kurz eine Rechtfertigung, weil bei mir ja Haushaltssperre herrscht:

Dieses kleine Gerät, verbaut in einem Blech-Gehäuse, kostet bei Amazon zwischen 30 und 50 Euro. Das wäre mir in meiner augenblicklichen wirtschaftlichen Lage natürlich zu teuer. Bei „Ali-Express” kostet es aber nur 12 Euro (die Preise verändern sich täglich – ein Screenshot von gerade eben, es lässt sich sonst nicht verlinken). In etwa so viel Geld wie uns das Eis für die grüne Energiewende pro Jahr angeblich kosten sollte – nun, letzteres war eine dreiste Lüge, doch der Equalizer steht für 12 Euro tatsächlich bei mir.

Fast alles (mit Ausnahme der WLAN-Radioverbindung) auf dem unteren Foto (klick drauf = Großansicht) ist jetzt Technik von vorgestern. Und genau das finde ich so faszinierend. Keine „Funk-Verkabelung”, echte Cinch-Verbindungen. Ausgang (Klinke auf Cinch-Kupplung), Eingang, Ausgang, Eingang und wieder Ausgang nur per Cinch-Kabel. Es macht schließlich keinen Sinn, für das wunderbare Internetradio und für die Keller-Soundanlage einen überdimensionierten, modernen und möglicherweise funkenden Equalizer zum x-fachen des Preises beider Geräte zu kaufen. Hätte es das 12-Euro-Exemplar nicht gegeben, hätte ich auf dem Flohmarkt vor Ort nach einem vergleichsweise riesigen uralten Equalizer für 10 bis 20 Euro gesucht.

Und nun zum Ergebnis: Schade, dass ich keine Audio-Datei hochladen kann bzw. das ginge zwar schon, aber es bringt nichts, da der Klang durch deine Lautsprecher verändert werden würde. Jedenfalls wurde noch mal eine große Schippe draufgelegt. Besonders was die Höhen betrifft, damit hatte die Logitech-Soundanlage so ihre Schwierigkeiten. Bass gibt es mehr als genug durch die Bassreflex-Box, doch je nachdem, welche Musik ich höre und je nachdem wie laut oder leise sie spielt, fehlte etwas, ein gewisser Kick in den Höhen, der Kristall von kristallklar. Er ist nun da. Schillernd und glitzernd fürs Ohr sozusagen.

Der im Radio fest eingebaute Software-Equalizer wurde für den kleinen Lautsprecher des Radios konstruiert, über die Soundanlage bringt er leider nichts. Und da das Radio ja nicht über einen Computer läuft, lässt sich auch keine Software-Alternative finden. Nicht zuletzt werden nur 2 Kanäle benötigt – wobei ich immer noch nicht verstehe, wieso ein Radio mit nur einem Lautsprecher einen 2-Kanal-Ausgang besitzt.

Egal. Man hält es nicht für möglich (mir erging es wenigstens so), wie sehr und entschieden dieser Mini-Equalizer den Klang verbessert. Nochmal: Für 12 Euro! Eigentlich ist die Klangqualität jetzt so gut wie ein Viele-Hundert-Mark-Gerät der 70er Jahre. Okay, „Alexa-Lautsprecher” können das heute auch. Der technische Fortschritt im Audio-Bereich hat sensationelle Entwicklungssprünge vollbracht. Die Spionagetechnik allerdings ebenso.

In nächster Zeit werde ich noch Ausschau nach einer alten, optisch neutralen (transparenten?) Butter-Dose halten, die vielleicht in genau der richtigen Größe als Staubschutz deckelmäßig auf das kleine Gerät gelegt werden kann – edit: Schon erledigt! Niemand möchte nämlich verstaubte Potis drehen müssen, es gibt kaum Schlimmeres 🙂 Der Equalizer steht übrigens fest per Klettpunkt auf dem Radio; da wackelt oder rutscht nichts beim munteren Drehen an den Knöpfen.

Kalte Küche

Heute bleibt die Küche kalt, morgen Abend geht’s hier erst wieder weiter. Dann aber nur für Interessierte bzw. mit dem sensationellen Titel: „Interessehalber II” 🙂

Inneres Ich: „Dass heute nix mehr kommt, hättste nicht extra sagen müssen, sieht man doch.”

Nu‘ hab ich’s halt gesagt, guck mal an. Siehste.

„Interessehalber”

Ha! 🙂 Wusste ich’s doch, im Keller stand noch eine alte Soundanlage herum. Sie ist bestimmt 10 Jahre alt, hat zwei im Vergleich zu heute recht große Zweiwege-Boxen, einen Bass, den ich höchstens zu 5 % aufdrehen kann und eine Lautstärke, bei der man bei einer viertel Drehung des separaten Reglers (jener mit der grünen Kontrollleuchte) das eigene Wort nicht mehr versteht. Dennoch bleibt der Klang verzerrungsfrei und glasklar. „Logitech”, mehr steht nicht auf dem Gerät, denn das Firmenschild ist längst ab. Das Radio steht auf der Bassbox, da ich nicht wüsste, wohin sonst mit der Box.

Edit: Habe gegoogelt, es ist das Z333 von Logitech, Baujahr 2015. Dank „meiner Bestellungen” bei Amazon konnte ich sehen, dass ich es 2016 gekauft hatte und dass es, wie ich jetzt auch sah, bis zu 80 Watt Nennleistung bringt, was selbst bei 30 oder 40 Watt Musikleistung innerhalb eines normalen Raums kaum auszuhalten ist. Kein Wunder, dass ich es nur so wenig aufdrehen kann. Ich dachte schon, ich sei „hör-senil” geworden 😉


Naja, das Radio wäre auch ohne Verstärker okay, aber der muss ja nicht weitere 10 Jahre im Keller vergammeln, nicht wahr? Und die Steigerung des Klangerlebnisses ist damit natürlich enorm.

EU, Referenden und Völkerrecht

Nur mal so nebenbei heute erwähnt. Wieder die Scheinmoral der EU. Diesmal geht’s um Außenpolitik. Während die EU bei der Annexion der Krim durch Russland trotz Volksabstimmung das Völkerrecht gebrochen sieht, und bereits im Voraus für den Fall, dass Trump Grönland mit oder ohne Zustimmung der Grönländer „kaufen” sollte, die „regelbasierte Weltordnung” verletzt sieht, hat die liebe EU gar kein Problem damit, den UN-Vorschlag eines Referendums der Bevölkerung der West-Sahara zu missachten und die beabsichtigte staatliche Einverleibung dieses riesigen Gebiets durch Marokko zu unterstützen.

Die West-Sahara gilt international seit 1976 als ein „Hoheitsgebiet ohne Selbstregierung”, wird aber von Marokko kontrolliert. Laut UN kann erst ein Referendum der Bewohner diesen Status ändern. Immerhin sind es knapp 600.000 Menschen. Könnte man jederzeit machen, wäre keine Arbeit. Allerdings wäre das Ergebnis unsicher. Deshalb möchte Marokko so etwas nicht. Die EU-Kommission befürwortet die beabsichtigte Annexion der West-Sahara durch Marokko und lehnt ebenfalls ein Referendum der Bevölkerung strikt ab.

Mal so, mal anders, regelbasiert je nachdem, wer welchen Nutzen davon hat bzw. wessen Regeln befolgt werden.

Regulär besitzt die EU gar keine Regierung, da sie kein selbstständiger Staat ist, sondern die politische Vertretung eines Staatenbundes souveräner Einzelstaaten. Doch sie benimmt sich so lange wie eine Regierung, so lange die Einzelstaaten es ihr gestatten. Was sagt das Völkerrecht eigentlich dazu? Naja, das wird sich die EU natürlich schon zurechtbiegen.

Ein gutes Omen

Gemütlich im Bett liegend wollte ich während des Dämmerschlafs nur mal schnell die Spielzeit des Radios um 15 Minuten per Sleeptaste verlängern und griff im Dunklen und sowieso mit fast geschlossenen Augen nach der Fernbedienung, die direkt neben mir auf dem Eckstück des Boxenregals lag, das als Nachttischchen dient. Dabei bekam ich sie mit dem Daumen und dem kleinen Finger dermaßen schlecht zu fassen, dass sie mir sofort aus den Fingern glitt und mit einem überraschend langen Geräusch eines Schrammens (etwa so, als würdest du mit dem Kunststoffstoßfänger eines Autos entlang einer Garagenwand schrammen, nur halt leiser) hinter der Boxenregalwand verschwand.

Oha, wie ungeschickt! Ich stieg aus dem Bett, bückte mich, wollte die Fernbedienung hinter der Box von der Seite her greifen – allein sie war nicht da. Wie das?

Damit war die Nacht vorbei, ich stand auf, reckte mich, schaltete das Licht an, blickte von oben hinter das Boxen-Nachttischchen und sah – nichts. Die Boxen stehen zu dicht an der Wand, um etwas hinter ihnen auszumachen. Her mit der Taschenlampe. Mit ihrer Hilfe erkannte ich zwar, dass die Fernbedienung nicht im Nachttischbereich lag. Ebenso konnte ich zwischen den Füßen der gesamten Boxenregalwand entlang erkennen, dass sie nirgends dort auf dem Boden lag, doch wo sie sich befand, das sah ich nicht.

Das Schicksal führte einen Zaubertrick des Verschwindenlassens von Dingen auf. Erstaunlich. „Okay, Schicksal, du hattest deine Vorstellung”, sagte ich, während meine Hände innerlich anstandshalber applaudierten, „ich bin beeindruckt, aber nu‘ lass sie wieder zum Vorschein kommen”. Magier sind bekanntlich oft Persönlichkeiten mit einem ungeheuren, um nicht zu sagen, mit einem maßlos übersteigerten Selbstwertgefühl, das durchaus in die Nähe der Arroganz reicht, und so schien es auch um mein Schicksal bestellt zu sein, denn es hielt es nicht einmal für nötig, auch nur mit einem Wort auf meine Bitte einzugehen.

Nun ist es so, dass man die Boxenwand nicht mehr als Ganzes verschieben kann, da ich sie nach ihrer Errichtung mit Klebe-Anker fest an die Wand montiert hatte. Diese Anker haften dermaßen fest, dass grobe Gewalt sie höchstens samt anhängender Tapete oder abgerissener Boxen-Rückwände von der Wand reißen könnte. Kaputt geht immer, selbst der stärkste Atombunker ist nicht für die Ewigkeit gebaut, doch zerstören wollte ich die Boxenregalwand schließlich nicht, steht sie dort doch erst seit kurzem an ihrem Platz. Was also tun?

Nochmal zusammengefasst: Von der Seite sah man nichts. Von unten war zu erkennen, dass die Fernbedienung nicht auf dem Boden lag. Rütteln an der Regalwand führte ebenfalls zu keinem Ergebnis. Die Fernbedienung war definitiv fortgezaubert worden. War ich ein Opfer böser schwarzer Magie?

Für einen Besenstiel, mit dessen Hilfe ich von der Seite eventuell ins Nichts herumstochern hätte können, steht das Boxenregal zu dicht an der Wand. Der Spalt reicht ja nicht mal, um mit einem Auge eine Sichtachse herzustellen, dafür ist das Auge zu weit von der Schädeldecke entfernt oder der Kopf zu dick, je nach Ausdrucksweise.

Die weibliche Spionagetechnik half!

Ich holte „Mata Hari” aus der Küche, das Smartphone. Es konnte hinter die Boxenwand schauen. Mit seiner/ihrer Hilfe erkannte ich die Position der Fernbedienung, die ich niemals dort vermutet hätte. Auf dem nebenstehenden Bild (klick drauf = Großansicht) ist ihr langer Weg und ihre Lage durch die rote Markierung dargestellt. Die Fernbedienung ist also schräg nach unten weggerutscht (ich glaube, entlang eines anfangs in diese Richtung verlaufenden Stromkabels) und wurde erst von den Kabelbindern eines Eckverbindungsstücks aufgehalten, die den Weg der Fernbedienung quasi kreuzten und mit denen die Eckverbindungsstücke (ich kenne deren korrekte Bezeichnung nicht), die ihrerseits je 4 Boxen in ihren Positionen halten, zusätzlich gesichert werden. Also ein weit gespanntes Verkehrswegenetz mit umfangreichen Vorfahrtsregeln sozusagen.

Jedenfalls konnte ich daraufhin mit ein wenig „Knoffhoff” in Form eines auseinandergebogenen Kleiderbügels aus Draht von unten um die Ecke hoch stochern und somit die festgehaltene Fernbedienung befreien, die sodann zu Boden fiel.

Die Nacht bzw. der Schlaf war allerdings definitiv zu Ende. Damit so etwas nicht wieder passiert, hatte ich sogleich den engen Spalt zur Wand auf der „Nachttisch-Box” noch mit einer selbstklebenden Eckleiste, die als Rest irgendwo herumlag (nie Reste wegwerfen!), einigermaßen geschlossen. Lässt sich auf dem 2. Bild trotz Vergrößerung durch Draufklicken leider schlecht erkennen.

Ist das alles nun wichtig fürs Tagebuch? Naja, am heutigen Montag beabsichtige ich für meinen Nachbarn eine Küchenspüle zusammenzubauen und die Leitungen samt eines neuen Untertischgeräts anzuschließen. Je nach Sichtweise könnte man die vorherigen Ereignisse der Nacht nun als böses Omen ansehen oder, da am Ende alles gut ausgegangen war, als ein positives Vorzeichen betrachten. Charakterlich neige ich deutlich zur zweiten Interpretation. Denn durch diese Erfahrung wurde ich nochmal daran erinnert, dass selbst ein arrogantes Schicksal kaum mit Magie als vielmehr oft mit billigen Tricks vorgeht, denen ein wenig eigene Überlegungen und fremde Hilfestellung jeden vermeintlich bösen Zauber zu nehmen in der Lage sind. Wohlan denn, heute werde ich zu einem frohgelaunten Klempner.

Klima besser verstehen lernen

Die hochkomplexen Zusammenhänge in der Klimawissenschaft sind für „Normalmenschen”, zu denen ebenfalls Politiker und Journalisten gehören (und selbstverständlich auch ich), nicht mehr zu verstehen. Daher braucht es Zusammenfassungen, auf die dann Entscheidungsträger und Erklärungs-Vermittler zugreifen können. Diese Zusammenfassungen werden wiederum zum Ziel verschiedener Interessen, so dass in ihnen, je nach Absicht, sogar häufig gelogen wird. Mangels eigenen Verständnisses und einer ausreichenden Kompetenz kann schließlich kaum jemand etwas davon mit dem tatsächlichen Kenntnisstand der Klimawissenschaft abgleichen.

Das ist ein Dilemma.

In der Reihe „Audimax” des Radiosenders „Kontrafunk” versucht daher Horst-Joachim Lüdecke, ein emeritierter Professor für Informatik und Physik, einigermaßen Licht ins Dunkel der Unwissenheit über den Einfluss von CO2 im Zusammenhang mit der Erderwärmung zu bringen und beleuchtet zudem die Schwierigkeiten, die in der politischen sowie medialen Aufbereitung dieser komplexen Themen bestehen. Dass nun selbst seine Ausführungen für „Otto Nomalbürger” äußerst schwer zu verstehen sind, sei mal dahingestellt, denn es gibt Grenzen der Vereinfachung bzw. nicht jedes Thema taugt dazu, in einem kindlichen kurzen Cartoon allgemein verständlich gemacht zu werden. Oder anders ausgedrückt: Wer ständig übers Klima redet, sollte sich wenigstens anstrengen, ein gewisses Grundwissen über die Komplexität dieses Themas anzustreben und seinen Wissensdurst, so er denn überhaupt vorhanden ist, zu stillen. Alles andere wäre bloßes Geplapper oder interessengeleitete Propaganda.

In diesem Sinne versuche doch einfach mal Prof. Lüdecke in seiner einstündigen Vorlesung zu folgen. Praktisch an dem Podcast ist, dass du jederzeit den Stream anhalten oder zurückspulen kannst, um bestimmte Sequenzen des besseren Verständnisses wegen zu pausieren oder zu wiederholen. Als Wort zum Sonntag ist ist das Hören des Podcasts jedenfalls mit deutlich mehr Erkenntnisgewinn gesegnet, als jede Pastoren-Schwurbelei von der Kanzel.